Weih­nachts­baum umwelt­freund­lich: Aus Plas­tik, im Topf oder aus dem Wald?


Weihnachtsbaum umweltfreundlich - zum Wiedereinpflanzen in Töpfen?
Welchen Weihnachtsbaum kann ich mit gutem Gewissen kaufen? © gpointstudio-iStock Getty Images Plus

Es duf­tet nach Man­da­ri­nen und Plätz­chen und mit­ten im Wohn­zim­mer sorgt ein Weih­nachts­baum für die rich­ti­ge Stim­mung: Für die meis­ten gehört ein ech­ter Baum tra­di­tio­nell zum Weih­nachts­fest dazu. Über 20 Mil­lio­nen Weih­nachts­bäu­me ste­hen alle Jah­re wie­der in Deutsch­lands Haus­hal­ten: Mas­sen­wei­se gefäll­te Nadel­bäu­me, die Umwelt und Kli­ma belas­ten. Wie umwelt­schäd­lich ist der Weih­nachts­baum wirk­lich? Und wel­che umwelt­freund­li­chen Alter­na­ti­ven gibt es?

Wie umwelt­schäd­lich sind Weih­nachts­bäu­me?

Die meis­ten Weih­nachts­bäu­me, die hier­zu­lan­de ver­kauft wer­den, stam­men von Plan­ta­gen. Das sind rie­si­ge Mono­kul­tu­ren, die nicht nur den Böden scha­den, son­dern auch Wild­tie­ren den Lebens­raum neh­men. Vor allem aber wird hier mit Her­bi­zi­den und Pes­ti­zi­den nicht gegeizt. Das ist nicht nur schlecht für die Umwelt. Ihr soll­tet auch über­le­gen, ob Ihr Euch so eine Gift­mi­schung ins Wohn­zim­mer holen möch­tet.

Bes­te Lösung Plas­tik-Weih­nachts­baum?

Wohl eher nicht! Denn auch wenn sie län­ger hal­ten als ein fri­scher Baum – in der Regel wird nicht dar­auf geach­tet, um was für Kunst­stoff es sich han­delt. Der Ein­satz von Recy­cling­kunst­of­fen oder die Recy­cling­fä­hig­keit wird sel­ten mit­ge­dacht. Und irgend­wann wird der Kunst­stoff-Weih­nachts­baum zum Müll­pro­blem. Mit unsin­ni­gem Res­sour­cen­ein­satz haben wir aber ohne­hin genug zu kämp­fen. Außer­dem kom­men die meis­ten Plas­tik­bäu­me aus Fern­ost und haben neben frag­wür­di­gen Pro­duk­ti­ons­be­din­gun­gen auch wei­te Trans­port­we­ge hin­ter sich.

Für die Umwelt: Tan­nen­baum im Topf?

Eben­falls schwie­rig: Wie vie­le Tan­nen kann man sich denn in den Gar­ten pflan­zen, wenn man Jahr für Jahr wie­der einen Weih­nachts­baum im Topf kauft? Es kann außer­dem pas­sie­ren, dass der Baum nach dem Umset­zen ins Freie gar nicht anwächst, weil er bereits star­ke Wur­zel­schä­den durch das Aus­gra­ben und den Trans­port erlit­ten hat. Und nicht zuletzt stam­men auch die Bäu­me im Topf oft aus Mono­kul­tu­ren und sind mit Gift gespritzt.

Was ist die Alternative zu diesen weggeworfenen Weihnachtsbäumen?
Weih­nachts­baum im Topf: Muss nicht weg gewor­fen wer­den? © gpoint­stu­dio-iStock Get­ty Images Plus

Kei­ne Nord­mann­tan­ne! Tipps für den Weih­nachts­baum-Kauf

Für die Umwelt ganz klar am bes­ten ist ein Weih­nachts­baum-Ver­zicht. Aber auch wer sich das gar nicht vor­stel­len kann und einen geschla­ge­nen Baum kau­fen möch­te, kann die Umwelt scho­nen:

  • Wählt Fich­ten, Kie­fern oder Tan­nen aus der Regi­on! Die berühm­te Nord­mann­tan­ne stammt aus dem fer­nen Kau­ka­sus. Und auch aus Däne­mark wer­den lei­der jähr­lich meh­re­re Mil­lio­nen Christ­bäu­me impor­tiert.
  • Weih­nachts­bäu­me mit FSC-Sie­gel wer­den nicht mit Gift gespritzt und ver­zich­ten auf Kahl­schlä­ge und Ent­wäs­se­rungs­maß­nah­men.
  • Noch bes­ser sind Bio-Weih­nachts­bäu­me, erkenn­bar an Bio-Sie­geln wie Natur­land, Bio­land oder Deme­ter. Sie sind aber manch­mal schwer zu fin­den.

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Neu­er Trend: Tan­nen­baum im Topf mie­ten

Die Idee ist gut! Die Fra­ge ist aller­dings, wie umwelt­freund­lich die Umset­zung wirk­lich ist. Sind die Miet-Weih­nachts­bäu­me FSC-zer­ti­fi­ziert? Oder stam­men sie womög­lich auch nur aus Pes­ti­zid-ver­seuch­ten Mono­kul­tu­ren? Sind es hei­mi­sche Baum­ar­ten? Und was pas­siert nach Weih­nach­ten damit? Es ist zu befürch­ten, dass die Bäu­me wie­der in Mono­kul­tu­ren mit Nadel­holz­rein­be­stand lan­den. Und abge­se­hen vom Trans­port ist auch für das Wie­der­ein­pflan­zen wich­tig, dass es kei­ne stand­ort­frem­den Arten wie zum Bei­spiel die Nord­mann­tan­nen oder Dou­gla­sie sind.

