Qual­len­som­mer in der Ostsee


Quallen Ostsee: Ohrenquallen
Eigentlich ja auch sehr hübsch: Ohrenquallen © naturepl.com / Alex Hyde / WWF

An der Ost­see ist es jetzt im Som­mer beson­ders voll. Auch im Was­ser ist mehr los. In die­sem Jahr sind beson­ders früh beson­ders vie­le Qual­len unterwegs.

An der deut­schen Ost­see­küs­te meh­ren sich die Beob­ach­tun­gen von Ohren­qual­len, ver­ein­zel­ten Feu­er­qual­len und ein­ge­schlepp­ten Rip­pen­qual­len. Letz­te­re tauch­ten hier nor­ma­ler­wei­se im Spät­som­mer auf, in die­sem Jahr wur­de sie aber schon im Mai gefunden.

Die Qual­len wei­sen auf das ent­schei­den­de Pro­blem der Ost­see hin

Die Qual­len wei­sen auf ein ent­schei­den­des Pro­blem der Ost­see hin: die Über­dün­gung. Grund­sätz­lich ist die Ost­see wei­ter­hin stark über­düngt, was natür­lich Plank­ton und auch Zoo­plank­ton als Qual­len­nah­rung gedei­hen lässt.

Quallen in der Ostsee bei Rostock
Ohren­qual­len in der Ost­see bei Ros­tock © Bernd Wüst­neck / pic­tu­re alli­an­ce / dpa

Rip­pen­qual­len lie­ben war­me Winter

Der war­me Win­ter war sicher auch gut für das frü­he Wachs­tum der hei­mi­schen Ohren­qual­len. Statt zwei bis drei Grad war das Was­ser im Win­ter um die fünf Grad warm.

Die Rip­pen­qual­len (oder Meer­wal­nuss) sind erst vor 15 Jah­ren in die Ost­see ein­ge­schleppt wor­den. Sie gedei­hen und ver­meh­ren sich bei hohen Was­ser­tem­pe­ra­tu­ren beson­ders gut – und kön­nen sich bei war­men Win­tern auch bis in die nörd­li­chen Ost­see­ge­bie­te ausbreiten.

Die räu­be­ri­schen Rip­pen­qual­len sind neue Nah­rungs­kon­kur­ren­ten für Fische. Mit ihren Ten­ta­keln fan­gen sie Plank­ton, Tier­lar­ven, Wür­mer, Kreb­se, Nes­sel­tie­re, zum Teil fres­sen sie auch Fisch­lar­ven und Jungfische.

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Kein Panik

Qual­len gehö­ren zum nor­ma­len Leben im Öko­sys­tem Ost­see — auch wenn das man­chen Urlau­bern nicht gefällt. Und wie gefähr­lich sind die Qual­len in der Ost­see? Ohren­qual­len und Rip­pen­qual­len sind nur läs­tig, aber nicht gif­tig für die Baden­den. Anders fühlt sich das bei den nes­seln­den Feu­er­qual­len an. Bei Berüh­rung brennt es, ver­gleich­bar mit einem Kon­takt mit Brenn­nes­seln. Für einen gesun­den Men­schen also läs­tig bis schmerz­haft. Gefähr­lich kann es aller­dings für All­er­gi­ker werden.

Die wirk­lich gif­ti­gen Qual­len sind nicht in der Ostsee

Die wirk­lich gif­ti­gen Qual­len leben in ande­ren Mee­ren, etwa die furcht­erre­gen­de Por­tu­gie­si­sche Galee­re (Phy­sa­lia phy­sa­lis) mit ihren bis zu 50 Meter lan­gen Ten­ta­keln, die auch vor den Kana­ren zu fin­den ist. Oder die See­wes­pe, die gif­tigs­te Qual­le über­haupt. Ihr Gift soll aus­rei­chen, um 250 Men­schen zu töten. Sie lebt aber in Aus­tra­li­en – weit weg von der Ost­see und ihren Feuerquallen.

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