Katze frisst Vögel: Was tun, damit die Katze nicht zum Killer wird


Verwilderte Hauskatzen können durchaus gefährlich werden. © iStock / Getty Images
Verwilderte Hauskatzen können durchaus gefährlich werden. © iStock / Getty Images

Etwa 13 Millionen Hauskatzen leben allein in Deutschland. Viele von ihnen machen auch die umliegenden Gärten unsicher. Bis zu 200 Millionen Vögel jedes Jahr sollen in Deutschland den Katzen zum Opfer fallen. In den USA werden laut einer Studie zwischen 1,4 und 3,7 Milliarden Vögel von Katzen getötet. (Update 24.01.: Die Studie findet ihr übrigens hier.)

Diese Zahlen sind nicht unumstritten, doch klar ist: Die Überpopulation an Katzen in menschlichen Siedlungen kann Populationen von Vögeln und Kleintieren auslöschen. Es gibt viel zu viele Katzen. Und deswegen ist es in manchen Gärten bedenklich still. Weil kaum noch ein Vogel singt.

Hauskatzen jagen Vögel mitunter nur zum Spaß

Die allermeisten Hauskatzen jagen ja nicht aus Hunger. Sie befriedigen dabei ihren Spieltrieb. Wichtig ist für die Katze nur, dass sich das Tier bewegt. Zum Opfer des Spieltriebs werden daher auch Maulwürfe, Fledermäuse, Fische, Frösche, Eidechsen, Blindschleichen, aber auch Libellen oder Schmetterlinge.

Verwilderte Hauskatzen sind jedoch ein deutlich größeres Problem als die Stubentiger auf Freigang. Sie müssen sich komplett aus Abfällen ernähren – oder eben jagen. Weniger verwilderter Hauskatzen wäre ein echter Fortschritt im Vogelschutz.

Katzen verursachen Stress bei Vögeln

Katzen fressen die flüggen Jungvögel. Oder sie klettern auf Bäume und plündern Nester. Doch schon alleine eine Katze auf Streifzug bedeutet für viele Vögel enormen Stress. Sie können nicht direkt zum Nest fliegen, um den Räuber nicht auf dessen Standort aufmerksam zu machen. Sie können nicht mehr überall nach Nahrung suchen. Ihr Energieverbrauch steigt. Sie können nur Füttern, wenn keine Katze in der Nähe ist. Die Zahl der flüggen Jungvögel sinkt drastisch.

Was tun, damit die Katze nicht zum Killer wird?

  1. Kastration: Vor allem bei Tieren mit Freigang eigentlich ein Muss. Die Zahl verwilderter Katzen würde in kurzer Zeit deutlich abnehmen. Kastrierte Katzen zeigen übrigens auch deutlich weniger Jagdlust. Frag den Tierarzt oder im Tierheim!
  2. Glöckchen und Co: Ein Glöckchen am Halsband gibt vielen Vögeln ein Chance, ist aber zumindest am Anfang unangenehm für die Katzen. Besser: Ein Leuchthalsband. Dem Vogelnachwuchs im Nest nutzt natürlich beides nicht.
  3. Spielen! Wer viel mit seiner Katze spielt, reduziert auch deren Jagdambitionen. Und das freut wiederum die Vögel.
  4. Nester katzensicher machen: Bäume können durch katzenabweisende Manschettenringe aus Metall oder Plastik gesichert werden. Futterhäuschen am besten freihängend oder auf einem Pfosten anbringen. Nistkästen mindestens zwei Meter über dem Boden aufhängen. Kästen mit steilen glatten Dächern bieten Katzen keinen Halt!
  5. Naturnahen Garten schaffen! Dichtes Gebüsch schafft gute Versteck- und Nistmöglichkeiten und Sträucher wie Weißdorn und Wildrosen schützen mit ihren Stacheln Vogelnester ganz natürlich.
  6. Ausgangssperre! Im Mai und Juni sind die meisten gerade flüggen Jungvögel unterwegs. Katzen dann bitte am besten gar nicht raus lassen. Hierzu gab es in vielen Bundesländern Bestimmungen.

Artenkiller Nummer 1 ist der Mensch

Natürlich muss man aber hier auch nochmals betonen: Die größte Bedrohung für die Artenvielfalt ist die fortschreitende Verschlechterung von Lebensräumen, wie zum Beispiel durch den Menschen.

