Vögel füt­tern? Ja bit­te!


Vögel füttern oder nicht - das fragen sich viele im Herbst und Winter
Soll man diese Vögel füttern? CC0 Phil Botha https://unsplash.com/photos/UhlFlHMNpEQ

Spä­tes­tens wenn der ers­te Schnee liegt den­ken vie­le an Vögel füt­tern, Mei­sen­knö­del und Fut­ter­häus­chen auf­zu­hän­gen. Im Netz gibt es dazu wider­sprüch­li­che Infor­ma­tio­nen. Kaum ein The­ma wird unter Vogel­freun­den so kon­tro­vers dis­ku­tiert wie die Füt­te­rung von Wild­vö­geln. Vie­le wol­len füt­tern, damit kein Tier ver­hun­gert. Ande­re leh­nen das vehe­ment als sinn­lo­sen Ein­griff in die Natur ab. Wir sagen: Es spricht nichts gegen das Füt­tern von Vögeln, solan­ge ihr es rich­tig macht. Hier klä­ren wir die wich­tigs­ten Fra­gen zum The­ma Vögel füt­tern.

Nützt Vögel füt­tern dem Arten­schutz?

An die Fut­ter­häus­chen in unse­re städ­ti­schen Gär­ten kom­men vor allem häu­fi­ge Arten, die in ihrem Bestand weni­ger bedroht sind. In länd­li­che­ren Berei­chen oder am Stadt­rand kann man dage­gen auch schon mal sel­te­ne­re Vögel am Fut­ter­häus­chen sehen. Auf jeden Fall ist es eine tol­le Mög­lich­keit, vom mol­lig-war­men Wohn­zim­mer aus das Ver­hal­ten von Vögeln zu beob­ach­ten, zum Bei­spiel zur Stun­de der Win­ter­vö­gel, durch die ihr aktiv zur Bestands­auf­nah­me unse­rer hei­mi­schen Vögel bei­tra­gen könnt. Und viel­leicht habt ihr ja dann im Früh­jahr Lust, euch ein Fern­glas zu schnap­pen und raus in die Natur zu gehen.

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Wel­ches Fut­ter ist für wel­che Vögel am bes­ten?

Vie­le Arten lie­ben Kör­ner. Mit einer Mischung aus Son­nen­blu­men­ker­nen und ande­ren lecke­ren Säme­rei­en kann man nicht viel ver­kehrt machen. Wenn ihr unge­schäl­te Samen kauft, macht es zwar mehr Dreck, aber die Vögel blei­ben auch län­ger und Ihr könnt sie bes­ser beob­ach­ten. Weich­fut­ter­fres­ser wie Amseln, Dros­seln oder Rot­kehl­chen mögen auch Hafer­flo­cken, Rosi­nen oder Obst. Auch die belieb­ten Mei­sen­knö­del aus einer Mischung aus Fett und Kör­nern sind toll. Ach­tet aber dar­auf, dass sie nicht – wie noch oft – in Plas­tik­net­ze ein­ge­wi­ckelt sind. Da kön­nen sich die Tie­re leicht ver­hed­dern und über­haupt brau­chen wir viel weni­ger Plas­tik­müll. Ver­zich­ten soll­tet ihr auf alles Salz­hal­ti­ges wie Brot, Speck oder Käse, das scha­det nur. Auch rei­nes Fett wie Mar­ga­ri­ne oder But­ter ist unge­eig­net.

Blaumeise auf einem Meisenknödel im Plastiknetz
So nicht! In Plas­tik­net­zen kön­nen sich Vögel leicht ver­hed­dern und ver­let­zen. © iStock /Getty images

Kein Fut­ter ohne Was­ser

Eine Vogel­trän­ke in der Nähe der Fut­ter­stel­le ist eine pri­ma Sache. Ach­tet aber auch hier peni­bel auf Sau­ber­keit und wech­selt das Was­ser jeden Tag.

Was ist am bes­ten? Fut­ter­häus­chen, Silos, Fut­ter­spen­der?

