5 Tipps gegen dei­ne Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung


Lebensmittelverschwendung: Vernichtung von Eiern
Alles, was bis zum 2. Mai produziert wurde wird weggeschmissen © Huisman Media/dpa

Der 2. Mai ist der Tag der Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung. Es ist der Tag im Jahr, ab dem die für Deutsch­land pro­du­zier­ten Nah­rungs­mit­tel tat­säch­lich genutzt wer­den. Vor­her wird alles weg­ge­wor­fen. Allein in Deutsch­land jähr­lich unfass­ba­re 18 Mil­lio­nen Ton­nen. Es wer­den jähr­lich 2,6 Mil­lio­nen Hekt­ar land­wirt­schaft­lich bewirt­schaf­tet, nur um die dar­auf ange­bau­ten Pro­duk­te wie­der weg­zu­wer­fen. Hin­zu­kom­men unnö­tig 48 Mil­lio­nen Ton­nen unnö­tig frei­ge­setz­te Treib­haus­gas­emis­sio­nen. Das ist mora­lisch und öko­lo­gisch eine Kata­stro­phe.

Fol­ge uns in Soci­al Media
Facebook
Twitter
Instagram
YouTube
RSS

Was die Poli­tik gegen Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung tun soll

Das Pro­blem ist längst erkannt: Die Bun­des­re­gie­rung bekennt laut­stark , die Lebens­mit­tel­ver­lus­te bis 2030 hal­bie­ren zu wol­len. Eigent­lich müss­te der sym­bo­li­sche Tag der Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung damit eigent­lich jedes Jahr um meh­re­re Kalen­der­ta­ge nach vor­ne rut­schen. Doch das ist nicht der Fall. Bis heu­te fehlt es an einer fun­dier­ten Erfas­sung der Lebens­mit­tel­ver­lus­te. Damit ist es auch nicht mög­lich nach­zu­wei­sen, ob über­haupt und was kon­kret erreicht wor­den ist. Wir brau­chen end­lich eine abge­stimm­te natio­na­le Stra­te­gie zur Ver­min­de­rung von Lebens­mit­tel­ver­lus­ten, die kla­re und ver­bind­li­che Ziel­vor­ga­ben vom Pro­du­zen­ten über die Lebens­mit­tel­in­dus­trie bis hin zum Han­del und der Gas­tro­no­mie erar­bei­tet. Dies zeigt auch die neue WWF-Stu­die, die die Bun­des­län­der in den Blick genom­men hat. Es gibt zwar Vor­rei­ter, aber ohne natio­na­len Hand­lungs­rah­men wird es nicht mög­lich sein, dass poli­ti­sche Ziel zu errei­chen, bis 2030 die Lebens­mit­tel­ver­lus­te in Deutsch­land zu hal­bie­ren.

Lebensmittelverschwendung: Müllhalde
Wir wer­fen buch­stäb­lich Ber­ge von Essen weg! © iStock / Get­ty Images

Aber hilft ja nicht nur die Poli­tik zu bas­hen. Wir kön­nen auch im Pri­va­ten viel gegen die Weg­werf­ge­sell­schaft tun. Denn: Für etwa 40 Pro­zent der ver­schwen­de­ten Lebens­mit­tel sind Pri­vat­haus­hal­te ver­ant­wort­lich. Und Lebens­mit­tel spa­ren ist akti­ver Umwelt- und Kli­ma­schutz. Hier­zu gibt es vie­le, vie­le Tipps, die jeder befol­gen kann. Hier mal 5 von uns:

5 Tipps gegen dei­ne Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung

  • Min­dest­halt­bar­keits­da­tum ist kein Ver­falls­da­tum!

Ver­lass dich auf dei­ne Sin­ne und nicht auf das Min­des­halt­bar­keits­da­tum. Das gibt näm­lich nur den Zeit­punkt an, bis zu dem der Her­stel­ler die Halt­bar­keit garan­tiert. Es sagt aber nichts dar­über aus, bis wann das Lebens­mit­tel tat­säch­lich noch genieß­bar ist.

  • Nicht von Spar­an­ge­bo­ten locken las­sen!

