Eine Zukunft für uns — und die­sen knuf­fi­gen Kerl


Feldhamster beim schlafen
Die Lage des Feldhamsters ist nicht so süß. © Imago

Ich gebe zu: Bei die­sem knuf­fi­gen Bild des schla­fen­den Feld­hams­ters muss ich tief seuf­zen. Wer mag ihn nicht, die­sen süßen, schla­fen­den Feld­hams­ter? Doch so fried­lich, wie es auf dem Bild zugeht, ist es schon lan­ge nicht mehr — und schon gar nicht für den Feld­hams­ter. In Tei­len Deutsch­lands ist er schon aus­ge­stor­ben.

Des­we­gen wen­de ich mich an euch. Mit einer Bit­te: Nehmt euch zwei Minu­ten Zeit. Für den Feld­hams­ter. Für unse­re Land­wir­te und unse­re Natur. Für Euch selbst.

Das gro­ße Ster­ben auf dem Acker

Die Gemein­sa­me Agrar­po­li­tik Euro­pas. Mit die­sem Wort­un­ge­tüm fängt alles an. Denn die jet­zi­ge euro­pa­wei­te Agrar­po­li­tik ist eine enor­me Bedro­hung für die bio­lo­gi­sche Viel­falt und unse­re Land­wirt­schaft. Der Feld­hams­ter ist nur eine von vie­len Arten, die bereits in Tei­len Euro­pas aus­ge­stor­ben ist. Die Bie­nen neh­men dra­ma­tisch ab. In der Ost­see gibt es Todes­zo­nen, in denen es kein Sauer­stoff mehr gibt, weil wir unse­re Fel­der über­dün­gen. Und vie­le Land­wir­te müs­sen um ihr Über­le­ben kämp­fen, obwohl sie jeden Tag hart arbei­ten.

Das kann so nicht wei­ter­ge­hen!

Ich bin über­zeugt, dass wir nur gemein­sam etwas ver­än­dern kön­nen und wen­de mich des­halb an euch. Mit Euch kön­nen wir ein Zei­chen für eine bes­se­re Land­wirt­schaft set­zen.

Bedroht: nicht nur der feldhamster, auch der Feldhase feldhase hase landwirtschaft
Auch er wird immer sel­te­ner © iStock / Get­ty Images

Gera­de berei­tet die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on die Reform der Gemein­sa­men Agrar­po­li­tik vor. Das ist ein rie­si­ges Geset­zes­pa­ket, dass ab 2021 unser Sys­temn defi­niert, wie wir in Euro­pa Land­wirt­schaft betrei­ben. Als ers­ten Schritt hat sie dafür eine soge­nann­te Öffent­li­che Kon­sul­ta­ti­on gestar­tet, bei der alle Men­schen aus Euro­pa sagen kön­nen, wie die Land­wirt­schaft der Zukunft unter­stützt wer­den soll. Lei­der ist die­se Befra­gung so kom­plex gestal­tet, so dass eben doch nicht jeder dran teil­neh­men kann.

Macht mit! Nicht nur für den Feld­hams­ter…

Dar­um haben wir eine Akti­on gestar­tet, zusam­men mit über 50 ande­ren Orga­ni­sa­tio­nen aus der EU. Dabei könnt ihr mit weni­gen Klicks an der Abstim­mung teil­neh­men und damit sicher­stel­len, dass die Kom­mis­si­on erfährt, dass die zukünf­ti­ge Agrar­po­li­tik die rich­ti­gen Anrei­ze für eine Land­wirt­schaft geben soll, damit Böden Was­ser sau­ber, die Arten­falt erhal­ten und die Bau­ern fair ent­lohnt wer­den.

Ich will mich gemein­sam mit euch für leben­di­ge Fel­der und Höfe ein­set­zen. Wenn ein Land­wirt nur 4,8 Cent pro Brot ver­dient, das für einen Euro im Super­markt ver­kauft wird, dann läuft etwas grund­le­gend falsch. Wenn das Reb­huhn kei­ne Nah­rung mehr für ihren Nach­wuchs fin­det und so ihre Anzahl um 94 Pro­zent (!) gefal­len ist, dann läuft etwas falsch. Und wenn ein Apfel­baum im Jahr durch­schnitt­lich 32 Mal mit Pes­ti­zi­den behan­delt wird, dann ist auch das ein­fach nur falsch.

Jetzt abstim­men für eine bes­se­re Land­wirt­schaft!

All das und vie­le wei­te­re Pro­ble­me, so unter­schied­lich sie auch sein mögen, haben einen gemein­sa­men Nen­ner: Euro­pas gemein­sa­me Agrar­po­li­tik. Sie ist eine enor­me Bedro­hung für die Arten­viel­falt Euro­pas, sie ist nicht gerecht zu unse­ren Land­wir­ten, sorgt nicht aus­rei­chend für nach­hal­ti­ges Essen und sie wird ihrer glo­ba­len Ver­ant­wor­tung für den Kli­ma­schutz nicht gerecht. Lass uns das gemein­sam ändern.

Dann kann auch der Feld­hams­ter in Ruhe schla­fen und wir gleich mit ihm. Dan­ke.

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Peter Jelinek

Über mich
Peter Jelinek

Ich bin Peter-Panda und seit Jahren ein leidenschaftliches WWF Jugend Mitglied. Mittlerweile unterstütze ich den WWF als Online Campaigner und arbeite aktuell an unserer #LivingLand Kampagne.

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