Alles ist gut geeig­net. Ach­tet aber auf die Sau­ber­keit. Am bes­ten sind Fut­ter­stel­len, bei denen die Tie­re nicht im Fut­ter her­um­lau­fen und es mit Kot ver­schmut­zen kön­nen. Eine Über­da­chung hilft, damit das Fut­ter nicht ver­dirbt. Auf jeden Fall soll­tet ihr gut auf Sau­ber­keit ach­ten und die Fut­ter­stel­le öfters rei­ni­gen, am bes­ten mit hei­ßem Was­ser. Beson­ders, wenn es so nass­kalt ist und noch nicht gefro­ren, brei­ten sich Krank­heits­er­re­ger aus und das Fut­ter ver­dirbt rasch. Klas­si­sche Fut­ter­häus­chen soll­ten ein­mal am Tag aus­ge­fegt wer­den. Legt des­we­gen immer jeden Tag nur ein wenig Fut­ter nach. Bei einem Silo müsst ihr das natür­lich nicht so oft machen. An grö­ße­ren Fut­ter­stel­len tre­ten häu­fi­ger Krank­heits­kei­me auf. Des­halb eher meh­re­re klei­ne als eine gro­ße auf­stel­len.

Wohin mit der Fut­ter­stel­le?

Ihr soll­tet natür­lich einen Platz wäh­len, an dem ihr die Vögel gut beob­ach­ten könnt. Ach­tet dar­auf, dass kei­ne Fens­ter in der Nähe sind, die als Fal­len wir­ken. Beklebt gro­ße Schei­ben mit Auf­kle­bern oder Weih­nachts­ster­nen. Die Fut­ter­stel­len soll­ten am bes­ten zwei bis drei Meter von Büschen ent­fernt frei auf­ge­stellt oder ‑gehängt wer­den. So haben her­an­schlei­chen­de Kat­zen kei­ne Chan­ce und die Vögel kön­nen schnell vor einem Greif­vo­gel wie dem Sper­ber flie­hen.

Wie lan­ge soll ich Vögel füt­tern?

Frü­her hieß es immer, Vögel füt­tern sol­le nur bei einer geschlos­se­nen Schnee­de­cke füt­tern. Inzwi­schen gilt das als über­holt. Ihr könnt das gan­ze Jahr über Vögel füt­tern, wobei die Tie­re es im Win­ter bei Schnee und Frost natür­lich am nötigs­ten brau­chen. Beginnt am bes­ten, wenn die natür­li­chen Fut­ter­quel­len im Herbst weni­ger wer­den und hört auf, wenn im Früh­jahr weni­ger Tie­re zu den Fut­ter­stel­len kom­men. Frü­her hat man öfter gele­sen, dass sich die Tie­re an Fut­ter­stel­len gewöh­nen und dann sozu­sa­gen abhän­gig wer­den wür­den. Man liest auch, dass Mei­sen im Früh­jahr Kör­ner an Küken ver­füt­tern wür­den, die aber nur Insek­ten­kost ver­tra­gen. Für all das gibt es aber kei­ner­lei Bele­ge. Viel­mehr scheint es so zu sein, dass der Brut­er­folg höher ist, wenn gefüt­tert wird.

Eichhörnchen Vogelhaus
Auch ande­re Tie­re bedie­nen sich ger­ne. © iStock / Get­ty images

Noch bes­ser: ein natur­na­her Gar­ten

Fut­ter­stel­len im Win­ter sind eine fei­ne Sache, aber ihr könnt noch viel mehr für Vögel und ande­re Tier- und Pflan­zen­ar­ten im eige­nen Umfeld tun. Beson­ders wich­tig ist ein natur­na­her Gar­ten. Mit hei­mi­schen Pflan­zen, alten Obst­bäu­men, Bee­ren­sträu­chern, Stau­den­bee­ten oder einer Wie­se mit duf­ten­den Wie­sen­kräu­tern. Wählt Arten, die zu unter­schied­li­chen Zei­ten Früch­te und Samen bie­ten, ver­zich­tet unbe­dingt auf che­mi­sche Spritz­mit­tel und räumt im Herbst den Gar­ten nicht so sehr auf. Je mehr Samen­stän­de übrig blei­ben und je mehr Laub sich zu natür­li­chen Humus ent­wi­ckeln darf, umso bes­ser für Vögel und vie­le wei­te­re Arten. Ein sol­cher Gar­ten bie­tet nicht nur mehr Samen und Bee­ren, son­dern auch vie­le Insek­ten füh­len sich hier wohl – ein Para­dies für Insek­ten­fres­ser unter den Vögeln. Und dann: Schafft Nist­mög­lich­kei­ten wie Vogel­häus­chen für unter­schied­li­che Arten!