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Über mich
Oliver Samson

Journalist und jetzt Redakteur beim Panda - weil unverändert überzeugt, dass wir Menschen es besser hinkriegen können. Noch immer optimistisch mit guten Vorsätzen.

30 Kommentare

  1. Henning
    14. Januar 2019
    Antworten

    Katzenhalsband finde ich ziemlich gefährlich: früher oder später bleiben die damit irgendwo hängen wenn sie durchs Gestrüpp pirschen. Im besten Fall verlieren sie es dann, im worst case kommen sie nicht mehr alleine weg und/oder verletzen sich dabei.

    • Tanja Schewe
      14. Januar 2019
      Antworten

      Das ist so nicht richtig. Seit einigen Jahren gibt es eigentlich keine Halsbänder mehr zu kaufen, die keinen Sicherheitsverschluss haben. Bedeutet: Entweder Gummiteil im Halsband, oder eine Schnappverschluss ( teilweise sogar mit Magnet). Es bringt zumindest etwas für erwachsene Vögel, da sie gelernt haben ein Klingelgeräusch eines Glöckchens mit einer kommenden Gefahr zu assoziieren. Ich bin selber Tierärztin, bin mobil in der Stadt unterwegs und sehe täglich totgefahrene Katzen auf den Strassen. Eine erhängte Katze habe ich in 20 Jahren Praxistätigkeit noch nicht gesehen und weiß auch nur von einem Exemplar in einer anderen Praxis, wo man kein Sicherheitshalsband verwendet hat Ich halte die Gefahr des Erhängens im Vergleich zum Unfalltod durch Auto eher zu vernachlässigen. Auch im Internet werden immer nur die selben Bilder von idiotischen Metallteilen an fast erhängten Katzen gezeigt. Teilweise schon Jahre alt. Da hat sich einiges getan. Auch Papierhalsbänder sind Alternativen. Gut mit Telefonnummer eines Besitzers, der dann im Notfall schnell angerufen werden kann.

      • 18. Januar 2019
        Antworten

        DAS ist so auch nicht richtig! Die Sicherheitsverschlüsse öffnen nicht immer u die Katzen erhängen sich oder stecken mit einer Pfote fest. BITTE keine Halsbänder an Katzen. Zumal es nichts bringt denn die Katze lernt auch mit Glocke leise zu jagen. Ausserfem ist es für Katzen oft eine Qual, ein Halsband zu tragen. Zumundest am Anfang

    • 14. Januar 2019
      Antworten

      Also das mit dem Halsband ist eine gute Lösung , meine Mutter hatte ihren Katzen immer Halsbänder angezogen es hilft . Früher waren die Halsbänder mit Gummi , heute ist ein Panikverschluß dran , dieser öffnet sich sofort , wenn die Katze sich irgendwo hängen bleiben sollte , mein Bruder hat auch seiner Katze so ein Band gekauft , also nicht gefährlich für die Katze und sehr gut für die Vögel .

    • Katzenfreundin
      19. Januar 2019
      Antworten

      1. Das Halsband wird sie los, ohne Probleme.

      2. Glöckchen nützt nichts, meine Katze ist wie ein Ninja.

      3. Ausgangsperre macht sie wahnsinnig und ist auch eine Form von Tierquälerei. Sie hat meiner Mutter beim Umzug nachts die Ohren vollgejammert, bis sie sie wieder rausließ.

      4. Meine Katze frisst fast alles, was sie fängt. Ich weis leider nicht, wie man eine Katze dazu bringt, sie fing von alleine an. Ich würde empfehlen, das tote Tier draussen bei ihr zu lassen, vielleicht es bewegen und erstmal nichts zu essen geben direkt nach der Jagd. Die Aufmerksamkeit muss beim toten Tier bleiben. Am Anfang wird der Magen de Katze noch rebellieren, das sie dieses Fleisch nicht gewöhnt ist, es wird dann aber besser mit der Zeit. Allerdings dann akribisch die Würmermedizin alle drei Monate in den Nacken geben und auf Parasiten aufpassen.

      Vögel und Mäuse jagen und essen ersetzt so einen Teil ihrer Mahlzeit. Millionen Haustiere werden jedes Jahr Nutztiere wie Rind, Schwein, Pute, sogar Wild geschlachtet, meistens bekommen sie die Abfälle, klar, aber auch das ist Tierleid. Das Fleisch kommt 100% aus Massentierhaltung und hat gar keine Standards. Vögeljagen ist wenigstens natürlich und verbraucht nicht so viele Resourcen.

