War­um stran­den Wale?


Strandung: Gestrandeter Wal vor Sri Lanka
Gestrandeter Grindwal vor Sri Lanka © picture alliance / REUTERS | Dinuka Liyanawatte

Wal­stran­dun­gen sind ein trau­ri­ges Phä­no­menEs scheint, dass welt­weit immer mehr tote Wale an den Küs­ten ange­spült wer­den. Wenn Wale im fla­chen Was­ser ein­mal stran­den, schaf­fen sie es aus eige­ner Kraft oft nicht mehr zurück ins Meer. Irgend­wann wer­den sie dann von ihrem eige­nen Gewicht erdrückt. 

In Sri Lan­ka kam es gera­de zur größ­ten Stran­dung in der Geschich­te der Insel. Mehr als hun­dert Grind­wa­le lie­fen am am Strand von Pan­d­ura rund 25 Kilo­me­ter süd­lich der Haupt­stadt Colom­bo auf Grund. Frei­wil­li­ge und Mari­ne­sol­da­ten konn­ten rund 120 der gestran­de­ten Wale ret­ten. Den Hel­fern gelang es, die ver­irr­ten Tie­re wie­der ins offe­ne Meer zurück­zu­trei­ben. Anschei­nend star­ben nur zwei Tie­re. So glimpf­lich gehen Wal­stran­dun­gen nur sel­ten aus.

Hun­der­te Wale vor Tas­ma­ni­en gestrandet

Im Sep­tem­ber kam es zu einer Mas­sen­stran­dung von Grind­wa­len ent­lang der West­küs­te Tas­ma­ni­ens im Mac­qua­rie Har­bour. Mit fast 500 Tie­ren war dies Tas­ma­ni­ens größ­te Stran­dung über­haupt. Über 350 Wale starben.

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Walstrandung vor Tasmanien: Helfer mit Wal
Eini­ge Wale hat­ten es schon geschafft — und stran­de­ten dann wie­der © Tas­ma­nia Police

Die Ursa­chen sol­cher Stran­dun­gen sind viel­sei­tig und kön­nen häu­fig nicht ein­deu­tig erkannt wer­den. Fest steht: In die­sem Gebiet kam es schon in der Ver­gan­gen­heit zu mas­si­ven Stran­dun­gen von Del­fi­nen, Pott­wa­len und Grind­wa­len. Meis­tens, wenn die Mee­res­säu­ger ihrer Beu­te ins seich­te Was­ser fol­gen. Ähn­lich wie in Cape Cod (USA), einem wei­te­ren Hot­spot für Wal­stran­dun­gen.  

Vie­le Stran­dun­gen haben also einen natür­li­chen Ursprung. Eine wei­te­re Ursa­che: Son­nen­ak­ti­vi­tät. Die Son­ne beein­flusst das Magnet­feld der Erde, das Wale zur Ori­en­tie­rung nut­zen. Und Stür­me brin­gen die emp­find­li­chen Tie­re vom Weg ab.

Gestrandete Wale in Tasmanien
An man­chen Orten ‑wie Tas­ma­ni­en- pas­siert es häu­fi­ger © pic­tu­re alli­an­ce / Bro­die Weed­ing / Cover Images

Der Mensch als Ursa­che von Walstrandungen

Doch es gibt inzwi­schen eine grö­ße­re Bedro­hung: Wir Men­schen! Fakt ist: Der Mensch ist zu einem gro­ßen Teil für die Wal­stran­dun­gen ver­ant­wort­lich. 

Lärm 

Wale haben zuneh­mend mit Unter­was­ser­lärm zu kämp­fen. Schiff­fahrt, Mili­tär und Off­shore-För­de­rung sor­gen für einen Höl­len­lärm und belas­ten die Tie­re. Ihre Ori­en­tie­rung wird erschwert, ihre Nah­rungs­su­che unter­bro­chen, die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen den Tie­ren ein­ge­schränkt und oft­mals haben sie blei­ben­de Schä­den durch den Lärm. Die Lärm­be­las­tung nimmt welt­weit zu und sorgt für vie­ler­orts zuneh­men­de Wal­stran­dun­gen. 

