Müll-Medi­ta­tio­nen: Geis­ter­net­ze unter dem Weihnachtsbaum


Weihnachtsbaum im Netz © iStock / Getty Images
Weihnachtsbaum im Netz © iStock / Getty Images

Ein­pa­cken, glän­zen­de Augen, auf­rei­ßen – und schon tür­men sich Glit­zer­pa­pier und auf­ge­schnit­te­ne Geschenk­bän­der als Müll im fest­li­chen Zim­mer. Muss so eine Müll-Besche­rung jedes Weih­nach­ten wirk­lich sein? Also die­ses Jahr die Geschen­ke viel­leicht nicht ein­pa­cken. Aber was ist die Alter­na­ti­ve? Schlips, Ober­hemd und Socken ein­fach so in die Hän­de des Beschenk­ten drü­cken? Roman­tisch geht anders. Geschen­ke in Zei­tungs­pa­pier ein­pa­cken? Weih­nach­ten ist kein Fisch­markt — und das Niveau mei­ner Tages­lek­tü­re gebe ich auch ungern preis. Viel­leicht ein klei­ner net­ter Sti­cker zum Auf­kle­ben? Die sonst aus­ge­leb­te Vor­freu­de ange­sichts rie­si­ger Pake­te mit unsicht­ba­rem Inhalt fällt bei der Sti­cker­lö­sung dann auch schnell in sich zusammen.

Weih­nach­ten mit Stoffbeuteln?

Da war noch die Idee, Geschen­ke mit Gebrauchs­ar­ti­keln ein­zu­pa­cken – wie zum Bei­spiel mit Geschirr­hand­tü­chern. Kenn ich auch, mein Lager mit Geschirr­hand­tü­chern aus der­lei Beschen­kun­gen wird min­des­tens bis in die drit­te Genera­ti­on rei­chen. Genau­so wie die Baum­woll­beu­tel, die ich, rand­voll gefüllt mit Wer­be­ma­te­ri­al, auf diver­sen “alter­na­ti­ven” Mes­sen und Events in die Hand gedrückt bekomme.

Müll­ver­mei­dung mit Müll?

Mein Blick fällt auf das wei­ße Netz, in das der Tan­nen­baum zur “Logis­tik­opti­mie­rung” vom Bäum­chen­händ­ler ein­ge­wi­ckelt war. Aus die­sem Netz schnei­de ich klei­ne Beu­tel und wick­le die Geschen­ke ein. Fang­frisch auf den Gaben­tisch, wie Geis­ter­net­ze. Hmm­ja, so ganz über­zeugt bin ich nicht. Einen wich­ti­gen Hin­weis habe ich den­noch für euch: Die­se Tan­nen­baum­net­ze nie­mals, und wirk­lich nie­mals in die gel­be Ton­ne geben. Denn die­se Geis­ter­net­ze kön­nen sich beim Recy­cling in den Sor­tier­an­la­gen ver­hed­dern und den Betrieb dadurch mas­siv stö­ren. Noch viel mehr als die Musik­kas­set­ten, von denen ich neu­lich geschrie­ben hatte.

Ihr habt sicher­lich bes­se­re Vor­schlä­ge, wie wir alle unse­re Weih­nachts­ge­schen­ke umwelt­scho­nen­der ver­pa­cken kön­nen. Hier könnt ihr eure Ideen zu einem wirk­lich grü­nen Weih­nachts­fest posten.

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3 Kommentare

  1. Avatar
    irene baumeister
    23. Dezember 2015
    Antworten

    Auf Pack­pa­pier WEIHNACHTSPAPIER schreiben.

  2. Avatar
    Johanna
    23. Dezember 2015
    Antworten

    Also ich fin­de in Zei­tungs­pa­pier ver­pack­te Geschen­ke sehr schön. Schö­ner, als oft geschmack­lo­ses knal­lig bedruck­tes Geschenk­pa­pier. Was wir schon seit Jah­ren machen: Geschen­ke vor­sich­tig aus­pa­cken (erhöht die Span­nung), alles Papier in einer Tüte sam­meln, dann ab in den Kel­ler­schrank und nächs­tes Jahr wie­der zum ein­pa­cken ver­wen­den. Auch hübsch: Schmier­zet­tel ver­wen­den für klei­ne­re Geschen­ke, beson­ders blan­ko Papier mit Blei­stift beschrie­ben sieht schick aus. Alter­na­ti­ve für Geburts­ta­ge: Geschen­ke im Raum ver­ste­cken, hin­ter Sofa­kis­sen, unter Schrän­ken, hin­ter Vasen usw. Macht min­des­tens so viel Spaß wie Aus­pa­cken, belus­tigt die Schen­ken­den auch, und ver­ste­cken geht viel schnel­ler als einpacken.

  3. Avatar
    Katja Möhlmann
    23. Dezember 2015
    Antworten

    Geschen­ke ver­pa­cken ohne viel Müll oder wie­der­ver­wend­bar ist doch mög­lich, mit Kar­tons, fer­tig oder selbst beklebt oder bemalt. Pack­pa­pier fin­de ich auch immer noch gut, ein­fach eine far­bi­ge dicke Schlei­fe oder eben­falls per­sön­lich dekoriert/beschriftet. Mit Stof­fen die als Tisch­läu­fer wei­ter ver­wen­det wer­den kön­nen ist es auch gut mög­lich. Mit klei­nen zusätz­li­chen Dekoteilen/Bänder oä macht es dann noch mehr her.
    viel Spaß beim Schen­ken. Aber weni­ger ist auch oft mehr, wir machen in der Fami­lie jeder einen Wunsch­zet­tel, so dass jeder nur für eine Per­son ein Geschenk besor­gen muss, dass Aus­pa­cken wird mit einem Wür­fel­spiel verbunden.

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