Kopf­schmuck und Federn: Hoff­nung für den Wald


Sônia Guajajara im Tegeler Forst © David Biene / WWF
Sônia Guajajara - die Stimme der Indigenen - im Tegeler Forst © David Biene / WWF

Kopf­schmuck und Federn — Ein sel­te­ner Anblick im düs­te­ren Ber­li­ner Herbst: Was machen die­se Uten­si­li­en aus einer ande­ren Welt im Tege­ler Forst?

Wir haben hohen Besuch in Ber­lin. Sônia Gua­ja­ja­ra, eines der wich­tigs­ten Sprach­roh­re der Indi­ge­nen in Bra­si­li­en, ist in Ber­lin, um unser Mani­fest mit euren knapp 50.000 Unter­schrif­ten ent­ge­gen­zu­neh­men. Damit wol­len wir den bra­si­lia­ni­schen Urein­woh­nern Rücken­wind im Kampf um Land­rech­te geben.

Sôn­ja Gua­ja­ja­ra ist eine der wich­tigs­ten Anfüh­re­rin der Indi­ge­nen Bra­si­li­ens. Sie orga­ni­siert den Wider­stand gegen die geplan­ten Geset­zes­än­de­run­gen. In unse­rem Ber­li­ner Büro erzählt sie uns, dass es kurz­fris­tig wohl heu­te schon zu einer Abstim­mung bezüg­lich PEC215 in der spe­zi­el­len Kom­mis­si­on des Kon­gres­ses in Bra­si­lia kom­men soll. Sie ist eine Kämp­fe­rin, ich sehe Wut in ihrem Blick.

Anfang Sep­tem­ber war ich selbst für zwei Wochen mit den bei­den You­Tubern Simon Unge und deCh­an­ge­man in Bra­si­li­en unter­wegs, um zu ver­ste­hen, was für ein arten­rei­ches Öko­sys­tem hier auf dem Spiel steht. Dort sind wir über­all auf Bei­spie­le der Umwelt­zer­stö­rung, wie etwa dem Was­ser­man­gel – eine Fol­ge der Abhol­zung – gesto­ßen. Ich habe es selbst erlebt: Wenn wir gera­de am Ama­zo­nas nicht bald han­deln, wer­den auch wir die Kon­se­quen­zen zu spü­ren bekom­men.

Melanie Gömmel bei der „Indigenious community of Tupé" © David Biene / WWF
Bei der „Indi­ge­nious com­mu­ni­ty of Tupé” © Dirk Embert / WWF

Obri­ga­da, Deutsch­land!

Heu­te konn­ten wir ein wich­ti­ges Resul­tat unse­rer Kam­pa­gnen­ar­beit fei­ern. Die Über­ga­be unse­rer Stim­men fin­det an der „Dicken Marie“ statt – dem ältes­ten Baum Ber­lins. „Dass uns Men­schen sogar am ande­ren Ende der Welt unter­stüt­zen gibt uns gro­ße Hoff­nung“, sagt Sônia. Obri­ga­da!

Es gibt noch viel zu tun: Nächs­te Woche dis­ku­tie­ren wir mit dem Dach­ver­band der Indi­ge­nen in Bra­si­li­en (COICA) in Bonn unter ande­rem über mög­li­che nächs­te Schrit­te im Kampf gegen die geplan­ten Geset­zes­än­de­run­gen.

Unser Zei­chen der Soli­da­ri­tät kann viel bewir­ken! Sônia wünscht mög­lichst gro­ßen Druck auf die bra­si­lia­ni­sche Regie­rung, die ver­hee­ren­den Geset­zes­än­de­run­gen zu ver­hin­dern. Wir wer­den unse­re Anstren­gun­gen wei­ter­hin auf­recht erhal­ten, um unse­ren For­de­run­gen zum Durch­bruch zu ver­hel­fen. Es ist höchs­te Zeit, dass sich die Ver­ant­wort­li­chen der Bedeu­tung des Regen­wal­des und der Gefah­ren der indus­tri­el­len Nut­zung bewusst wer­den.

Denn was Sônia sagt, trifft letzt­lich auf uns alle zu: „Der Wald ist unse­re Hei­mat und unser Leben; das Fun­da­ment, auf dem wir alle Leben.“

Wenn ihr mögt, könnt ihr uns hier mit einer Spen­de bei unse­rem Kampf unter­stüt­zen!

Jetzt den Ama­zo­nas ret­ten!

Update 22. Okto­ber 2015

Eine Video­bot­schaft von Sônia Gua­ja­ja­ra.

 

Wie hat Dir die­ser Bei­trag gefal­len?

Durch­schnitt­li­che Bewer­tung 0 / 5. Anzahl Bewer­tun­gen: 0

Sehr schön, das freut uns! Viel­leicht magst Du ja…

…die­sen Bei­trag jetzt tei­len:

Scha­de, dass Dir der Bei­trag nicht so gut gefal­len hat.

Dein Feed­back wäre sehr wert­voll für uns.

Wie könn­ten wir die­sen Bei­trag Dei­ner Mei­nung nach opti­mie­ren?

Vorheriger Beitrag Lebensmittelverschwendung: Der Preis fürs Essen retten
Nächster Beitrag Kuh der Woche: Weisses Pulver

Kein Kommentar

Einen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.