„Vielleicht war ihr Tod ja nicht umsonst“


Abgemagerter Eisbär auf einer dünnen Eisscholle - Symbolbild für den Klimawandel © 2015 Kerstin Langenberger
Die verhungernde Eisbärendame als traurige Zeugin des Klimawandels © Kerstin Langenberger

Kerstin Langenbergers Foto des verhungernden Eisbären ging um die Welt. Auch bei uns auf facebook wurde kein Bild jemals so oft kommentiert. Im Interview erzählt die Fotografin von der Entstehung des Fotos, was mit dem Eisbär danach geschah und von ihrer Arbeit in Schnee und Eis.

Ein verhungernder Eisbär – wie kam es zu dieser erschütternden Aufnahme?

Im Juli 2015 durchquerten wir auf einem Expeditionsschiff die Hinlopenstraße auf Spitzbergen. Plötzlich sahen wir einen gelben Punkt auf einer Eisscholle: ein Eisbär! Obwohl wir noch weit entfernt waren, stand das Tier auf und machte uns deutlich, dass es unsere Anwesenheit nicht schätzte. Unser Kapitän drehte sofort ab, denn spätestens jetzt erkannten alle, dass dieser traurige Eisbär viel zu dünn war. Da wir ihn nicht stören wollten, setzten wir unseren Kurs gen Süden fort. Er legte sich wieder auf seine dünne Eisscholle und trieb im nebligen Nieselregen schnell außer Sicht. Jeder an Bord war sehr betroffen. Wir wissen alle, dass die Natur auch grausam sein kann und den Eisbären eine eher düstere Zukunft prognostiziert wird. Aber das mit eigenen Augen zu sehen, hat mich sehr bewegt.

Ein Eisbär auf dem Packeis. © Kerstin Langenberger
Ein Eisbär auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft. © Kerstin Langenberger

Was viele NutzerInnen der sozialen Netzwerke interessiert: Wissen Sie, wie es mit dem Eisbären weiterging?

Dieses vermutlich junge bis mittelalte Weibchen war schon so dermaßen abgemagert, dass sie nach unserer Begegnung wahrscheinlich nur noch ein paar Tage gelebt haben dürfte. Eventuell könnte sie schon am darauffolgenden Tag ertrunken sein, denn diese Eisscholle war nicht groß und dürfte sie nicht viel länger getragen haben. An ein Happy End glaube ich daher leider nicht, so sehr ich es mir auch wünschen würde. Verdammt traurig das Ganze.

Machen Sie auf Ihren Reisen öfter solch traurige Begegnungen?

Dieser Eisbär war ein extremer Fall. Ich habe auf meinen Reisen in die hohe Arktis schon öfters tote Bären gesehen und oft auch sehr abgemagerte Tiere, aber ein so dermaßen ausgehungerter Bär ist mir noch nie begegnet. Mir sind aber auch schon viele gesunde und fette Eisbären begegnet, die gibt es zum Glück auch. Gerade im Packeis nördlich und östlich von Spitzbergen trifft man kugelrunde, vor Leben nur so strotzende Eisbären. Aber die Schattenseite gibt es eben auch: Tiere, die an Land gestrandet sind, weil sich das Eis Jahr für Jahr weiter zurückzieht. Eisbären jagen in erster Linie Robben, und die halten sich dort auf, wo Treibeis das Meer bedeckt. Eisbärenmännchen können ihr ganzes Leben auf dem Eis bleiben und sind daher oft wohlgenährt. Die Weibchen aber gehen an Land, um dort ihre Jungen zu gebären. Da sich Winter für Winter weniger Treibeis bildet, stranden die Weibchen mit ihren neugeborenen Jungen oft an Land, wo sie kaum Nahrung finden.

Muntere Eisbärenfamilie läuft durch den Schnee. © Kerstin Langenberger
So sollte es aussehen: Eisbärenfamilie auf Spitzbergen. © Kerstin Langenberger


Welche Auswirkungen des Klimawandels haben Sie auf Ihren Reisen durch die Arktis und Antarktis beobachten können?

Genau das glaube ich auf Spitzbergen beobachten zu können: dass es immer weniger Eisbärenweibchen gibt und sie oft viel magerer sind, als die Männchen. Zudem gibt es immer weniger junge Bären, die den Sprung ins Erwachsenendasein überleben. Das ist der Klimawandel mit seinen Auswirkungen!  Auch habe ich beobachtet, wie sich in unglaublichem Tempo Gletscher zurückziehen. Einige Gletscherzungen auf Spitzbergen und auf der antarktischen Halbinsel ziehen sich Jahr für Jahr 100 – 300 Meter zurück: Wenn ich an einen Ort zurückkehre, kann es sein, dass ich plötzlich ganz neues Land sehe, das im Jahr zuvor noch unter Eis lag.

Auch die Tier- und Pflanzenwelt verändert sich. Die auf Kälte spezialisierten Tiere und Pflanzen finden immer weniger geeigneten Lebensraum. Auch darum gehen die Bestandszahlen sehr vieler Arten stetig zurück. Dafür sind dort nun plötzlich Arten, die dort vorher nicht leben konnten. Auf Spitzbergen sind in den letzten Jahren plötzlich Feuerquallen im Meer aufgetaucht, die es dort vorher nie gab. Sie werden vom Golfstrom bis in die Arktis gebracht. Sie ernähren sich vom tierischen Plankton und stehen damit in direkter Konkurrenz zu fast allen anderen Tieren: Fische, Vögel und Wale finden nun weniger Nahrung. Meiner Erfahrung nach ist der Klimawandel die stärkste Triebkraft für diese rasanten Veränderungen.

Detail eines schmelzenden Eisbergs © Kerstin Langenberger
Wenn das Eis schmilzt. © Kerstin Langenberger

Haben Sie überhaupt noch Hoffnung auf eine Zukunft mit Eisbären?

Ja, die habe ich, auch wenn ich natürlich realistisch sein muss. Eisbären leben mit und auf dem gefrorenen Meer: Ohne Treib- und Packeis wird es die Eisbären vermutlich nicht mehr lange geben. Wissenschaftler sagen, dass das Packeis extrem anfällig für Temperaturschwankungen ist. Wird es nur unwesentlich wärmer, schmilzt es, aber wenn es mehrere Jahre hintereinander wieder etwas kälter wird, bildet es sich auch wieder. Daher gehen viele Wissenschaftler davon aus, dass das Packeis einen weltweiten Temperaturanstieg von maximal 2 Grad Celsius überdauern würde. Das ist die einzige Chance, die die hochspezialisierten Tiere der Arktis haben. Und genau deshalb ist es so unglaublich wichtig, die Erderwärmung jetzt zu bremsen.

Porträt der Fotografin Kerstin Langenberger
Fotografin: Kerstin Langenberger

Welchen Beitrag kann der oder die Einzelne überhaupt leisten?

Klar, wir kleinen Leute können nicht von heute auf morgen die Welt verändern. Wir sind aber sehr wohl in der Lage, kleine Dinge zu ändern. Und wenn das mehr ist, als wir gestern noch gemacht haben, dann ist das ein Fortschritt. Im Endeffekt dreht sich doch alles „nur“ um das Reduzieren von Klimagasen. Jedes bisschen CO2 das wir einsparen, und sei es noch so wenig, unterstützt schließlich das große Ziel, die Erderwärmung zu bremsen. Weniger Auto fahren, seltener fliegen, weniger Fleisch essen, bewusster konsumieren, sich lokal politisch engagieren: Klimaschutz fängt im Kleinen an, und jeder kann seinen Beitrag leisten, Tag für Tag! Ich habe so viele positive Rückmeldungen erhalten von Menschen, für die mein Eisbär-Foto der letzte Anstoß war, etwas in ihrem Leben zu ändern. So traurig die Begegnung mit der dürren Eisbärin auch war – vielleicht war ihr Tod ja nicht ganz umsonst.

Und die Politik?

Derzeit verhandeln ja Vertreter vieler Staaten auf der Weltklimakonferenz in Paris. Es geht bei dieser Konferenz aber nicht nur um das Weltklima, sondern um die Artenvielfalt unserer Erde, den Schutz von Ressourcen und die Vermeidung von Konflikten – also um nichts geringeres als die Zukunft der Menschheit. Die Zeit für Kompromisse ist vorbei: Jetzt brauchen wir Taten und Veränderung! Ich habe so viele positive Bewegungen in Deutschland gesehen, so viele kleine Projekte, Taten und Hoffnungsträger: Es ist ermutigend zu sehen, was wir schon erreicht haben. Darauf aber darf sich unsere Regierung nicht ausruhen, die Energiewende in Deutschland muss sich jetzt endlich einmal in die richtige Richtung bewegen, also weg von Kohle und hin zu einem geringeren Ausstoß von CO2. Wenn uns dieser große Schritt endlich gelingen würde, könnten wir ein weltweites Signal gegen den Klimawandel setzen. Genau das wünsche ich mir von den deutschen Politikern und deren Vertretern auf der Klimakonferenz.