Zahl zwei, krieg drei“ – hört sich gut an, ist aber oft quatsch, weil der drit­te Joghurt dann doch im Müll lan­det. Kau­fe nur so viel, wie du auch wirk­lich brauchst.

  • Kei­ne Groß­ein­käu­fe!

Ein Groß­ein­kauf ver­lei­tet dazu, wahl­los Lebens­mit­tel in den Ein­kaufs­wa­gen zu laden. Mache lie­ber häu­fi­ger klei­ne Ein­käu­fe, bei denen du nur so viel kaufst, wie du auch ver­wer­ten kannst. Und noch ein Tipp: Ein paar Packun­gen Tief­kühl­ge­mü­se zu Hau­se zu haben nimmt dir die Angst, am Sonn­tag plötz­lich zu ver­hun­gern.

  • Betag­tes Obst in den Mixer

Runz­li­ge Äpfel, brau­ne Bana­nen oder meh­lig gewor­de­ne Bir­nen mag nie­mand mehr so ger­ne essen, schon klar. Im Smoot­hie merkt aber nie­mand mehr, dass das Obst einen Schön­heits­feh­ler hat­te. Des­halb: Ab in den Mixer damit! Nicht mehr ganz so fri­sches Gemü­se kann auch noch zur fri­schen Sup­pe wer­den.

  • Ein­tau­chen in die Kunst der Res­te-Küche!

Mit Res­ten zu kochen macht beson­ders Spaß, weil man sei­ner Fan­ta­sie frei­en Lauf las­sen kann und sich nicht akri­bisch an ein Rezept hal­ten muss. Inspi­ra­ti­on bie­ten zum Bei­spiel hier die Gemü­se­brat­lin­ge aus Res­ten vom Blog schö­nes + leben.

Was fällt Euch noch ein? Schreibt es uns!

Wie hat Dir die­ser Bei­trag gefal­len?

Durch­schnitt­li­che Bewer­tung 0 / 5. Anzahl Bewer­tun­gen: 0

Sehr schön, das freut uns! Viel­leicht magst Du ja…

…die­sen Bei­trag jetzt tei­len:

Scha­de, dass Dir der Bei­trag nicht so gut gefal­len hat.

Dein Feed­back wäre sehr wert­voll für uns.

Wie könn­ten wir die­sen Bei­trag Dei­ner Mei­nung nach opti­mie­ren?

Vorheriger Beitrag Europawahl: Ohne Europa kein nachhaltiges Finanzsystem
Nächster Beitrag IPBES: Weckruf für Politik und Wirtschaft mehr für den Artenschutz zu tun

8 Kommentare

  1. Avatar
    Lena
    5. Mai 2018
    Antworten

    Wir ver­schen­ken oft Kuchen an Ver­wand­te oder Freun­de, wenn wir mer­ken, dass wir es Zuhau­se nicht schaf­fen alles selbst zu essen.

  2. Avatar
    Peter Schröder
    5. Mai 2018
    Antworten

    Lie­be Frau Drä­ger,
    vie­len Dank für die guten Tipps gegen die Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung. Bei und wird kein Lebens­mit­tel weg­ge­wor­fen. Es mag zwar unglaub­lich klin­gen, aber es ist wahr. Wir kau­fen etwa alle 10 Tage ein und kochen so, dass zuerst die Ware ver­braucht wird, die emp­find­lich ist. Zitro­nen, Apfel­si­nen und Pam­pel­mu­sen wer­den nicht aus­ge­presst, son­dern abge­pult, dadurch wird das wert­vol­le, wel­ches direkt unter der Scha­le sitzt, genutzt. Wur­zeln wer­den nicht geschabt, son­dern nur abge­wa­schen. Blät­ter von Kohl­ra­bi und Blu­men­kohl wer­den eben­falls gekocht. Es gibt kei­ne Abfäl­le. Wir kau­fen häu­fig Ware, die auf­grund des Halt­bar­keits­da­tums her­ab­ge­setzt wur­de, eben­falls altes Brot, da es bes­ser schmeckt. Mit­tags gibt es bei uns immer das Glei­che “Was ist im Kühl­schrank und muss zuerst geges­sen wer­den”, und es schmeckt auch noch. Damit fah­ren wir seit Jahr­zehn­ten gut und sind nicht ver­hun­gert und unter­ernährt.
    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Peter Schrö­der