Viel­leicht nicht ganz so schön, aber sinn­voll

Eigent­lich wäre ein Trend zur Weih­nachts-Buche wün­schens­wert: Die Buche ist der ursprüng­lichs­te Baum Deutsch­lands. Die Ent­wick­lung hei­mi­scher Buchen­wäl­der zu unter­stüt­zen, DAS ist umwelt­freund­lich!

Bes­te Lösung: DIY Weih­nachts­baum!

Alternativen zum klassischen Weihnachtsbaum
Do-it-yours­elf Weih­nachts­baum © gpoint­stu­dio-iStock Get­ty Images Plus

Wie oben schon geschrie­ben: Die umwelt­freund­lichs­te Lösung ist, auf den Weih­nachts­baum ganz zu ver­zich­ten. Zumin­dest auf den ech­ten. Es gibt unzäh­li­ge Mög­lich­kei­ten, aus nach­hal­ti­gen Mate­ria­li­en selbst etwas zu bas­teln – ob es nun einem Baum ähnelt oder nicht. Umwelt­freund­lich sind zum Bei­spiel Schnitt­holz­res­te, her­un­ter gefal­le­ne Äste und Blät­ter oder Alt­holz­res­te und ande­re recy­cel­te Mate­ria­li­en. Letz­te­res gilt übri­gens auch für die Christ­baum-Kugeln!

Denn auch beim The­ma Christ­baum-Schmuck soll­tet Ihr umwelt­freund­li­che Mate­ria­li­en wäh­len und mög­lichst wenig neu kau­fen. Gebrauch­tes vom Floh­markt schont die natür­li­chen Res­sour­cen. Und Sel­ber­ma­chen bringt nicht nur Freu­de, son­dern man hat auch die Kon­trol­le über Güte und Her­kunft des Mate­ri­als.

 

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Daniel Müsgens

Über mich
Daniel Müsgens

Experte Holz und Papier. Als gelernter Tischler und studierter Holzwirt habe ich mein Leben der Liebe für Holz und den Wald verschrieben. Holz als nachwachsender Rohstoff ist in seiner Anwendung nahezu grenzenlos. Das wird leider überstrapaziert und auf Lasten der Wälder ausgenutzt. Damit Mensch und Natur in Einklang leben können bedarf es klarer Grenzen nachhaltigen Handelns. Das zeigt sich bei Holz besonders. Ich arbeite daran Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einen nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen zu vermitteln.

33 Kommentare

  1. Avatar
    Viktor
    11. Dezember 2019
    Antworten

    Die Ber­li­ner Zei­tung schreibt: “Vor zwei Jah­ren hat der BUND Weih­nachts­bäu­me aus dem Han­del auf Pes­ti­zid­rück­stän­de unter­sucht. „Es hat sich gezeigt, dass gerin­ge Rück­stän­de von meh­re­ren Pes­ti­zi­den auch in den geern­te­ten Bäu­men zu fin­den sind, sie gefähr­den die Ver­brau­cher aller­dings nicht akut“, sagt die Exper­tin.” (https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/der-ideale-weihnachtbaum-kommt-aus-oeko-anbau-li.2877?fbclid=IwAR2kXV7mbLoOh6c4oqk7gIxB-YfoNnAvUpS7JCgMrG7P3I_t0GVXEUvE_fM, 11.12.19, 10.25). Wie passt das mit “Ihr soll­tet auch über­le­gen, ob Ihr Euch so eine Gift­mi­schung ins Wohn­zim­mer holen möch­tet.” zusam­men?

    • Avatar
      Nikolaus
      17. Dezember 2019
      Antworten

      Lie­ber Vik­tor,
      hier Dei­ne gesuch­ten Ant­wor­ten:

      1.)
      Nach dem zeit­li­chen Ver­lauf klas­si­fi­ziert man Erkran­kun­gen, gele­gent­lich aber auch Ereig­nis­se in ande­ren Berei­chen, mit ver­schie­de­nen Begrif­fen:

      –> akut (von latei­nisch acu­tus ‚scharf‘, ‚spitz‘) kenn­zeich­net schnell zum Aus­bruch kom­men­de Erkran­kun­gen.

      Der Autor hat in dem Arti­kel NICHT gesagt, dass es zu KEINER chro­ni­schen Gefähr­dung kom­men kann .!.. –> chro­nisch (von grie­chisch χρόνος chró­nos ‚die Zeit‘) kenn­zeich­net sich meist lang­sam ent­wi­ckeln­de und .. {lies doch bit­te selbst auf “Wiki.” wei­ter..} …

      2.)
      War­um hast Du in Dei­ner “Bemer­kung” den letz­ten Satz des, von Dir, zitier­ten Abschnitt weg gelas­sen .?..

      ” .. Pes­ti­zi­den auch in den geern­te­ten Bäu­men zu fin­den sind, sie gefähr­den die Ver­brau­cher aller­dings nicht akut“, sagt die Exper­tin. –> Für die Natur sei die­se Art des Anbaus durch­aus eine gro­ße Gefahr, denn sie bedro­he die Arten­viel­falt und belas­te das Grund­was­ser.”