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Über mich
Gesa Koch-Weser

Journalistin und Zeug-im-Internet-Produzentin im Dienste des Pandas. Ich mag Essbares aus der Natur, Salat vom Großstadtbalkon und digitale Delikatessen. Außerdem glaube ich fest daran, dass wir alle gemeinsam mit nur wenig Mühe viel verbessern können.

76 Kommentare

  1. Michael
    11. Dezember 2015
    Antworten

    Warum hilft man solchen Tieren nicht durch eine Futtergabe? Will man hier nicht in die „freie Natur“ eingreifen, obowhl es allerhöchste Not wäre?
    Verstehe nicht, wie man das traurig finden und ein Foto schießen kann, aber der Eisbärendame nichts von dem Schiffsproviant (mehrere Dosen Bohnen zum Beispiel) geben kann…

    • 11. Dezember 2015
      Antworten

      Hallo Michael, eine Futtergabe wäre aus mehreren Gründen nicht sinnvoll gewesen. Erstens sind Eisbären Karnivoren (Fleischfresser), die Eisbärin hätte die von dir vorgeschlagenen Bohnen – wenn sie sie überhaupt gefressen hätte – gar nicht gut verdauen können. Zweitens wäre eine einmalige Futtergabe ein Tropfen auf den heißen Stein und hätte die Bärin nicht gerettet. Dazu hätte man sie schon einfangen und aufpäppeln müssen, was dem Expeditionsschiff der Fotografin zum einen sicherlich nicht möglich war, zum anderen aber auch gar nicht sinnvoll wäre, da man gerade bei Bären eine Gewöhnung an den Menschen unbedingt vermeiden sollte. Viel sinnvoller ist es, sich auf nachhaltige Eisbärhilfe zu konzentrieren. Was das heißt? Erderwärmung bremsen!

      • Jasmin
        5. Januar 2016
        Antworten

        Wen interessiert die Gewöhnung an den Menschen, wenn das Tier gerade qualvoll stirbt?

        • Stefan
          19. März 2016
          Antworten

          Das trifft den Nagel auf den Kopf.
          Dieses Argument hätte die Eisbärin sicher herzlich wenig interessiert und geht an der Sache vorbei.
          Dennoch: jeder, der die Natur beobachtet, also besonders auch Tierfilmer und -fotografen, werden Zeugen von Dramen, die in der Natur „normal“ sind. Und diese Normalität soll ja gerade abgebildet werden. Soll ich eingreifen, wenn das verirrte Elefantenbaby von Hyänen umkreist wird? Oder soll ich dokumentieren, wie die Gesetze der Natur sich an diesem Beispiel darstellen? Oft wäre es ein Leichtes, zugunsten des bedrohten Individuums einzugreifen. Die meisten Tierfilmer halten weiter drauf. Ich wäre ein schlechter Tierfilmer, ich würde eingreifen. Im Fall der verhungernden Eisbärin gibt es außer dem zu Recht kritisierten einige Argumente, die ein Eingreifen wohl nicht erfolgreich hätten erscheinen lassen. Das arme Tier wäre wohl bei jeder Annäherung von der Scholle gewichen und wäre im Eiswasser verendet. Dennoch alle Sympathie denjenigen, die einen Hilfsimpuls verspüren! Und einen solchen vielleicht auch umsetzen.

  2. Sandra
    11. Dezember 2015
    Antworten

    Wieso wurde dem eisbãr nicht geholfen ?! Ich glaube kaum das der Eisbär signalisiert; helft mir bloss nicht?! Hauptsache gutes Foto für die Zeitung um Geld zu kassiern!

    • 6. Januar 2016
      Antworten

      Hallo Sandra, wenn Du den gesamten Text aufmerksam gelesen hättest, hättest Du der Fotografin nicht diesen Vorwurf gemacht. Es wäre ein uferloses Unterfangen, jedem kranken und schwachen Tier in freier Wildbahn helfen zu wollen. Die Natur hat da ihre eigenen Gesetze.
      Schon alleine der Versuch, die Bärin einfangen zu wollen, damit man sie aufpäppeln kann, hätte wahrscheinlich zur Folge gehabt, dass sie ins Wasser gesprungen und vor Stress ertrunken wäre. Auch ist auf einem solchen Schiff nicht das nötige Robbenfleisch vorrätig, ebensowenig wie ein Eisbärkäfig.

      Wir haben zu unseren Haustieren ein sehr enges und meist liebevolles Verhältnis. Das darf man nicht 1:1 auf die Wildtiere übertragen.

      Den Vorwurf, dass es der Fotografin nur ums Geld ging, finde ich mehr als unfair.

      • Christian
        10. Mai 2017
        Antworten

        Tja….die Natur hat in der Tat ihre eigenen Gesetze! Allerdings ist das hier ein von Menschen gemachtes Problem…

  3. Christian
    11. Dezember 2015
    Antworten

    Meiner Meinung nach wenn der Mensch schon in die freie Natur eingreift um sie zu zerstören, dann kann er auch eingreifen um sie zu retten. Dieser biologische Mist ist einfach nur wissenschaftliche kranke Neugier um zu sehen, ob und was passiert damit man es dokumentieren kann. Genau das ist meine ganz klare Meinung, Leute die sagen:“Haben wir euch damals doch gesagt“ braucht keiner. Sie sind hinderliche Besserwisser, die es besser wussten aber nur Neugierig daneben standen, fast sensationsgeil.
    Sorry dass ich das so sage, Aber lieber Leute die schweigen und handeln anstatt Berichterstatter die nur labern aber vor Ort die Möglichkeiten hatten zu handeln.
    Es geht dabei nicht nur um Eisbären oder gar nur um Tiere, jeder der nicht die Pflicht empfindet zu helfen, ist meiner Meinung nach am Lebensrecht vorbei.

    Hart aber herzlich

    P.S. : Darum nochmal herzlichen Dank an die Leute die sich jeden Tag dafür einsetzen helfen zu können und wenigstens ihren tropfen auf den heißen Stein gießen, ein Vorbild zum Menschsein.

    • Barbara
      5. Januar 2016
      Antworten

      Hallo Christian,

      Du sprichst mir mit Deinem Kommentar aus der Seele. Wir Menschen tragen jeden Tag aktiv oder passiv dazu bei, dass unser Lebensraum zerstört wird. Wir quälen und zerstören täglich. Und wir haben nicht die Begründung, dass wir unser Überleben sichern müssen. Sehr traurig. Meiner Meinung nach ein Tier seinem sicherem Schicksal zu überlassen ist ebenso grauenvoll als es selbst zu töten. Es geht um jedes einzelne Lebewesen. Und für ein Nichtstun gibt es keine Entschuldigung. Man kann vieles möglich machen, gerade mit Hilfe der Presse. Aber hier war ja nicht einmal der Gedanke an einen Versuch. Hauptsache Publicity. Sehr traurig

    • Dorothee
      5. Januar 2016
      Antworten

      Doro
      GANZ DEINER MEINUNG CHRISTIAN !!!

    • Jasmin
      5. Januar 2016
      Antworten

      Dankeschön, ich teile vollkommen Ihre Meinung.
      Der Mensch schickt sich an, immer wieder alles besser zu wissen und sich damit zu rechtfertigen, auf dass er selbst keinen Nachteil erleidet.

    • Bettina Breidbach
      6. Januar 2016
      Antworten

      Dann fang mal damit an

    • Pamela
      12. März 2016
      Antworten

      Das finde ich gut, Christian. Endlich mal jemand, der nicht nur lamentiert, sondern etwas verändert. Echt klasse!!!!! Deswegen fährst du kein Auto und selbstverständlich fliegst du nicht in den Urlaub. Du isst kein Fleisch und kaufst nichts aus Plastik, um die Müllberge im Meer nicht zu vermehren. Du wohnst in einem Niedrigenergiehaus und den Strom, den du brauchst, erzeugst du dir mit Solartechnik selbst. Selbstverständlich trägst du keine Wolle aus Ausstralien oder Südamerika und keine Lederschuhe oder Ledertaschen, geschweige denn irgendetwas mit oder aus Fell. Und auch Billigprodukte aus Fernost sind in deinem Haushalt nicht zu finden. Du bist eben kein Schnacker, sondern ein echter „Handler“.

