Maul­wurf – was tun?


maulwurf tier des jahres 2020
Nützling, nicht Schädling: der Maulwurf © iStock / Getty Images

Maul­wurf – was tun?

Am bes­ten: freu­en. Maul­wür­fe zei­gen dem Gärt­ner an, dass der Boden in guten Zustand und vol­ler Leben ist. Die Bud­de­lei lockert den Boden und wirkt wie eine Drai­na­ge. Der Maul­wurf frisst nicht etwa die Wur­zeln der Pflan­zen, son­dern sehr ger­ne Schäd­lin­ge wie Schne­cken, Assel, Enger­lin­ge und Schna­ken­lar­ven.

Maul­wurf – wie los wer­den?

Am bes­ten gar nicht los­wer­den. Er ist ein aus­ge­spro­che­ner Nütz­ling im Gar­ten. Sie­he oben. Und der Maul­wurf ist aus­drück­lich per Gesetz geschützt. Es ist ver­bo­ten ihn auch nur zu stö­ren. Das Fan­gen, Ver­let­zen, Töten sowie die Beschä­di­gung ihrer Fort­pflan­zungs- oder Ruhe­stät­ten kann auch rich­tig teu­er wer­den. Bis zu 65.000 Euro ste­hen dafür im Buß­geld­ka­ta­log.

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Maul­wurfs­hü­gel – was mache ich?

Und was mache ich mit den ach so schreck­li­chen Maul­wurfs­hü­geln? Sogar die­se Erd­hau­fen vom Aus­hub der Maul­wür­fe sind sehr nütz­lich. Sie kön­nen als Sub­strat für Blu­men­bee­te und Topf­pflan­zen ver­wen­det wer­den. Ein­fach zu glei­chen Tei­len Sand, Kom­post und die Erde aus dem Maul­wurfs­hü­gel neh­men. Und dann nicht mehr ärgern.

Das Netz steht vol­ler Tipps, wie man Maul­wür­fe von dort ver­trei­ben kann, wo man sie wirk­lich nicht brau­chen kann. Oder wo ihre Bau­ten auch gefähr­lich sein könn­ten, etwa auf Fuß­ball­plät­zen oder Reit­an­la­gen. Auf regel­mä­ßig genut­zen Flä­chen ver­zieht sich der Maul­wurf aller­dings meist von selbst wie­der. Die Erschüt­te­run­gen beha­gen ihm nicht.

Wie lan­ge lebt ein Maul­wurf in mei­nem Gar­ten?

In der Regel leben Maul­wür­fe kaum län­ger als drei Jah­re.

Was noch zu klä­ren wäre: Ist der Maul­wurf blind?

Blind wie ein Maul­wurf, heißt es sprich­wört­lich. Bei Kin­der­buch­klas­si­ker Janosch trägt der Maul­wurf Blin­den­bril­le, wei­ßen Stock und Arm­bin­de. Aber der Maul­wurf ist nicht blind. Der Maul­wurf lebt und jagt vor allem unter­ir­disch. Dafür ist sein Kör­per per­fekt ange­passt. Des­we­gen sind Augen für ihn nicht wirk­lich wich­tig. Die Augen sind nur steck­na­del­groß und tief im Fell ver­steckt. Sehen kann der Maul­wurf damit nur hell und dun­kel. Aber blind ist er nicht. Und er ver­fügt aber über einen her­vor­ra­gen­den Geruchs‑, Tast- und Hör­sinn. Mit sei­ner Schnau­ze kann er sogar elek­tri­sche Rei­ze spü­ren.

Wie lan­ge sind die Maul­wurf­gän­ge?

Maul­wür­fe gra­ben wah­re Laby­rin­the von bis zu 200 Meter Län­ge in einer Tie­fe von 10 – 20 Zen­ti­me­tern. Sie kön­nen aber auch bis zu einem Meter tief lie­gen. Der Maul­wurf jagt in die­sen Gän­gen, er legt aber auch Schlaf‑, Nest- und Vor­rats­kam­mern an. Sie die­nen aber auch der lebens­wich­ti­gen Belüf­tung.

War­um sind Maul­wür­fe bedroht?

Welt­weit gibt es 50 Arten. Bei uns ist der Euro­päi­sche Maul­wurf hei­misch. Der Tal­pa euro­paea ist nicht in sei­nem Bestand gefähr­det — steht aber trotz­dem unter Natur­schutz. Gut so.

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Über mich
Oliver Samson

Journalist und jetzt Redakteur beim Panda - weil unverändert überzeugt, dass wir Menschen es besser hinkriegen können. Noch immer optimistisch mit guten Vorsätzen.

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