Plas­tik 

Immer mehr der ange­spül­ten Wale wei­sen Plas­tik in ihren Mägen und Kör­pern auf. Zum Bei­spiel wur­de im März 2019 ein Wal mit 40 Kilo­gramm Plas­tik im Magen gefun­den. Oder die­ser schwan­ge­re Wal, der mit 22 Kilo­gramm Plas­tik ange­spült wur­de. Die Lis­te der Fäl­le ist lang. Auch ver­lo­re­ne gegan­ge­ne Net­ze der Fische­rei, so genann­te Geis­ter­net­ze, kön­nen vie­len Mee­res­tie­ren zum Ver­hängnis wer­den und sind immer wie­der die Ursa­che für ver­letz­te und ver­en­de­te Tie­re, die an unse­re Küs­ten gespült wer­den. 

Forscher:innen unter­such­ten 50 an den bri­ti­schen Küs­ten ange­spül­te tote Mee­res­säu­ger. Jedes ein­zel­ne die­ser Tie­re ent­hielt Plas­tik im Magen.  

Wal Plastikmüll : Gestrandeter Wal mit über 1000 Teilen Plastik im Magen
Gestran­de­ter Wal mit über 1000 Tei­len Plas­tik im Magen © WWF-Indo­ne­sia/K­ar­ti­ka Sumolang

Kli­ma­ver­än­de­run­gen 

Nicht nur an Land sorgt die Kli­ma­ka­ta­stro­phe mit Dür­ren und Unwet­ter für Cha­os. Denn die Kli­ma­kri­se beein­flusst auch Wind­sys­te­me und Mee­res­strö­mun­gen. Zum Bei­spiel gin­gen in Tas­ma­ni­en ver­mehr­ten Stran­dun­gen star­ke Stür­me vor­aus. Durch die Unwet­ter wur­den kal­te Strö­me, wo Wale ihre Beu­te­tie­re fin­den, in Küs­ten­nä­he gelei­tet. 

Die Erd­er­hit­zung ver­klei­nert zudem den Lebens­raum der Wale und redu­ziert oder ver­la­gert ihr Nah­rungs­an­ge­bot, sodass sie ande­re und wei­ter ent­fern­te Fress­ge­bie­te errei­chen müs­sen. 

Das könnt ihr für Wale tun

Wenn die Wale gestran­det sind, kann man für die Wale und ihre Ret­tern nur das Bes­te hof­fen.  Aber wir alle kön­nen Walen und ande­ren Mee­res­tie­ren hel­fen: 

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3 Kommentare

  1. Avatar
    Reinhold Harder
    27. September 2020
    Antworten

    Es wäre nicht nur für den WWF nütz­lich ‑den­ke ich‑, wenn ein­mal zur Kennt­nis genom­men wür­de, dass seit 1996 von unter­dess­sen vie­len welt­weit instal­lier­ten ‑und sogar auch schwim­men­den- Radar­an­la­gen Strah­len mit über 3 Mil­lio­nen Watt Sen­de­leis­tung in die die Jono­s­phäe­re geschos­sen wer­den. Dort bil­den sie Plas­ma­wol­ken, die ihrer­seits soge­nann­te ELF — Wel­len (3–30Hz) aus­sen­den. Wenn man denen z.B. Spra­che auf­mo­du­liert, kann man bis zu 3.000 Meter tief im Meer mit U- Boo­ten kom­mu­ni­zie­ren. Die ELF-Wel­len, die hier benutzt wer­den, haben eine Fre­quenz von 10 bis 12 Hz, was etwa der Reso­nanz-fre­quens sowohl der Men­schen als auch der Wale ent­spricht. Nicht der Lärm unter Was­ser, son­dern die­se Wel­len neh­men den Walen offen­sicht­lich ihre Ori­en­tie­rungs­fä­hig­keit. Das ist sehr wahr­schein­lich die Ursa­che des immer wie­der Stran­dens der ansons­ten meist kern­ge­sun­den Wale!
    Inter­es­san­ter­wei­se fin­det man im Inter­net kei­ner­lei Anga­be, seit wann das Wal-Stran­den stazz­fin­det. Weil es mili­tä­ri­scher Geheim­hal­tung unter­liegt? Wer ver­hin­dert das wohl? Die Sen­de­an­la­gen gibt es jeden­falls seit 1996.

