Palmöl: Macht es Sinn, Nutella zu boykottieren?


Macht es Sinn, Nutella zu boykottieren, weil es Palmöl enthält? © iStock / Getty Images
Macht es Sinn, Nutella zu boykottieren, weil es Palmöl enthält? © iStock / Getty Images

Eigentlich habe ich heute den ganzen Tag damit verbracht, Interviews zu geben. Zu verdanken habe ich das Ségolène Royal, der französischen Umweltministerin, die im Fernsehen dazu aufrief, Nutella zu boykottieren. „Der Umwelt zuliebe“. Als Grund dafür nannte sie das dafür verwendete Palmöl.

Daraufhin wollten Journalisten aus ganz Deutschland von mir hören, was denn an den Aussagen der französischen Politikerin dran sei. Ich glaube, die meisten wollten auch von mir hören, dass ich ihr Recht gebe und den Aufruf zum Boykott unterstütze. Ganz so einfach ist das aber nicht.

Dafür muss ich einmal ganz kurz ausholen. Palmöl ist seit jeher ein Bestandteil von Nutella. Palmöl ist aber auch noch in ganz anderen Produkten zu finden: in Tiefkühlpizzen, Lippenstiften, Schokolade, Tütensuppen, Cremes und Waschmitteln. Ich könnte noch viele weitere Produkte aufzählen. Was ich aber eigentlich sagen möchte, ist: Wir alle konsumieren jeden Tag Palmöl, ob wir wollen oder nicht.

Pflanzenöl braucht Fläche: Beim Vergleich der Ölerträge [t/ha] schneidet die Ölpalme besser ab als die Ersatzpflanzen Kokos, Soja, Sonnenblume und Raps. © Anita Drbohlav
Pflanzenöl braucht Fläche:
Beim Vergleich der Ölerträge [t/ha] schneidet die Ölpalme besser ab als die Ersatzpflanzen Kokos, Soja, Sonnenblume und Raps. © Anita Drbohlav

Palmöl hat ganz besondere Eigenschaften:

Ölpalmen wachsen schnell und sind die effizientesten Ölpflanzen der Welt. Das Öl selber ist bei Raumtemperatur fest und zudem geschmacksneutral. Für die Industrie ist es daher sehr interessant. So interessant, dass diese Palmen weltweit inzwischen schon auf etwa 16 Millionen Hektar angebaut werden (Zum Vergleich: Deutschland umfasst eine Fläche von etwa 36 Mio ha).

Das große Problem ist: Ölpalmen wachsen ausschließlich in Tropenregionen, also den Gebieten unsere Erde, die für ihren Artenreichtum bekannt sind. Leider werden für die Plantagen viel zu häufig große Flächen wertvollen Regenwaldes vernichtet. Die größten Palmölproduzenten sind Indonesien und Malaysia. Die beiden Staaten haben in den vergangenen Jahren unzählige Hektar Regenwald verloren, ebenso wie eine Vielzahl der Tiere, die dort lebten. Palmöl wurde daher auch zum Synonym für die Ausrottung der Orang-Utans. Indonesien ist aufgrund von Abholzung und Zerstörung von Torfböden zum drittgrößten „CO2-Emittenten“ der Welt geworden, gleich hinter den USA und China. Etwa 30% dieser Waldrodungen sind auf Palmöl zurückzuführen. (Update zum besseren Verständnis am 18.06.2015 um 13.09 Uhr)

Zurück zum Vorschlag von Ségolène Royal:

Sie fordert Ferrero auf, Alternativen zu benutzen. Bei Schokolade wird als Ersatz meist Kokos genommen. Kokospalmen wachsen unter ähnlichen Bedingungen und in ähnlichen Regionen wie Ölpalmen. Dabei sind sie weit weniger ertragreich. Auf Palmöl zu verzichten und einfach andere Fette zu verwenden, verschiebt das Problem also meist nur. Wird Palmöl beispielsweise durch Sojaöl ersetzt, kommen wir vom Regen in die Traufe. Wir würden die sechsfache Fläche benötigen und dazu kommt noch das Problem „Gensoja“. Eine ähnliche Rechnung könnte ich auch für Raps und Sonnenblumen aufstellen, die zwar nicht in den Tropen wachsen, aber auch mehr Fläche benötigen als Palmöl. Und an jeden Ersatz würde ich die gleichen Ansprüche an „Nachhaltigkeit“ stellen wie an Palmöl. Und davon, dass das meiste Palmöl in Indonesien als lokales Öl zum Kochen, Braten, Frittieren genutzt wird – davon rede ich jetzt mal lieber nicht. Es soll ja nicht noch komplizierter werden.

Was wäre mein Vorschlag?

Die einzige wirkliche Alternative, die ich sehe, ist die Verwendung von nachhaltigerem Palmöl. Ja, dafür hat der WWF schon viel Prügel kassiert. Denn der Runde Tisch für Palmöl (RSPO), der zumindest  die Einhaltung von Mindeststandards bei der Produktion einfordert, steht immer wieder in der Kritik, weil Mitglieder gegen Kriterien verstoßen. Der RSPO ist kein Öko-Label und auch uns fehlen noch schärfere Kriterien – aber nichts tun, ist auch keine Lösung.

Und leider gibt es auch in Deutschland immer noch viel zu viele Unternehmen, die nicht einmal zertifiziertes Palmöl nutzen. Aufgrund der Kritik am RSPO haben sich auch weitere Initiativen gebildet, die die Produktion weiter verbessern wollen. Die „Palm Oil Innovators Group“ beispielsweise fordert strengere Kriterien ein. Hier sind neben uns auch Greenpeace und andere NGOs mit an Bord. Dazu kommt das „Deutsche Forum Nachhaltiges Palmöl“, dessen Mitglieder auch eine Verbesserung der Produktionsbedingungen anstreben.

Und was ist nun mit dem Boykott von Nutella?

