Sechs Grün­de, war­um du dich für Kli­ma­schutz inter­es­sie­ren soll­test


Hände hoch für den Klimaschutz! © Arnold Morascher / WWF
Hände hoch für den Klimaschutz! © Arnold Morascher / WWF

Begeg­nun­gen mit Jugend­li­chen, die sich für den Kli­ma­schutz inter­es­sie­ren, sind für mich immer beson­ders inspi­rie­rend. Es ist toll zu sehen, dass sich jun­ge Men­schen für unse­ren Pla­ne­ten ein­set­zen und selbst Teil einer Ver­än­de­rung sein möch­ten. Auf unse­rer Schü­ler­aka­de­mie „2°Campus“ habe ich sechs jun­ge Men­schen gefragt, war­um sie sich für den Kli­ma­schutz ein­set­zen. Sie berich­ten von ihren ganz sub­jek­ti­ven „Klick“-Momenten, aber ver­ra­ten auch, war­um sich jeder und jede für den Kli­ma­schutz inter­es­sie­ren soll­te. Auch du!

Sebastian (links) und Aaron (rechts): Klimaschutz heißt Gerechtigkeit © Arnold Morascher / WWF
Sebas­ti­an (links) und Aaron (rechts): Kli­ma­schutz heißt Gerech­tig­keit © Arnold Mora­scher / WWF

Sebas­ti­an: Kli­ma­schutz ist unse­re mora­li­sche Ver­ant­wor­tung.

Die Genera­tio­nen­ge­rech­tig­keit ist für mich essen­ti­ell, denn wir haben das Pro­blem, dass die Genera­tio­nen vor uns nicht beson­ders umwelt­be­wusst gehan­delt haben und wir das schon heu­te spü­ren. Außer­dem den­ke ich, hat unse­re Genera­ti­on die Pflicht die bis­he­ri­gen Umwelt­pro­ble­me zu besei­ti­gen und vor allem gegen zukünf­ti­ge Umwelt­pro­ble­me Prä­ven­ti­on zu betrei­ben, denn wir wol­len, dass unse­re Kin­der ein lebens­wer­tes Leben haben. Unser Lebens­stil in den west­li­chen Län­dern stößt am meis­ten CO2 aus und wir haben die Ver­pflich­tung den zukünf­ti­gen Genera­tio­nen gegen­über die Welt so zu erhal­ten, sodass sie noch ein Leben füh­ren kön­nen.

Aaron: Kli­ma­schutz für mehr glo­ba­le Gerech­tig­keit!

Mein Enga­ge­ment für den Kli­ma­schutz füh­re ich vor allem auf den Ein­fluss mei­ner gro­ßen Schwes­ter zurück. Sie beschäf­tigt sich mitt­ler­wei­le seit über zehn Jah­ren mit Umwelt- und Kli­ma­schutz. Das geht natür­lich auch an mir nicht spur­los vor­bei. Als ich dann begann, mich poli­tisch zu inter­es­sie­ren wur­de mir zusätz­lich bewusst, dass Kli­ma­schutz nicht „nur“ den Lebens­raum von Tie­ren ret­ten bedeu­tet. So wei­ter zu machen wie bis­her heißt näm­lich auch, Mil­lio­nen Men­schen die Mög­lich­keit eines siche­ren und erfüll­ten Leben zu neh­men – und das, obwohl gera­de die­se leid­tra­gen­den Men­schen am wenigs­ten Ver­ant­wor­tung für den Kli­ma­wan­del tra­gen.

Elisabeth (links) und Hannah (rechts) sind schon lange im Klimaschutz aktiv. © Arnold Morascher / WWF
Eli­sa­beth (links) und Han­nah (rechts) sind schon lan­ge im Kli­ma­schutz aktiv. © Arnold Mora­scher / WWF

Eli­sa­beth: Kli­ma­schutz heißt Wert­schät­zung der Natur.

Die Natur ist so intel­li­gent auf­ge­baut, dass sie ohne Han­dys, Auto­bah­nen, Häu­ser und das alles Leben kann und trotz­dem oder gera­de des­halb im Gleich­ge­wicht bleibt. Die Natur braucht uns nicht, das hat sie in den letz­ten Mil­lio­nen Jah­ren gezeigt. Aber wir brau­chen die Natur, wie sich in den letz­ten Jah­ren her­aus­ge­stellt hat, oder? Ein Vor­bild ist für mich Severn Suzu­ki. Sie sprach als 12-jähi­ge bei der Kli­ma­kon­fe­renz in Rio de Janei­ro 1992. Sie ist auch bekannt als das Mäd­chen, wel­ches für 6 Minu­ten die Welt zum Schwei­gen brach­te. Sie war schon damals so moti­viert und mutig, sich für den Kli­ma­schutz zu enga­gie­ren und hat hoch­ran­gi­gen Poli­ti­ker ihre Mei­nung gesagt.

Han­nah: Mehr Kli­ma­schutz gegen den Welt­hun­ger!