  4. Fine
    11. Dezember 2015
    Antworten

    Besser lieber bewegende Fotos in die Welt setzen, als in den Alltag zu starten und davon nichts zu wissen oder? Selbst wenn Sie und Ihre Mithelfer den Eisbären versucht hätten zu helfen, den sein Lebenraum kann ihn niemand mehr zurückgeben. Dann müsste man ja zu jedem Lebewesen die Frage stellen, warum man nicht hilft. Aber manchmal lässt es sich nicht ändern so traurig es ist. Manchmal kann man die Natur nicht aufhalten.

  5. David
    11. Dezember 2015
    Antworten

    …und ist bei Bekleidung für diese Art Reisen immer noch Pelzbesatz die erste Wahl? Ich kann das nicht mehr sehen…

    • Tanja
      5. Januar 2016
      Antworten

      ….bei Greenpeace gibt es interessante Infos zur Chemikalienbelastung durch Funktionskleidung/Outdoorkleidung. ……
      Da stelle ich mir die Frage, was denn nun überhaupt noch geht: Kunststoffprodukte/Synthetische Produkte haben alle ihren Ursprung in der Erdölchemie…. auch Mist ……Tiere töten für Pelze – auch Mist……Was nun?

      • Bettina Breidbach
        6. Januar 2016
        Antworten

        Dann lieber Erdoelchemie

      • Heinz Beier
        6. Januar 2016
        Antworten

        Man muss das anziehen, was die Ureinwohner auch anziehen. Das ist umweltfreundlicher als Kunststoffe. Wenn wir von Fellen reden, die nicht mehr getragen werden sollen, ist das etwas völlig anderes. Da werden Tiere extra für die „Fellernte“ gezüchtet, z.B. Marderhundei in China, zu Millionen. Denen wird dann, wen der Pelz „erntefertig“ ist, das Fell lebend über die Ohren gezogen. Da kann man sich engagieren und aufregen und die Pelze nicht mehr tragen, usw. Aber denen, die sich in die bedrohte Eiswelt wagen, zu verbieten, sich mit Fellen zu bekleiden, ist zu einfältig. Ich weiss, was die Kunststoffe, die sonst verwendet werden für eine Schweinerei sind, ich habe 30 Jahre für eine dieser Firmen gearbeitet.

    • Martin
      5. Januar 2016
      Antworten

      Bitte, es ist so schwer, die eigene Selbstgerechtigkeit aufzulösen,
      Die Klimaerwärmung zu verhindern fängt damit an, wie ich mich selbst fortbewege… zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto? Wie gelangt man denn zum Nordpol?

      Das mit der Bärin tut mir wirklich weh… was bleibt denn anderes, als es zu akzeptieren?

      • Heinz Beier
        6. Januar 2016
        Antworten

        Da gibt es viele Möglichkeiten, z.B. sich bei Greenpeace engagieren, die haben schon vieles ins Lot gebracht. z.B. das Walfangverbot, auch wenn es noch Löcher hat, hilft es den Walen, oder bei foodwatch, oder eben hier bei WWF. Nur Mut und ran an die Tasten.

  6. Svea
    5. Januar 2016
    Antworten

    Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen – abgesehen vom Pelzbesatz, hier wäre Hilfe angesagt. Punkt.
    Der Eingriff in die Natur hat schon lange stattgefunden und ist vermutlich der Grund für den Zustand der Bärin – aber mit einem guten Fang Fische hätte man ihr eventuell genügend Kraft geschenkt um in der Folge wieder selbst erfolgreich zu jagen.
    Wenn man es versucht kann man verlieren – wenn man es nicht versucht HAT MAN SCHON VERLOREN!!!

  7. Pep
    5. Januar 2016
    Antworten

    Genau, es stoert mich auch enorm, wenn man bei solchen Themen ausgerechnet in einer Pelzmuetze posieren muss!

    • Kiwi
      5. Januar 2016
      Antworten

      Kann mich Ihnen nur anschließen. Finde es völlig daneben, dass ich diese widerliche Pelz“mode“ auch noch in solch einem Umfeld ertragen muss – ist schon schlimm genug, die ganzen Fellkragenträger auf der Straße tolerieren zu müssen. Und als Journalistin kann ich nur sagen: es gibt für mich Grenzen der Passivität. Nur des Fotos wegen tatenlos zuzusehen, wie eine Kreatur verhungert, finde ich einfach nur daneben.

  8. Svea
    5. Januar 2016
    Antworten

    …sorry, schlecht formuliert – mit „abgesehen vom Pelzbesatz“ meinte ich natürlich dass dieser mich ebenso stört wie die Verhaltensweise dem Elend zuzusehen…..

  9. Angelika Werner
    5. Januar 2016
    Antworten

    Ich kann mich da nur den bisherigen Äußerungen anschließen. Wieso konnte man der Bärin nicht helfen, auch Expeditionsschiffe haben in der Regel Harpunen oder ein Gewehr an Bord zur Selbstverteidigung. Wenn der Bärin Fleisch von Fisch oder Robbe etc. zur Verfügung gestellt worden wäre, hätte sie zu Kräften kommen können. Der Mensch kann wenn er will sehr viel mehr machen. Ich gehöre auch nicht zu den großen Rednern sondern zu den Machern, arbeite ehrenamtlich für den Tierschutz und setze mich für von Menschen gequälte, mißhandelte und nicht artgerechte Haltung von Tieren ein. Jedes Tier hat ein Recht auf versehrtes Leben und geachtet zu werden. Vor allem die Lebensräume der Tiere zu erhalten.

  10. Vaith
    5. Januar 2016
    Antworten

    Na unsere Bundeskanzlerin hat die Arktis doch schon
    besucht ! Hatte sie nur die Sonne genossen oder hat sie sich über eine verhungerende Tierwelt auch interessiert ?

  11. Tine
    5. Januar 2016
    Antworten

    Stimmt überhaupt. David….
    Trägt Frau Langenberger auf dem Foto Echtpelz ? Sieht jedenfalls so aus. Und wenn es so ist, ist das Ganze Schein-Aktionismus. Schade.
    Die Tiere bleiben -wie immer- die Verlierer .

  12. Angela Tessmann
    5. Januar 2016
    Antworten

    Es ist nun mal so, das schwache Tiere sterben müssen und starke überleben. Das hat die Natur sich so ausgedacht. Ist leider so, da sollte der Mensch nicht eingreifen, denn wenn man sie aufgepäppelt hätte und sie wäre wieder schwanger, dann kämen wieder schwacher Nachwuchs und wäre zum sterben verdammt. Die Natur bahnt sich schon einen Weg um das Klima zu umschiffen oder anders damit klar zu kommen.
    Wenn Eisbären aussterben würden, würde eine andere Spezies an die Stelle treten. Das hat die Natur sich so ausgedacht.

  13. K. Dirk Misamer
    5. Januar 2016
    Antworten

    Gut beobachtet und kommentiert!

  14. ruediger5050
    5. Januar 2016
    Antworten

    „Die Natur ist oft sehr grausam“. Wir dürfen nicht übersehen das es eine durch Menschen hervor gerufene Grausamkeit ist. Der Mensch zerstört unbeirrbat die irdische Natur und damit selbst die eigen Lebensgrundlagen. Wie lange wird der Mensch diesen Prozess der Zerstörung unserer Welt überleben.

  15. Rita
    5. Januar 2016
    Antworten

    Ich denke auch, wenn ich so viel Leid sehe und es auch noch fotografiere, muss ich auch etwas dabei haben um dieses Elend zu lindern. Für Menschen gibt es ja auch TK-Produkte. Warum nicht für die Tierwelt. Wir sind ja alle letztlich endlich. Man könnte doch die durch Unfall oder Altersschwäche gestorbenen Tiere einfrieren und so ähnlich wie Brot für die Welt in Notstandsgebieten zur Ernährung der dort lebenden Tiere verwenden.

  16. Regine Schöniger
    5. Januar 2016
    Antworten

    Mann kann doch so helfen das man solche abgemagerten Tiere einfängt und im Zoo aufbebbelt !
    Es wird immer wärmer in der Arktis und das Eis schmilzt immer mehr!
    Was wird dann aus den Eisbären?
    Will man die Tiere alle vollenden lassen?

    Man kann die Eisbären mit viel Fische ans Land locken
    mit Beräubungspfeil betäuben und und dort hinbringen
    wodas Eis noch nicht so schmilzt !
    WEnn man den Eisbären nicht in großer Not hilft , werde ich nie mehr etwas spenden!