Ferrero gehört zu den wenigen großen Unternehmen, die Palmöl beziehen und daran interessiert sind, zu erfahren, wo es herkommt, unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde. Ich behaupte, dass Ferrero weiß, was in ihren Produkten benutzt wird. Bei vielen, vielen anderen Firmen würde ich das nicht behaupten. Ferrero nutzt zu 100% physisch segregiertes Palmöl, weiß wo es herkommt und unterstützt die oben beschriebenen Palm Oil Innovators Group. Deswegen trifft es diesmal leider die Falschen. Aldi Nord, Burger King oder Procter & Gamble wären Marken, die viel mehr Orang-Utans auf dem Gewissen haben. 

Auch wenn ich die Idee von Ségolène Royal nicht teile, hat sie es doch geschafft, das Thema plötzlich wieder auf die Tagesordnung zu bringen. Und das ist großartig. Das Thema Palmöl ist viel zu wichtig, um nicht öffentlich darüber zu diskutieren. Ihr Vorschlag sorgt zumindest dafür, dass sich die Leute Gedanken darüber machen. Und das ist sehr viel wert.

Daher meine Tipps:

Meiner Meinung nach macht ein Boykott in Deutschland keinen Sinn. Die Verbraucher wissen oftmals gar nicht, wo überall Palmöl drin ist. Besser wäre es, wenn wir alle ein wenig mehr auf unser Einkaufsverhalten achten würden. Daher meine Tipps zum Vermeiden von Palmöl: Kauft möglichst frische Lebensmittel, weniger Süßes und Fettiges, auch wenn es weh tut! Schmeißt weniger weg! Und kauft Bio, denn Biopalmöl kommt zusätzlich noch ohne Pestizide aus.

Doch bislang interessiert dieses Thema noch zu wenige Menschen.

Das glaubt ihr nicht? Dann habe ich einen kleinen Test für euch: Wer von euch kann von sich behaupten, auch nur ein einziges Mal in seinem Leben bewusst ein Produkt mit zertifiziertem Palmöl gekauft zu haben?  

„Palmöl-Check“ 2013

Eine neue Studie kommt im Juli 2015
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61 Kommentare

  1. münchnerin
    17. Juni 2015
    Antworten

    Ich habe sicher auch schon Produkte gekauft, die Palmöl enthielten. Ich achte aber darauf, ob Palmöl enthalten ist und es ist schon öfter passiert, daß ich diese Produkte nicht gekauft habe, entweder habe ich dann ein Alternativprodukt genommen oder aber ganz verzichtet, wenn es z.B. nur ein „Genußkauf“ war.

  2. Schwoabaseggl
    18. Juni 2015
    Antworten

    Danke für diesen tollen Artikel!

    Obwohl ich normalerweise weit weg jeglicher Öko Bewegung stehe finde ich es toll, dass das Problem differenziert angegangen wird.

    Viele Journalisten sollten sich hier ein Beispiel nehmen!

    • Patrick
      18. Juni 2015
      Antworten

      Auch ich finde es gut, dass hier kein pauschales Industrie-Basching betrieben wird, wie man es so oft erlebt, sondern ein solches Thema zwar kritisch, aber differenziert und ausgewogen beleuchtet wird. Wenn jetzt von Umweltschützerseite die unleidliche Gentechnikdebatte ausgewogen diskutiert würde, dann wäre insgesamt sehr viel gewonnen. So sind auch gentechnisch veränderte Pflanzen nicht grundsätzlich schlecht, sondern könnten je nach Anwendungsfall sogar ein Beitrag zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz leisten. Nicht pauschal in jedem Anwendungsfall, sondern auch dass muss eben ausgewogen und fallweise betrachtet werden.

      • Thorsten
        30. Juni 2015
        Antworten

        Hi Patrick,
        sie kennen aber schon die Dokumentationen über den Genherscher Monsanto ?
        Wenn nicht mal Bitte nach „Monsanto – Mit Gift und Genen“ suchen.

  3. 18. Juni 2015
    Antworten

    Ich halte es für ein Gerücht, daß Ferrero schon immer Palmöl in seinen Produkten einsetzt. Es hat wohl reine Kostengründe. Speiseöle sind Commodities und werden weltweit gehandelt!
    Wenn die Firma Ferrero wieder zurückfinden würde zu ggf. teurerem europäischen Raps-oder Sonnenblumenöl würden garantiert keine Urwälder in Süd-Ost Asien mehr zusätzlich dafür gerodet! Das wäre der nächste logische Schritt um die Nachfrage nach Palmöl zu reduzieren!

    • 18. Juni 2015
      Antworten

      Hallo Sven, Palmöl wird tatsächlich schon sehr lange bei uns verwendet. Schon 1950 wurden 0,6 Mio. Tonnen Palmöl nach Deutschland importiert. In Berlin steht zum Beispiel ein alter Palmkernölspeicher aus dem Jahr 1881. Dort wurde auch damals schon Margarine mit Palmöl hergestellt. Grüße Ilka

  4. Klaus
    18. Juni 2015
    Antworten

    Sehr geehrte Frau Petersen,
    Sie sind im WWF Deutschland und rufen im Abschluss Ihres Beitrages zu Bio auf?
    Haben Sie ggf auch mal Lust und Laune übet die Entstehung von Bioprodukten zu recherchieren?
    Gruss
    Klaus

    • 18. Juni 2015
      Antworten

      Hallo Klaus,
      ja, bei Palmöl ist Bio meiner Einschätzung nach die beste Wahl. Ich habe mir die Bioplantage in Kolumbien angeschaut – und ja, es ist eine Monokultur, aber es ist beeindruckend zu sehen, wie dort alles aufeinander abgestimmt ist und auch ohne Pestizide funktioniert.

  5. Christine
    18. Juni 2015
    Antworten

    „Ferrero nutzt zu 100% physisch (segregiertes) Palmöl, weiß wo es herkommt und unterstützt die oben beschriebenen Palm Oil Innovators Group.“

    Verständnisfrage: Was bedeutet „zu 100% physisch segregiertes Palmöl“ bzw. warum soll das nachhaltiger sein als anderes Palmöl?