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20 Kommentare

  1. Avatar
    7. Dezember 2016
    Antworten

    Und natür­lich auch bei dem Fut­ter­kauf auf das Bio­sie­gel ach­te 🙂

  2. Avatar
    Eckhard Ball
    7. Dezember 2016
    Antworten

    Vor mei­nem Bal­kon steht rechts­sei­tig eine klei­ne Hecke. Seit ich hier Woh­ne füt­te­re ich unse­re gefie­der­ten Freun­de. Ich beob­ach­te unse­re klei­nen Freun­de jeden Tag. Nun hat der Bau­ver­ein behaup­tet das sich Rat­ten an dem Fut­ter ran gemacht hät­ten. Jeden­falls habe ich noch kei­ne gese­hen. Ich hät­te die Fra­ge ger­ne Beant­wor­tet, müss­te nicht die Stadt, bzw und der Bau­ver­ein gemein­sam die Rat­ten wenn sie denn über­haupt da sind bekämp­fen? Ein Füt­te­rungs­ver­bot ver­treibt die Rat­ten auch nicht und unse­re Vögel müss­ten lei­den. Wäre schön wenn ich Eure Mei­nung hören könn­te.
    Ich habe mich dar­über hin­weg gesetzt und füt­ter erst mal wei­ter.

    • Avatar
      9. Dezember 2016
      Antworten

      Ob Vogel­fut­ter­stel­len Rat­ten anlo­cken oder nicht und ob das ver­bo­ten wer­den darf, ist ein viel­dis­ku­tier­tes The­ma und immer wie­der auch Gegen­stand von Gerichts­ent­schei­dun­gen.

      Grund­sätz­lich ist es erlaubt, Vögel am Bal­kon zu füt­tern, z.B. durch Auf­hän­gen von Fut­ter­ge­rä­ten, mit einem Fut­ter­häus­chen oder durch Aus­streu­en von Fut­ter für Sing­vö­gel auf Fens­ter­bän­ken. Gefüt­tert wer­den dür­fen alle Sing­vö­gel außer Tau­ben. Das hat das Land­ge­richt Ber­lin ent­schie­den.

      Lose Kör­ner kön­nen Nage­tie­re anlo­cken – dabei ist natür­lich klar, dass es in einer Stadt eine gan­ze Rei­he von poten­ti­el­len Nah­rungs­stel­len für Rat­ten gibt, da sind Vogel­fut­ter­stel­len nur eine von vie­len Mög­lich­kei­ten. Auf jeden Fall soll­te man den Bereich um das Fut­ter­häus­chen her­um so sau­ber wie mög­lich hal­ten (jeden Tag fegen), so kann ver­mei­den wer­den, dass Mäu­se und Rat­ten zu Besuch kom­men. Am bes­ten sind frei­hän­gen­de Silos, da haben es Rat­ten schwer hin­auf­zu­klet­tern. Eine Mög­lich­keit ist auch ein Kör­ner­fän­ger unter dem Silo. Auch soll­ten die Tüten mit unge­nutz­tem Vogel­fut­ter in geschlos­se­nen Kunst­stoff­beu­teln oder in Ton­nen mit fest ver­schließ­ba­rem Deckel auf­be­wahrt wer­den. Für die Schäd­lings­be­kämp­fung ist der Ver­mie­ter zustän­dig. Er kann ver­su­chen, zu bewei­sen, dass die Rat­ten von einem Mie­ter ange­lockt wur­den und die Kos­ten auf die­sen über­tra­gen. Die Beweis­füh­rung dürf­te aber in der Regel recht schwie­rig wer­den.

  3. Avatar
    Gilun
    9. Dezember 2016
    Antworten

    In den Innen­städ­ten gibt es auch vie­le Vögel, die zuge­füt­tert wer­den müss­ten. Ich füt­te­re in Ham­bur­ger Innen­stadt Spat­zen, schon das 5. Jahr, das nüt­zen auch die Mei­sen und die Amseln sehr ger­ne. Ich ver­ste­cke die Mei­sen­knö­del in den Büschen, denn sonst essen sie auch die Tau­ben und das kann ich mir nicht leis­ten.
    Ich hof­fe, dass mehr Men­schen die Spat­zen in den Städ­ten zufüt­tern wer­den.
    Max Planck Insti­tut emp­fehlt die ganz­jäh­ri­ge Fut­te­rung der Vögel, da es immer weni­ger Insek­ten gibt.