      Leider ist das vermutlich bei Jungtieren nicht so, ich weis es nicht, aber normalerweise bringt sie nie Jungtiere an. Leider gibt es keien perfekte Lösung. Normale Wildkatzen jagen und essen, aber wir haben kleinere Katzen erschaffen, die nur noch Kleintiere jagen und nicht mal wissen, was sie damit anfangen sollen. Das ist unsere Schuld, aber meine Katze muss etwas essen und von veganem Katzenfutter will meine Mutter nichts wissen. Man könnte sie ja zumindest in den Sommermonaten nachts drinnen lassen, denn dann jagen sie am liebsten und effektivsten Vögel, die dann schlafen.

  2. Baldauf Reiner
    14. Januar 2019
    Antworten

    ich schaffe es nicht die Katzen untertags dauerhaft aus meinem Garten zu halten, die Wildcamera zeigen immer wieder das wenn keiner im Haus da ist, das die Katzen systematisch den Garten bejagen.
    Irgendwelche Lösungsvorschläge, muss dazu sagen füttere die Vögel das ganze Jahr, habe Igel, Fuchs, Marder und Dachs nachts im Garten

    • Ulli
      14. Januar 2019
      Antworten

      Ich kann nicht sicher sagen, ob es auch bei jagdlichen Ambitionen hilft, aber es gibt sog. „Verpiss Dich Pflanzen“ und auch ein solches Granulat.
      Meinen ersten Kater hatte es davon abgehalten, noch einmal in ein Haus während der Renovierungsarbeiten einzubrechen 😉

  3. Silke
    14. Januar 2019
    Antworten

    Unser Kater bekommt zumindest ein elastisches Halsband mit Glöckchen. Das funktioniert sehr gut, muss manchmal erneuert werden, ist aber für ihn nicht gefährlich. Wenn die Ästlinge unterwegs sind, bleibt er im Haus, auch wenn es ihm nicht gefällt. Leider sind die Nachbarkatzen immer draußen.

    • Carmen
      15. Januar 2019
      Antworten

      Ein Halsband mit Glöckchen ist für die Katze, die ein viel feineres Gehör als wir Menschen hat, sehr qualvoll.

  4. Kerstin Keller
    14. Januar 2019
    Antworten

    Das ausgerechnet hier zum Halsband geraten wird, finde ich fatal. Bleiben Katzen mit dem Halsband hängen, versuchen sie stets, sich durch eine Vorwärtsbewegung zu befreien. Dadurch kann das Halsband bis hinter die Vorderläufe gelangen und schwerste Verletzungen durch das Einschnüren verursachen. Googelt man das Thema, findet man genug Fotos der Verletzungen.

  5. Kalle
    14. Januar 2019
    Antworten

    Bitte nicht immer pauschal die Katzen verteufeln. Natürlich sollen und müssen m.E. Katzen kastriert werden. Aber Eichhörnchen sind z.B. auch große Plünderer von Vogelnestern.

  6. Simone
    15. Januar 2019
    Antworten

    Na dann fangt mal an die Windräder zu verbieten welche jährlich erwiesenermaßen über 3 Millionen Vögel killen, die Italiener und ihre Vogelfangnetze und die ganzen Pflanzengifte…..welche die Nahrung der Vögel und die Tiere selber schleichend vergiften.
    Das sollte vielleicht auch mal bedacht werden. … oder schreit jetzt die lobby?😡