  17. Iris Misch
    5. Januar 2016
    Antworten

    Wow! Hier darf man nicht in die Natur eingreifen….. also mir bleibt langsam die Spucke weg. Entweder oder in einem solchen Fall, entweder Helfen und Foto machen oder in stiller Trauer um die Natur mal nicht den Auslöser drücken für ein tolles Foto für die Welt. Wir brauchen nicht ein weiteres Tier beim Sterben zu zusehen, um zu wissen, daß wir Menschen keine gute Arbeit geleistet haben.

    Es gibt Rettungsorgas für Eisbären, da kann ein Forschungsschiff einen Notruf los lassen und Koordinaten angeben…..

    • Bodo
      28. Januar 2016
      Antworten

      Ich kann nicht verstehen, dass ihr so auf dem Foto rumreitet! Ohne solche Reportagen mit Foto oder Film würde weit mehr als die Hälfte der gebildeten Mensch doch gar nicht wissen bzw. glauben, wie es um die Welt steht! Die Anderen kommen vielleicht zwischen den Soaps aus Versehen auch mal an solche „Sensationsfotos“ und werden
      deswegen auch zum Nachdenken gebracht! Wer weiss, wieviel solche Expeditionen kosten, wird erkennen, dass man durch solche Sensationen nicht unbedingt reich wird, sondern meist harte Arbeit dahinter steckt!
      Frage an die, die meinen, der Bär hätte gefüttert werden sollen: wo hättet ihr im denn den Tisch gedeckt? Vom Sofa aus kann man, wenn das Hirn von Mitgefühl blockiert ist, leicht dumme Kommentare abgeben.
      Sorry für die harten Worte, aber es ist so!!!

  18. Gloria
    5. Januar 2016
    Antworten

    Schließe mich dem Kommentar von Regine an!

  19. Frank Herrmann
    5. Januar 2016
    Antworten

    Ich denke dass das Tier an einer Krankheit litt. Leider sind solche Bilder auf der ganzen Welt überall gleich. Kranke, verletzte Tiere denen keiner hilft. Der Lauf der Natur.

  20. birgit heitmann
    5. Januar 2016
    Antworten

    Wir als Laien wissen nicht, ob und womit man einzelne verhungernde Eisbären retten kann. Dafür braucht es Fachleute und alle notwendigen Hilfmittel. Und die Hilfe muß dem Eisbären das Überleben für seine gesamte Eisbärlebenszeit ermöglichen. Selbst mit passender Fütterung an nur einem Tag, rettet man den Eisbären ja gar nicht. Ein Transport in eine für ihn bessere Welt müßte es für ihn geben. Aber das gibt es ja wohl gar nicht. Kein Tier und kein Mensch sollte leiden müssen. Leider verursachen wir mit unserem Fleischkonsum ein schreckliches Elend auf dieser Welt. Millionen Tiere erleiden die schrecklichsten Qualen. Hoffentlich beenden die Menschen endlich diese Qualen und kaufen kein Billigfleisch mehr. Informiert Euch über Massentierhaltung und die Hintergründe im Internet auf der Webseite der UWG-Aachen!

  21. Beatrice Brückmann
    5. Januar 2016
    Antworten

    Die Eisbärin zu betäuben, geschweige den über mehrere Tage zu irgend einem Zoo zu Transportieren ist absurd. Das hätte sie nie überlebt. Ich stimme aber dem Beitrag zu, die Eisbärin eine Zeitlang zu Füttern. Natürlich mit adäquater Nahrung wie zB einer geschossenen Robbe.
    Wir nehmen den Tieren den Lebensraum weg, bzw zerstören ihn. Deswegen sind wir auch verpflichtet Ihnen zu Helfen. Genauso wie zB Vögel oder Igel gefüttert werde weil Ihr Lebensraum durch uns immer mehr schrumpft. Oder wir Ihnen künstliche Nistmöglichkeiten bieten, so sollten wir auch dort, ohne das die Eisbären sich an Menschen gewöhnen, helfen. Eisbären haben einen sehr guten Geruchssinn und würden eine tote Robbe über weite Strecken richen.

  22. 5. Januar 2016
    Antworten

    Es fängt im ganz kleinen an: Jeden Tag sehe ich Raucher die ihre Kippen nach dem Rauchen auf die Strasse oder den Gehsteig werfen. Nun muß ein Mitarbeiter der Stadt mit seinem Auto dahin fahren (CO2-Ausstoß) und schlimmstenfalls mit einem Laubsauger (Verbrennungsmotor = CO2-Ausstoß) die Kippen wegmachen. An der Ampel oder sogar vor einer Bahnschranke wird der Motor nicht ausgemacht (man könnte ja im Auto erfrieren oder im Sommer vor Hitze sterben). Jaja, die Bequemlichkeit. Wenn man einen Raum verläßt, sollte man das Licht ausschalten. Zum Bäcker (300 m weg von Zuhause) fährt man mit dem Auto. Aus Prestige fährt man einen SUV oder Geländewagen (nicht fürs Gelände), der aber durch sein höheres Gewicht 2-3 Liter mehr auf 100 Kilometer benötigt. Und es gibt noch 1000 mehr solcher Beispiele…

  23. 5. Januar 2016
    Antworten

    Das Bild der sterbenden Eisbärin hat mich sehr erschüttert. Wann denken die Menschen endlich mal darüber nach, was sie der Erde antun? Vielleicht ist es doch noch nicht zu spät. Man muß nur endlich mal anfangen etwas zu tun und nicht nur reden. Vom Reden allein ändert sich nichts! Leider bin ich nur eine von vielen, aber ich denke darüber nach, was ICH tun kann, um die Zerstörung der Erde aufzuhalten. Wenn jeder mithilft, können wir es vielleicht schaffen.

  24. Frederik
    5. Januar 2016
    Antworten

    Sätze wie “ Wieso hat man dem Bär nicht geholfen“ oder „…im Zoo aufbebbeln“ zeigen mal wieder die typisch sinnlose Mitleids Vermenschelung des Sachverhaltes. Damit ist den Tieren sicherlich nicht geholfen, oder hat der Schreiber noch nie einen Verhaltensgestörten Eisbär oder ein anderes Tier im Zoo gesehen. Das hilft dem Tier oder der Art nicht. Oder möchtet Ihr als letztes Exemplar im Zoo (Gefängnis) auf den Tod wartend rumvegetieren. Solche Aktionen helfen nur Eurem schlechten Gewissen um wieder zur Tagesordnung überzugehen. Dazu gehört es auch, sich mit einer Spende freizukaufen ohne selbst aktiv zu werden. Dies erinnert mich eher an die Ablassbriefe des Mittelalters und nicht an einen freidenkenden Menschen der Neuzeit. Wahre Hilfe ist es, etwas zu ändern, vorallem an der persönlichen Einstellung zu seiner Umwelt und dem entsprechenden Handeln. So sollten Schreiber die die Pelzmütze kritisieren und noch nie in solchen Klimaten waren, sich eher Fragen, wieso bei unseren Temperataturen in Deutschland Jacken und Kapuzen mit Pelzbesatz getragen werden oder mal wieder die Heizung aufgedreht wird um im T-Shirt zu Hause rumzulaufen oder sich auch fragen woher und unter welchen Bedingungen die eigenen Klamotten produziert werden. Viele Grüße an die Weltverbesserer auf der Coach.

  25. Laura
    5. Januar 2016
    Antworten

    Ich glaube nicht, dass irgendeiner hier das Wissen hat um zu beurteilen, ob man dem Tier, oder auch vielen anderen Tieren, hätte helfen können oder nicht. Die Maßnahme jedes Tier dem es schlecht geht einzufangen um es aufzupäppeln finde ich übrigens sehr fragwürdig: ersten ist es der Menge der Tiere nach schlichtweg nicht möglich. Dann würden irgendwelche Leute kommen und fragen: „Wieso wird diesem Tier geholfen, dem aber nicht?“
    Und die, wie ich finde, wichtigste Frage ist, ob es tatsächlich zum Wohl des Tieres wäre. Hier ist ersten wieder aufzuführen, dass gute artgerechte Lebensbedingungen (soweit sie der Mensch überhaupt schaffen kann) für die Menge der Tiere nicht möglich ist. Dann: was fühlt das Tier? Es wurde in dem Artikel geschrieben. Die Bärin hat schon aus großer Entfernung angegeben, sie mag die Annäherung der Menschen nicht. Wäre das Schiff näher gekommen, wäre sie wahrscheinlich von der Scholle herunter ins Wasser gegangen. Sie einzufangen wäre purer Stress für sie gewesen. Die darauffolgende Haltung wahrscheinlich ebenso.
    Dann ist auch nicht sicher wieso genau das Tier so extrem abgemagert war. Natürlich liegt Lebensraumverlust durch den Klimawandel nahe und ich möchte auch gar nicht viel dagegen argumentieren. Trotzdem ist es auch möglich, dass das Tier zusätzlich auch krank war. Das hier lässt sich endlos weiterspinnen. Was ich damit einfach deutlich machen möchte, ist, dass es oft nicht so leicht ist, wie man sich das aus der Entfernung und, sorry, vom Sofa aus vorstellt. Eine Umsiedelung ist auch nicht so unproblematisch wie man sich das vielleicht vorstellt. Ich möchte hierbei auf die Elefanten in Afrika verweisen.
    Einen letztes will ich noch loswerden: der Mensch ist ein empathisches Wesen und es liegt ihm somit in der Natur anderen helfen zu wollen. Doch ist dieses teilweise unüberlegte Fordern (teils auch durch mangelndes Wissen) von Handlungen ist bestimmt oft auch ein Versuch sich vor sich selbst ein Alibi zu verschaffen. Denn irgendwo trifft jeden einzelnen eine Schuld, wofür man bis zu einem gewissen Grad auch nicht direkt etwas kann. Wegen vielem aber auch schon.
    Solche Artikel und vor allem solche Bilder können die Menschen aufrütteln, und wir sollten denen, die es tun dankbar sein, wenn uns wirklich etwas an der Natur liegt, statt ihnen solche Vorwürfe zu machen. Wir, oder besser die Natur, brauchen sie.

