Rück­gang der Nas­horn-Wil­de­rei in Süd­afri­ka


Gute Nachrichten: 2019 sind die Wildereizahlen in Südafrika um fast ein Viertel zurückgegangen. © Lindsay Balsamo / WWF
Gute Nachrichten: 2019 sind die Wildereizahlen in Südafrika um fast ein Viertel zurückgegangen. © Lindsay Balsamo / WWF

Es gibt gute Nach­rich­ten aus Süd­afri­ka. Nach­dem 2018 noch 769 Nas­hör­ner der Wil­de­rei zum Opfer fie­len, waren es im ver­gan­ge­nen Jahr “nur” noch 594. Das bedeu­tet ein Rück­gang der ille­ga­len Nas­horn­jagd um fast ein Vier­tel.  

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Damit fal­len die­se Zah­len schon seit fünf Jah­ren in Fol­ge – das ist ein gro­ßer Erfolg. Süd­afri­ka ist das Land mit den mit Abstand größ­ten Bestän­den der bei­den afri­ka­ni­schen Nas­horn­ar­ten, dem Breit- und dem Spitz­maul­nas­horn. Dem Ein­satz von Poli­tik, pri­va­ten Park­be­trei­bern und Tou­ris­mus­an­bie­tern, Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen und Gemein­den sind die­se posi­ti­ven Nach­rich­ten zu ver­dan­ken. 

Nas­horn-Wil­de­rei: Noch kein Anlass zur Freu­de

Anlass zur rei­nen Freu­de sind die­se Zah­len jedoch noch lan­ge nicht. 2014 bil­de­te bis­lang den blu­ti­gen Höhe­punkt der Nas­horn­wil­de­rei, als wir ins­ge­samt 1215 Nas­hör­ner in nur einem ein­zi­gen Jahr ver­lo­ren. In den letz­ten zehn Jah­ren wur­den allein in Süd­afri­ka über 8500 Tie­re gewil­dert. Zu viel für die Bestän­de der Breit­maul­nas­hör­ner, die zuletzt merk­lich zurück­ge­gan­gen sind. Die Popu­la­tio­nen ist um fast zehn Pro­zent ein­ge­bro­chen. Das ist ein schwe­rer Schlag, nach­dem die Bestän­de ein gan­zes Jahr­hun­dert lang fast ste­tig gewach­sen sind.

Wie vie­le Nas­hör­ner im Moment in Süd­afri­ka leben, wis­sen wir nicht genau. Die letz­ten Schät­zun­gen bezif­fern die Bestän­de auf rund 17.500 Tie­re. Daher ist es auch schwie­rig, die dor­ti­gen, aktu­el­len Wil­de­rei­zah­len final in den Kon­text zu packen. Nied­ri­ge­re Wil­de­rei­zah­len kön­nen zum Teil auch ein­fach daher rüh­ren, dass es weni­ger Tie­re gibt, die getö­tet wer­den kön­nen.

Süd­afri­ka im Kampf gegen Nas­horn­wil­de­rei

Wich­tig ist jedoch in die­sem Zusam­men­hang zu erwäh­nen, dass die Nas­horn-Natio­nen wie Süd­afri­ka nicht allein gelas­sen wer­den dür­fen. So lan­ge die Nach­fra­ge aus dem Aus­land nach dem Horn der Nas­hör­ner bestehen bleibt, wer­den wir den Kampf gegen die Wil­de­rei vor Ort nicht gewin­nen. Wir haben nur eine Chan­ce, wenn wir alle an einem Strang zie­hen. Die Netz­wer­ke des ille­ga­len Arten­han­del arbei­tet glo­bal und so müs­sen auch wir inter­na­tio­nal zusam­men­ar­bei­ten.

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Über mich
Katharina Trump

Als Tierökologin und Programm-Managerin für illegalen Artenhandel beim WWF Deutschland habe ich für das Thema Wilderei und Reduktion der Nachfrage nach illegalen Wildtierprodukten eine ganz besondere Passion – aber auch für viele Schnittpunkte dazu: die Reduktion von Mensch-Wildtier-Konflikten, ländliche Entwicklung und alternative Einkommensgenerierung oder Umwelt- und Bewusstseinsbildung. Einfach alles, was Arten schützt, die Wildnis wild sein lässt und zu einer friedlichen Koexistenz beiträgt.

1 Kommentar

  1. Avatar
    Davut
    4. Februar 2020
    Antworten

    So eine Nach­richt freun uns als Umzugs­un­ter­neh­men aus Ber­lin sehr, den Tie­re haben das bes­te Leben ver­dient. Ich fin­de eure Arti­keln sehr inter­es­sant und hilf­reich. Macht wei­ter so!

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