      Zudem ist die Unter­su­chung 2 Jah­re alt und ganz sicher nicht stell­ver­tre­tend für ALLE Weih­nachts­baum-Märk­te in ganz Euro­pa.
      Und es steht auch nir­gends geschrie­ben, dass, die Her­bi­zi­de und Pes­ti­zi­de in den letz­ten Mona­ten (und Jah­ren) von den Anbie­tern redu­ziert wor­den sind ..
      Im Übri­gen sind erst letz­tens, in “kon­ven­tio­nel­len” Trau­ben, wie­der über 50 (fünf­zig!) ver­schie­de­ne Pflan­zen­schutz­mit­tel gefun­den wor­den .. .
      Ver­steh bit­te, auch wenn der Grenz­wert für ein ein­zel­nes Pes­ti­zid (viel­leicht) nicht über­schrit­ten wur­de bedeu­tet das NICHT, dass, man {mit dem heu­ti­gen Stand der Wis­sen­schaft} mit Sicher­heit sagen kann, dass, der “Cock­tail” (also die gesam­te Mischung) der ver­schie­dens­ten Her­bi­zi­de und Pes­ti­zi­de in einem Pro­dukt (Oran­gen, Reis, Weih­nachts­baum, ..) kei­ne Gefahr für die Gesund­heit dar­stellt (ins­be­son­de­re “chro­nisch”!).

  2. Avatar
    Cathérine
    14. Dezember 2019
    Antworten

    Vie­len Dank für den Bei­trag! Weih­nach­ten ist ins­ge­samt nicht beson­ders nach­hal­tig, auch mit den gan­zen Geschen­ken, die oft kei­ner braucht. Man kann das alles aber anders gestal­ten, ohne/mit weni­ger Geschen­ken, mit selbst Gemach­ten, Zeit­ge­schen­ken, Spen­den etc.
    Ich habe eine Fra­ge zu den Bäu­men im Topf: Es gibt Anbie­ter, die die Bäu­me in Baum­schu­len direkt im Topf zie­hen las­sen, wor­in sie dann meh­re­re Jah­re leben. D.h. er muss nicht unbe­dingt in den eige­nen Gar­ten gesetzt wer­den und lan­det auch nicht in einer Plan­ta­ge. Wie wür­de da Ihre Eva­lua­ti­on aus­fal­len? (Natür­lich muss man ggfls. die Ver­sand­ent­fer­nung beach­ten, wenn es kei­nen loka­len Anbie­ter gibt.)

  3. Avatar
    Maritta Noack
    14. Dezember 2019
    Antworten

    Weih­nacht­li­che Stim­mung gibt es auch ohne Baum und es muss nicht jedes Jahr neu­er Deko-Schmuck sein. Wir erfreu­en uns seit mehr als 20 Jah­ren an unsern Deko­tei­len ( unse­re Kin­der haben an vie­le Sachen Erin­ne­run­gen) und tau­schen Lich­ter­ket­ten aus wenn sie kaputt sind. Alle ande­re ist doch nur gut für die Geschäf­te die Umsatz machen woll­ten.

    • Avatar
      Sabine Paschke-Neuhausen
      15. Dezember 2019
      Antworten

      Das fin­de ich gut! Auch ich lebe ohne Tan­nen­baum, seit ich 1979 wäh­rend des Stu­di­ums mei­ne ers­te eige­ne Woh­nung hat­te. Als ich zehn Jah­re spä­ter hei­ra­te­te, haben mein Mann und ich aller­dings zwei­mal eine klei­ne Fich­te im Topf gehabt, die dann bei­de in unse­rem Gar­ten lan­de­ten. Aber da in dem hand­tuch­gro­ßen Gar­ten nicht mehr davon unter­zu­brin­gen waren, haben wir dann auch wie­der dar­auf ver­zich­tet. Es gibt ja auch genü­gend ande­re Mög­lich­kei­ten, einen Raum fest­lich zu schmü­cken…

  4. Avatar
    Dudenhöfer
    14. Dezember 2019
    Antworten

    Ja und für das Palm­öl in unse­ren Lebens­mit­teln wer­den Ama­zo­nas Wäl­der Brand­ge­ro­det, Arten aus­ge­rot­tet und Ödland zurück gelas­sen.
    Nur das pas­siert ja nicht in Deutsch­land also wen inter­es­siert es.

  5. Avatar
    Nicole Rosenthal
    14. Dezember 2019
    Antworten

    Hal­lo, ich hal­te es schon lan­ge so, dass ich den Weih­nachts­baum im Topf kau­fe, dann ein­fach in einen grö­ße­ren umtop­fe und auf dem Bal­kon ste­hen las­se, wächst wei­ter und hält sich gut. Man muss ihn nur öfter mal dre­hen, damit er nicht schief zur Son­ne wächst oder man stellt ihn halt in den Gar­ten, auf die Ter­as­se oder so. Zu Weih­nach­ten holt man ihn wie­der rein und gut ist. Ich muss­te in den letz­ten zehn Jah­ren nur ein mal einen neu­en kau­fen, weil unser Hase die unte­ren Zwei­ge alle abge­knab­bert hat­te, ansons­ten gibt er jedes Jahr wie­der einen schö­nen Weih­nachts­baum und wächst mit den Kin­dern mit.

  6. Avatar
    Erik
    14. Dezember 2019
    Antworten

    Hal­lo Zusam­men,
    mei­ne Idee zum The­ma Weih­nachts­baum ist fol­gen­de: Einen Weih­nachts­baum auf eine Mat­te zu malen. Ein­mal die Arbeit gemacht und jedes Jahr an der Wand ent­rollt, wo er von allen bewun­dert wer­den kann. Ich den­ke so DIY Weih­nachts­baum birgt das Pro­blem mit der Her­kunft des Hol­zes und den ande­ren Mate­ria­li­en.
    Ich wün­sche jetzt allen noch eine schö­ne Vor­weih­nachts­zeit und ein tol­les Fest.