    • 18. Juni 2015
      Antworten

      Hallo Christine, es gibt verschiedene „Lieferkettenmodelle“ beim Kauf von Palmöl. „Physisch segregiert“ heißt, dass in einem Produkt wie Nutella, 100% zertifiziertes Palmöl enthalten ist. Es wurde von der Plantage an von nicht-zertifiziertem Palmöl getrennt transportiert. Hier ist die Rückverfolgbarkeit & damit die Kontrolle, wo es herkommt, am höchsten. Dann gibt es noch „Massenbilanz“. Da wird das zertifizierte Palmöl mit nicht-zertifiziertem gemischt – ähnlich wie beim Ökostrom. Das aus unserer Sicht schwächste System ist der Zertifikatehandel. Da kauft ein Unternehmen Zertifikate von einer zertifizierten Plantage, aber im Produkt selbst ist kein zertifiziertes Palmöl.

      • Christine
        18. Juni 2015
        Antworten

        Danke. 🙂

  6. Soehnke
    18. Juni 2015
    Antworten

    Bis auf die Tatsache, dass pauschal zum Kauf von Biopalmoel geraten wird, wirklich ein differenzierter und interessanter Artikel. Denn Bio bedeutet in der Regel weniger Ertrag und somit auch mehr benoetigte Anbauflaeche, was man nicht ausser Acht lassen sollte!

    • 18. Juni 2015
      Antworten

      Hallo Söhnke, stimmt, Bio-Palmöl hat ein bisschen weniger Ertrag, aber schont dafür andere Ressourcen, wie Boden, Wasser und Luft. Deswegen ist es ein Puzzlestück. Andere sind z.B. bewussterer Konsum, aber auch bessere Schulungen beispielsweise für Kleinbauern, womit der Ertrag auf den bestehenden Flächen durch z.T. sehr einfache Mittel verbessert werden kann.

  7. Sussie
    18. Juni 2015
    Antworten

    „zertifiziertes Palmöl“ – die Produzenten kontrollieren sich selbst. GENAU!!!!! Ich lege immer mehr Produkte wieder ins Regal zurück, da immer mehr Produzenten Palmöl ( zuletzt gefunden in einem „Bio“-Regionalen Mohnstrudel – da würdest am liebsten laut zu schreien anfangen ) verwenden. Besonders schlimm finde ich es in „vegetarischer Wurst“ – was soll das?

  8. 18. Juni 2015
    Antworten

    Sehr guter Beitrag! Wenigstens mal eine sachliche und faire Darstellung ohne Effekthascherei wie in den Boulevardmedien. Es gibt nämlich in der Tat eine Kehrseite der Medaille. Zudem engagieren sich etliche Unternehmen in Bezug auf umsetzbare Palmöl-Alternativen Es gibt also schon Lösungen zu Produktbestandteilen, die das Palmöl ersetzen können (siehe Vorreiter Frosch, Rapunzel o.a.) Aber auch zu alternativen Anbauflächen gibt es zahlreiche Lösungen… Eines ist Ségolène Royal aber gelungen: Sie hat damit internationale Aufmerksamkeit errungen… ob bewusst oder nicht….

  9. Sabrina
    18. Juni 2015
    Antworten

    Warum wird hier mit keinem Wort erwähnt, dass Palmöl in sehr viel größeren Anteilen im „Bio“diesel und E 10 steckt?
    Und hier sind dann genau die Politiker schuld, die sich heute im Vorwahlkampf profilieren wollen!
    Wir müssen auch endlich aufhören, Nahrungsmittel in unseren Tank zu gießen und zu behaupten, das sei ökologisch.
    Ansonsten: Erfreulich ausgewogner Artikel.

  10. Jörg Brüggemann
    18. Juni 2015
    Antworten

    Die Argumentation ist nicht schlecht, doch verfehlt sie aus meiner Sicht dennoch das Thema. Denn Nutella ist süß und fettig. Nutella ist nicht Bio. Ferrero verwendet offensichtlich kein nachhaltiges Bio-Palmöl. Und es gibt einige gute Alternativen im Bio-Regal… – ergo kommt die abschließende Empfehlung „Und kauft Bio…“! defakto einem Boykottaufruf von Nutella und Ferrero gleich.

    In diesem Sinne beißt sich hier die vermeidlich gute Argumentation in den Schwanz. Nutella finde ich gut, doch anderes finde ich besser!

    #KonsumrEvolution

    http://www.utopia.de/magazin/nutella-alternativen-aus-dem-Supermarkt

  11. Thomas
    18. Juni 2015
    Antworten

    Vielen Dank, interessanter Aspekt!

    Ich denke, der wirkliche Grund, Nutella zu Recht zu boykottieren liegt darin, dass das verwendete Milchpulver von Kühen aus Massentierhaltung stammt. Dabei werden jedes Jahr aufs Neue die Kühe vergewaltigt (Einsetzen von Samen) und nach der Geburt Mutter und Kalb getrennt (traumatischstes Erlebnis überhaupt für ein Säugetier). Milch(pulver)-Konsum bedeutet in der heutigen Industriegesellschaft in fast allen Fällen große Tierqual, das muss jedem Konsumenten bewusst sein.

    Gut, dass es eine Vielzahl von veganen Alternativen zu Nutella gibt, die wunderbar schmecken – und sogar auch noch Bio-Palmöl enthalten nach strengeren Kriterien. Und dazu unterstützt man noch nachhaltigen Kakaoanbau.

    Wer also Nutella wegen des Palmöls kritisiert, hat das eigentliche Problem nicht erkannt.

  12. Daniela Fehr
    19. Juni 2015
    Antworten

    Herzlichen Dank für den aufschlussreichen Beitrag und die ausgeglichene Information. Es ist schön und glaubwürdig, einen pro und contra Beitrag seitens des Umweltschutzes zu lesen. Viel zu oft bekommt man zu hören was alles schlecht ist, was man nicht darf, es werden zu wenig alternativen erforscht und pauschal Konzerne verurteilt. Was hier nicht der Fall ist. Weiter so!