  7. Kathleen Schwerdtner Manez
    15. Januar 2019
    Antworten

    Oh je, Oliver Samson. Das war keine gute Idee. Wie dieser Beitrag in den sozialen Medien diskutiert wird, haben Sie sicherlich gesehen. Jeder dritte Kommentar lautet in etwa: Schäm dich, WWF, keine Spende mehr von mir. Das hätte nicht sein müssen. In unseren Gärten ist es still, weil es kaum noch Insekten gibt und zuwenig naturnahe Vegetation. Die dahinterliegenden Ursachen sind bekannt. Katzen anhand einer zweifelhaften Studie dafür verantwortlich zu machen ist nicht sehr intelligent. Da hilft auch der Hinweis auf den Menschen als Hauptverursacher am Ende nicht wirklich. Sicherlich gibt es Gebiete, wo eine hohe Katzenpopulation auf eine kleine (wegen oben genannter Ursachen) Vogelpopulation trifft, insbesondere im semiurbanen Raum. Aber dann ernsthaft vorzuschlagen, dass man seine Freigänger mal eben so zwei Monate nicht rauslassen soll, zeugt nicht gerade von einem Verständnis artgerechter Katzenhaltung. Wir haben viel zu tun in unserer vergifteten, homogenisierten, überbevölkerten und fragmentierten Kulturlandschaft. Das Lösen eines Katzenproblems gehört ganz sicher nicht dazu.

  8. Laura
    15. Januar 2019
    Antworten

    Halsband mit Glöckchen finde ich äußerst fraglich. Das Thema hängenbleiben wurde oben ja schon behandelt, aber ich denke, dass die Katze verrückt wird, wenn sie ständig das Klingeln hören muss. Lärmdauerstress. Das widerstrebt mir sehr!

  9. Seliba
    16. Januar 2019
    Antworten

    Glöckchen sind meines Wissens leider eine Qual für die empfindlichen Katzenohren.

  10. Ingrid
    16. Januar 2019
    Antworten

    Der Beitrag ist nicht schlecht. Gibt’s den Katzen Hassern, von denen ist leider mehr als genug gibt, neuen Zündstoff und das gute Gefühl, richtig zu handeln. Den Katzen muss der Garaus gemacht werden. Diesen elendigen lässt Plünderern diesen Vogel mordenden Tieren muss der Garaus gemacht werden. Nun werden wieder Fallen aufgestellt, Giftköder ausgelegt, der ein oder andere wird wieder sein Gewehr Auspacken, und sich letztendlich auch noch im Recht fühlen. Etwas sensibel mit dem Thema umzugehen ist mit Sicherheit schwierig. Die Hinweise auf einen Katzenhalsband sind auch nicht gerade die besten. Es gibt genügend Material, um zu belegen dass ich Katzen auch mit den Halsbändern mit Gummizug oder Schnappverschluß trotzdem schlimmste Verletzungen zugezogen haben bis hin, dass sie sich erhängt haben oder erdrosselt oder erstickt haben. Grundsätzlich ist der Freigang von Katzen meiner Meinung nach aus ganz anderen Gründen zu überdenken. Es geht nicht um den Vogelmord, sondern um die unzähligen vergifteten Tiere, von irgendwelchen Tier Hassan erschlagenen, ersäuft and Tieren oder in Fallen getretene Tiere, mit den übelsten Verstümmelungen. Mich betrifft das Problem nicht da ich immer schon nur Wohnungskatzen halte. Nicht nur aus diesen genannten Gründen, sondern weil ich einfach auch nicht möchte, dass meine Katze überfahren wird. Aber das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Aufklärung was Kastration angeht ist mit Sicherheit nach wie vor ein sehr wichtiges Thema. Aber mit diesem Beitrag wird es einige Menschen geben, die sich zuvor keine Gedanken darüber gemacht haben, aber nun auf der Lauer liegen und des Nachbars Katze im wahrsten Sinne des Wortes aufs Korn nehmen Punkt natürlich schreibt ihr das in eurem Beitrag nicht so keine Frage. Aber es gibt genügend irre Menschen, die sich damit einen Freifahrtschein glauben erlesen zu haben. Die Vögel fallen ganz anderen Dingen zum Opfer. Sie verenden oftmals durch die Pestizide die versprüht werden. Ihre Nester werden nicht immer nur geräubert, sondern oftmals werden sie auch von Eichhörnchen geplündert oder aber die brütenden Eltern sind durch Umweltgifte in ihrer natürlichen Umgebung bei der Futtersuche ständig verendet. Die Hauskatze mit Freigang haben in der Regel einen dicken vollgefuttert im Bauch. Wenn sie wirklich mal einen Vogel schnappen können, liegt es wohl eher daran, dass der Vogel krank war. Die wenigsten Katzen jagen nur weil es ihr trieb ist. Die jagen vielleicht schon und rennen mit der Zunge aus dem Hals hängend einem Vogel nach und geben den Kampf irgendwann einmal auf. Wozu auch die Mühe wenn zu Hause der volle Futternapf wartet. Das manches Mäuschen der Katze zum Opfer fällt, ist Tatsache Punkt der normale Katzen Besitzer bekommt stolz eine Maus vor die Tür gelegt oder die Teile der Maus oder in der Regel sogar die lebendige Maus in der Küche freien Lauf gelassen. Die Katze hat gar nicht immer das Interesse zu töten. Das sollte man vielleicht in dem Bericht auch mal klarstellen, dass die Katze nicht der alleinige vogelmörder ist. Im Gegenteil. Eine natürliche Selektion wie sie im Tierreich nun eben zu finden ist. Hier wird auf jeden Fall eine Diskussion geführt, die völlig unnötig ist und deren Folgen bestimmt nicht bedacht waren. Aber so mancher Tierhasser ist nun gerade wieder in voller Fahrt voraus. Das finde ich natürlich ziemlich sch….. und wird eurem Verein keine Freunde einbringen