Mei­ne Klas­sen­leh­re­rin in der Grund­schu­le hat sich immer sehr für den Kli­ma­schutz ein­ge­setzt und uns auch viel erzählt. Sie war für mich sehr wich­tig. Dadurch habe ich schon früh gelernt, was der Kli­ma­wan­del bedeu­tet. In Erd­kun­de in der sechs­ten Klas­se haben wir dann Fil­me zur Tier­hal­tung und dem Kli­ma­wan­del geguckt, das war der Punkt, an dem ich ange­fan­gen habe mich wirk­lich für den Kli­ma­schutz zu inter­es­sie­ren. Ich wür­de ger­ne erfor­schen, wie wir errei­chen kön­nen, dass die gan­ze Welt satt wird und dabei CO2 ein­ge­spart wird.

Sebastian M. (links) und Lea (rechts): Nicht nur wir, sondern auch andere Menschen leiden unter dem Klimawandel. © Arnold Morascher / WWF
Sebas­ti­an M. (links) und Lea (rechts): Nicht nur wir, son­dern auch ande­re Men­schen lei­den unter dem Kli­ma­wan­del. © Arnold Mora­scher / WWF

Sebas­ti­an M.: Wir müs­sen die Erde für fol­gen­de Genera­tio­nen erhal­ten!

Zahl­rei­che Fern­seh­do­ku­men­ta­tio­nen und ‑debat­ten haben eine brei­te Öffent­lich­keit für den akti­ven Kli­ma­schutz gewin­nen kön­nen. Auch ich habe die­se ver­folgt und mich anschlie­ßend wis­sen­schaft­lich mit den öko­lo­gi­schen und öko­no­mi­schen Aus­wir­kun­gen des Fleisch­kon­sums im spe­zi­el­len aus­ein­an­der­ge­setzt. Dadurch habe ich begon­nen die Dimen­si­on der mensch­li­chen Umwelt­zer­stö­rung zu über­bli­cken. Ich stieß wäh­rend mei­ner Recher­che auf unge­heu­re Zah­len, die sich nur schwer­lich visua­li­sie­ren lie­ßen, doch als ich den Ver­such eben­dies zu tun sah, fühl­te ich mich ver­pflich­tet dem ein Ende zu set­zen, gemein­schaft­lich die­sen Wan­del zu voll­brin­gen und die­se Welt den nach­fol­gen­den Genera­tio­nen zu erhal­ten.  Ich ver­su­che einen Teil zum Kli­ma­schutz durch fleisch­lo­se Ernäh­rung bei­zu­tra­gen.

Lea: Der Kli­ma­wan­del hat auch Fol­gen für uns.

Als ich in der fünf­ten Klas­se war, wur­de bei uns in der Schu­le eine soge­nann­te „plant-for-the-pla­net Aka­de­mie“ ange­bo­ten, was ein Akti­ons­tag zum The­ma Kli­ma­schutz ist. Auf der Aka­de­mie habe ich erfah­ren, was für Fol­gen der Kli­ma­wan­del für uns Men­schen hat und dass es höchs­te Zeit ist, etwas zu unter­neh­men. Dies hat mich so sehr beein­druckt, dass ich mich nun seit etwa sechs Jah­ren für den Kli­ma­schutz enga­gie­re, wor­in mich die regel­mä­ßi­gen Nach­rich­ten bei­spiels­wei­se von Natur­ka­ta­stro­phen immer wei­ter bestär­ken. Bei vie­len Men­schen steht lei­der trotz des Wis­sens um den Kli­ma­wan­del und sei­ne Fol­gen immer noch die Bequem­lich­keit über der Bereit­schaft, etwas an sei­nem eige­nen Lebens­stil zu ändern. Die­ses Pro­blem muss drin­gend gelöst wer­den, denn nur wenn wir uns alle gemein­sam dafür ein­set­zen, kön­nen wir die Kli­ma­er­wär­mung begren­zen und dadurch unse­re heu­ti­gen Lebens­be­din­gun­gen erhal­ten.

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1 Kommentar

  1. Avatar
    Catie Raddish
    1. April 2019
    Antworten

    War­um spricht eigent­lich kei­ner von der sich anbah­nen­den kata­stro­pha­len Aus­wir­kung der Mobil­funk­tech­nick, etc..und ihre Aus­wir­kung auf Bie­nen, Vögel, den mensch­li­chen Orga­nis­mus sowie das Bewusst­sein? Wahr­schein­lich weil das nicht in der “Agen­da” vor­ge­se­hen ist.

    Ich bin elek­tro­sen­si­bel, öffent­li­che Ver­kehrs­mit­tel kann ich wegen der extrem hohen Han­dy­strah­lung nicht mehr nut­zen. Habe mir nun ein altes Die­sel­fahr­zeug gekauft, da ich alle län­ge­ren Wege per Auto machen muss und ich fah­re ungern Auto; lei­der muss ich zur Arbeit pen­deln. Als nächs­tes folgt eine Strah­len- Schutz Bur­ka, die mir viel­leicht erleich­tert durch eine Stadt zu gehen ohne vor Erschöp­fung durch den E‑Smog fast zu kol­la­bie­ren- Ich freu mich fast schon auf die irri­tier­ten Bli­cke. Wer weiss, wie man wohl in zwan­zig Jah­ren die­ser Noch- Min­der­heit begeg­nen wird?

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