  13. Max
    19. Juni 2015
    Antworten

    Mal im Ernst. Habt ihr Geld für die Nummer gesteckt bekommen? Ferrero gehört zu Monsanto, dem größten Sch*** Konzern dieser Welt, und ihr behauptet es trifft die falschen? Der Boykott ist das einzige, was dieses Maß an Zerstörung, das besagte Firmen ausrichten, beenden kann.
    Keine Kunden, kein Geld, keine Macht mehr.

  14. Britta Bertsch
    19. Juni 2015
    Antworten

    Danke Max! Sehe ich auch so! Nur weil wir Schokolade aufs Brot schmieren wollen, müssen Tiere sterben! Da bleibt mir das Essen im Hals stecken! Ich kaufe überhaupt nichts mehr, wo Palmöl drin ist, egal wie es angebaut wurde! Es ist schlimm genug, dass ich Produkte kaufe, wo ich nicht weiß, dass da welches drin ist! Wir Verbraucher werden doch für blöd gehalten!
    Aber jeder einzelne von uns kann mit seinem Kaufverhalten etwas bewirken!
    Also, was gibt es da noch zu überlegen und diskutieren!

    • Walenta H
      22. Juni 2015
      Antworten

      Genau Deiner Meinung. Wir Verbraucher haben die Macht und sollten sie endlich nutzen und verdammt nochmal auf die Zutatenliste schauen bevor wir etwas kaufen. In unsere Autos kippen wir das teuerste Öl. In uns kippen wir den letzten billigsten Rotz den es zu kaufen gibt. Lebensmittel wie Fleisch usw. können ja garnicht billig genug sein. Egal woher das kommt. Hauptsach ein Kilo Pute für 5 Euro oder 1 Kg. Hackfleisch für 3 Euro. Süssigkeiten fast nur aus Zucker und Fett. Hauptsach billig. Naja wir sind auf dem besten Wege der USA Konkurenz zu machen. TTIP wird wohl den Rest erledigen. Prost Mahlzeit sach ich da nur.

  15. Alexander
    19. Juni 2015
    Antworten

    Es ist viel zu kurz gedacht Nutella und alle Produkte in denen Palmöl enthalten ist zu boykottieren. Es wird keinen Boykott von Nutella geben und er ist sogar Schwachsinn . Im Bericht wurde doch klar vormuliert dass es keine Alternativen zu Palmöl gibt. Des Weiteren werden insbesondere die Inder und Chinesen ihren Konsum nicht ändern. Bei der Herstellung von Kosmetik und Waschmitteln ist man seit Jahrzehnten auf Palmöl angewiesen. Diese Industriezweige werden Palmöl mindestens die nächsten 100 Jahren in gleichem Umfang verwenden wie jetzt. Es kann daher nur eine langfristige Lösung angestrebt werden und diese kann nur mit Firmen wie Ferrero und Monsanto erarbeitet werden . Erstens die Labels müssen verbessert werden. Damit verbunden ist dass die Anbaubedingungen zukünftiger Palmölplantagen verbessert werden müssen. Außerdem dürfen weitere Ölpalmen nicht in besonders fragilen und artenreichen Regenwaldregionen angepflanzt werden. Diese Schritte können nur mithilfe der dortigen Regierung erfolgen. Des weiteren und hier appelliere ich besonders an den WWF ,müssen Waldkorridore durch bestehende Plantagen errichtet werden, damit Tiere von Wald 1 zu Wald 2 gelangen können. Die bereits bestehenden Plantagen sorgen für die Ausrottung von Subspezies im malayischen Teil Borneo. Die Lösung führt an den Tisch mit den Palmölproduzenten.

    • Johanna
      4. Februar 2016
      Antworten

      Ja, aber es ist leichter, sich zu empören und sich dadurch moralisch überlegen zu fühlen. Dass das Problem dadurch nicht gelöst wird, ist dabei zweitrangig…

  16. MLN
    20. Juni 2015
    Antworten

    mal wieder eine höchst merkwürdige argumentation. weil man das palmölproblem mit dem boykott nicht auf einen schlag lösen kann, wir behauptet, die aktion wäre nicht sinnvoll. und dann wird auf andere unternehmen mit dem finger gezeigt. aber mal ehrlich, was ist denn so verkehrt daran, an einer stelle, wo es sicher jeder verschmerzen kann, einen anfang zu machen, ein signal zu setzen? vielleicht auch um andere unternehmen zum umdenken zu animieren. sicher sind zertifikate und prüfsigel eine nette sache, um das gewissen zu beruhigen, aber für solche kosmetischen eingriffe in das weltweite industrielle wüten ist es ein bisschen spät. sobald irgendwie an den eingefahrenen gewohnheiten der wohlstandsgesellschaft gerührt oder diese in frage gestellt werden, stößt man selbst bei den etablierten aktivisten auf widerstand. anscheinend haben viel zu viele menschen viel zu wenig fantasie, um sich auch nur im ansatz vorzustellen, wie immens erst einmal die entbehrungen für jeden einzelnen menschen auf diesem planeten sein werden, wenn eben keine radikalen umwälzen in produktion und verwertung statfinden. was wäre denn die folge, wenn ein unternehmen wie ferrero auf einen nachhaltigeren, aber weniger ertragreichen grundstoff ausweichen müsste? sie könnten ihre luxusartikel nicht mehr zu billigsten discounterpreisen anbieten und der normalsterbliche geringverdiener könnte sich die überzuckerte schmiere nicht mehr sieben mal die woche aufs brot klatschen, sondern vielleicht nur noch ein- oder zweimal. das geht natürlich nicht!