  7. Avatar
    Torsten
    14. Dezember 2019
    Antworten

    Dass Nord­mann­tan­nen aus dem Kau­ka­sus stam­men, heißt ja nicht, dass sie auch dort geschla­gen und hier­her impor­tiert wer­den, wie hier sug­ge­riert wird

    • Avatar
      Sabine
      14. Dezember 2019
      Antworten

      Hal­lo Tors­ten,
      ich stim­me Dir zu, wir haben die­ses Jahr und auch schon im letz­ten Jahr eine Nord­mann­tan­ne mit Bio­land-Sie­gel von Bio­hof Schul­ze Weth­mar gekauft. Die ist zwar teue­rer (46 €), aber dafür habe ich ein bes­se­res Gewis­sen. Viel­leicht ver­zich­ten wir nächs­tes Jahr mal auf den Weih­nachts­baum ganz. Den Schmuck benut­ze ich sowie­so schon seit Jah­ren. Ein­mal hoch­wer­ti­gen schö­nen Schmuck gekauft, den behält man ein Leben lang! Jeden­falls stammt die Tan­ne bestimmt nicht aus dem Kau­ka­sus, son­dern wur­de hier in Deutsch­land unter fai­ren gift­frei­en Bedin­gun­gen her­an­ge­zo­gen. Die Bäu­me sind trotz­dem zu etwas nüt­ze, auch Nadel­bäu­me neh­men CO2 auf und selbst hin­ter­her geschred­dert (ist ja nun­mal das Schick­sal, man kann sich nicht alle Tan­nen in den Gar­ten pflan­zen) sol­len
      die Bäu­me noch etwas für die Umwelt brin­gen, so jeden­falls der NABU. Im übri­gen sind sol­che Weih­nachts­baum­plan­ta­gen immer noch bes­ser, als dort neue Bau­ge­bie­te oder Gewer­be­zen­tren hin­zu­set­zen. Die geld­gie­ri­gen Poli­ti­ker suchen im klei­nen Deutsch­land nach immer neu­en Gebie­ten! Bestimmt wür­de auf sol­chen still­ge­leg­ten Plan­ta­gen kein Urwald ent­ste­hen dür­fen, wie es das bes­te für unser Kli­ma wäre.

    • Avatar
      Gilbert
      14. Dezember 2019
      Antworten

      Es geht dar­um, dass fremd­län­di­sche Pflan­zen im öko­lo­gi­schen Sys­tem gerin­gen, kei­nen oder gar schäd­li­chen Wert bzw. Ein­fluss haben. An cot­to­ne­as­ter , Zwerg­mis­peln aus dem Hima­la­ya z.B. frisst kein (oder kaum ein) ein­hei­mi­sches Insekt. Wüch­sen an deren Platz Schle­hen, wäre Nah­rungs­grund­la­ge für die Rau­pen von über 100 Groß­schmet­ter­lings­ar­ten (und vie­le ande­re Tie­re) geschaf­fen.

      • Avatar
        Sabine
        15. Dezember 2019
        Antworten

        Nord­mann­tan­nen haben kei­nen schäd­li­chen Wert im öko­lo­gi­schen Sys­tem, son­dern sol­len sogar Bie­nen­fut­ter­pflan­zen sein, was kaum jemand weiß.
        Natür­lich sind hei­mi­sche Gehöl­ze vor­zu­zie­hen, das ist doch klar. Aber des­halb alles zu “ver­teu­feln”, was nicht “hei­misch” ist, ist auch nicht kor­rekt. Auch der Som­mer­flie­der ist nicht hei­misch, trotz­dem wird er von den Natur­schüt­zern als nütz­lich für unse­re Insek­ten ange­se­hen. Ich habe an mei­nem Som­mer­flie­der die­sen Som­mer sogar den Schwal­ben­schwanz beob­ach­ten dür­fen. Auch vie­le Stau­den und Früh­blü­her wie Win­ter­lin­ge, cro­cus tom­ma­sia­nus, und Herbst­as­tern sind wich­ti­ge Bie­nen­wei­den und sind mei­nes Wis­sens nach größ­ten­teils nicht hei­misch. Ich selbst habe in mei­nem Gar­ten zwei Nord­mann­tan­nen ste­hen (die ich nicht selbst gepflanzt habe, son­dern bei Erwerb des Grund­stücks schon stan­den), dazu aber auch Rot­bu­chen­he­cken, Eiben, Süd­buche, Blau­re­gen, Gink­go, japa­ni­scher Schnee­ball, Holun­der­bü­sche, Kor­nel­kir­sche, Obst­bäu­me wie Zier­ap­fel, Quit­te etc, also eine bun­te Mischung, dazu über tau­send Stau­den und Kräu­ter, hei­mi­sche Wild­stau­den wie Gun­del­re­be, Wil­de Kar­de, Weg­war­te, Blut­wei­de­rich etc. aber auch Stau­den aus Nord­ame­ri­ka wie Son­nen­hut und Echi­n­acea, dazu halb­ge­füll­te Eng­li­sche Rosen (auch die wer­den noch von Insek­ten ange­flo­gen) und natür­lich vie­le Zwie­bel­blu­men. Im Rasen dür­fen Wild­kräu­ter wach­sen, das Wort Unkraut habe ich ver­bannt, der Rasen wird, wenn über­haupt ein­mal, nur orga­nisch gedüngt. In mei­nem Gar­ten darf ich mich über vie­le Vögel, auch sel­te­ne, freu­en, auch Wild­bie­nen, Hum­meln sind da, Igel, Mäu­se und Maul­wurf füh­len sich bei mir wohl. Obwohl ich eigent­lich in einem Wohn­ge­biet mit vor­wie­gend Ein­fa­mi­li­en­häu­sern mit Gär­ten woh­ne, haben vie­le mei­ner Nach­barn ihre Vor­gär­ten in insek­ten- und kli­ma­feind­li­che Schot­ter­wüs­ten umge­wan­delt, in den Gär­ten domi­niert trost­lo­ser Kirsch­lor­beer und Lebens­baum. Wo sol­len da noch Tie­re eine Hei­mat oder Nah­rung fin­den? Was hat mein Vor­red­ner wohl für einen Gar­ten? Ich bin sicher, wenn, dann einen mus­ter­gül­ti­gen Natur­gar­ten mit Schle­hen Ich lie­be mitt­ler­wei­le Natur­gär­ten und eigent­lich habe ich ja auch einen trotz eini­ger exo­ti­scher Gewäch­se, die bei mir blei­ben dür­fen, so lan­ge es geht.

