Eis­bä­ren könn­ten bis Ende des Jahr­hun­derts nahe­zu aus­ge­stor­ben sein


Es wird eng für die Eisbären. © Anne Thoma / WWFEs wird eng für die Eisbären. © Anne Thoma / WWF
Es wird eng für die Eisbären. © Anne Thoma / WWF

Der Eis­bär ist längst zum Sym­bol­tier der Erd­er­hit­zung gewor­den. Eine neue Stu­die zeigt, wie dra­ma­tisch die Lage ist. Die Eis­bä­ren wer­den bis zum Ende des Jahr­hun­derts aus­ge­rot­tet sein, wenn nicht mehr gegen den Kli­ma­wan­del unter­nom­men wird. Bei einem Sze­na­rio mit den aktu­el­len Treib­haus­gas­emis­sio­nen wer­den alle Eis­bä­ren­po­pu­la­tio­nen bis auf eini­ge weni­ge bis 2100 zusam­men­bre­chen.

Wis­sen­schaft­ler sagen, dass eini­ge Popu­la­tio­nen der Eis­bä­ren bereits ihre Über­le­bens­gren­zen erreicht haben, da das ark­ti­sche Meer­eis schrumpft, hieß es in einer Stu­die, die in der Zeit­schrift „Natu­re Cli­ma­te Chan­ge“ ver­öf­fent­licht wur­de.

Den Eis­bä­ren geht das Fres­sen aus

Das Meer­eis ist seit Beginn der Satel­li­ten­auf­zeich­nun­gen Ende der 1970er Jah­re um etwa 13 Pro­zent pro Jahr­zehnt zurück­ge­gan­gen. Eis­bä­ren sind aber auf das Meer­eis ange­wie­sen, um Rob­ben zu jagen. Wenn das Eis bricht, müs­sen die Bären wei­te Stre­cken wan­dern. Oder an die Küs­te zie­hen, wo sie dar­um kämp­fen, Nah­rung zu fin­den und ihre Jun­gen zu füt­tern. Durch die Model­lie­rung des Ener­gie­ver­brauchs von Eis­bä­ren konn­ten die For­scher die Aus­dau­er­gren­zen der Eis­bä­ren berech­nen – und wann sie eben über­schrit­ten sein wer­den.

Fol­ge uns in Social Media

Facebook
Twitter
Instagram
YouTube
RSS

 

Die Stu­die zeigt, dass zunächst die Über­le­bens­chan­cen der Jun­gen sin­ken. Die Weib­chen wer­den nicht genug Kör­per­fett haben, um Milch zu pro­du­zie­ren, um sie durch die eis­freie Jah­res­zeit zu brin­gen.

Erst­mals ein Datum

Es ist zwar für uns Wissenschaftler:innen nichts Neu­es, dass der Rück­gang des Meer­ei­ses die Zahl der Eis­bä­ren ver­rin­gern wird. Die Stu­die jetzt gibt aber erst­mals einen Zeit­rah­men, wann dies gesche­hen könn­te.

Hilf die Eis­bä­ren zurück aufs Eis zu krie­gen!

 

Die Stu­die sagt auch vor­her, wann die Schwel­len­wer­te für das Über­le­ben der Eis­bä­ren in ver­schie­de­nen Tei­len der Ark­tis erreicht wer­den. Dies könn­te in eini­gen Gebie­ten bereits gesche­hen sein. Die zeit­li­che greif­ba­re, unmit­tel­ba­re Bedro­hung für die ver­schie­de­nen Eis­bä­ren­po­pu­la­tio­nen müs­sen wir als eine wei­te­re Erin­ne­rung dar­an ver­ste­hen, dass wir jetzt han­deln müs­sen, um die schlimms­ten Pro­ble­me der Zukunft gera­de noch abzu­wen­den.

Die Eis­bä­ren und wir – wir haben kei­ne Zeit mehr zu ver­lie­ren. Ich sage es immer, ich sage es wie­der. Ich hof­fe, dass ich es nicht mehr so oft sagen muss.

Wie hat Dir die­ser Bei­trag gefal­len?

Durch­schnitt­li­che Bewer­tung 4.6 / 5. Anzahl Bewer­tun­gen: 33

Sehr schön, das freut uns! Viel­leicht magst Du ja…

…die­sen Bei­trag jetzt tei­len:

Scha­de, dass Dir der Bei­trag nicht so gut gefal­len hat.

Dein Feed­back wäre sehr wert­voll für uns.

Wie könn­ten wir die­sen Bei­trag Dei­ner Mei­nung nach opti­mie­ren?

Vorheriger Beitrag WWF-Jugendrat: Wo wir Jungen was zu sagen haben
Nächster Beitrag Quallensommer in der Ostsee

3 Kommentare

  1. Avatar
    Collet
    22. Juli 2020
    Antworten

    Sehr trau­rig. 🙁

  2. Avatar
    Jörg
    25. Juli 2020
    Antworten

    Dass Eis­bä­ren immer noch bejagt wer­den (dür­fen) und dies eben­falls zu ihrem Aus­ster­ben bei­trägt, wird hier gar nicht the­ma­ti­siert. Eigent­lich auch nicht ver­wun­der­lich. Denn der WWF posi­tio­niert sich nicht gegen die Jagd auf Tie­re, ganz im Gegen­teil. Denn wie man immer wie­der hört, för­dert der WWF sogar die Tro­phä­en­jagd. Eigent­lich eine Schan­de. Das min­des­te, was ich per­sön­lich von einer Natur­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on erwar­te ist, dass sie sich strikt GEGEN alle Arten von Jagd auf Tie­re stellt, ins­be­son­de­re gegen die Tro­phä­en­jagd. Jagd ist IMMER ein Ein­griff in Öko­sys­te­me und ver­ur­sacht mas­si­ven Stress bei Wild­tie­ren. Des­wei­te­ren ist die Jagd heut­zu­ta­ge in den aller­meis­ten Fäl­len ethisch nicht mehr zu recht­fer­ti­gen. Die­ser Kom­men­tar soll abso­lut kei­ne Stim­mungs­ma­che gegen den WWF sein. Ich per­sön­lich bin nach wie vor WWF-Spen­der. Es ist nur so, dass Natur­schutz und (Trophäen-)jagd abolut nicht zusam­men­pas­sen, son­dern kras­se Gegen­sät­ze sind.

  3. Avatar
    Melanie Scherer
    31. Juli 2020
    Antworten

    Ich fin­de das schlimm. Jeder soll­te sei­nen Bei­trag leis­ten, dass so etwas nicht pas­siert. Des­halb fin­de ich das The­ma Ener­gie­wen­de so span­nend. Bei mei­ner Recher­che über die Ener­gie­wen­de bin ich auf das Max Plank Insti­tut gesto­ßen. Das Insti­tut unter­stützt inter­es­san­te Pro­jek­te um die Ener­gie­wen­de vor­an zu trei­ben. Wer sich infor­mie­ren möch­te, soll­te hier rein­schau­en https://cec.mpg.de/projekte/forschungsprojekte/

Einen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.