  17. 20. Juni 2015
    Antworten

    Frau Petersen, darf ich Ihnen mein politisches Konzept zu diesem Thema unterbreiten? Nun, ich tue es einfach mal, wenn es auch noch nicht ausgereift ist und ich natürlich auf Hilfe von Experten angewiesen bin.
    Zunächst wäre es ein wichtiger Schritt, auch unabhängig der Palmöldebatte, dass eine Ampelkennzeichnung für Lebnsmittel eingeführt würde. Damit könnte der Verbraucher immerhin schnell, wenn auch rudimentär erkennen, wo seine Kaufartikel einzuordnen sind.
    Ich bin eigentlich kein Freund von Verboten und Sanktionen, doch würde in solchen Fällen eine Abgabe der Palmölverwerter, sofern sie sich nicht zertifizierten Produktlinien bedienen, ein Anreiz geschaffen werden, sich für bessere Standards zu bemühen. Man kann nicht von den Verbrauchern verlangen, dies in allen Einzelfällen zu überprüfen. Ohne eine Besteuerung nicht zertifierter Produkte bleibt der Wettbewerbsvorteil für Billigprodukte ohne Zertifizierung erhalten. Es gibt keinen ökonomischen Grund, eine Zertifizierung anzustreben. Das darf allerdings nicht so in die Hose gehen wie bei dem Handel mit CO2- Zertifikaten… Gruß von http://soznet.org

  18. Alexander
    20. Juni 2015
    Antworten

    Ich bin selbst schon in Sumatra gewesen und darf hier darauf hinweisen dass auf Sumatra als auch in Malaysia bereits so große Palmölplantagen existieren, dass bereits jetzt irreversible Umweltschäden angerichtet sind. Diese Flächen auf denen die Ölpalme wächst sind für Jahrzehnte ökologisch zerstört. Der Boden ist ausgelaugt und die Wirkung von Pestiziden ist wohl nicht ansatzweise abzuschätzen. Der Schaden ist also bereits angerichtet, was natürlich nicht heisst das ich das weitere Roden für Plantagen befürworte. Herr Brück spricht das Problem an. Palmöl ist in einer riesigen Produktpalette enthalten. Und der Durchschnittskonsument wird sich nicht bei jedem Produkt vergewissern ob Palmöl enthalten ist .Eine Besteuerung und auch deren Kontrolle kann aber wohl nur mithilfe der Regierungen erfolgen. Ich sehe da leider ziemlich schwarz. Trotzdem bleibt dieser Ansatz ,und da schließe ich mich an, zu verfolgen.

  19. Walenta H
    22. Juni 2015
    Antworten

    Mir geht es nicht nur darum das man mittlerweile in fast allen Produkten Palmöl oder Fett auf der Zutatenliste findet. Fett und Zucker sind billigste Rohstoffe mit denen man neben Salz und Aromen billigst Lebensmittel strecken kann. Wenn auf einer Zutatenliste an erste Stelle Zucker und Palmfett oder Öl steht war das für den Hersteller erstmal billigst einzukaufen und die Gewinnmarche wird maximal denke ich. Schließlich ist doch das kaufmännische Ziel mit wenig Einsatz maximalen Gewinn zu erzielen. Dann kommt die Werbung welche einem teilweise suggeriert das beste am Morgen oder über den Tag zu essen wenn man diese Produkte kauft. Wie gesund ist überhaupt Palmöl oder Fett? Im Vergleich zu Sonnenblumenöl oder anderen Planzlichen Ölen und Fetten?? Freundliche Grüße H. Walenta

  20. Sebastian
    25. Juni 2015
    Antworten

    Palmöl scheint mir nicht so lebens wichtig zu sein. Da könnten wir gut drauf verzichten. Es ist traurig um den Regenwald und seine Bewohner und letztlich lebensgefährlich für alles Leben auf der Erde, den Regenwald zu zerstören.

  21. Dörte Böke
    25. Juni 2015
    Antworten

    Hallo,

    Editieren
    das kann nicht sein, es gibt kein Palmöl, dass nachhaltig angepflanzt wird! Das hat selbst Bärbel Höhn zugegeben.
    Alles mit Korruption durchzogen, und ich kanns dann auch noch verstehen, wir haben unsere Wälder ja schließlich auch platt gemacht und wenn denn mal ein Bär umherstreift oder Wölfe auftauchen dann ist das Geschrei gleich wieder da, da wird mir schlecht. aber darum gehts ja nicht.
    Es muss endlich Abstand davon genommen werden dieses Zeug überall, aber auch wirklich überall einzusetzen. Orang-Utans, Elefanten und was weiß ich noch für Tiere verlieren Ihren Lebensraum, Einheimische werden vertrieben und irgendwann beißt und dieses Problem selbst in den A….!
    Ich für meine Person boykottiere es wo ich kann und mache auch andere darauf aufmerksam. Traurig ist dann auch noch, dass fast alles BIO-Produkte das einsetzen, kann nicht war sein. Darunter auch Alnatura, also die Produkte, die günstig sind und entsprechend gekauft werden. Also für mich gibt’s nur eins, Boykott!

  22. hohberg hans-peter
    25. Juni 2015
    Antworten

    ich esse das dreckszeug seit über 40 jahren nicht mehr und habe meiner tochter auch beigebracht es nicht zu essen.
    leider hat mein enkel auf grund der Werbung mit der Nationalmannschaft solange rumgemacht bis er es essen durfte, fussballer leben gesund war die antwort.
    ob Palmöl oder nicht es macht dick und die kosten trägt natürlich die Allgemeinheit und nicht Ferrero.
    wie wäre es liebe Politiker wenn man eine gesundheitsabgabe für fett und zuckerhaltige Produkte einführen würde ??

  23. dieter jacobs
    25. Juni 2015
    Antworten

    Vielleicht sollte einmal darauf hingewiesen werden, dass in Eispackungen jede Menge Palmöl verwand wird. Einfach weil es billiger ist als milch und Sahne.

    Schöne Grüße
    Dieter

  24. 26. Juni 2015
    Antworten

    Hallo Herr / Frau H. Walenta,
    sie sprechen mir aus der Seele. In´s Auto kommt das teuerste Öl und das eigene Fressen kann nicht billig genug sein. Was stimmt da in vielen Köpfen nicht?

  25. Kunz
    26. Juni 2015
    Antworten

    Ein ähnliches Problem ist der Kakao! Besonders aus der Elfenbeinküste (siehe Reportagen des BR). Unübersichtlichkeit der Siegel, Korruption, Kinderarbeit, Regenwaldzerstörung!