  4. Avatar
    Oliver Harms
    11. Dezember 2016
    Antworten

    Hal­lo Albert,
    das Pro­blem mit den Jung­vö­geln und der Kör­ner­kost kann tat­säch­lich auf­tre­ten. Mein Vater hat jahr­zehn­te­lang Nist­käs­ten in einem Stadt­park in Har­burg kon­trol­liert und dort tat­säch­lich ein­mal (ich fra­ge noch ein­mal nach, ob nur ein­mal) einen Kas­ten vol­ler gro­ßer toter Kohl­mei­sen­jun­ge gefun­den, die alle einen Son­nen­blu­men­kern (von einer Füt­te­rung in der Nähe) hat­ten. Star­ke Ver­mu­tung, dass sie alle an einem Kern erstickt sind.
    Som­mer­füt­te­rung fin­de ich nicht sinn­voll. Die Lebens­räu­me müs­sen erhal­ten blei­ben und wir dür­fen nicht alles zube­to­nie­ren und auf gar kei­nen Fall unse­re Gär­ten noch wei­ter auf exo­ti­sche Bäu­me und eng­li­schen Rasen redu­zie­ren oder sogar kie­sen (hier im Süden immer belieb­ter!).
    Mit bes­ten Grü­ßen aus Karls­ru­he,
    Oli­ver

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    Christiane Begoll
    18. Dezember 2016
    Antworten

    Ich habe noch kei­ne Mei­sen­knö­del ohne Plas­tik­net­ze gese­hen! Wie sehen die aus und wo bekommt man die?

    • Avatar
      20. Dezember 2016
      Antworten

      Hal­lo Chris­tia­ne, es gibt im Netz und auch in vie­len Läden inzwi­schen eine recht gro­ße Aus­wahl an Mei­sen­knö­deln ohne Plas­tik­net­ze. Eine schö­ne Bas­tel­ar­beit gera­de mit Kin­dern ist das Her­stel­len von eige­nen Mei­sen­knö­deln. Auch hier gibt es eine Fül­le von seriö­sen Anlei­tun­gen im Netz. Zum “Anbie­ten” kann man wie­der­ver­wend­ba­re Draht­kör­be sel­ber her­stel­len oder eben­falls kau­fen — dort, wo man auch die Mei­sen­knö­del ohne Netz bekommt.

      • Avatar
        Frank Nüske
        1. Dezember 2018
        Antworten

        Hal­lo Chris­ti­an, hal­lo Albert,
        ich nut­ze Mei­sen­rin­ge, die sind mit einem inne­ren und einem äuße­ren Ring aus Pap­pe ver­se­hen, dazwi­schen ein­ge­fasst liegt die Fett­mas­se mit den Son­nen­blu­men­ker­nen. Die Rin­ge las­sen sich gut an Ästen und Zwei­gen mit Kor­del oder Blu­men­draht auf­hän­gen. Kein Ver­hed­dern mehr mög­lich!

  6. Avatar
    6. Januar 2017
    Antworten

    Das Füt­ter soll­te nicht in Kunst­stoff­beu­tel für die Vögel bereit lie­gen, da sie sonst noch klei­ne Stü­cke von den Plas­tik­beu­tel essen. Das soll­te nicht sein!

  7. Avatar
    M.F.
    9. Januar 2017
    Antworten

    Ich ach­te immer dar­auf , das kein Netz das Vogel­fut­ter umgibt. LEIDER wer­den die Her­stel­ler so gar nicht, oder nur weni­ge wirk­lich auf die­ses Pro­blem hin­ge­wie­sen. Sie sehen nur die Ver­pa­ckung, wis­sen jedoch nichts von dem Pro­blem, und die hier­raus resul­tie­ren­de Gefahr für die Vögel.
    Ich habe bis jetzt nur ein­mal Mei­sen­rin­ge bei einer sehr bekann­ten Markt­ket­te gefun­den, jedoch nur als kurz­fris­ti­ges Ange­bot, — hier war ein Natur­bän­del zur Schlau­fe durch den Mei­sen­ring.
    Könn­te hier der WWF nicht bei den Her­stel­lern tätig wer­den?