    • Gabriele
      24. Februar 2018
      Antworten

      Da kann ich Dir nur voll und ganz zustimmen.

  26. Laura
    5. Januar 2016
    Antworten

    Ich möchte noch etwas hinzufügen, dass mir sehr wichtig ist.
    es geht um den Kommentar zum Pelzbesatz. Sicher, ein Tier ist dafür gestorben, keine Frage. Gegenfrage: Sind sie Vegetarier?
    Aber das war nicht mein Hauptanliegen. Ich will wissen: was wäre die Alternative, um ein ähnlich Schützendes Kleidungsstück zu schaffen: Kunststoff! Ganz deutlich: Plastik! Ich frage mich was besser ist. Wir sollten eher daran arbeiten an unserer Wegwerfgesellschaft etwas zu ändern. Und jedem Bereich das zukommen zu lassen was er braucht.

  27. Chris
    5. Januar 2016
    Antworten

    meine güte, wie naiv seid ihr eigentlich. das einzige, was man für die bärin noch hätte tun können, ist sie erschießen. statt dessen „waren alle an bord betroffen!“ und haben die möglichkeit genutzt, ein „tolles“ bild zu schießen und das tier „der grausamen natur“ überlassen.

    pure heuchlerei!

  28. Michael Wolfhagen
    5. Januar 2016
    Antworten

    Ich bin auch erschüttert über das foto, das ich schon gestern gesehen habe.Aber es dürfte schwer sein da zu helfen, und die Bemerkung mit den Dosen Bohnen klingt gerdezu zynisch!! Der Klimawandel muss schneller gestoppt werden!

  29. Hildegard
    5. Januar 2016
    Antworten

    Meine Frage ist doch, weshalb diesem Tier nicht
    geholfen wird durch Futter, dann wäre zumindest
    eine Stärkung für spätere Möglichkeit der Futtersuche
    gegeben. ….

  30. Carmen Günther
    5. Januar 2016
    Antworten

    Die Fotografin sollte mal auf Pelz verzichten!
    Und man hätte helfen können und nicht nur zugucken.
    Am Ende wird die Natur sich rächen und der Mensch bekommt die Rechnung. Man könnte die Eisbären woanders hinbringen..

  31. Dominik Hammer
    5. Januar 2016
    Antworten

    Ich schlage Regine Schöniger hiermit für einen Preis vor!
    Im Ernst: Gebt der Frau einen Preis!!! Falls sie sich dagegen wehren sollte, würde ich vorschlagen, sie mit viel Fische und und Beräubungspfeilen dahin zu locken, wodas Eis noch nicht so schmilzt – zum Beispiel in eine Tiefkühltruhe. Aber bitte holt sie da rechtzeitig wieder raus. Schließlich wollen wir sie dort nicht einfach so vollenden lassen!

  32. Oleni
    5. Januar 2016
    Antworten

    …hier werde ich nicht spenden, denn dieser Bericht dient nach meiner Auffassung nur der Spendengenerierung. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Eisbärin an einer Krankheit oder an Parasiten verendete, ist um ein vielfaches größer, als durch die Folgen einer schwindenden Eismasse der Arktis. Ernst zu nehmenden Untersuchungen der Eisbärpopulation ist zu entnehmen, dass die Population ansteigend ist. Zudem, was das Klima angeht, sollte man nicht vergessen, dass die Eismassen in der Antarktis zunehmen. Es gibt also so etwas wie eine ganz natürliche temporäre Verschiebung, ein ganz normaler Klimaprozess. Nichts außergewöhnliches, nur dass heute alles überspitzt wird, was früher unentdeckt und unberichtet blieb.

    • Eisbärin2015
      6. Januar 2016
      Antworten

      Sehr geehrteR Oleni,
      von welchen „ernst zu nehmenden Untersuchungen der Eisbärenpopulation“ sprechen Sie hier? Mir ist neu, dass die Eisbärenpopulation zunimmt. Woher haben Sie diese Information? Sie geben sich den Anschein eines Experten. Nach allem, was ich bisher in einschlägigen ernst zu nehmenden Dokumentationen gehört, gelesen oder gesehen habe, schwindet das Eis der Arktis wie das der Gletscher in einer rasanten Geschwindigkeit. Wie erklären Sie sich außerdem, dass sich Weltklimagipfel – wenn auch mit unbefriedigenden Ergebnissen – mit dieser Thematik beschäftigen und keinen Zweifel haben am Zusammenhang unserer Lebensweise in den industrialisierten Ländern mit der globalen Klimaerwärmung? Den Eisbären dürfte es übrigens kaum helfen, dass das Eis der Antarktis vermeintlich zunimmt. – Ist mir auch neu, kann aber sein. Ich informiere mich. – Wissenschaftler, vor allem Klimaforscher, zweifeln längst nicht mehr daran, dass es erstens einen deutlichen und besorgniserregenden globalen Klimawandel gibt und dass dieser zweitens vom Menschen verursacht wird. Das ebenfalls belegte massenhafte Verhungern der Eisbären ist in direktem Zusammenhang damit zu sehen. Dass Sie die Tatsachen hier derart verdrehen ist wohl darauf zurückzuführen, dass Menschen im Allgemeinen dazu neigen, Verantwortung für Negatives abzulehnen und sich die Welt schön zu reden. Es lebt sich doch viel leichter so! Aber wer weiß, ob der Klimawandel nicht noch schneller voranschreitet als gedacht und auch Sie – wie wir alle – nach den Eisbären ebenfalls direkt vom selbstverschuldeten Klimawandel betroffen sein werden.

  33. Kit
    5. Januar 2016
    Antworten

    Natürlich ist es kein schönes Foto. Selbstverständlich könnte man auch nur die fetten Bären fotografieren. Leider würden dann ein paar unbelehrbare Menschen jedoch immer noch nicht „sehen“, dass es dumm läuft für diesen Teil der Erde. Klar, könnte man auch gerade dort, weniger Pelz an der Jacke haben (aber ich schätze mal, das ist Kunstpelz). Es gibt ja immer noch Menschen, die sagen, es wäre vielleicht auch ohne „Klimakatastrophe“ zu solchen unschönen Ereignissen gekommen. Worin ich überein stimme, ist tatsächlich die Art und Weise der Medienvermarktung – über die letzten Jahre – und dass nichts im weitesten Sinne unternommen wird. Z. B. hätte man ja bereits Eisbären-Trails anlegen können um die Tiere in die bestehenden Regionen zu leiten oder jegliches in dieser Form. Kann einem keiner erzählen, dass es nicht MÖGLICHKEITEN gäbe, wenn man Drohnen und all den Kram im 21. Jahrhundert nutzen kann, kann man ja wohl ein paar Bären retten!

  34. Kat
    5. Januar 2016
    Antworten

    Ganz schön überheblich diverse Kommentare hier.
    Es ist leicht über die Fotografen oder das Forscherteam zu urteilen. Von zu Hause aus, am Laptop, etc.!
    Wirklich raus zu gehen und etwas zu tun oder tatsächlich sein alltägliches Leben zu verändern, das ist etwas anderes und auf Dauer sehr viel schwerer!!
    Mal ganz ehrlich: es ist nicht möglich, jedem einzelnen Tier zu helfen. In Ausnahmefällen vielleicht und sicher auch begrüßenswert. Im Großen und Ganzen doch aber viel wichtiger auf sich selbst zu schauen! Was genau tue ich dafür oder eben nicht dafür, dass der Lebensraum dieser tollen Tiere nicht weiter zerstört wird. Die Nachaltigkeit ist das was zählt! Und ein Forscherteam, dass dokumentiert und die Bevölkerung darüber aufklärt, was aktuell in der Antarktis bspw. geschieht ist mind. ebenso wertvoll wie jede Spende oder jeder andere noch so kleine Beitrag. ?

