CITES: Stoppt das ille­ga­le Elfen­bein!


Elfenbein: Stoßzahn eines afrikanischen Elefanten
Die Bekämpfung des illegalen Handels ist der Hebel @ Micheal Poliza / WWF

Fast jeden Tag sehe ich bei mei­ner Arbeit Bil­der von toten Ele­fan­ten. Nas­hör­ner ohne Horn. Säcke­wei­se tote Schup­pen­tie­re. Und natür­lich fra­ge ich mich, was man dage­gen tun kann. So kann es schließ­lich nicht wei­ter gehen.

Wie ich schon geschrie­ben habe, bin ich momen­tan bei der Welt­ar­ten­schutz­kon­fe­renz CITES in Johan­nes­burg, Süd­afri­ka. Ele­fan­ten und Elfen­bein sind hier ein zen­tra­les The­ma, also habe ich mich schon lan­ge vor mei­ner Abrei­se inten­siv mit den ver­schie­de­nen Vor­schlä­gen zum The­ma beschäf­tigt. Denn die Lage ist wirk­lich kom­plex, weil es so vie­le unter­schied­li­che Ansich­ten gibt. Es ist kom­plex, Ele­fan­ten gut zu schüt­zen. Trotz­dem: Die Dick­häu­ter brau­chen wirk­lich drin­gend unse­re Hil­fe.

Es gibt kei­nen lega­len Han­del mit Elfen­bein!

Wildereia uf Elefanten: Ranger mit beschlagnahmtem Elfenbein in dzanga-sangha
Wir müs­sen den ille­ga­len Han­del bekämp­fen © Kal­pesh Lati­gra / WWF

Eine wich­ti­ge Tat­sa­che vor­weg: Es gibt momen­tan kei­nen lega­len inter­na­tio­na­len Han­del mit Elfen­bein. Der ist dank CITES de fac­to kom­plett ver­bo­ten. Des­we­gen ist für mich auch klar: Die dra­ma­ti­sche Wil­de­rei­kri­se, die wir seit 2007 sehen, kann gar nicht durch lega­len Elfen­bein­han­del ver­ur­sacht sein. Den gibt es ja nicht. Die wah­ren Grün­de sind ziem­lich kom­pli­ziert und hän­gen mit Kor­rup­ti­on und Intrans­pa­renz in den Quellen‑, Umschlags- und Ziel­län­dern zusam­men. Und natür­lich mit einer wach­sen­den Nach­fra­ge nach Elfen­bein in Ost- und Süd­ost-Asi­en.

Kri­mi­nel­le fachen Wil­de­rei an

Eine Tat­sa­che aber ist sicher: Der Groß­teil der Elfen­bein-Wil­de­rei in Afri­ka wird vor­an­ge­trie­ben von glo­bal ver­netz­ten Grup­pen orga­ni­sier­ter Kri­mi­nel­ler. Sie las­sen Ele­fan­ten im gro­ßen Maß­stab schie­ßen, ver­schie­ben Elfen­bein quer über den afri­ka­ni­schen Kon­ti­nent, ver­schif­fen es con­tai­ner­wei­se nach Asi­en und orga­ni­sie­ren dort den Wei­ter­trans­port – teil­wei­se sogar mit Mit­wis­sen von hohen Regie­rungs­be­am­ten.

Ille­ga­ler Han­del ist der Hebel!

Die­ser ille­ga­le Elfen­bein­han­del ist mei­ner Mei­nung nach der wich­tigs­te Hebel, um Ele­fan­ten jetzt bes­ser schüt­zen zu kön­nen. Denn es gibt bei CITES schon einen Pro­zess, die soge­nann­ten Natio­nal Ivory Action Plans, mit denen Mit­glieds­staa­ten dazu gebracht wer­den kön­nen gegen ille­ga­len Elfen­bein­han­del  vor­zu­ge­hen. Tun sie das nicht, dro­hen Ihnen Han­dels­sank­tio­nen durch CITES. Durch die­sen Pro­zess hat zum Bei­spiel Thai­land schon gute Fort­schrit­te in der Regu­lie­rung ihres Elfen­bein­markts gemacht, aber ande­re Län­der haben noch nicht ein­mal Plä­ne ein­ge­reicht.

Mei­ne Hoff­nun­gen für Ele­fan­ten

Elefantenherde in Masai Mara, Kenia
Das Pro­blem ist nicht der lega­le Han­del mit Elfen­bein — den gibt es de fac­to nicht © Micha­el Poli­za / WWF

Auf die­sen Pro­zess set­ze ich also mei­ne Hoff­nung für Ele­fan­ten. Und auf die gute Arbeit, die es jetzt schon gibt um

  • die Nach­fra­ge in Asi­en zu redu­zie­ren
  • Wild­hü­ter bes­ser für ihren lebens­ge­fähr­li­chen Ein­satz gegen die Wil­de­rer aus­zu­stat­ten und aus­zu­bil­den
  • um zusam­men mit Poli­zei und Staats­an­walt­schaft Kri­mi­nel­le vor Gericht und hin­ter Git­ter zu brin­gen.

Denn das brau­chen die Ele­fan­ten jetzt sofort. Damit nicht noch neue Bestän­de ins Visier der Wil­de­rer gera­ten. Und damit, wie im Selous, ein­ge­bro­che­ne Bestän­de wie­der die Chan­ce haben, sich zu erho­len.

Der Selous ist einer der Hot­spots der Wil­de­rei welt­weit. Das muss gestoppt wer­den! Hilf uns, Selous zu ret­ten!

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