  8. Avatar
    Lissy
    25. Mai 2017
    Antworten

    Ich habe das Vogel­fut­ter selbst zusam­men gestellt und in alte Por­zel­lan­hä­ferln gefüllt und auf­ge­hängt. Bis Som­mer­an­fang wer­den die Gar­ten­vö­gel noch gefüt­tert.
    Dan ist Pau­se.
    Erst im Herbst wenn es wie­der kalt wird kommt neu­es Fut­ter raus.

  9. Avatar
    16. April 2018
    Antworten

    Wir wer­den die Vögel bei uns im Gar­ten jetzt erst­mals auch über den Som­mer füt­tern. Bis jetzt haben wir das nur über den Win­ter gemacht. Da wir an vie­len Stel­len gele­sen haben, dass es für die Vögel immer schwe­rer wird, aus­rei­chend Nah­rung zu fin­den, haben wir uns dazu ent­schlos­sen. Aber auch, weil es Spaß macht die Sing­vö­gel zu beob­ach­ten. Der­zeit kom­men unter ande­rem Blau­mei­sen, Stieg­lit­ze, Gim­pel, Grün­fin­ken, Rot­kehl­chen, Haus­rot­schwän­ze, Sper­lin­ge und Kohl­mei­sen mehr­mals täg­lich vor­bei. Auch ein Star lässt sich hin und wie­der bli­cken.

  10. Avatar
    Inge
    2. Dezember 2018
    Antworten

    In die­sem Som­mer konn­te ich sehen, wann das füt­tern über­flüs­sig wur­de, weil das Fut­ter übrig blieb. Trotz eines gro­ßen natur­na­hen Gar­tens im Außen­be­reich, aber umge­ben von Mais­mo­no­kul­tu­ren, hat­ten wir noch nie so vie­le Kost­gän­ger wie 2018. Bereits im Febru­ar kamen Sta­re, zuletzt 12, die sich auf zwei gro­ße Vogel­häu­ser ver­teil­ten, zu nahe­zu fes­ten Zei­ten. Damit ALLE Vögel genug beka­men, muß­te ich gefet­te­te Hafer­flo­cken und Son­nen­blu­men­ker­ne im Win­ter und Früh­jahr mor­gens und abends nach­fül­len, zusätz­lich Mei­sen­knö­del, die manch­mal von einem Specht kom­plett auf­ge­fres­sen wur­den. Ins­ge­samt habe ich mehr als einen Zent­ner Hafer­flo­cken und fast eben­so vie­le Son­nen­blu­men­ker­ne (+eini­ge kg Fett) ver­füt­tert. Zur Brut­zeit kamen spe­zi­ell die Sta­re und Mei­sen erst am Abend. Sie such­ten über Tag Fut­ter für die Jun­gen auf Pfer­de­wei­de und Bäu­men und aßen sich spä­ter am Vogel­haus satt. Ungern sah ich 2 klei­ne­re Els­tern am Vogel­haus, aber sie arran­gier­ten sich fried­lich mit den ande­ren Vögeln. Seit Anfang Novem­ber gibt es wie­der Fut­ter, angepaßt an den Bedarf, der lang­sam ansteigt.

  11. Avatar
    Davut
    2. Dezember 2018
    Antworten

    Dan­ke für die tol­len Tipps. Ein sehr hilf­rei­cher Arti­kel. Wei­ter so!

  12. Avatar
    kreuzwortraetsel.de
    28. Mai 2019
    Antworten

    Dan­ke für die super Tipps 😉
    Wir hat­ten letz­ten Win­ter auch einen Fut­ter­spen­der auf­ge­han­gen und konn­ten öfters klei­ne Vögel beob­ach­ten, die sich gestärkt haben.

  13. Avatar
    Ina
    30. Juni 2019
    Antworten

    Hal­lo,

    viel­leicht kannst Du mir einen Tipp geben: ich woh­ne an einer grö­ße­ren Park­an­la­ge und wür­de im Win­ter gern ein Fut­ter­haus für Vögel an der Fens­ter­bank anbrin­gen. Aller­dings woh­ne ich recht weit oben. Gibt es Erfah­rungs­wer­te, bis zu wel­cher Höhe es Sinn macht, ein Fut­ter­haus auf­zu­stel­len?