    Zu dem Kommentar der Fellmütze: das unterstütze ich durchaus. Nur würde ich mir nicht anmaßen zu sagen, dass sie echt ist, wenn es ebenso gut Kunstfell sein kann.
    So denn, ein frohes Neues und auf das wir alle den Blick für das Wesentliche behalten oder erhalten.

  35. Hannes
    5. Januar 2016
    Antworten

    Die Autorin und alle Kommentatoren/-innen gehen wohl richtigerweise davon aus, das der Eisbär verhungert ist weil er keine Nahrung erjagen bzw. finden konnte. Die Frage warum, wird aber nicht gestellt. Warum nicht?
    Auch Eisbären können sich Infektionen einfangen, sie können so ernsthaft erkranken, das sie so geschwächt nicht mehr der Jagd nachgehen können. In der Natur ist das ein natürlicher Ausleseprozeß. Ich meine das sollte zumindest auch bedacht sein. Solange man den Bären nicht untersucht hat, sondern hat liegen lassen, ist das alles nur eine Vermutung, und keine 100%ige Tatsache.
    In der freien Natur jagen meines Wissens die Eisbären ausschließlich Robben an Land und auf Eisscholle, da die Robben im Wasser zu schnell sind. Somit auch keine Fische. Robbenjagd erfordert vom Eisbär höchsten körperlichen Einsatz, den ein warum auch immer, krankes Tier nicht leisten kann. So ist die Natur!

  36. Hans-Joachim Hörter
    5. Januar 2016
    Antworten

    Was sind das nur für sentimentale Beiträge.
    (Obwohl mich das Bild auch tieftraurig gestimmt hat)
    Der einzige wirklich sinnvolle Beitrag ist von Frau Gesa Koch-Weser.
    Wie soll man einem sterbenden Eisbären noch helfen?
    Jedem Menschen der sterbenskrank ist gibt man die Möglichkeit friedlich zu sterben oder man diskutiert darüber ihm Sterbehilfe leisten zu können.
    Warum nicht bei diesem sterbenden Eisbären?
    Hätte man ihm eine Robbe schießen sollen?
    Wer hätte dann die Robbenschützer beruhigt?
    Wir Menschen vergehen uns an der Natur weil wir immer wieder in die Natur“REGULIEREND“ eingreifen.
    Diesem Eisbären können wir nicht mehr helfen aber das Überleben der Eisbären können wir eventuel noch durch Änderung unseres Verhaltens gegenüber der Natur erreichen.

  37. Dieser Bär schaut krank aus hätte Tierarzt gebraucht. Schade dass niemand geholfen hat oder Hilfe angefordert wurde.

  38. Beate
    5. Januar 2016
    Antworten

    Als ich das Bild sah hatte ich Tränen in den Augen. Ich habe mich bei solchen Bildern auch schon oft gefragt, warum man dem Tier nicht helfen konnte. Aber ich verstehe auch das es so einfach nicht ist. Wenn man so einen Eisbären gefangen und hochgepäppelt hat, kann man ihn in die Freiheit wohl nicht mehr entlassen. Aber ich denke man könnte ihn wohl auch nicht in Gefangenschaft halten, denn er ist die Freiheit gewöhnt. Tja, was macht man mit solchen Tieren, eine schwere Frage.

  39. Dr. Manfred Stein
    5. Januar 2016
    Antworten

    Guten Tag,

    Abmagerung kann viele Ursachen haben: Parasiten, Krankheiten, Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt. Ohne Sektion und Diagnose ist das eine rührselige Story.

  40. 5. Januar 2016
    Antworten

    Danke, an Alle, die sich wirklich Gedanken gemacht haben und menschlich und im Sinne des Wohles der Tierwelt denken und anders gehandelt hätten als die Journalistin und das Boardteam.
    Die Meinung aller hier teile ich genauso. Ich denke auch, das es ein großer Fehler war, der Einbärung nicht geholfen zu haben. Wer solch eine Expedition macht, also auch vom Fach ist und professionell arbeitet, der weiß, was eventuell auf ihn zukommen kann. Man hätte auch in einem solchen Schiff z.B. zusätzliches Futter lagern können oder, vorher sich überlegen können, was man in bestimmten Fällen tun kann. Ich war selbst 2 Jahre in Missionen und habe mir sehr genau durchdacht, was alles passieren kann und mich dementsprechend auch ausgestattet. Einfach abzudrehen mit dem Schiff, und das Tier sterben zu lassen, vorher noch Fotos machen für „Das Bild für die Welt“, … sorry, Nein, das ist ganz schlimm und meiner Meinung anch auch grausam. Dann hättet Ihr das Tier auch gleich erschießen können. Man-o-man! Was für Menschen.

  41. Heike
    5. Januar 2016
    Antworten

    Unglaublich, welch dumme Kommentare man hier lesen muß:
    „ein paar Dosen Bohnen füttern, Pelz an der Mütze, die Bärin „aufbebbeln“, in den Zoo bringen, nie wieder spenden“ usw… aber dann wahrscheinlich mit dem SUV die Kinder zur Schule fahren und beim Billig-Supermarkt zwei Parkplätze blockieren. Ihr Sofa-Gutmenschen: solche Bilder sind in unserem Medienzeitalter ungemein wichtig, damit die Menschen aufgerüttelt werden und wenigstens mit Spenden die Organistionen unterstützen, die mit wissenschaftlichem Sachverstand an die Sache gehen. Das hat bei den wirklich Interessierten nichts mit Ablaßhandel zu tun, außer bei den Kurzzeitbetroffenen, die dann wieder Schuhe , Klamotten und Lebensmittel kaufen gehen aus fragwürdiger Herstellung.
    Leider wird der Mensch erst dann aussterben, wenn er vorher alles andere zugrunde gerichtet hat…..

  42. Kristin
    5. Januar 2016
    Antworten

    Vielleicht sollten wir nicht vergessen, dass, bei aller Tragik um die Eisbärin, ein Einfangen zum Aufpäppeln nur mittels Narkose möglich gewesen wäre, denn es handelt sich immer noch um ein Wildtier. Eine Narkose hätte aber die so geschwächte Eisbärin mit Sicherheit nicht mehr überlebt. Mal ganz abgesehen davon, dass auf einem Forschungsschiff dafür keine Möglichkeit besteht ( kein Tierarzt, der die Narkotisierung hätte durchführen können, kein Käfig, um die Eisbärin für alle an Bord Sicher, in eine entsprechende Auffangstation bringen zu können – vergesst nicht, trotz aller Geschwächtheit ist es immer noch ein wildes Raubtier und in Panik können auch die kränkesten Tiere noch enorme Kräfte entwickeln, auch wenn sie danach dann Tod umfallen) Und bis ein entsprechendes Schiff da gewesen wäre, wär es eh zu spät. Wir sprechen hier von Spitzbergen – das liegt am Ende der Welt, da ist nicht eben mal ein Zoo um die Ecke!!!
    Denkt doch mal an Knut, selbst dieser Eisbär, mit der Flasche aufgezogen, an Menschen gewöhnt, hätte ab der Pupertät seine Menschen angegriffen, auch wenn es vielleicht nicht in seiner Absicht gelegen hätte, aber schon ein spielerischer Prankenhieb von einem jugendlichen Eisbären verletzt einen Menschen schwer, vielleicht sogar tödlich!!!

  43. Kristin
    5. Januar 2016
    Antworten

    Und noch etwas: Vielleicht haben ja einige diesen Bericht auch gelesen (leider weiß ich nicht mehr wo, aber bei einer Internetrecherche findet man diesen Bericht bestimmt wieder):
    Am Baikalsee in Russland ist ein Eisbär aufgetaucht. Dieser hat gelernt Fische zu fangen und so zu überleben.
    Das zeigt doch, dass auch Eisbären durchaus Anpassungsfähig sind.

    Was uns aber nicht von der Pflicht entbindet Achtsamer mit unserer Umwelt und der Natur umzugehen. Inklusive unserem Konsumverhalten!!!