  26. Bubo
    26. Juni 2015
    Antworten

    Danke für den kritischen und reflektierten Beitrag. Die Welt ist nicht nur schwarz oder weiß. Je mehr man sich damit auseinandersetzt, desto komplizierter wird es… Dennoch muss man Entscheidungen für die Umwelt treffen, keine leichte Abwägung.
    Eine kleine vglw. nebensächliche Bemerkung muss ich allerdings noch loswerden: Es kann keinen „Sinn machen“, Nutella zu boykotieren, da man Sinn nicht „machen“ kann! Es gibt viele Möglichkeiten, den vorhandenen oder nicht vorhandenen Sinn auszudrücken. Neben „Es ist sinnvoll“ ist ebenso richtig: „Es ergibt einen Sinn“, „es hat einen Sinn“, „man kann einen Sinn darin erkennen.“
    „Das macht Sinn“ ist nicht mehr als ein primitiver Übersetzungsanglizismus und höchstens geeignet, um über ein mangelndes Profil oder fehlende Sachkompetenz hinwegzutäuschen und von Missständen abzulenken. Das will ich nicht hoffen!

  27. Marlies Strempel
    27. Juni 2015
    Antworten

    Danke für diesen Artikel.
    Unsere Erde stirbt leise,wir haben es in der Hand etwas dagegen zu tun.

  28. Rainer Hölbl
    5. Juli 2015
    Antworten

    Liebe Frau Ilka Petersen,
    es würde mich sehr interessieren welches und wieviel Palmöl für die Befeuerung von thermischen Kraftwerken pro Jahr weltweit und in Deutschland verwendet wird. Als Ersatz für fossile Öle. Dieser Wahnsinn wurde ja einmal in den Anfängen 2000-Jahre von den Grünen (Claudia Rot und Jürgen Trittin) propagiert. Daraufhin erfolgte ein richtiger Sturm auf Palmöl und die Werte von Palmöl Plantagen stiegen in den Himmel.
    Können Sie das in ein Verhältnis stellen mit dem Verbrauch für Lebensmittel und Kosmetika?
    Die Brandrodungen für Palmöl-Plantagen hält meines Wissens immer noch unvermindert an.

  29. MS
    9. Juli 2015
    Antworten

    Sehr gelungener Artikel, gefällt mir gut, dennoch fehlen mir noch mehr oder weniger wichtige Inhalte. In dem Artikel versteift man sich überwiegend auf die Lebensmittelindustrie, welche auch einen sehr großen Prozentsatz ausmacht, aber es wird nicht erwähnt wie es um die Biodieselproduktion steht (klar Deutschland nutzt, „noch“ größtenteils Rapsöl als Mischung) aber laut eurem WWF Bericht, um es kurz anzusprechen: hier der Link:

    „http://wupperinst.org/uploads/tx_wupperinst/Palmoil_study_de.pdf“

    Seite 12 mit dem Titel Biodiesel aus Palmöl (PME) bis Ende Seite 13 weißt ausdrücklich daraufhin (F.O 2006), das demänchst eine 250.000t Anlage, wenn sich nicht bereits schon in Bearbeitung ist, errichtet werden soll, welche dann Biodiesel, auch aus Palmöl herstellt. Bereits jetzt beziehen Europa 2/3 der in Malaysia und Indonesien angebauten Palmöle.

    Abgesehen davon (war selbst Vorort und Aktiv), bedrohen Konzerne selbst mit dem Certified Palmoel Siegel, die Einheimischen. Trotz Besitzurkunde des Landes, wird Ihnen ihr EIGENES Land unter den Füßen weggenommen. D.h. nun wächst auf Ihrem Grundstück ausschließlich Palmöl, und keine anderen Ressourcen mehr mit denen die Einwohner einst ihr Geld verdient haben. Nun sehen sie sich dazu gezwungen, dass Palmöl das auf IHREM GRUNDSTÜCK wächst zu ernten und anschließend zu verkaufen. Werden die Einheimischen dabei erwischt, droht Ihnen trotz der Urkunde direkt und ohne Umweg das Gefängnis… So und jetzt steht die Familie mit im Durchschnitt mehr als 3 Kinder alleine da. Meiner Meinung nach wird in den Medien, wie immer sehr viel verdreht oder gar ausgelassen! Das sich eine Frau, wie die französische Umweltministerin Wortlaut gegen das Palmöl ausspricht finde ich TOP! Aber wie so oft, werden 2 Sätze in den Raum geworfen ohne effektiven Inhalt! Hier sollte nicht nur der Umweltschutz agieren sondern NGO´s wie Amnesty International!

    • 24. Juli 2015
      Antworten

      Hallo, bitte entschuldige die späte Antwort, ich war krank. Du hast recht, in dem Beitrag habe ich mich eher auf die Lebensmittelindustrie beschränkt, weil Nutella das Thema war. Aber Bioenergie ist natürlich auch ein wachsendes Problem. Nicht nur für den Verbrauch in der EU, sondern auch für den Verbrauch in den Produktionsländern selbst. Zur Zeit beträgt der weltweite Anteil an der Verwendung von Palmöl für Bioenergie „nur“ etwa 5 Prozent, Tendenz aber steigend. Das erhöht natürlich den Druck auf die Fläche. Insbesondere bei uns hilft es meiner Meinung nach gar nicht, von fossilem Öl auf Palmöl umzusteigen – wir müssen einfach weniger fahren.
      Einheimische von ihrem Land zu vertreiben ist nach den Regeln des RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) nicht erlaubt. Wenn Du als Aktiver Informationen dazu hast – beim RSPO gibt es einen Beschwerde-Mechanismus und wenn sowas passiert, wäre das der richtige Ort, es auf jeden Fall anzuzeigen.
      Danke für den Hinweis und viele Grüße
      Ilka

  30. Nicola S-R
    23. Juli 2015
    Antworten

    Vielen Dank für diesen tollen Bericht!
    Endlich weiß ich wie es um Palmöl steht und kann in Zukunft mehr darauf achten. Die Infos gebe ich sicher Familie und Freunden weiter.
    Weiter so!!

