Fort­schritt in Tan­sa­nia: Prä­si­dent Mag­ufu­li bekämpft die Wil­de­rei


Elefantenherde im Selous Ökosystem in Tansania. Gerade hat Präsident Magufuli erklärt, härter gegen die Wilderei-Mafia vorgehen zu wollen. Damit ihr in Zukunft nicht mehr sechs Elefanten täglich zum Opfer fallen: Erfolg der WWF #SaveSelous Kampagne!
Damit in Zukunft nicht mehr sechs Elefanten täglich der Wilderei zum Opfer fallen: Erfolg unserer #SaveSelous Kampagne! © Martin Harvey / WWF

Unse­re #Save­Se­lous Kam­pa­gne läuft nun seit eini­gen Mona­ten sehr erfolg­reich: Über 125.000 Men­schen haben schon für das bedroh­te Welt­na­tur­er­be Selous unter­schrie­ben.

Jetzt errei­chen uns sehr posi­ti­ve Nach­rich­ten aus Tan­sa­nia. Prä­si­dent John Mag­ufu­li per­sön­lich hat ange­kün­digt, die Wil­de­rei zukünf­tig stär­ker zu bekämp­fen. Erst im Okto­ber wur­den 50 Stoß­zäh­ne beschlag­nahmt und acht Ver­däch­ti­ge fest­ge­nom­men. Wäh­rend er die Beu­te der Wil­de­rer inspi­ziert, sag­te Prä­si­dent Mag­ufu­li: „Das ist inak­zep­ta­bel! Wir kön­nen nicht zulas­sen, dass wir unse­re natür­li­chen Res­sour­cen auf­grund der Gier eini­ger weni­ger Men­schen ver­lie­ren.“

Der Wil­de­rei-Hor­ror in Selous

In nur fünf Jah­ren hat Tan­sa­nia 60 Pro­zent sei­ner Ele­fan­ten ver­lo­ren und wur­de so zur welt­weit größ­ten Quel­le ille­ga­len Elfen­beins. Allein 2015 muss­ten hier jeden Tag sechs Ele­fan­ten ster­ben, um die Gier der Wil­de­rei­ma­fia zu stil­len.

Genau gegen die­ses kri­mi­nel­le Netz­werk will Prä­si­dent Mag­ufu­li nun här­ter durch­grei­fen und ord­ne­te an, jeden zu ver­haf­ten, der in Ver­bin­dung mit dem ille­ga­len Han­del von Elfen­bein steht. Dabei sag­te er den Behör­den, der Poli­zei und der Anti-Wil­de­rei Ein­heit NTSCIU sei­ne vol­le Unter­stüt­zung zu: „Ich ste­he hin­ter euch“, ver­si­cher­te er. „Beschützt unse­re Ele­fan­ten davor, abge­schlach­tet zu wer­den.“

Ich freue mich sehr, dass Prä­si­dent Mag­ufu­li den Kampf gegen die Wil­de­rei vor­an­treibt und so zum Schutz der Ele­fan­ten und der vie­len ande­ren wil­den Tie­re in Selous bei­trägt!

Auch das hilft gegen Wilderei: Bienenkasten in einer der Pufferzonen des Selous in Tansania als alternatives Einkommen. #SaveSelous!
Auch das hilft gegen Wil­de­rei: Bie­nen­kas­ten in einer der Puf­fer­zo­nen des Selous. © Mela­nie Göm­mel / WWF

Was tun gegen Wil­de­rei? Die Arbeit des WWF

Wir als WWF Deutsch­land unter­stüt­zen die­ses Vor­ha­ben mit eige­nen Pro­jek­ten. Zum Schutz der Ele­fan­ten arbei­ten wir gemein­sam mit unse­ren Part­nern dar­an, die Aus­bil­dung der Wild­hü­ter zu ver­bes­sern und sie mit geeig­ne­tem Equip­ment für ihre gefähr­li­che Arbeit zu ver­sor­gen.

Aber um Wil­de­rei effek­tiv ein­zu­däm­men, ist es auch wich­tig, dass die Men­schen vor Ort alter­na­ti­ve und nach­hal­ti­ge Mög­lich­kei­ten haben, Ein­kom­men zu gene­rie­ren. Nur wenn sie für ihre Fami­li­en anders Geld ver­die­nen kön­nen, wer­den sie nicht zu Wil­de­rern. Für die Bewoh­ner im Süden des Selous Öko­sys­tems stel­len wir des­halb etwa Bie­nen­käs­ten zur Ver­fü­gung. Den Honig der Bie­nen kön­nen sie ver­kau­fen. Dar­über hin­aus bera­ten wir die Gemein­den, wel­che ande­ren Mög­lich­kei­ten sie haben, durch nach­hal­ti­ge Ange­bo­te ihre Res­sour­cen zu nut­zen.

Doch die Bedro­hung nimmt kein Ende

Selous wird auch von ande­ren Fak­to­ren bedroht. Öl- und Gas­kon­zes­sio­nen, Uran­mi­nen und Stau­däm­me sind bereits in Pla­nung und bedro­hen den Lebens­raum der Ele­fan­ten — und das gesam­te Welt­na­tur­er­be! Um das zu ver­hin­dern, arbei­ten wir auch hier inten­siv mit ande­ren inter­na­tio­na­len NGOs und Part­nern vor Ort. Vor uns liegt noch ein wei­ter Weg – und dabei sind wir auf Eure Unter­stüt­zung ange­wie­sen. Damit wir Poli­ti­ker, Insti­tu­tio­nen und Unter­neh­men dazu bewe­gen kön­nen, die unbe­rühr­te Natur nicht zu zer­stö­ren, brau­chen wir Eure Unter­schrif­ten. So sehen alle, wie wich­tig Selous für die Men­schen auf der gan­zen Welt ist.

Unter­schreibt unse­re Peti­ti­on!

Wir sehen: Es pas­siert viel im Selous Öko­sys­tem und in ganz Tan­sa­nia. Und wir wer­den wei­ter­hin auf Eure Unter­stüt­zung bau­en. Um mit uns in Kon­takt zu blei­ben und kei­ne wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen zu Selous zu ver­pas­sen, abon­niert ein­fach unse­ren News­let­ter:

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Über mich
Daniel Goliasch

Mit Herzblut arbeite ich seit 2006 beim WWF Deutschland als Campaigner. In dieser Zeit habe ich große und kleine, erfolgreiche und erfolglose Kampagnen, Aktionen und Events verantwortet. Zu den wohl bekanntesten gehören die Tiger-Kampagne 2010 und die Kampagne "Wir sind der Schwarm" 2012. Bis heute treibt mich die Überzeugung: Eine Alternative ist möglich!

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