  8. Avatar
    Graciela
    14. Dezember 2019
    Antworten

    Die Bäu­me in der deut­sche Wäl­der ster­ben… und die Leu­te kau­fen sie sich Bäu­me von Mono­kul­tu­ren (schäd­lich für das Boden / Benut­zung der Pes­ti­zi­den inklu­siv…) und 15 Tage spä­ter lan­den die­ses Bäum­lein im Müll? ??. Toll für die Umwelt!!!
    War­um spen­den wir nicht am Weih­nach­ten die­ses Geld für einen leben­di­ges Baum das in der Wald wei­ter leben könn­tet?.
    Für alle Chris­ten ! : ich emp­feh­le Euch das lesen der Enzy­kli­ka “Lau­da­to Si” von Papst Fran­zis­kus über die Sor­ge für das gemein­sa­me Haus. Green­peace
    emp­fiehlt die­se Lek­tü­re für alle Leu­te die für unse­re Erde inter­es­siert sind…

    • Avatar
      Gilbert
      14. Dezember 2019
      Antworten

      Die lan­den natür­lich nicht im Müll, son­dern wer­den ent­we­der geschred­dert oder ver­heizt.

  9. Avatar
    Herr T
    14. Dezember 2019
    Antworten

    Hal­lo zusam­men,
    Vik­tors Zitat der “Expertin“aus der Ber­li­ner Zei­tung ist lei­der ver­kürzt wie­der­ge­ge­ben, denn es endet tat­säch­lich mit der Aus­füh­rung:
    “Für die Natur sei die­se Art des Anbaus durch­aus eine gro­ße Gefahr, denn sie bedro­he die Arten­viel­falt und belas­te das Grund­was­ser. ”
    Wenn man sich die Ergeb­nis­se der Unter­su­chung auf der Sei­te des BUND direkt anschaut wird es noch dras­ti­scher, da heißt es:
    “Die Gif­te gelan­gen in Böden und Gewäs­ser, sie schä­di­gen Insek­ten und zer­stö­ren auch Nah­rungs­quel­len und Lebens­räu­me wei­te­rer Nütz­lin­ge”, sag­te die BUND-Pes­ti­zid­ex­per­tin. Nicht zu ver­nach­läs­si­gen sei­en jedoch auch mög­li­che gesund­heit­li­che Aus­wir­kun­gen auf Men­schen. “Es kann nicht aus­ge­schlos­sen wer­den, dass Pes­ti­zi­de in geschlos­se­nen und beheiz­ten Räu­men in die Raum­luft aus­düns­ten”, so Höl­zel.
    Anschei­nend hat die Zei­tung den Sach­ver­halt sehr gekürzt und dadurch “ent­schärft”. Beab­sich­tigt oder nicht: Das ist green­wa­shing!

  10. Avatar
    Regina
    14. Dezember 2019
    Antworten

    Ich wür­de sehr ger­ne einen klei­nen im Topf gewach­se­nen Tan­nen­baum kau­fen. Den wür­de ich auf dem Bal­kon stel­len und schmü­cken, dann nach Weih­nach­ten in einen grö­ße­ren Topf umtop­fen, und so kann ich ihn meh­re­re Jah­re behal­ten. Das hat­te ich frü­her schon mal so gemacht. Im Som­mer spen­det er Schat­ten und ist ein Blick­schutz, und im Win­ter ist er ein Weih­nachts­baum. Wer einen Gar­ten hat kann ihn auch dort ein­pflan­zen. Man wird nicht gleich einen Tan­nen­wald haben, denn im Topf lge­deiht er eini­ge Jah­re.

  11. Avatar
    Judith Kippe
    14. Dezember 2019
    Antworten

    Ja, die Baum Ver­schwen­dung muss auf­hö­ren! Unbe­dingt!
    Ich hal­te den Plas­tik­baum für die bes­te Lösung. Die Her­stel­ler müs­sen dazu bewegt wer­den, nur Recy­cling­kunst­of­fe zu ver­wen­den. Wir haben seit vie­len Jah­ren einen.
    Dass der Deut­sche sich irgend ein blatt- und nadel­lo­ses Etwas ins Zim­mer stellt, kann ich mir nicht vor­stel­len. Auch die im Win­ter kah­le Buche ist wohl kei­ne Lösung. Außer­dem müss­te sie ja auch aus der Erde genom­men wer­den, was viel­leicht das Abster­ben bedeu­tet. Und ob Mono­kul­tu­ren aus Buchen nur zum Zweck der Ver­schwen­dung das Richi­ge ist, möch­te ich auch bezwei­feln. Das erin­nert mich an den Feu­er­werks­wahn­sinn zu Syl­ves­ter. Auch das muss auf­hö­ren!