  44. WWFDoris
    6. Januar 2016
    Antworten

    … alle Argumente für und gegen Hilfeleistung EISBÄRIN, welcher Art auch immer, fand ich zutreffend. Aber: Nicht nur sie leidet qualvoll. Wir alle wissen vom Elend der Tiere in China (Hunde, Katzen …), Delfinschlachten Japan, Stierkampf Spanien, Massentierhaltung Europa, Hundetötungsstationen Balkan und Russland, usw usf.
    Und neulich gab es einen Artikel über Stutenmilch in Mexico zu lesen. Googelt das mal.
    Das grausamste Geschöpf der Erde ist der Mensch. Eine wahre Bestie. Bis auf viele Ausnahmen, die sich mit diesen Themen erst überhaupt auseinandersetzen und sich Möglichkeiten der Hilfe überlegen.
    Ich selbst fahre ein Kleinstauto mit 26,-€ Jahressteuer, sowenig, weil das Auto einen sehr geringen CO2-Ausstoß hat. Ich fliege nicht. Esse kein Fleisch. Rette irgendwann Masthühner vor dem Schreddern. Kollegin von mir hat das schon gemacht: Ihre 20 Hühner legen wieder Eier und haben Federn.
    Bin gespannt, welcher Verriss auf meinen Beitrag kommt.

  45. WWFDoris
    6. Januar 2016
    Antworten

    … muss meinem Beitrag noch Richtigstellungen hinzufügen: Es sind nicht Masthühner, sondern Legehennen, die nach 18 Monaten Lebenszeit geschreddert werden -wegen Auszehrungen- Solche armen Hühner können gerettet werden über die Org. ´Rette das Huhn`.
    Und es war nicht Stutenmilch, sondern Stutenblut. Dazu: Stuten werden ständig besamt, den trächtigen Stuten werden dauernd große Mengen Blut abgenommen, danach können sie sich kaum auf den Beinen halten, das Blut wird in Europa als Hormongabe in der Schweinemast für das gleichzeitige Besamen aller Sauen benutzt. Logistische Tierproduktion 100%.
    Ich werde jetzt nicht weiterreden von Tropenholz, Lebensraumzerstörung Großkatzen, Affen, Elefanten …
    Das wissen wir alle. Würde ich in Asien Urlaub machen, käme ich mit einem LKW voll beladen mit geretteten Tieren wieder. Und dann?

  46. Thomas B.
    6. Januar 2016
    Antworten

    Die meisten, die hier einen Kommentar abgeben haben überhaupt keine Ahnung worum es den Tierschützern wirklich geht. Es ist eine Mammutaufgabe tagtäglich da draußen zu sein, um herauszufinden wie es um die Natur und den Lebewesen bestellt ist. Dazu kommt dass wir Menschen diesen Klimawandel – ich nenne ihn den Klimakollaps – verursacht haben. Und wodurch? Der übermäßige Fleischverzehr hat uns doch erst dahin gebracht wo wir heute stehen! Oder warum werden täglich riesige Flächen Regenwald abgeholzt oder verbrannt? Der beste Schritt wäre schritt für schritt mit der Fleischnahrung von Tieren aufzuhören, und sich klar machen das damit die Katastrophen immer größere Ausmaße annehmen. Man sieht es doch schon heute, aber die meisten blicken nur auf ihre eigene kleine Welt und schimpfen über Sachen die sie sowieso nie begreifen werden. Abschaffung der Massentierhaltung würde extrem dazu beitragen, dass weniger Methan in die Atmosphäre getragen wird, und die Umwelt immer mehr schädigt bzw. zerstört.

  47. Alfons J. Kuboschek
    6. Januar 2016
    Antworten

    Sucht nach den Verursachern der Erderwärmung !
    Sucht nach den Tierschändern !
    Sucht nach den Zerstörern der Natur !
    Nennt ihre Namen !
    Bildet eine Aktionsgemeinschaft !
    Entwickelt gemeinsam eine wirkungsvolle Strategie gegen jeden dieser kriminellen Geofeinde vorzugehen !
    Setzt gemeinsam Euren strategisch entwickelten Plan um !
    Bleibt gemeinschaftlich S T A R K , haltet zusammen und lasst nicht zu, dass auch nur einem von Euch Gefahr droht !
    Seid die Retter dieser, unserer Welt !
    Wer fühlt sich berufen ?
    Fangt bitte sofort an !!!
    PS: Alle sonst noch abgegebenen Kommentare sind leere Hülsen !!!

  48. Michael
    6. Januar 2016
    Antworten

    Dass der Klimawandel die größte Triebfeder derVeränderungen in der Arktis und Antarktis ist, für diese Bahn brechende Weisheit hätte es keiner Expedition bedurft, die eben diesen Klimawandel noch befeuert hat. Diese Veränderungen sind von anderen bereits x-mal dokumentiert worden. Fakt ist: Die Eisbären, wenn Sie überhaupt überleben, wird es künftig nur noch in wenigen Gebieten geben, da sie aufgrund ihrer Ernährungsweise auf Packeis angewiesen sind. Völlig unsinnig ist es daher, zun versuchen ein derart geschwächtes Tier, das m.M. jeden Fangversuch ohnehin nicht überlebt hätte, mit völlig untauglichen Mitteln wie Bohnen aus der Dose „aufzupäppeln“. Da kann man auch eine Dose Ravioli aufmachen, weil man selbst gerne zum Italiener geht. Viele weitere Vorschläge sind Gefühlsduselei auf nicht einmal hohem Niveau. Ich bin ein absoluter Tierfreund, mein Freund ist aber auch Jäger, ich selbst bin Mitbesitzer eines Fischteiches. Ich esse also meine selbst aufgezogenen Fische, die ich auch selbst fange, und so ausnehme, dass die Fische, es sind Forellen, keine Schmerzen erleiden. Ich habe dabei ein gutes Gewissen, weil jedes Tier, dass der Mensch verzehrt, mal sterben musste, es kommt nur darauf, wie es davor leben durfte und wie „human“ es getötet wurde. Ich stelle weiter die Behauptung auf, meine Forellen hatten in ihrem klaren, sauberen Wasser eines Waldbaches ein sehr viel besseres Leben, als alle Tiere, die in irgendwelchen Haltungen der konventionellen Landwirtschaft vor sich hin vegetieren. Ich wette, dass 99 % der Teilnehmer an diesem Blogg noch nie ein Tier selbst töten mussten und daher auch keine Ahnung davon haben. So traurig dieses Bild des Eisbären aus der Sicht eines empathischen bundesrepublikanischen Haustierhalters auch sein mag: Das ist ein Wildtier und Sterben gehört in der Wildnis zum normalen natürlichen Ablauf. Übrigens auch Menschen müssen einmal sterben. Diesen Prozess kann bis heute noch niemand aufhalten. Was man aber tun kann: Sich einsetzen, dass unser bischen Landschaft in Deutschland nicht noch weiter zubetoniert wird; weniger oder gar nicht mehr fliegen; auf Dosen und andere Einweggetränke verzichten; Autos fahren, die wenig verbrauchen oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen, das Handy nicht jedes Jahr umtauschen, weil es das nächste, bessere Modell gibt; Massentierhaltung bekämpfen (das sind im Übrigen Millionen Tiere, denen niemand hilft); auf coffee-to-go verzichten, beginnen, weniger Fleisch zu verzehren; euren Nachwuchs überzeugen, dass es Sinn macht, sich für Umweltthemen zu interessen, weil sie die Betroffenen sein werden. Denn: wir haben die Welt nicht von unseren Vorfahren geerbt, sondern sie von unseren Kindern nur ausgeliehen und sie brauchen diese in einem lebenswerten Zustand von uns übergeben. Diesen einzelnen Eisbären retten zu wollen, hilft angesichts der Gesamtproblematik nicht weiter. Es dient allenfalls einigen Leuten der Beruhigung Ihres Gewissens, aber Betroffenheitskultur, ohne selbst aktiv zu werden (sh. oben), ist ja in Deutschland mittlerweile total in.

  49. Peter
    6. Januar 2016
    Antworten

    Es ist doch eine unerträgliche Situation und wir zeigen doch nur die schrecklichen Auswirkungen wie in dem Fall des Eisbären. Mich stört es einfach das nur die wenigsten kritisch hinterfragen warum ist das eigentlich so. Mich würde es einfach mal interessieren wieviel Hubschrauberflüge gestartet wurden um dieses Bild zu
    knipsen,von welchen Basislager aus mit mollig warmen Räumen und das in einem einzig artigen Ökosystem !
    Hätte man nicht lieber das Geld der Reise für sinnvollere Dinge im Natur und Umweltschutz verwenden werden können .
    Und noch etwas ein wirklich trauriges Bild vom Eisbären aber die Natur lässt keine Krankheit zu und
    woher will die Fotografin wissen das der Bär nicht krank oder altersschwach war.