  11. Ulrike Günter
    19. Januar 2019
    Antworten

    Wir haben 5 Katzen und wohnen bewusst auf dem Lande,damit die Miezen ihr Artgerechtes Leben führen können.Früher in der Stadt hatten wir unsere Katzen auch in der Wohnung gehalten und es tut mir im Nachhinein leid.Es ist halt die Natur,jedes Tier hat einen Jagdtrieb.Selbst unser Hund Jagd Mäuse…..
    Das größte Problem sind die Gärten,alles muß penibel sauber und angeordnet sein.Es gibt keine wilde Wiesen und ausreichend Büsche und Pflanzen für Schmetterlinge und Co.Gift wird gegen Schädlinge ohne Limit gespritzt,dabei wirken auch biologische Mittel,was den Leuten dann doch zuviel Arbeit macht.
    Ein Steinhaufen und wenigstens eine Ecke mit Wildblumen sieht auch hübsch aus und Blindschleichen und Eidechsen haben Fluchtmöglichkeiten.Es gibt ja fast nur Kiesflächen und ein 3mm Rasen in den Gärten.
    Über dieses Thema war ich doch sehr überrascht,der größte Killer ist in meinen Augen der Mensch und am grausamsten dazu.

  12. Ulrike
    19. Januar 2019
    Antworten

    Ich mag Katzen! Es sind wunderschöne und interessante Tiere. Meine Kinder hätten gerne eine Katze und wir leben am Stadtrand im Katzenparadies. Aber wir schaffen keine Katze an! Die Katze würde zwar uns viel Freunde bringen, aber den Nachbarn und der Umwelt deutlich weniger, denn:

    Wir müssen alle unseren Fleischkonsum senken, aber die unglaubliche Zahl an Hauskatzen und Hunden, haben unseren Fleischkonsum nach oben geschraubt. Die Auswirkungen sind fatal!
    Auch wenn die Katze nicht das größte Problem für unsere heimischen Vögel ist, auch sie hat ihren Anteil am Vogelsterben.
    Familien mit Kleinkindern leiden unter verunreinigten Sandkisten oder müssen sich unter Kosten- und Arbeitsaufwand vor den Nachbarkatzen schützen.

    Ja, wir müssen dringend etwas gegen die noch größeren Verursacher von Umweltschäden tun, aber erstmal müssen wir alle im Kleinen bei uns anfangen! Umweltschutz hat auch etwas mit persönlicher Einschränkung zu tun und das ist für uns alle schwierig und unbequem.

    Also liebe Katzenbesitzer, vielleicht könntet auch Ihr noch einmal in Euch gehen, und in Erwägung ziehen, die eigene Sandkiste für Eure Katze aufzustellen, ein Sicherheitshalsband mit Glöckchen anzuschaffen, die Katze im Mai, Juni weniger oder gar nicht aus dem Haus zu lassen und den Jagdtrieb der Katze anderweitig zu befriedigen. Falls Ihr auch noch einen Hund habt, könnte man auch noch über vegane Ernährung nachdenken. Die Umwelt, das Klima und Eure Mitmenschen sind Euch dankbar für Eure Aufmerksamkeit und Fürsorge!