  31. Andreas
    1. September 2015
    Antworten

    Sorry, gibt es das überhaupt, nachhaltiges Palmöl ??? Ich habe den Verdacht, dass die Palmölindustrie mit Hilfe des WWF „Green-washing“ betreibt. Der WWF kungelt mir zu sehr mit der Industrie und die Industrie wirbt dann mit WWF Logos. Ich traue dem ganzen nicht !!!!!

    • 4. September 2015
      Antworten

      Hallo Andreas, Palmöl-Plantagen sind wie leider ein großer Teil der weltweiten Landwirtschaft, Monokulturen. Und ja, man kann grundsätzlich darüber streiten, ob Monokulturen nachhaltig sein können. Als ich durch Malaysia gefahren bin und kilometerweit nur Palmöl-Plantagen gesehen habe, habe ich mich auch gefragt: Kann das nachhaltig sein? Und dann fahre ich in Deutschland Zug und sehe kilometerweit nur Raps- oder Maisfelder. Da frage ich mich: Sind wir besser? Ich denke, dass es zumindest nachhaltigeres Palmöl gibt. Es ist wichtig auf welcher Fläche, wie oder unter welchen Bedingungen gepflanzt wird. Werden die Arbeiter anständig bezahlt, können sie ihre Rechte vertreten, werden schützenswerte Flächen aus der Nutzung genommen, wird die Bodenfruchtbarkeit erhalten, und, und, und …
      Der WWF versucht seit vielen Jahren die Industrie zur Einhaltung von zumindest Minimal-Standards zu bewegen. Davon sind viele noch sehr weit entfernt. Dabei wäre schon damit einiges erreicht. Ist das Kungeln?

  32. 8. September 2015
    Antworten

    Informativer und gut verständlicher Bericht. Daumen Hoch dafür!!!

  33. Jens B.
    12. November 2015
    Antworten

    Guten Tag,
    ein interessanter Artikel, genau so wie das Video und die Studie.
    Es wird erwähnt, dass sich die Hersteller dazu verpflichen keine Primärflächen (?) zu roden. Was hindert die Hersteller daran, bestehende Flächen, die gerodet wurden und bspw. ein Jahr lang bewirtschaftet wurden zu erwerben? Das sind keine Primärflächen mehr, oder? Dadurch kann doch die Klausel umgangen werden, sodass weitere Flächen gerodet werden können.
    LG

  34. Samual
    12. November 2015
    Antworten

    Ich wollte noch nachfragen, ob es im Palmöl Fall auch Sinn machen würde, das Fair-Trade Konzept ins Spiel zu bringen. Ich weiß aber nicht, ob das mit dem Einkommen und der Perspektive der Bauern in Indonesien so relevant wie in Großteilen Afrikas und Südamerikas ist.

  35. Bernard Gradert
    13. November 2015
    Antworten

    Das ist ein interessanter und informativer Bericht nur finde ich es nicht schön das immer mehr die deutsch Sprache über den Jordan geht. Schon in der Überschrift „MACHT ES SINN“ Ich würde gerne Hilfestellung leisten. Gerade als deutscher Journalist bei dem die deutsche Sprache das Handwerkszeug ist sollte es passen…

    http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-stop-making-sense-a-261738.html

  36. 11. Dezember 2015
    Antworten

    ein wirklich cooler Artikel! Ich habe auf meinem Blog über genau das Thema geschrieben, dass wir auf Nutella verzichten sollten weil es Pamöl enthält. Tja werde in gleich ändern. 😉

  37. john ass
    15. Dezember 2015
    Antworten

    Aber wie kann man denn bitte Anbauflächen für Raps- und Sonnenblumen mit solchen für Palmöl vergleichen? Erstere sind bereits fester Bestandteil einer industrialisierten Landwirtschaft in einer ausgeräumten, artenarmen Landschaft. Für Palmöl werden die komlexesten und artenreichsten Lebensräume dieser Erde irreversibel zerstört. Aus artenschutzfachlicher Sicht ist dieser Vergleich eine Farce..

  38. Schell
    19. Januar 2016
    Antworten

    Habt ihr euch mal gefragt warum der Artikel der erste Treffer ist, wenn man nutella + Palmöl googlet?! Meines Erachtens ist dasnein gekaufter Artikel von Ferrero der an die Google-Spitze gekauft wurde.

    • Hans
      7. Februar 2016
      Antworten

      Schell – gut erkannt!
      btw.: der Ruf von WWF geht seit geraumer Zeit schon durch sein umstrittenes Wirken den Bach herunter.

    • 10. Februar 2016
      Antworten

      Das ist -mit Verlaub- schlicht absurd.

  39. Sulele
    24. Januar 2016
    Antworten

    Interessante Kommentare zu einem interessanten, möglicherweise von Ferrero/Monsanto gekauften Artikel. Selbst wenn Ferrero noch so gut produziertes Öl verwendet, selbst wenn es Biopalmöl ist: Jede/r Verbraucher kann das tun, was selbst mein 10jähriger Sohn schon erkannt hat. „Dann ess ich jetzt öfter Marmelade und Nutella nur noch ganz selten!“ Wenn die Verbraucher das auf alle Lebensmittel, Kosmetika etc. anwenden, gelegentlich mal innehalten und prinzipiell überlegen, ob diese Mengen, die wir konsumieren unbedingt sein müssen und auch global wirksame politische Beschlüsse gefasst werden, gibt es vielleicht eine Chance, den Regenwald zu retten, ohne das Problem einfach zu verschieben. Rapsöl, Sojaöl oder ähnliches ist ja nun auch nicht viel besser.

