You­tuber in der Ark­tis — Abschied von den Eis­bä­ren


Unsere Arktis-Reise-Crew nimmt Abschied von den Eisbären. © J. P. McCarthy
Unsere Arktis-Reise-Crew nimmt Abschied von den Eisbären. © J. P. McCarthy

Über Nacht ist ein star­ker Bliz­zard durch Chur­chill gepeitscht. Die stür­mi­sche Käl­te hat dafür gesorgt, dass die Hud­son Bay stück­wei­se zuge­fro­ren ist. Trotz­dem haben wir am vor­letz­ten Tag in der Tun­dra ein wei­te­res Mal unglaub­li­ches Glück. Noch ein­mal sahen wir  zwei ein­zel­ne Eis­bär­männ­chen und ein ‑weib­chen mit ihrem Jun­gen. Die­se ent­deck­ten wir zwar aus wei­ter Ent­fer­nung, aber immer­hin!

Die Fas­ten­zeit für die Eis­bä­ren ist vor­bei!

Bei unse­rer zwei­ten Bug­gy-Tour begeg­ne­ten wir ins­ge­samt deut­lich weni­ger Eis­bä­ren als bei der ers­ten Aus­fahrt. Der Grund ist ein erfreu­li­cher: Die Fas­ten­zeit ist vor­bei. Die hung­ri­gen Raub­tie­re haben sich schon wei­ter auf die wach­sen­de Eis­de­cke hin­aus gewagt, um ihre ers­ten Rob­ben auf dem Meer zu jagen. Da es heu­te weni­ger Bären zu beob­ach­ten gibt, kommt uns die klir­ren­de Käl­te im Bug­gy noch unbarm­her­zi­ger vor.

Die Fastenzeit ist vorbei: Die Eisbären wandern Richtung Norden © Melanie Gömmel / WWF
Die Fas­ten­zeit ist vor­bei: Die Eis­bä­ren wan­dern Rich­tung Nor­den © Mela­nie Göm­mel / WWF

Auf der Rück­fahrt zeigt sich ein Rot­fuchs – ein Zei­chen für die star­ke Ver­än­de­rung in der Regi­on. Die hei­mi­schen Polar­füch­se wer­den zuneh­mend von den eigent­li­chen aus Mit­tel­eu­ro­pa kom­men­den Rot­füch­sen ver­drängt. Die­se füh­len sich zuneh­mend auch in nörd­li­chen Gefil­den hei­misch, da es immer wär­mer wird. Das öko­lo­gi­sche Gleich­ge­wicht in der Polar­re­gi­on ist emp­find­lich gestört.

Abschied von unser Ark­tis-Rei­se-Crew

Heu­te tren­nen sich unse­re Wege: Mei­ne Kol­le­gen Sybil­le und Anne fah­ren wei­ter nörd­lich nach Arviat, um unse­re WWF-Pro­jek­te zu besu­chen. Joseph, Anton und ich müs­sen zurück nach Win­ni­peg, um unse­ren Rück­flug nach Ams­ter­dam zu erwi­schen. Daher heißt es Abschied neh­men, von unse­rer Crew, von unse­rem klei­nen Häus­chen. Noch ein letz­ter Blick über die eisi­ge Bay, dann bre­chen wir auf.

Es waren inten­si­ve Tage in Chur­chill, eisig kalt, aber äußerst lehr­reich und berüh­rend. Wir wer­den zu Hau­se wei­ter für die die Ark­tis kämp­fen. Dafür, dass sie, wie wir sie hier gese­hen haben, nicht schon bald der Ver­gan­gen­heit ange­hört.

Stoppt die Koh­le! Ret­tet die Eis­bä­ren!

Die gro­ße und ent­schei­den­de Fra­ge ist nun: Wird es uns gelin­gen, Druck auf die neue Bun­des­re­gie­rung aus­zu­üben? Wird Deutsch­land sei­ner Rol­le im Kampf gegen den Kli­ma­wan­del gerecht? Vor zwei Tagen erreich­te uns die Nach­richt, dass ein Bünd­nis aus 50 deut­schen Unter­neh­men den Aus­stieg aus der Koh­le­ver­stro­mung for­dert – ein star­kes Zei­chen! Jetzt soll­te die Regie­rung ein­se­hen: Der Koh­le­aus­stieg muss kom­men! Nur so kön­nen wir unse­re Kli­ma­zie­le bis 2020 errei­chen.

Des­halb: Macht jetzt mit beim Online Cli­ma­te March und for­dert Kanz­le­rin Mer­kel dazu auf, das Ende der ver­al­te­ten Koh­le­tech­nik ein­zu­lei­ten. Mit eurer Hil­fe kön­nen wir ans Ziel gelan­gen und dafür sor­gen, dass der Koh­le­aus­stieg gesetz­lich und im neu­en Koali­ti­ons­ver­tag der Bun­des­re­gie­rung ver­an­kert wird.

Am 14. Novem­ber wer­den eure Bot­schaf­ten gleich­zei­tig ver­öf­fent­licht und vor das Bun­des­kanz­ler­amt in Ber­lin gebeamt. Wir hal­ten euch auf dem Lau­fen­den und wer­den live über die Akti­on berich­ten. Stay tun­ed.…

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