    • Avatar
      Gilbert
      15. Dezember 2019
      Antworten

      Alle unse­re Tra­di­tio­nen, unse­re gan­ze Kul­tur muss auf­hö­ren, Lebens­freu­de natür­lich auch. Ver­ste­he.
      Feu­er­werk und Weih­nachts­baum sind annä­hernd kli­ma­neu­tral, da auf HOLZ basie­rend, das nach­wächst.

  12. Avatar
    Wolf von Freienstein
    14. Dezember 2019
    Antworten

    Mein Vater kul­ti­viert Weih­nachts­bäu­me vor Ort, da wo sie auch ver­kauft wer­den, also regio­nal.
    In den Weih­nachts­baum­kul­tu­ren brü­ten regel­mä­ßig ver­schie­de­ne Vogel­ar­ten, die in den land­wirt­schaft­li­chen Kul­tu­ren rings­um kei­nen Platz zum Brü­ten haben. Dar­um brin­gen die­se Weih­nachts­baum­kul­tu­ren vor Ort eine ein­deu­ti­ge öko­lo­gi­sche Auf­wer­tung der land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen. Ich selbst ver­zich­te auf einen Weih­nachts­baum, mir gefal­len leben­de Bäu­me bes­ser als abge­säg­te. Aber wenn man einen Weih­nachts­baum haben will, dann ist regio­nal und bio eine gute Wahl

    • Avatar
      Sabine
      14. Dezember 2019
      Antworten

      Lie­ber Herr von Frei­en­stein.
      ich stim­me Ihnen voll und ganz zu! Ein solch öko­lo­gisch geführ­ter Betrieb ist umwelt­freund­lich und sehr wich­tig für unse­ren Natur­schutz, den Arten- und Vogel­schutz. Bei all dem Geschrei der ego­is­ti­schen Men­schen um das (natür­lich wich­ti­ge) Kli­ma (in Wirk­lich­keit sind vie­le nur auf ihren Wohl­stand und ihre Bei­be­hal­tung des Kon­sum­ver­hal­tens in Bezug auf Strom bedacht) soll­ten wir näm­lich auch an unse­re Mit­ge­schöp­fe wir Tie­re und Pflan­zen den­ken, die immer mehr von der Erde ver­drängt wer­den durch immer neue Bau­ge­bie­te, Wind­rä­der, Rodung, Müll etc.etc.

    • Avatar
      Gilbert
      15. Dezember 2019
      Antworten

      Ich trau­te mich gar nicht zu schrei­ben, dass ich selt­sa­mer­wei­se in sol­chen Plan­ta­gen an Nadel­bäu­men fres­sen­de Rau­pen von Nacht­fal­ter­ar­ten ent­deck­te, die man kaum sonst wo fin­det, Kie­fern­glu­cke z.B. und Kie­fern­span­ner. Dan­ke, Herr von Fei­en­stein!

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        Gilbert
        15. Dezember 2019
        Antworten

        Frei­en­stein, Ver­zei­hung!

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    Fabritz senj.
    14. Dezember 2019
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    Guten Abend,
    lie­be Mitleser,ich glau­be das bes­te Beis­spiel und als Lösungs­vor­schlag anzusehen,ist der Weih­n­bachts­baum aus Holzprofilen,diesen mit den Kin­der in der Vor­weih­nachts­zeit
    gemein­sam herstellen,begeistert gewiss vie­le Kinder,festigt die Famie­len­ban­de und man redet über ” Gott und die Welt”,am bes­ten bei Stim­mungs­vol­len Ker­zen­licht und klei­nen Teich­na­sche­rei­en
    wäh­rend Muttern,oder Oma , Groß­muttern bäckt…
    Nach dem Krieg gab es kaum Weihnachtsbäume,Vater hat einen
    alten Besen­stiel genom­men und Tan­nen­äs­te ‚also eigent­lich Weg­wer­fäs­te aus dem Blumengeschäft(Reste von Kranz­bin­dung)
    geholt,in den Bohr­lö­chern des Besen­stiels gesteckt,und ob Oma oder Opa,ich natür­lich auch,haben den Weih­nachts­baum mit 2.20m Höhe bewundert,bis wir es über­haupt merk­ten ‚es war bereits die Abschmück­pha­se Ende Janu­ar…!
    Zur Nach­ah­mung empfohlen…oder?

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    Matt
    14. Dezember 2019
    Antworten

    Am Schluss haben Sie ver­schie­de­ne Alter­na­ti­ven gegen ein­an­der abge­wo­gen und dem Ver­brau­cher Hin­wei­se gege­ben, wie umweltfreundlich(-ere) Alter­na­ti­ven aus­se­hen kön­nen. Das fin­de ich sehr wich­tig. Den Hin­weis auf Weih­nachts­bäu­me aus Deme­ter Anbau fin­de ich aller­dings schwie­rig. Der WWF soll­te, mei­ner Mei­nung nach, einen fak­ten­ba­sier­ten Dis­kurs füh­ren und auch nur Emp­feh­lun­gen aus­spre­chen die mit Fak­ten beleg­bar sind. Deme­ter ist im Gegen­satz zur kon­ven­tio­nel­len Bio­land­wirt­schaft in vie­len Belan­gen dem eso­te­ri­schen Spek­trum zu zuord­nen. Der WWF soll­te sich nicht durch Emp­feh­lun­gen auf die­ses Gebiet bege­ben. Da sonst even­tu­ell ein Ver­lust der Glaub­wür­dig­keit droht, wie es bei den Grü­nen im Bezug auf die Homöo­pa­thie der Fall ist.

