Die zehn skur­rils­ten Fak­ten über den Panda


Vier Pandas posieren für die Kamera - durch Artenschutz hat sich die Zahl der Pandas wieder stabilisiert
Pandas posen für die Kamera © iStock / Getty Images

Wie bit­te? Pan­das haben einen zwei­ten Daumen?

Tat­säch­lich, der Pan­da hat in der Evo­lu­ti­on einen zwei­ten Dau­men ent­wi­ckelt. Der Grund: Mit dem ver­län­ger­ten Hand­wur­zel­kno­chen kann er Bam­bus­stan­gen bes­ser fest­hal­ten. Auch der Rest sei­nes Kör­pers ist per­fekt an sei­ne Ernäh­rung ange­passt: Sei­ne Spei­se­röh­re ist zum Bei­spiel mit Horn aus­ge­klei­det — so kön­nen ihn die scharf­kan­ti­gen Bam­bus­stü­cke beim Schlu­cken nicht kratzen.

18 Kilo Bam­bus – und dann?

Nasen, Augen Fell und beine: Alles was du über das Wappentier und die Artenschutz Arbeit des des WWF für den Bären wissen musst
Alles, was du über den Pan­da wis­sen musst © WWF

Essen und Schla­fen fül­len fast den gan­zen Tag aus. Klingt gut, aber er muss auch einen Rie­sen­berg von bis zu 18 Kilo Bam­bus täg­lich fres­sen. Der Bam­bus ist so kalo­rien- und nähr­stoff­arm, dass der Pan­da sich weder schnell bewegt noch beson­ders inten­si­ven Beschäf­ti­gun­gen nach­geht – außer Essen und nun ja, dem Gegen­teil. Der Pan­da pro­du­ziert täg­lich auch zehn Kilo­gramm Kot.

Bär, Hund, Kat­ze – was ist der Panda?

Der Pan­da gehört zur Fami­lie der Ursi­dae (Groß­bä­ren). Im Chi­ne­si­schen wird er aber als gro­ße Bären­kat­ze bezeich­net. Sein wis­sen­schaft­li­cher Name (Ailuro­po­da mela­n­o­le­uca) gibt Auf­klä­rung: Schwarz-wei­ßer Kat­zen­füß­ler. Leicht­fü­ßig wie eine Kat­ze ist er zwar nicht, aber er kann in der Nacht eben­so gut sehen, da er ähn­li­che Pupil­len wie eine Kat­ze besitzt.

War­um sind Pan­das schwarz und weiß?

Tar­nung, Wär­me oder Mode? Es ist ein Rät­sel: Von der Abschre­ckung von Fein­den über Tar­nung in den schnee­be­deck­ten Bam­bus­hän­gen bis hin zur Wär­me­re­gu­la­ti­on wird unter Wis­sen­schaft­lern vie­les diskutiert.

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Pan­das fres­sen nur Bam­bus? Nicht ganz…

Pan­das sind Fle­xi­ta­ri­er. Der Pan­da zählt zwar zu den Raub­tie­ren, lebt aber wei­test­ge­hend vege­ta­risch. Und ja, 99 Pro­zent sei­ner Nah­rung besteht aus Bam­bus. Dane­ben frisst er Kräu­ter wie Bocks­dorn und Enzi­an. Rau­pen und klei­ne Wir­bel­tie­re, die ihm vor die Nase kom­men, fut­tert er auch schon mal mit.

Wie vie­le Pan­das gibt es in der frei­en Natur?

In den 1970er Jah­ren waren es kaum mehr als tau­send Tie­re, heu­te gibt es durch effek­ti­ve Natur­schutz­ar­beit in der Wild­nis wie­der rund 1860 Pan­das, aller­dings bewoh­nen sie nur einen Bruch­teil ihres ursprüng­li­chen Gebie­tes. In jedem ein­zel­nen Are­al leben ledig­lich maxi­mal 250 Exemplare.

Ein Panda sitzt in Sichuan, China auf einem Baum vor schneebedeckten Bergen
War­um sitzt der Pan­da mit­ten im Win­ter auf dem Baum? © naturepl.com / Juan Car­los Mun­oz / WWF

Win­ter­schlaf? Wanderschaft!

Im Gegen­satz zu ande­ren Bären hal­ten Pan­das kei­ne Win­ter­ru­he. Sie wan­dern ledig­lich in tie­fer gele­ge­ne und somit etwas wär­me­re Regio­nen.

Wie kom­mu­ni­zie­ren Pandas?

Pan­das ver­wen­den die unter­schied­lichs­te Lau­te, um sich aus­zu­drü­cken. Bei Paa­run­gen kann man ein Zir­pen ver­neh­men, ein „Hupen“ wenn sie sich unwohl füh­len. Sie kön­nen auch ähn­lich wie eine Zie­ge meckern – auf die­se Wei­se wol­len sie freund­lich Kon­takt auf­neh­men. Ein lau­tes Bel­len soll einen Feind war­nen. Wenn Pan­das schrei­en, haben sie Schmer­zen oder wol­len sich unterwerfen.

Wil­de­rei? Todes­stra­fe in China!

Pan­das wer­den heu­te nicht mehr gejagt, denn es gibt fak­tisch kei­nen Markt, seit­dem die Wil­de­rei auf Pan­das streng bestraft wird – in Chi­na sogar mit der Todes­stra­fe. Pan­das wer­den den­noch Opfer von Jägern, weil sie in Fal­len aus Draht­schlin­gen ster­ben, die eigent­lich zur Jagd auf ande­re Tie­re auf­ge­stellt wurden.

Und der WWF-Panda?

Als Vor­bild für das WWF-Logo dien­te Chi Chi, der einst im Lon­do­ner Zoo wohn­te und 1958 sogar eini­ge Wochen im Ber­li­ner Tier­park ver­brach­te. Zwar lebt Chi Chi schon lan­ge nicht mehr, als Mar­ken­zei­chen für eine der größ­ten Umwelt­or­ga­ni­sa­tio­nen der Welt bleibt der schwarz-wei­ße Bam­bus­bär leben­dig. Als sel­te­ne Tier­art ist er heu­te ein Sym­bol für den Arten- und Natur­schutz weltweit.

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