  3. Avatar
    Birgit Sasowski
    6. Mai 2018
    Antworten

    Ich fin­de weni­ger, dass man das dem Kon­su­men­ten über­las­sen soll­te, den die Mas­se der Kon­su­men­ten schert sich eh nicht dar­um, außer ein paar sehr weni­ger Men­schen. Ange­bot maß­geb­lich ver­knap­pen und jeder Ein­zel­ne wird wie­der sorg­sa­mer mit sei­nen kost­ba­ren Gütern dann umge­hen. Der Mensch, genau wie jedes Tier, ist so ver­schwen­de­risch wie es das Ange­bot zulässt. Wenn ich dann noch an das gan­ze Plas­tik den­ke, wird mir schlecht, das gehört auch umge­hend abge­schafft.

  4. Avatar
    NH
    7. Mai 2018
    Antworten

    Klei­ne Rest­men­gen kön­nen auch z.B. für den nächs­ten Arbeits­tag als Mit­tag­essen mit­ge­nom­men wer­den. Oder aber man friert sein gekoch­tes Essen ein und ver­ar­bei­tet es spä­ter wei­ter.
    Ansons­ten kön­nen wir Gemü­se und Obst auch mit unse­ren Kanin­chen Tei­len, wenn wir es selbst nicht mehr mögen 🙂

  5. Avatar
    Nika
    7. Mai 2018
    Antworten

    Ich fin­de das The­ma Halt­bar­ma­chen in dem Bezug sehr wich­tig: Wenn wir uns wie­der mehr mit dem Halt­bar­ma­chen von Lebens­mit­teln beschäf­ti­gen, müs­sen wir weni­ger weg­schmei­ßen. Lei­der sind grö­ße­re Abpa­ckun­gen von Lebens­mit­teln oft­mals ver­hält­nis­mä­ßig um eini­ges güns­ti­ger, als klei­ne­re, was schnell zum Pro­blem wird, wenn man als Allein­ste­hen­der sehr aufs Geld ach­ten muss. Aber gera­de auch für den per­sön­li­chen Geld­beu­tel ist es ja auch von Vor­teil, wenn man nicht jedes zwei­te Lebens­mit­tel weg­schmei­ßen muss.
    Mei­ne Tipps: 1. Orga­ni­sa­ti­on — wenn ich genau weiß, was ich bereits habe, kau­fe ich nicht so vie­le unnö­ti­ge Sachen. 2. Halt­bar­ma­chen — Zum Ein­frie­ren eig­nen sich auch Brot und Bröt­chen gut, wie­der auf­ge­ba­cken schme­cken sie wie frisch vom Becker; außer­dem Ein­we­cken von z.B. Sup­pen, Gemü­se; das Ein­fet­ten von rohen Eiern ver­hin­dert das Ein­drin­gen von Kei­men durch die Scha­le. 3. Ein­kauf auf dem Markt — hier ist man weni­ger Sin­nes­ma­ni­pu­la­tio­nen aus­ge­setzt und kann so bewuss­ter ein­kau­fen.