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    Uwe Scholz
    14. Dezember 2019
    Antworten

    Oder Weih­nach­ten ohne Baum, geht auch, man muss es nur wol­len. Wir sehen schon seit Jah­ren kei­nem Weih­nachts­baum mehr beim Ster­ben im Wohn­zim­mer zu.…

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    Wagner
    14. Dezember 2019
    Antworten

    Habe im ver­gan­ge­nen Jahr von REWE eine Nord­mann­tan­ne im Topf gekauft und nach bes­tem Wis­sen und Gewis­sen gepflegt. Lei­der war der Wur­zel­bal­len schon so geschä­digt, daß der Baum im kom­men­den Som­mer auf dem Bal­kon ein­ge­gan­gen ist. Scha­de. Am bes­ten ist tat­säch­lich Weih­nach­ten ohne Baum. Aber auch das ver­kauf­te “Tan­nen­grün” sowie Koni­fe­ren-Zwei­ge und Advents-Krän­ze sind in der Regel vol­ler Pes­ti­zi­de.

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    Gilbert
    15. Dezember 2019
    Antworten

    Wäre es nicht all­zu modern, unse­re Kul­tur und Tra­di­tio­nen dem Umwelt­schutz zu opfern statt der Moden zur Kon­sum­för­de­rung in allen Lebens­be­rei­chen, hät­te man eine sinn­vol­le For­de­rung erhe­ben kön­nen:

    Über­all, wo zur Weih­nachts­zeit gro­ße Weih­nachts­bäu­me in der Öffent­lich­keit ste­hen, auf Stra­ßen und Plät­zen, teil­wei­se auch Pri­vat­grund­stü­cken, ist offen­bar
    PLATZ
    vor­han­den für einen Baum.
    Also soll­te man dort kei­nen Weih­nachts­baum mehr auf­rich­ten, son­dern einen ANPFLANZEN, der sai­son­ge­mäß geschmückt wer­den kann.
    Fazit wäre CO2-Ein­spa­rung und ‑Samm­lung (Ern­te, Trans­port und Wachs­tum) sowie Luft­ver­bes­se­rung, ins­bes. bezüg­lich Staubs.

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      Gilbert
      15. Dezember 2019
      Antworten

      Ich ver­gaß: Bit­te kei­ne Weih­nachts­lie­der sin­gen, das erhöht den CO2-Aus­stoß des Men­schen. Außer­dem scha­det es der Wirt­schaft, denn es kos­tet kein Geld.

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    kordula pitsch
    15. Dezember 2019
    Antworten

    weih­nach­ten ist ein tra­di­tio­nel­les kul­tur­gut, und der geschmüch­te weih­nachts­baum gehört dazu!
    ich ver­ste­he jede umwelt­dis­kus­si­on und bin die letz­te, die sich gegen den schutz der natur aus­spricht, aber bei allem gibt es einen punkt, an dem man inne­hal­ten soll­te, um dar­über nach­zu­den­ken, wie weit der eige­ne ver­zicht gehen kann und darf, die­se ent­schei­dung trifft dann jeder für sich, und es steht nie­man­dem zu, den zu ver­ur­tei­len, der nach wie vor einen weih­nachts­baum im zim­mer haben will, ob nun aus plas­te, im topf, oder von der plan­ta­ge, denn sei­en wir mal ehr­lich, nicht jeder kann sich die umwelt­scho­nen­de vari­an­te leis­ten, möch­te aber den­noch für sei­ne fami­lie die­ses schö­ne stück fest­tags­er­in­ne­rung. bewuß­tes kon­su­mie­ren fängt bei mir beim täg­li­chen ein­kauf an, da ist es die but­ter aus bay­ern, die erd­bee­ren im win­ter aus argen­ti­ni­en, toma­ten aus spa­ni­en, fleisch aus mast­bat­te­ri­en, kakao von plan­ta­gen, auf denen kin­der arbei­ten, klei­dung, die aus paki­stan unter skla­ver­ei­ähn­li­chen pro­duk­tio­nen kommt, da sind nest­le, die welt­weit gan­ze regio­nen aus­trock­net für was­ser in fla­schen, mül­ler, der nach wie vor nazis unter­stützt, nah­rungs­mit­tel­kon­zer­ne, die unse­ren land­wir­ten unter­ir­di­sche abnah­me­ver­trä­ge auf­drü­cken…, so kann man unend­lich fort­fah­ren, bis hin zu allem plas­tik­ver­pa­ckungs­wahn. wir sind es, die ein­kau­fen gehen, wir ent­schei­den, was wir bei wem kau­fen und wie viel oder wie wenig wir davon tat­säch­lich brau­chen, und damit haben wir die kon­sum­macht, weil von uns ver­brau­chern das geld kommt für all das zeug, was man uns so zwin­gend ver­kau­fen will, jeden tag in einem unend­li­chen über­fluß. aber hey, gera­de regen wir uns über weih­nach­tas­bäu­me auf, die man 1x im jahr kauft, oder alle paar jah­re, weil topf oder plas­te, wir haben echt luxus­pro­ble­me. ich hab seit die­sem jahr einen baum aus plas­te, in deutsch­land her­ge­stellt, schwer ent­flamm­bar und laut zer­ti­fi­kat eini­ger­ma­ßen umwelt­freund­lich, und das allein aus dem grund, weil mei­ne söh­ne sich ent­schie­den wei­gern, wei­ter im märz des nachts im dunk­len eine tan­nen­baum­mu­mie zu ent­sor­gen, sie sagen, es ist ihnen pein­lich, daß unser baum immer so spät raus­fliegt.