  13. R. Blum
    19. Januar 2019
    Antworten

    Unser Kater ist kastriert und ein Freigänger der bevorzugt Mäuse jagt. Leider erwischte er früher gelegentlich auch mal einen Vogel, als er noch jünger war. Jetzt haben wir ihm das längst abgewöhnt. Denn fängt er eine Maus ( bei uns im Garten die reinste Plage, die im Winter auch ins Haus zieht), bekommt er ein Leckerli. Hat er früher einen Vogel angeschleppt, gabs Schimpfe und keine Belohnung. Das reicht für ihn. Vögel interessieren ihn schon lange nicht mehr. Er ist auch zu groß und zu schwer um auf Bäume zu klettern.
    Halsbänder für einen Freigänger halte ich für zu gefährlich, mit Glöckchen ist es reine Tierquälerei. Wer sowas vorschlägt, hat vom Leben einer Katze keine Ahnung und sollte schweigen. Ich bin mir der Problematik durchaus bewusst, aber der Rückgang der Vogelpopulation hat meines Wissens nichts mit den Katzen zu tun. Die meisten Vögel sind sich der Gefahr, die von Hauskatzen ausgeht, durchaus bewusst und reagieren naturgemäß darauf.

  14. Thomas
    19. Januar 2019
    Antworten

    Ohje, die meisten Kommentare scheinen von Katzenliebhabern und Katzenbesitzern zu kommen und man gewinnt den Eindruck, da wird eher emotional statt sachlich argumentiert. Wenn auch die Zahl von 200 Mio. Opfern von Katzen nicht stimmen mag, so wäre sie genauso erschütternd, wenn auch nur die Hälfte davon stimmen würde. 100.000.000! Schön wäre, wenn die Besitzer auch Verantwortung für das Verhalten ihrer Tiere übernehmen und das Jagd- und Spielverhalten nicht einfach als nette und süße Eigenschaft betrachten würden. Und selbstverständlich gibt es leider auch eine Vielzahl anderer Ursachen für das Verschwinden von Vögeln, Libellen, Schmetterlingen, etc., zu denen wir leider alle unseren Beitrag leisten. Mit Schwarz-Weiß-Argumenten kommt man hier nicht weiter.

  15. Conrad Egert
    19. Januar 2019
    Antworten

    Da viele Katzenbesitzer ihre Katzen rauslassen während sie selbst zuhause sind, würde es schon viel helfen, wenn sie die Alarmrufe der Vogeleltern erkennen könnten. Denn dann könnten sie gleich nach der Katze gucken und sie evtl. für den Rest des Tages reinholen. Am nächsten Tag sitzen die Ästlinge wieder an anderer Stelle oder konnten schon auffliegen.
    Auch mannshohe Sträucher helfen schon enorm. Die Äste sind zu schwach eine Katze zu halten, aber stark genug um Ästlingen einen Zufluchtsort zu bieten. Sie können, flugunfähig wie sie sind, von Ästchen zu Ästchen nach oben klettern.

  16. Hellge Reddell
    19. Januar 2019
    Antworten

    Unsere Katze hatte elastisches Halsband mit Glöckchen für ihre Spaziergänge draußen. Sie war immer ganz aufgeregt, das Glöckchen zu hören, denn sie wusste es geht nach draußen.

  17. Anton Müller
    19. Januar 2019
    Antworten

    unsere katze ist meist nachts unterwegs, das sitzen die Vögel meist gesichert im Geäst. Dafür bringt sie uns aber bis zu drei Mäuse und das mitten in einer Gr0ßstadt (mit Gärten).
    Ich bin darüber nicht glücklich, denn auch Mäuse sind Tiere, die nicht sinnlos getötet werden sollen

  18. Lenk
    19. Januar 2019
    Antworten

    Ich kann´s schon nicht mehr hören und lesen.
    Es ist bewiesen und nicht erst seit gestern oder heute, daß es ein Ammenmärchen ist, Katzen
    als wahre Vogelkiller zu verurteilen und dafür verantwortlich zu machen, daß es immer weniger Vögel gibt.
    Klimawandel, Pestizide in der Landwirtschaft, Monotonie in der Landwirtschaft (Raps wohin das Auge schaut), Verringerung aller Blühflächen, Vogelmord in Italien durch Leimruten, Beton wohin man schaut, und, und, und, … denen fallen viel mehr Vögel zum Opfer als daß man es den Katzen anlastet.
    Einen Schuldigen muß man ja finden, oder??????????
    So einfach ist es, wie so oft, den Weg des geringsten Wiederstandes zu nehmen, … anstatt sich an die eigene Nase zu fassen.