  6. Avatar
    dorothea
    11. Mai 2018
    Antworten

    Lebens­mit­tel nicht zu ver­schwen­den ist mir ein gro­ßes Anlie­gen. Seit ich in die Nähe eines Bio­la­dens und Wochen­mark­tes gezo­gen bin ver­su­che ich bevor­zugt dort ein­zu­kau­fen. Mein Lebens­ge­fähr­te kauft ger­ne beim Pen­ny um die Ecke ein, das ist prak­tisch für ihn zu errei­chen. Auch mit die­sen Lebens­mit­teln gehe ich so sorg­sam um wie mög­lich.
    Lei­der hat­te ich letz­te Woche eine Magen-Darm-Grip­pe.. ich muss­te das ers­te mal seit lan­gem wie­der ein paar schlecht gewor­de­ne Lebens­mit­tel weg­wer­fen. Ich fin­de das abso­lut furcht­bar und hat­te rich­tig schlech­te Lau­ne, am schlimms­ten war es die teu­re Bio-Melo­ne die ver­go­ren schmeck­te ent­sor­gen zu müs­sen! Lebens­mit­tel­res­te las­sen sich wun­der­bar ver­wer­ten. Am liebs­ten mag ich es wenn gan­ze Por­tio­nen übrig blei­ben, die las­sen sich pri­ma ein­frie­ren und an Tagen wo man nicht zum kochen kommt ver­spei­sen. Auch wenn ich ins Restau­rant gehe neh­me ich immer direkt ein Glas mit um Res­te dort drin zu ver­stau­en. Außer­dem wer­fen wir vie­les aus Unwis­sen­heit weg was noch genieß­bar ist, bezie­hungs­wei­se sich ander­wei­tig noch ver­wer­ten lie­ße. Aus Gemü­se­scha­len und einem sieb­tel Salz mit einem Schuss Oli­ven­öl lässt sich z.B. eine schö­ne Instant-Gemü­se­brü­he machen, aus Zitro­nen­scha­len die man mit Essig über­gießt Putz­mit­tel und mit getrock­ne­tem Kaf­fee­satz kann man alte Pflan­zer­de her­vor­ra­gend wie­der auf­fri­schen. Vie­le Obst- und Gemü­se­sor­ten muss man auch nicht schä­len, beson­ders das Schä­len von Äpfeln und Karot­ten ist über­flüs­sig.
    Ger­ne ver­schen­ke ich auch Lebens­mit­tel­res­te, wenn z.B. wenn Besuch da ist zu viel übrig bleibt bekommt jeder der möch­te etwas mit. Habe ich auf der Arbeit zu viel fra­ge ich die nächs­te Schicht ob sie das noch essen möch­te, oft sind mei­ne Kol­le­gen begeis­tert!

  7. […] 5 Tipps gegen Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung | WWF […]

  8. Avatar
    Katja Weigel
    11. Mai 2019
    Antworten

    Hal­lo,
    ich bin allein­ste­hend und muß zudem noch aufs Geld ach­ten. Die­se Groß­fa­mi­li­en­pa­ckun­gen die es in den Super­märk­ten gibt fin­de ich nicht gut und kau­fe ich auch nicht. Ich gehe ein­mal die Woche ein­kau­fen für die kom­men­de Woche und über­le­ge mir zuvor was ich kochen möch­te. Ich koche viel vor und frie­re das Por­ti­ons­wei­se ein, so kann ich viel gleich frisch gekobht ver­wer­ten und habe zudem unter der Woche mehr Zeit. Gemü­se und Eier kau­fe ich aus­schließ­lich bei unse­ren orts­an­säs­si­gen Bau­ern. Ist zwar etwas teu­rer, dafür bekom­me ich aber alles ein­zeln. Zum Bei­spiel Kar­tof­feln, hier ist mir ein 2,5 kg Sack zu viel, beim Bau­er bekomm ich die Kar­tof­feln auch ein­zeln. Das Ande­re ist, dass die Eier viel bes­ser schme­cken, da die Hüh­ner tat­säch­lich auf einer gro­ßen Wie­sen mit 2 Zie­gen leben und sicht­lich Freu­de haben her­um zu ren­nen und viel Platz haben. Hieq kann ich mich als End­ver­brau­cher selbst über­zeu­gen vom Zustand der Tie­re und muß mich nicht auf irgend­wel­che Eti­ket­ten ver­las­sen. Ich fin­de man soll­te gera­de die­se Bau­ern unter­stüt­zen. Eben­so wür­de ich mir mehr Tan­te Emma Läden zurück wün­schen, wo zwar nicht so ein gros­ses Ange­bot ver­füg­bar ist, man aber mit sei­nen eige­nen Behäl­tern hin geht und nur das kauft was man braucht. Ich habe zudem noch Lebens­mit­te­lun­ver­träg­lich­kei­ten u. a. auf Kon­ser­vie­rungs­stof­fe was es ohne­hin schwie­rig macht für mich in Super­märk­ten ein­zu­kau­fen. Kei­ne Plas­tik­ver­pa­ckun­gen mehr wäre ein Traum. Ich has­se die­se Ver­pa­ckun­gen.

Einen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.