Lüf­ten und Hei­zen


Screenshot aus "Öko mit Uke" zum richtigen Lüften.
Uke zeigt, wie man richtig lüftet. Mit Rhabarberschorle.

Uke sagt in der aktu­el­len Fol­ge “Öko mit Uke” zum The­ma Lüf­ten + Hei­zen: Wenn man lüf­tet, soll­te man die Hei­zung aus­schal­ten. Das stimmt! Aber war­um?

Drau­ßen hei­zen?

Wenn beim Lüf­ten die Hei­zung nicht aus ist, bewirkt die kal­te, ins Zim­mer strö­men­de Luft, dass sich der Heiz­kör­per zusätz­lich auf­heizt. Somit heizt man aus dem Fens­ter raus. Dass man damit den Win­ter nicht ver­trei­ben kann, soll­te jedem klar sein. Spaß bei­sei­te — Lüf­ten bei auf­ge­dreh­ter Hei­zung ist zum Fens­ter raus­ge­schmis­se­nes Geld, im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes! Und schlecht für’s Kli­ma ist es noch dazu, denn es wird wert­vol­le Ener­gie ver­schwen­det und die Außen­welt grund­los erwärmt.

War­um über­haupt lüf­ten?

Lüf­ten soll­te man nicht nur, um unan­ge­neh­me Gerü­che aus den eige­nen vier Wän­den zu ver­trei­ben. Eine vier­köp­fi­ge Fami­lie gibt rund zwölf Liter Feuch­tig­keit am Tag ab. Wenn man mit die­ser hohen Luft­feuch­tig­keit nicht regel­mä­ßig lüf­tet, dann kön­nen Schim­mel­pil­ze ent­ste­hen und Wän­de, Vor­hän­ge oder Matrat­zen befal­len. Rich­ti­ges Lüf­ten kann die­ses Risi­ko ver­rin­gern. Man soll­te dar­auf ach­ten, nach dem Schla­fen, Duschen, Baden, Kochen oder Fuß­bo­den­wi­schen zu lüf­ten. Des­halb soll­te man küh­le Räu­me auch nie mit der Luft aus wär­me­ren Räu­men hei­zen, denn es geht nicht die Wär­me aus dem wär­me­ren in den küh­len Raum, son­dern die Feuch­tig­keit. Und das führt zu Schim­mel. Dage­gen hilft, die Zwi­schen­tü­ren zu schlie­ßen.

Kurz und schmerz­los

Beim Lüf­ten soll­te man das Fens­ter kurz weit öff­nen und nicht lan­ge auf Kipp offen las­sen. Uke macht das schon ganz rich­tig! Das soll­te man vor allem wäh­rend der Heiz­pe­ri­ode (Win­ter) machen. Denn sonst: Schim­mel! Und zum Fens­ter raus hei­zen ist nicht nur dumm für’s Porte­mon­naie, son­dern auch für’s Kli­ma.

Um ein ange­neh­mes Wohn­kli­ma her­zu­stel­len, hilft auch das Däm­men. Es ver­hin­dert nicht nur den Wär­me­ver­lust, son­dern trägt auch zu einer hohen Wohn­qua­li­tät bei. Das Däm­men des gesam­ten deut­schen Gebäu­de­be­stands bis 2050 ist dann auch für den Kli­ma­schutz ins­ge­samt ent­schei­dend. Mehr zu kli­ma­ef­fi­zi­en­ten Gebäu­den fin­det ihr hier.

 

Hier könnt ihr euch die gesam­te Fol­ge “Öko mit Uke” anse­hen:

Vie­len Dank an Anais Olai­zo­la-Heil für die Mit­ar­beit an die­sem Blog­bei­trag.

Vorheriger Beitrag Hope, Spirit und Horst: Eine Erfolgsgeschichte mit Pferden
Nächster Beitrag Wilderei bekämpft: Keine toten Elefanten im KuiBuri-Nationalpark
Avatar

Über mich
Viviane Raddatz

Ist beim WWF Deutschland die Spezialistin für alle Fragen rund um die Themen Energie und Verkehr. Ich bin seit acht Jahren im WWF-Klimateam und zurzeit bin ich mit @LichtBlick_de dabei, die Energiewende zu beschleunigen. Ich komme aus Berlin und bedaure es verpasst zu haben meine Kinder zweisprachig (hochdeutsch und berlinernd) zu erziehen - worüber sich mein Sohn jüngst sehr beschwert hat, als er meine Oma nicht mehr verstand.

2 Kommentare

  1. Avatar
    21. Februar 2016
    Antworten

    Tol­le Tipps! Vie­len dank, gera­de im Win­ter ent­steht bei uns im Haus immer schnell Schim­mel, daher soll­te man die Tipps wirk­lich gut und ste­tig befol­gen.

  2. Avatar
    29. Februar 2016
    Antworten

    Ich lüf­te seit ca. einem Jahr jetzt rich­tig. Vor­her habe ich sehr lan­ge das Fens­ter gekippt gelas­sen. Dies ist jetzt nicht mehr der Fall. Das mer­ke ich am Kli­ma im Zim­mer und auch an der Rech­nung am Monats­en­de. Ich muss mei­nen Heiz­kör­per jetzt auch nicht mehr so hoch auf­dre­hen, um eine wohl­füh­len­de Tem­pe­ra­tur im Raum zu errei­chen. Ich finds gut!

Einen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.