  40. Peter Zwein
    11. März 2016
    Antworten

    Interessanter Block und interessante Kommentare. Was mir allerdings auffällt ist, das etliche Alternative aufgezeigt werden, jedoch mit keinem Wort das Thema „Kokosöl“ Erwähnung findet.
    Mit mehr als 15 Millionen Tonnen und einem Export-Anteil von etwa 85% waren die Philippinen im Jahr 2010 der weltweit größte Kokosöl-Lieferant. Auf einer Anbaufläche von zirka 3.3 Millionen Hektar, was ungefähr ein Viertel des von Philippinos bewirtschafteten Landes ausmacht, wachsen geschätzte 330 Millionen Palmen. Etwa 3,5 Millionen Farmer und Helfer bewirtschaften diese Palmenhaine. Mehr unter:
    http://www.biokokosöl.de/anbaugebiete/philippinen/
    Kokosöl ist wohl die gesündeste Alternative zu allen anderen bekannten Ölen. Unverständlich, das die Lebensmittelindustrie bis heute nicht auf diese Alternative ausgewichen ist. Möglicherweise aus Kostengründen, da Kokosöl die wohl teuerste Variante ist. Nach all den negativen Schlagzeilen, welche die Öl verarbeitende Industrie in den letzten Jahren hinnehmen musste, wäre es für den Verbraucher mal ein positives Zeichen, wenn die Industrie zur Gesundheit der Bevölkerung einen Beitrag leisten würde. Mehr davon hier:
    https://blog.paleosophie.de/2013/03/19/kokosoel-das-wundermittel-unter-den-oelen/

  41. Volker S. Löber
    24. März 2016
    Antworten

    Liebe Frau Petersen, die Überschrift zu Ihrem Artikel hat mein Auge eingefangen. Die Formulierung “Palmöl: Macht es Sinn, Nutella zu boykottieren?“ beinhaltet nicht gerade das beste Deutsch. Falls so etwas einmal zwischen den Lippen heraussprudelt, könnte man das noch nachsehen, aber in schriftlicher Form? Es steht doch fest, dass man ’Sinn’ nicht machen kann und mir sind da keine Ausnahmen bekannt. Auch der ungebrochene Hang zu Substantivierungen sollte, wenn möglich, minimiert werden. Wir sollten wieder mehr Adjektive einsetzen, die keine Fehler produzieren und die Sprache flüssiger machen und nicht so stelzen. Ergo richtig: Ist es sinnvoll, Nutella zu boykottieren? Oder etwas konjunktivischer: Wäre es sinnvoll, Nutella zu boykottieren?
    Ganz liebe Grüße – ach ja, ich bin kein Deutschlehrer, liebe aber korrektes Deutsch und mache selbst auch Fehler.

  42. Thomas Reisinger
    29. März 2016
    Antworten

    ergibt es sinn

    sinn wird nicht „gemacht“, das ist ein grauslicher anglizismus!!!

  43. Panthera
    21. Juni 2016
    Antworten

    Ich finde schon dass es was bringen würde Nutella und Co zu boykottieren. Mann muss ja nicht auf eine Alternative ausweichen, sondern man gewöhnt es sich einfach ab. Dann gibt es da auch keine Problemverschiebung auf andere Pflanzenöle, sondern der Bedarf an Pflanzenölen würde einfach insgesamt zurückgehen. Im übrigen achte ich schon ziemlich lange darauf weitestgehend auf Produkte mit Palmöl zu verzichten.

    Dass Problem ist ja nicht nur die ständige Reduzierung des Regenwaldes und die große CO2 Emission, sondern dass beim Roden auch die Tiere bei lebendigem Leibe verbrannt werden. Ich verstehe absolut nicht wie man solche Qualen jemandem antun kann. Außerdem werden ganze Herden von Waldelefanten mit Zyankali vergiftet, damit sie den Plantagen keinen Schaden zufügen. Auch nicht gerade human.

    Man könnte sich einfach insgesamt darauf einstellen ölfreier zu leben. Wäsche waschen kann man zum Beispiel auch ganz toll ohne Pflanzenöl-Detergentien mit Rosskastanien-Sud. Und zur Haushaltsreinigung reicht in der Regel Wasser und Microfasertücher, evtl. noch Komplexbildner um Wassertreifen u. -flecken zu vermeiden. Luxus-Genussprodukte mit Öl drin braucht man in der Regel nicht, zur Deckung des Täglichen Bedarfs reicht in der Regel das Öl was man sowieso zum Kochen, Braten und am Salat verwendet.

  44. Yvi
    27. September 2016
    Antworten

    Tja
    Ich bin gegen Palmöl, lieber Kokosnuss Öl / fette usw. Denn kokosnüsse wachsen schneller als Palmöl Palmen. Es ist schlimm das Modelenz, Kraftfood, Ferrero darauf zurück greifen. Es gibt so viele andere Möglichkeit.

    • Roland Klecker
      2. Oktober 2016
      Antworten

      Offensichtlich hast Du den Beitrag nicht gelesen, oder?

  45. Steve Paul
    25. Oktober 2016
    Antworten

    Also Nutella und auch zahlreiche andere Süßigkeiten, die eigentlich Kakaobutter enthalten sollten werden nur noch mit dem mießen Palmfett gestreckt. Selbst in Sahneprodukten, wie bspw Sahne Windbeutel enthalten einen nicht unerheblichen Anteil Palmfett was das ursprüngliche Produkt geschmacklich total verfälscht und Schokolade nicht mehr nach Schokolade, Haselnussnougat nicht mehr nach Haselnussnougat oder Sahnetorten nicht mehr hochwertige Sahne schmecken lässt. Eine Schande über die Lebensmitteltechniker, die sowas zusammen basteln. Ich weiß genau, dass ich mir nie wieder ein Produkt von Ferrero, Storck, Coppenrath & Wiese und vielen anderen Herstellern kaufen werde. Lieber selber machen und auf den Billigschrott aus dem Supermarkt verzichten!

  46. 6. Februar 2017
    Antworten

    Danke für den super Beitrag.
    Also sollten wir alle generell auf unseren Konsum achten und bewusster einkaufen 🙂 Nutella alleine die Schuld aufzudrücken wäre nicht richtig
    Ich wusste auch nicht, dass Palmöl schon ewig bei Nutella verwendet wird.
    Danke. Ich werde in Zukunft besser darauf achten.
    Hast du eine alterhative zu Nutella?

    Lg
    Isabel

  47. Michael
    4. Mai 2017
    Antworten

    Es ginge auch anders, wenn Ferrero umdenkt: https://youtu.be/qda67ZVHPQs

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