    Vie­le Grü­ße!
    Ina

    • Avatar
      Gottfried
      8. Oktober 2019
      Antworten

      Hallo,am sichers­ten wären da Mei­sen­knö­del an Ästen im Park.
      Die Höhe einer Fut­ter­stel­le wer­den sie Win­ter­gäs­te bestim­men. Kommt auf den Ver­such an.Wir woh­nen natur­be­las­sen und füt­tern doch das gan­ze Jahr-im Som­mer eben Knö­del-die sind immer alle.

  14. Avatar
    Monika
    3. Januar 2020
    Antworten

    Vögel füt­tern im Win­ter fin­de ich auch total schön, doch habe ich ein etwas zwie­späl­ti­ges Gefühl dabei. Der Arti­kel hat ein biss­chen Klar­heit gebracht.
    Lie­be Umwelt-Grü­ße
    Moni­ka

  15. Avatar
    Alexandra
    13. Juni 2020
    Antworten

    Hal­lo zusam­men
    Ich füt­ter mitt­ler­wei­le Win­ter wie Som­mer und das obwohl wir hier von einem Grund­stück reden wel­ches an eine Streu­obst­wie­se und an Wald grenzt. Nichts des­to trotz wer­den alle Fut­ter­stel­len rat­ze­kahl leer gefut­tert. Für die Viel­zahl an unter­schied­li­chen Vögeln wird auch das Fut­ter­an­ge­bot angepaßt. Es gibt also fer­ti­ge Kör­ner­mi­schung mit Früch­ten, Insektenmix,extra Auf­zucht­mi­schung( die aber nur für einen bestimm­ten Zeit­raum), Rosi­nen, Hafer­flo­cken, Erd­nuß­bruch, Son­nen­blu­men­ker­ne und Mei­sen­knö­del. Dafür wer­de ich belohnt mit Besu­chen von diver­sen Mei­sen­ar­ten, Fami­lie Specht mit Nach­wuchs, Schwanz­mei­sen, Dom­pfaff, Rot­kel­chen, Buch­fin­ken, Spatzen,Zaunkönig, Grünfink,Eichelhäher,Kernbeißer,Kleiber, Amsel, Els­ter und die Eich­hörn­chen blei­ben auch nicht immer nur an ihrem Nuß­kas­ten son­dern sit­zen auch schon mal im Vogelhaus.…Besonders freut mich wenn die Jung­vö­gel mit dabei sind. Bei dem Fut­ter­mix ist immer etwas dabei was auch für die klei­nen Racker ver­träg­lich ist. Schon im letz­ten Jahr war der Bunt­specht mit dem Jung­vog­le da und hat sel­bi­gen direkt aus dem Fut­ter­haus bekös­tigt. Der Klei­ne saß an einem Wei­de­zaun­pfahl ca. 20 cm ent­fernt und hat sich aus­gie­big bedie­nen las­sen. Seit eini­ger Zeit fin­den die Spech­te aller­dings die Mei­sen­knö­del am aller­le­ckers­ten. Mitt­ler­wei­le habe ich drei Was­ser­stel­len ein­ge­rich­tet mit jeweils einem Liter Vor­rat da ich nicht jeden Tag raus kom­me zum Füt­tern. Die Piep­mät­ze schei­nen es aber nicht übel zu neh­men wenn mal für ein oder zwei Tage grad kein Fut­ter da ist, dafür spricht es sich rasend schnell rum wenn ich wie­der Fut­ter nach­ge­legt habe. Im Win­ter schau ich aller­dings schon daß ich regel­mä­ßig hin­fah­re, dann tut´s ja auch wirk­lich Not.

  16. Avatar
    Helmut
    5. Juli 2020
    Antworten

    Wir woh­nen auf dem Land. Der Nach­bar füt­tert auch im Som­mer inten­siv die Vögel. Es wer­den Tau­ben, Krä­hen Eich­hörn­chen und natür­lich scha­ren­wei­se Klein­vö­gel ange­lockt. Rat­ten bevöl­kern dort den Bakon, das Fut­ter wird im Umkreis verstreut.In der Stadt mag eine Füt­te­rung im Som­mer viel­leicht Sinn machen, nicht aber auf dem Land. Men­schen, die im Som­mer füt­tern gehö­ren zur Lob­by der Fut­ter­in­dus­trie. Sie scha­den der Vogel­welt, weil die­se die Fut­ter­su­che in der Natur nicht mehr kennt.

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