Rote Lis­te: Gute Nach­rich­ten für das Spitz­maul­nas­horn


Das südwestliche Spitzmaulnashorn wurde auf der Roten Liste auf gering gefährdet herabgestuft. © Greg Armfield / WWF
Das südwestliche Spitzmaulnashorn wurde auf der Roten Liste auf gering gefährdet herabgestuft. © Greg Armfield / WWF

Es kommt ja nicht gera­de oft vor, dass wir beim The­ma Nas­horn gute Nach­rich­ten ver­mel­den kön­nen. Doch es gibt sie: Das süd­west­li­che Spitz­maul­nas­horn (Dice­ros bicor­nis bicor­nis) wur­de auf der Roten Lis­te der Welt­na­tur­schutz­uni­on (IUCN) von gefähr­det auf gering gefähr­det her­ab­ge­stuft. Das süd­west­li­che Spitz­maul­nas­horn ist eine Unter­art des Spitz­maul­nas­horns (Dice­ros bicor­nis) und ist vor allem in Nami­bia anzu­tref­fen. Klei­ne­re Popu­la­tio­nen gibt es aber auch in Süd­afri­ka.

Das Spitz­maul­nas­horn war fast schon ver­lo­ren

Gan­ze drei Nas­horn-Genera­tio­nen hat es gebraucht, um an die­sen Punkt zu kom­men. Das zeigt deut­lich, wie lan­ge es dau­ert, Nas­horn­be­stän­de wie­der­auf­zu­bau­en. Und lei­der muss man bei die­ser guten Nach­richt immer beto­nen: Ledig­lich die­se Unter­art wur­de in ihrem Bedro­hungs­sta­tus her­ab­ge­stuft. Das Spitz­maul­nas­horn als Art gilt wei­ter­hin als vom Aus­ster­ben bedroht.

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Heut­zu­ta­ge ist es schwer vor­stell­bar, aber das Spitz­maul­nas­horn war ein­mal die häu­figs­te der afri­ka­ni­schen Nas­horn­ar­ten. Noch in den 70er Jah­ren gab es geschätz­te 65.000 Tie­re. Die­se Zah­len bra­chen in den fol­gen­den Jah­ren dra­ma­tisch ein. Die nicht enden wol­len­de Nas­horn-Wil­de­rei dezi­mier­te den Bestand der­art, dass im Jahr 1995 nur noch 2.410 Exem­pla­re gezählt wur­den. Das ent­spricht einem Rück­gang von fast 96 Pro­zent.

Gemein­de­ba­sier­ter Natur­schutz

Aus die­sen weni­gen, ver­blie­be­nen Indi­vi­du­en wur­de der Bestand auf heu­te wie­der rund 5.600 Tie­re auf­ge­baut. Das ist ein guter Erfolg, der den mas­si­ven Schutz­be­mü­hun­gen und Umsied­lungs­pro­gram­men zu ver­dan­ken ist. So ist gewähr­leis­tet, dass die Tie­re mehr Lebens­raum zur Ver­fü­gung haben und ent­spre­chend in ihren Bestän­den wach­sen kön­nen. Auch der Ansatz des gemein­de­ba­sier­ten Natur­schut­zes hat dazu bei­getra­gen und zeigt wie wich­tig es ist, die loka­le Bevöl­ke­rung in den Schutz der natür­li­chen Res­sour­cen ein­zu­bin­den.

 

Breit- und Spitz­maul­nas­horn noch immer stark bedroht

Die Nach­richt, dass das die IUCN nun den Bedro­hungs­sta­tus des süd­west­li­che Spitz­maul­nas­horns her­ab­stuft, ist ein wei­te­rer, tol­ler Erfolg, der auf die­ser Arbeit basiert. Trotz­dem bleibt das Spitz­maul­nas­horn mas­siv von Wil­de­rei bedroht. Damit teilt es sich das trau­ri­ge Schick­sal mit dem Breit­maul­nas­horn, Afri­kas zwei­ter Nas­horn­art. Der­zeit wächst der Gesamt­be­stand des Spitz­maul­nas­horns zwar, jedoch in einem stark ver­lang­sam­ten Tem­po im Ver­gleich zu der Zeit vor der Wil­de­rei­kri­se, die etwa vor 10 Jah­ren ihren Anfang hat­te. Der Bestand des Breit­maul­nas­horns ist zwi­schen 2015 und 2017 sogar zurück­ge­gan­gen.

Afri­kas ver­blie­be­ne Nas­horn­ar­ten:

Neben dem süd­west­li­chen Spitz­maul­nas­horn gibt es übri­gens noch zwei wei­te­re Unter­ar­ten, das öst­li­che (D. b. michae­li) und das süd­öst­li­che (D. b. minor), die bei­de als cri­ti­cal­ly end­an­ge­red also vom Aus­ster­ben bedroht ein­ge­stuft blei­ben. Eine vier­te Unter­art, das west­li­che Spitz­maul­nas­horn (D. b. lon­gi­pes), wel­ches in Zen­tral­afri­ka leb­te, gilt seit 2011 als aus­ge­stor­ben.

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Har­te Arbeit zeigt Erfolg

Und so bleibt ist es wei­ter­hin wich­tig, die Bemü­hun­gen zur Ret­tung des Spitz­maul­nas­horns vor dem Aus­ster­ben hoch­zu­hal­ten. Wir müs­sen den Auf­bau der Bestän­de sichern und die Nas­hör­ner vor der Wil­de­rei schüt­zen. Die Nach­rich­ten der IUCN sind ein moti­vie­ren­des Zei­chen, dass die har­te Arbeit der letz­ten Jahr­zehn­te Früch­te trägt. 

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