  2. Avatar
    Dr. Horst Eichler
    27. September 2020
    Antworten

    Erstaun­lich: wie machen das die Wale, dass sie zuerst tot Strän­den und dann ver­en­den? Ihr soll­tet schon sorg­fäl­ti­ger mit Euren For­mu­lie­run­gen und der Spra­che umgehen.

  3. Avatar
    J.K. Äon
    24. November 2020
    Antworten

    Als J.K. Äon, der sich mit den Wis­sen­schaf­ten über 50 Jah­ren beschäf­tigt, kann ich nur fol­gen­des ver­mit­teln; tut mir sehr leid ihnen die Wahr­heit zu schrei­ben. Zu einem, sind sie macht­los die zie­hen­de Mee­res­be­woh­ner, die sich nach den elek­tro­ma­gne­ti­schen Fel­dern in den Was­ser­stra­ßen bewe­gen zu ret­ten, und nicht mehr dort hin schwim­men wo sein sol­len. Denn die­se posi­tiv gela­de­ne elek­tro­ma­gne­ti­sche Fel­der in den Mee­ren zwi­schen den Kon­ti­nen­ten sind Ver­scho­ben. Die Ver­schie­bung des Magnet­pols zeigt, durch die phy­si­ka­li­sche Radi­äs­the­sie, wie sich der Dipol des inne­ren Erd­man­tels ver­schiebt und mit ihn die Ener­gie­läu­fe auf und in der Erd­krus­te, als auch in den Meeren.
    Zum Bei­spiel hat sich der posi­tiv gela­de­ne Ener­gie­weg zwi­schen Tas­ma­ni­en und Aus­tra­li­en um 200 km nach Süden ver­scho­ben, somit sind die Wale gestrandet.
    Sie kön­nen schrei­ben, zeich­nen, sich bemü­hen, aber die Nicht­wis­sen­den blo­cken alles ab. — ELEKTRIZITÄT- nie­mand kann ohne sie Leben, nie­mand kennt ihre Aus­wir­kun­gen auf Erd­kern, auf die Iono­sphä­re, auf die Ent­wick­lung der Bak­te­ri­en, auf die Gra­vi­ta­ti­on, auf die Ladung der Erd­krus­te, des inne­ren Dipols der Erde und somit auf die Über­le­bens­mög­lich­kei­ten der Menschheit.
    Es gibt sogar Mat­ten die die Elek­tro­ma­gnet­fel­der gleich über dem Boden ver­schlu­cken. Wenn es Euch gelingt in der Nacht­sei­te der Erde strom­los zu über­nach­ten (die gan­ze Mensch­heit natür­lich), dann bekom­men die Was­ser­we­ge wie­der ihre Ener­gien zurück. Wenn es Euch gelingt die Elek­tri­fi­zie­rung der Erde in das Jahr 1890 zu ver­set­zen, dann haben Sie die Mensch­heit vor dem Aus­ster­ben geret­tet und die Erde nimmt wie­der ihr “ewi­ges” Wei­ter­dre­hen. So zei­gen es die Eis­kern­boh­run­gen an. Die Strom­net­ze “auf­sau­gen” die Erd­ma­gnet­fel­der, ver­mit­teln fal­sche ener­ge­ti­sche Fre­quen­zen an das Erd­kern, und das Inne­re Erd- Dipol kann die Ioni­sie­rung von posi­ti­ven zum nega­ti­ven Pol kei­ne Ener­gie mehr aus­tau­schen und die Erd­tem­pe­ra­tur steigt zu der Erd­krus­te und der obe­re Erd­man­tel kühlt aus. Fra­gen Sie bit­te nicht mehr ob die Glet­scher­schmel­ze, das Aus­fal­len der Regen­fäl­le, oder die glo­ba­le Erwär­mung davon kommt.- Was ist bes­ser fern­seh­f­röh­li­cher Abend, und bal­di­ges Ende der Mensch­heit, oder auf­ge­heiz­ter Stein im Bett, hei­zen mit Koh­le, dafür aber lebt die Mensch­heit in Lie­be und Armut?
    Ihr J.K. Äon

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