Plog­ging: Müll­sam­meln als Som­mer­trend


Plogging: Eine Mischung aus Joggen und Müllsammeln. Wo kommt das Wort her? Woher der Trend? Und was bringt es wirklich?
Etwas für Fitness und Umwelt tun: Plogging © Stephanie Probst

Müll­sam­meln beim Jog­gen — das ist Plog­ging. Der Plog­ging Trend kommt aus Schwe­den und hat mitt­ler­wei­le welt­weit sei­ne Anhän­ger. Auf Social Media Kanä­len wie Insta­gram tei­len sie ihre Fund­stü­cke, ihre Lauf­stre­cken und ihre Bot­schaft: „Wir wol­len euren Müll (nicht).“

Woher kommt das Wort Plog­ging?

Der Begriff Plog­ging setzt sich zusam­men aus dem schwe­di­schen Wort plo­cka upp (auf­he­ben) und – natür­lich – Jog­ging.

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Wer hat’s erfun­den?

Der Schwe­de Erik Ahl­ström: Genervt von her­um­lie­gen­dem Müll in Stock­holm begann er zu plog­gen. Zunächst allei­ne und von vie­len belä­chelt. Doch lang­sam wich die Belus­ti­gung der Bewun­de­rung und es gab ers­te Berich­te in den Medi­en. Ahl­ström fand immer mehr Mit­strei­ter,
bis sich sei­ne Idee sogar inter­na­tio­nal ver­brei­te­te.

Ist das gesund?

Vie­le Plog­ging-Fans schwö­ren auf den Inter­vall-Effekt, den die Lauf­un­ter­bre­chung beim Müll­sam­meln hat. Und wäh­rend manch einer sich viel­leicht ein­fach nur bückt, bau­en ande­re Squats, also Knie­beu­gen, und Dehn­übun­gen beim Auf­he­ben ein.

Alles nur Show oder wirk­lich gut für die Umwelt?

Ist es wirk­lich nötig, in Städ­ten Müll auf­zu­sam­meln? Gibt es dafür nicht die Stadt­rei­ni­gung? Sol­che Fra­gen müs­sen sich urba­ne Plog­ger gefal­len las­sen. Sinn­vol­ler ist Plog­ging sicher­lich in der Natur, im Wald oder am Strand zum Bei­spiel. Doch auch in der Stadt kann man womög­lich das ein oder ande­re Plas­tik­teil dar­an hin­dern, in einen Fluss geweht zu wer­den und schließ­lich im Meer zu lan­den.


Und noch etwas ande­res kann man in der Stadt – und über die sozia­len Medi­en – bes­ser als allei­ne im Wald: Ein Zei­chen set­zen! Schließ­lich soll­ten wir den Müll lie­ber ver­mei­den, als ihn hin­ter­her ein­zu­sam­meln.
Um das mehr ins Bewusst­sein zu rücken, wün­sche ich mir, dass Plog­ging KEIN ver­gäng­li­cher Som­mer­trend ist, son­dern eine lang­fris­ti­ge Bewe­gung.

Wer ploggt wo — und wie kann man mit­ma­chen?

Plog­ger gibt es inzwi­schen deutsch­land­weit, allen vor­an die meh­re­re hun­dert Mit­glie­der star­ke Grup­pe „Plog­ging Colo­gne“ aus Köln. In Ber­lin gibt es ver­schie­de­ne Plog­ging-Treffs. In Ham­burg plog­gen Tau­sen­de bei der städ­ti­schen Früh­lings­putz­ak­ti­on „Ham­burg räumt auf“. Schö­ner fin­de ich sol­che Aktio­nen aber selbst orga­ni­siert. Also Lauf­schu­he an, ein paar Freun­de zusam­men trom­meln und los!

Plog­ging-Grup­pen fin­den oder grün­den und ver­brei­ten

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4 Kommentare

  1. Avatar
    28. Juni 2018
    Antworten

    Bei mir um die Ecke im Park lohnt sich Plog­gen auf jeden Fall. Auch ohne Ren­nen. Beweis­fo­tos fol­gen.

  2. Avatar
    simone
    2. Juli 2018
    Antworten

    Ich samm­le schon seit Jah­ren tüten­wei­se Müll auf, wenn ich mit mei­nen bei­den Hun­den spa­zie­ren gehe.…am Fluss, im Wald, in unse­rem Park.…etc…
    Es ist schon wirk­lich sehr bedau­er­lich, was sich da alles so ein­samm­len läßt und dafür muß man nicht mal weit lau­fen !
    Oft­mals wer­de ich ein­fach nur wütend auf sol­che Leu­te, die ein­fach alles hinwerfen…es ist eine Schan­de !! Und eine gro­ße Schwei­ne­rei.
    Ande­re scheint das nicht zu stö­ren oder sie gehen nicht mit offe­nen Augen durch‘s Leben — nor­ma­ler­wei­se dürf­te es so etwas nicht geben. Sehr, sehr scha­de !!!

  3. […] ich, sich eine Tüte zu schnap­pen und es mir gleich zu tun. Ist übri­gens sogar tren­dy. Heißt Plog­ging. […]

  4. Avatar
    irene
    31. Oktober 2018
    Antworten

    Ich samm­le seit Anfang des Jah­res jeden Sams­tag zwi­schen Erkner und Kagel den Müll ein.…..es sind unend­lich vie­le Kaf­fee­be­cher und Ziga­ret­ten­ver­pa­ckun­gen dabei.…treffe ich Leu­te, fin­den die es toll.…ich hof­fe ja auf Mitstreiter.….besonders unter den Hun­de­be­sit­zern.…

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