  19. Avatar
    Linda
    15. Dezember 2019
    Antworten

    Solan­ge wir stur an alten Tra­di­tio­nen fest­hal­ten, wer­den wir nichts ver­än­dern! Leben heißt Ver­än­de­rung! Mei­ne klei­ne Toch­ter ver­steht das schon, sie ist jedes Jahr trau­rig gewe­sen, genau­so wie ich, dass der Baum nach Weih­nach­ten ver­trock­net zu Samm­lung gebracht wer­den muss­te und ich ihr dann erklä­ren muss­te, dass unser Baum dann ver­brannt wird. Wir bas­teln die­ses Jahr auch lie­ber etwas selbst aus schon her­um­lie­gen­den Ästen und Zwei­gen. Schö­ne Weih­nach­ten!

  20. Avatar
    Wolfgang Saalbach
    17. Dezember 2019
    Antworten

    Also, mei­ne Maler­lei­ter kommt mir über die Fei­er­ta­ge nicht ins Wohn­zi­mer, ist auch noch aus dem schlim­men Alu, hilft mir aber beim Kräf­te­spa­ren wel­che ich beim akti­ven Natur­schutz im Obst­bau­mu­se­um brau­che. Mit jen­seits 70 muß man halt sei­ne Kräf­te gezielt ein­set­zen. Dar­um hole ich unse­ren Nord­mann auch nicht im fer­nen Kau­ka­sus, son­dern als Selbst­ern­ter von einer klei­nen Plan­ta­ge gleich ober­halb von uns auf der Alb. Die Samen kom­men wahr­schein­lich schon aus dem Kau­ka­sus, wer­de mal nach­fra­gen. So eine Selbst­ern­te-Pflan­zung sieht recht unor­dent­lich aus, da sich die Lieb­ha­ber ihren Wunsch­baum ein­fach so raus­su­chen kön­nen. Dage­gen sind die Ener­gier­aps­fel­der in der Nähe von denen dann der Roh­stoff für die Bio-Kraft­stoff-Anhän­ger geern­tet wird schon ein ordent­li­cher Anblick. In die­sem Sin­ne- Fohe Weih­nacht unter der Malerleiter.Und nicht ver­ges­sen: “Oh Tan­nen­baum” muß text­lich zumin­dest teil­wei­sen­eu bear­bei­et wer­den.

  21. Avatar
    Marga
    21. Dezember 2019
    Antworten

    Nach die­ser aus­führ­li­chen Auf­klä­rung wäre es Igno­ranz pur wei­ter­hin unbe­küm­mert die ” schöns­te” Nord­mann­tan­ne aus der Scho­nung zu schla­gen und im Wohn­zim­mer ver­trock­nen zu las­sen.
    In die­sem Jahr wird ein wun­der­schö­ner Press­span-Weih­nachts­baum auf­ge­stellt. Opa sägt ihn zusam­men mit den Enkel­kin­dern auf der Ter­ras­se aus einer gro­ßen Press­span­plat­te aus. Wir stel­len ihn ins Wohn­zim­mer, wo er mit den Christ­baum­ku­geln und der Weih­nachts­de­ko aus dem letz­ten Jahr geschmückt wird. Alle freu­en sich schon seit Tagen dar­auf … und jeder wird sei­ner Phan­ta­sie frei­en Lauf las­sen.
    Oma hat geba­cken und der Duft von wun­der­ba­rem Spitz­ku­chen und wür­zi­gen Pfef­fer­ta­lern durch­flu­tet das Haus. Das wird ein wah­rer Weih­nachts­spass.
    Es ist nicht wie immer … wir sind uns bewusst gewor­den, dass Wir mit dem Press­span-Baum unser Bei­trag zum Kli­ma­schutz und zum Christ­mas for Future leis­ten.
    Fro­he Weih­nach­ten aus Kohl­scheid.

  22. Avatar
    Brigitte Vermeulen
    13. Januar 2020
    Antworten

    Mein Idee für die Gewer­be­trei­ben­den in unse­rem Ort (4.500 Einwohner):statt den all­jähr­lich abge­säg­ten, in einem mit Beton gefüll­ten Eimer vor jedem Geschäft gestell­ten Tan­nen­baum zu ersetz­ten durch Topf­bäu­me die meh­re­re Jah­re genutzt wer­den kon­nen. Nach den Fei­er­ta­gen könn­ten die Bäum­chen abge­holt, im Frei­en gela­gert und im nächs­ten Jahr wie­der deko­riert wer­den. Wenn das Bäum­chen zu gross gewor­den ist soll­te er im Wald wei­ter wach­sen dür­fen oder dann eben als geschnit­te­nen Baum für die Kir­che z.B. geschmückt die­nen.
    Könn­ten die aus­ge­dien­ten Weih­nachts­bäu­me viel­leicht als Fut­ter­bäum­chen für das Wild/Rehe aus­ge­legt wer­den? Wenn sie ohne Pes­ti­zi­de gezo­gen werden.Rehe soll­ten ver­mehrt abge­schos­sen wer­den, wiel sie die Trie­be der Jung­bäu­me anknap­pern, was angeb­lich ver­hin­dert, dass die Wäl­der nach­wach­sen. Wodurch wer­den mehr Bäu­me gekillt — Weih­nach­ten oder Reh­ver­biss?

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