  19. Dagmar
    19. Januar 2019
    Antworten

    Unser Kater ist ein Stubentiger, eine reine Wohnungskatze. Er kennt es nicht anders und wird aus Sicherheitsgründen gar nicht anders gehalten werden.
    Vogelnester werden übrigns auch sehr oft von Elstern ausgeräumt. Ich habe das schon mehrmals beobachtet und immer furchtbares Mitleid mit den entsetzten Vogeleltern gehabt, die machtlos mitansehen mussten wie man ihre Brut ein Baby nach dem Anderen aus dem Nest holt und verspeist.
    Für Katzen waren alle diese Nester gar nicht zugänglich.
    Es ist also nicht immer nur die Katze der Bösewicht.

  20. public-m
    20. Januar 2019
    Antworten

    Wie so oft hilft Schwarz-Weiß-Malen nicht weiter. Ich bin gegen Halsbänder und Ausgehverbote. In unserem Garten gibt es zahlreiche Nistgelegenheiten, dichtes Unterholz, Futter- und Wasserstellen, Stauden, Großsträucher und Bäume, Unterschlüpfe für Insekten und Reptilien, vielfältige Natur, … außerhalb der Siedlung geht’s genau so weiter. Doch Vögel sind überall selten geworden. Die Katzen sind nicht entscheidend, wenngleich natürlich ein Faktor. Das (große) Ökosystem ist aus den Fugen. Die Hauptverantwortlichen werden (noch) von der Politik geschont.

  21. Christine
    20. Januar 2019
    Antworten

    Das ist mal wieder typisch, die Katzen sind wieder schuld… Diesen Artikel hat wohl ein Katzenhasser geschrieben. Laut NABU gibt es ca. 8 Millionen Katzen in Deutschland, da frag ich mich, wie die Katzen es schaffen, fast 200 Millionen Vogel zu fressen?????? Wobei man ja auch bedenken muss, dass vielen Katzen im Haus/Wohnung gehalten werden und garnicht rauskommen. Außerdem werden wohl Millionen Vögel von Menschen gefangen und gefressen. Und laut NABU bleibt immer noch die größte Bedrohung für die Artenvielfalt die fortschreitende Verschlechterung von Lebensräumen durch den Menschen und die Landwirtschaft. Also bitte, nicht alles auf die Katzen schieben!

  22. V. Findeis
    20. Januar 2019
    Antworten

    Hallo,
    ein solch reißerischer Artikel ist des WWFs unwürdig und der Inhalt meines Wissens nach auch falsch. Kein Tier jagt aus“ Spaß“ (Das tut nur der Mensch!), sondern aus einem angeborenen Trieb heraus. Der Jagdtrieb ist für die Fleisch fressenden Tiere überlebenswichtig, ja, Voraussetzung für ihr Überleben! Und da der Mensch diese Tiere domestiziert hat, ist er auch für sie verantwortlich.
    U.a. heißt das, ihre Vermehrung in kontrollierten Grenzen zu halten, um kein ökologisches Ungleichgewicht zu verursachen! Leider wird die dringend erforderliche Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht bisher nur von wenigen Kommunen eingeführt.
    Auf die Hauptursachen für den Rückgang der Arten- nicht nur der Vogelvielfalt wurde ja schon deutlich hingewiesen: der Mensch!

  23. 21. Januar 2019
    Antworten

    Da hat mans mal wieder. Wieso sind die armen Katzen und Hunde daran schuld, dass der Fleichkonsum steigt!!!! (Ulrike) So etwas blödes habe ich noch nie gehört. Wir alleine haben es in der Hand, mit dem Fleich-Essen. Außerdem, die wenigen Vögel, die die Katzen erwischen, sind nichts gegen den Vogelmord in Italien. Nichts gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat, nichts gegen die Eichhörnchen und Elstern, die Vogelnester plündern.
    Weiß denn dieser Oliver Samson überhaupt nichts von alledem???
    Das ist wieder mal ein Artikel für KATZENHASSER. Ich bin sehr enttäuscht, dass Sie so etwas veröffentlichen.

  24. 1. Februar 2019
    Antworten

    Danke für die wichtigen Informationen, die Informationen helfen uns weiter. Ich werde deiin Blog gerne weiter verfolgen, weil dein Blog sehr hilfreich und interessant ist. Mach weiter so!

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