Nächs­te Run­de im Kampf für Selous


Giraffen in Selous, Tansania
Selous © Michael Poliza / WWF

Ihr habt schon län­ger nichts mehr von uns zum Welt­na­tur­er­be Selous gehört. Und das hat­te auch sei­ne Grün­de: Die Win­ter­mo­na­te haben wir genutzt, um hin­ter den Kulis­sen an der Ret­tung des Selous zu arbei­ten. In den nächs­ten Wochen wer­det ihr wie­der mehr von uns zum The­ma Selous hören.

Und zwar das:

Wil­de­rei: Es wird eng für die Wil­de­rer

Tan­sa­ni­as Prä­si­dent Mag­u­fu­li hat Wil­de­rern im gesam­ten Land den Kampf ange­sagt. Er hat des­halb eine Anti-Wil­de­rei Spe­zi­al­ein­heit gegrün­det.  Wil­de­rei wird zukünf­tig nicht als Kava­liers­de­likt ver­harm­lost, son­dern hart bestraft. Das zahlt sich jetzt schon aus.

Und die­se Maß­nah­men waren bereits erfolg­reich! Boni­face Mat­thew Mali­an­go, genannt „She­ta­ni“ (der Teu­fel), ist bekann­ter Wil­de­rer und wohl der Kopf meh­re­rer Wil­de­rei-Syn­di­ka­te. Er wur­de nun zu 12 Jah­ren Haft ver­ur­teilt. Ein groß­ar­ti­ger Erfolg und ein star­kes Signal. Die Ivory Queen, die im Ver­dacht steht über 700 Ele­fan­ten­stoß­zäh­ne geschmug­gelt zu haben, steht der­zeit eben­falls vor Gericht.

Gemein­sam mit unse­ren Part­nern unter­stüt­zen wir auch wei­ter­hin die Anti-Wil­de­rei Arbeit vor Ort. Adäqua­te Aus­rüs­tung für die Wild­hü­ter zu besor­gen und die Ran­ger gut aus­zu­bil­den ist wei­ter­hin unse­re Haupt­auf­ga­be.

Gemein­den: Honig gegen die Wil­de­rei

Um Selous zu ret­ten, arbei­ten wir mit den Men­schen in den Puf­fer­zo­nen des Schutz­ge­biets zusam­men. Wir ermög­li­chen ihnen bei­spiels­wei­se mit Bie­nen und Honig neue Chan­cen Geld zu ver­die­nen.

Das ist dop­pelt effek­tiv: Die nach­hal­ti­ge Arbeit und das Ein­kom­men schüt­zen vor Armut. Und wirt­schaft­li­che Not ist oft einer der Haupt­grün­de für Wil­de­rei. Somit ist also sowohl den Men­schen, als auch den Tie­ren des Selous gehol­fen.

Indus­trie:

Über den geplan­ten Stau­damm mit­ten im Schutz­ge­biet haben wir euch berich­tet. In die­sem Video erklärt unser Kol­le­ge und Selous Exper­te Johan­nes Kirch­gat­ter, was in der Stieglers Schlucht genau geplant ist.

Wir for­dern, dass die Plä­ne für den Bau des Stau­damms inner­halb des Welt­na­tur­er­bes gestoppt wer­den!

Der Stau­damm ist aller­dings nicht das ein­zi­ge geplan­te Groß­pro­jekt. Dut­zen­de Kon­zes­sio­nen für Öl- und Gas­för­de­rung sowie Berg­bau wur­den  in den letz­ten Jah­ren erteilt. Jede ein­zel­ne davon ist eine Gefahr.

Beson­ders akut ist ein Pro­jekt nord­west­lich des Selous – hier soll bereits im Herbst 2017 ange­fan­gen wer­den, zu boh­ren. Die­se Kon­zes­si­on liegt zum größ­ten Teil in einem Feucht­bio­top außer­halb des Selous. Durch die­ses Feucht­ge­biet flie­ßen Flüs­se direkt in den Selous: Soll­te es also an den Bohr­stel­len zu Ölver­schmut­zun­gen kom­men, wäre die gesam­te Was­ser­ver­sor­gung gefähr­det. Wir wol­len den Stopp aller Erkun­dungs­kon­zes­sio­nen inner­halb des Welt­na­tur­er­bes und die Ein­hal­tung der höchs­ten Sicher­heits­stan­dards bei Boh­run­gen außer­halb.

Mehr dazu erfahrt ihr bald von uns.

Im Süden des Selous, am Mku­ju Fluss, pla­nen Unter­neh­men den Bau einer Uran­mi­ne. Ein Basis­la­ger wur­de dort bereits errich­tet. Das für die Mine desi­gnier­te Gebiet ist 22.000 Hekt­ar groß und wur­de vor eini­gen Jah­ren vom Welt­na­tur­er­be aus­ge­schlos­sen, es gehört jedoch immer noch zum Schutz­ge­biet. Es besteht die Gefahr, dass radio­ak­tiv ver­seuch­tes Was­ser in den Fluss gelangt und so das Trink­was­ser im Welt­na­tur­er­be und in den Puf­fer­zo­nen außer­halb des Selous kon­ta­mi­niert. Das wäre eine Kata­stro­phe für Tie­re, Pflan­zen und Men­schen! Wir set­zen uns dafür ein, dass not­wen­di­ge Sicher­heits­vor­keh­run­gen getrof­fen wer­den und Umwelt­schutz­auf­la­gen ein­ge­hal­ten wer­den.

Helft uns Selous zu ret­ten

Unser Kampf für Selous hat gera­de erst ange­fan­gen! Die Her­aus­for­de­run­gen sind groß. Wir ver­spre­chen alles dafür tun, um das Natur­pa­ra­dies zu schüt­zen! Um das zu schaf­fen, brau­chen wir euch!

Hier sind drei Din­ge ihr tun könnt:

Unter­schreibt jetzt unse­re Peti­ti­on für den Schutz von Selous!

Jede wei­te­re Stim­me ist wich­tig! Wir müs­sen den Poli­ti­kern in Tan­sa­nia, aber auch in Deutsch­land zei­gen, dass Selous uns am Her­zen liegt. Jede zusätz­li­che Stim­me ist ein wei­te­res Argu­ment, um ihnen klar zuma­chen, dass sie mehr tun müs­sen, um Selous zu schüt­zen.

Abon­niert unse­ren News­let­ter.

In den kom­men­den Wochen und Mona­ten wird viel pas­sie­ren. Und wir wer­den dafür wie­der eure Hil­fe brau­chen. Dafür müs­sen wir aber in Kon­takt blei­ben. Abon­niert unse­ren News­let­ter, damit ihr alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen zu Selous erhal­tet.

Spen­det für Selous!

Rund um Selous, in den Puf­fer­zo­nen des Schutz­ge­bie­tes, inten­si­vie­ren wir gera­de ver­stärkt in unse­re Pro­jek­te. Vor allem um die Wil­de­rei ein­zu­däm­men. Wir arbei­ten dar­an, dass die Men­schen anders, nach­hal­ti­ger Geld ver­die­nen kön­nen. Zudem set­zen wir uns dafür ein, dass es mehr und bes­ser aus­ge­bil­de­te­te und aus­ge­rüs­te­te­te Ran­ger gibt. Dafür brau­chen wir Eure Hil­fe.

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