  50. Sonja T.
    6. Januar 2016
    Antworten

    … wäre auf dem Forschungsschiff ein Indianer gewesen, dann hätte er das natürlichste der Welt getan: er hätte das Tier einfach gefragt (und das geht innerlich-geistig, auch über eine größere Entfernung hinweg): „Was können wir für dich tun?“ Mit einer solchen Achtung sollte man sich jedem Lebewesen und auch Mutter Erde gegenüber verhalten, anstatt einfach selbstgefällig über das Wohl von jemandem zu entscheiden. Laut des Berichtes haben die Leute auf dem Forschungsschiff aber die Zeichen der Eisbärin versucht zu lesen und verstanden, dass sie in Ruhe gelassen werden möchte – vielleicht um in aller Ruhe „heimzugehen“ in ein anderes Reich – ins Jenseits? Vielleicht war ja ihre Sterbestunde gekommen – für jeden von uns kommt sie einmal. Auf jeden Fall finde ich es sehr respektvoll, dass das Schiff daraufhin sofort abgedreht hat und die Eisbärin in Ruhe gelassen hat. Viele Menschen können das scheinbare Leid an Tieren nicht aushalten, weil sie selber ihren eigenen Schmerz nicht tragen können. So werden dann massenweise die Haustiere eingeschläfert, sobald sie Alterserscheinungen haben, anstatt ihnen die Zeit zu geben, sich in Ruhe von ihrem Körper zu verabschieden – und ohne sie vorher zu fragen, ob sie getötet werden möchten oder lieber langsam an einer Krankheit sterben wollen. Ich weiß, wovon ich spreche – mein Mann hat damals seinem Hund ein natürliches Lebensende ermöglicht und der Hund ist friedlich in seinem Arm gestorben – obwohl diverse Personen, auch der Tierarzt, uns schon ein Jahr zuvor nahegelegt hatten, ihn einschläfern zu lassen. Die Dankbarkeit, die mein Mann von diesem Hund gespürt hat, wird er nie vergessen. Nicht nur wir Menschen, auch Tiere reifen durch das, was das Schicksal uns auferlegt. Dazu gehört natürlich, jedem Lebewesen zu helfen, wenn es die Hilfe benötigt und dies auch möchte. Ich bin mir klar, dass viele Leser mich nicht verstehen werden und darüber lachen – aber für mich ist vieles real spürbar und erlebbar, was man mit den Augen so nicht sehen und mit den Händen nicht anfassen kann.

  51. mie münchau
    7. Januar 2016
    Antworten

    Es ist zutiefst traurig, eine Kreatur so leiden zu sehen, egal aus welchem Grund, sei es Krankheit oder Hunger. Was in einer solchen Situation zu tun richtig gewesen wäre, ist aber aus der Ferne sicher sehr schwierig zu beurteilen.
    Ich finde aber, dass keiner der hier abgegebenen Kommentare als dumm bezeichnet werden sollte, denn alle basieren doch auf Mitgefühl und Mitleiden. Das ist es, was wir uns bewahren, bzw. wieder zu Bewusstein kommen lassen müssen, was unser Handeln als Mensch bestimmen muss. Das Hinsehen und das Mitempfinden von Schmerz ist der erste Schritt in eine bessere Welt, denn das Fühlen beeinflusst das Denken und damit hoffentlich auch das Handeln, im Grossen wie im Kleinen. Wir alle können damit viel bewirken, im Respekt vor Mitmensch und Natur.

    • Bodo Heisterkamp
      28. Januar 2016
      Antworten

      Mitgefühl ist schön und gut, aber zuviel davon hemmt den Menschen oft daran logisch zu denken, alle Möglichkeiten abzuwägen und sich in die unterschiedlichen Wesen hineinzufühlen. Übermäßiges Gefühl und Empathie schließen sich meiner Meinung aus!

  52. Felipe Sauvageon
    9. Januar 2016
    Antworten

    Ist das Wissen über die Zusammenhänge in der Natur generell, über das ja nicht neue Thema Eisschmelze am Nordpol im Speziellen tatsächlich so exorbitant schwammig und schlichtweg falsch, wie die überwiegende Mehrzahl der Postings hier mich denken lässt? Dann wird das auch nix mit der Klimaverbesserung, dem Stop des Artensterbens und allem, was der Mensch seinem Lebensraum so antut. Diesem Lamentieren stehen handfeste materielle Interessen gegenüber. Und die werden dank bester Informiertheit sehr konsequent verfolgt. Wenn wir dem etwas entgegensetzen wollen, müssen wir die wissenschaftlichen Zusammenhänge erfassen können. Da sind oben ja haarsträubende Vorschläge gemacht worden. Wir selber müssen in unserem Alltag lernen, unsere Gewohnheiten anzupassen an die Erfordernisse, die der Zustand unserer Erde von uns verlangt. Und so sehr das Mitleid mit der Kreatur den einzelnen ehrt, diese Eisbärin ist eine vom vielen. Man kann sie nicht retten, indem man ihr eine Robbe schiesst. Die Dutzenden anderen, die man gar nicht erst sieht, auch nicht. Und man kann sie nicht retten, ohne ihren Lebensraum wieder herzustellen. Das dürfte länger dauern, als ihn verhunzt zu haben. Das Bild hat für mich eine Berechtigung: Satellitenfotos, die das Schmelzen des Eises heute, vergangenes Jahr und weiter zurück dokumentieren, rühren nicht an unserem Gefühl. Das Bärenfoto schon. Aber dann müssen wir auch weiterdenken. Wir retten das Klima, erhalten die Bewohnbarkeit unseres Planeten nicht für die Eisbären oder sonstige Lebensformen sondern für uns, den Menschen. Also bitte kein Lamento für eine Kreatur, deren Leiden wir zufällig mitbekommen, sondern Konsequenzen, Engagement, sich informieren.

    • Felipe Sauvageon
      9. Januar 2016
      Antworten

      Ach ja um die Frage zum Foto zu beantworten: wenn wir tätig werden, war der Tod dieser Bärin und vieler anderer Geschöpfe nicht umsonst. Und dann beantwortet sich auch die in den Postings gestellte Frage, ob das überhaupt dahin fahren und so ein Foto zu veröffentlichen sinnvoll ist. Ja, wenn wir tätig werden.

  53. fromDUSkTilldawn
    19. März 2016
    Antworten

    Guten Tag,
    auch ich habe mich jetzt hier mal durchgelsen und muss leider feststellen das hier einige Kommentare und Ansichten m.M.n. lebensfremd sind.
    1.Einer Berufsgruppe ein Vorwurf daraus zu machen das der Beruf ausgeübt wird ist absurd. Die Bilder hier und überall sind ja nicht durch Zauberhand entstanden.
    2. Ist es einfach mit dem Finger auf andere zu zeigen und zu sagen man hätte doch dem Eisbären Nahrung besorgen können. Hmm evtl. hat die Eisbärin es ja selbst schon versucht aber nicht gefunden warum sollten dann Expeditionsteilnehmer erfolgreicher sein.
    3. Selbst wenn dann mehrere Kilo Nahrung zusammengekommen wären wohin damit, die Scholle schien ja bereits kaum das Gewicht der Eisbärin zu tragen.
    4. Der Hinweis warum hat man den keine „Hilfsnahrung“ dabei. Absurd. Wieviel Tonnen soll den ein Schiff das nur einen begrenzten Raum zur Verfügung hat den Mitnehmen.
    Damit im Ernstfall alle in Not geratene Tiere damit versorgt werden können.
    6. Warum schreibe ich hier, weil es jemand gab der sich Gedanken über etwas gemacht hat. Wäre dies nicht geschehen. Gäbe es hier nicht soviele Kommentare.
    7. Der Mensch ist nun einmal das gefählichste Raubtier auf dieser Welt wobei Tier eigentlich eine Beleidigung für die anderen Tiere ist, da diese mit der Natur und nicht gegen die Natur leben.
    8. Ich bin guter Dinge das die Evolution in der Lage ist den Störfaktor Mensch(so wie wir ihn heute kennen) aus dem Naturkreislauf zu entfernen. Die Frage ist nur wie lange es dauert.
    9. Toll nun bin ich genauso wie die anderen vom eigentlichem Thema abgekommen. Menschlich halt.

  54. […] KL_SVA_150729_007_WWF-c-Kerstin-Langenberger-arctic-dreamsBildquelle:https://blog.wwf.de/kerstin-langenberger-interview/ […]

  55. […] kam dann völlig überraschend, zu einem Foto das mir zeigt, wie kaputt unsere Welt ist: Ein fast verhungerter Eisbär. Al Gore wurde auf diese Bild aufmerksam und verwendete dieses Bild in einer Kampagne. Über Nacht […]

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