Hasen wür­den uns auch die­sen Preis geben


Der Feldhase ist vermutlich der größte Fan unseres Projekts "Landwirtschaft für Artenvielfalt". © iStock/getty images
Der Feldhase ist vermutlich der größte Fan unseres Projekts "Landwirtschaft für Artenvielfalt". © iStock/getty images

Über die Hälf­te der Flä­che Deutsch­lands wird land­wirt­schaft­lich genutzt. Auf den inten­siv genutz­ten Äckern geht die Arten­viel­falt immer mehr zurück — schlech­te Zei­ten für  Feld­ha­se oder Braun­kehl­chen, sie wer­den immer sel­te­ner. Acker­wild­kräu­ter wie die Korn­blu­me ver­schwin­den mehr und mehr, Insek­ten und Amphi­bi­en ergeht es eben­so. Das will unser Pro­jekt „Land­wirt­schaft für Arten­viel­falt“ ändern.

Die Fach­ju­ry der UN-Deka­de Bio­lo­gi­sche Viel­falt hat unser Pro­jekt „Land­wirt­schaft für Arten­viel­falt“ aus­ge­zeich­net. Wir haben die­ses Pro­jekt gemein­sam mit dem öko­lo­gi­schen Anbau­ver­band Bio­park und EDEKA ins Leben geru­fen. Im Rah­men der Grü­nen Woche über­reicht Jochen Flas­barth, Staats­se­kre­tär des Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­ums, den Preis an unse­ren Natur­schutz­di­rek­tor Chris­toph Hein­rich. Wir sind sehr stolz!

Christoph Heinrich vom WWF und Staatssekretär Jochen Flasbarth bei der Preisverleihung
Chris­toph Hein­rich (WWF) und Staats­se­kre­tär Jochen Flas­barth bei der Preis­ver­lei­hung. © Julia Thie­mann / WWF

Was ist die UN-Deka­de für Arten­viel­falt?

Die Ver­ein­ten Natio­nen haben die Jah­re 2011 bis 2020 zur UN-Deka­de für die bio­lo­gi­sche Viel­falt erklärt. Die Staa­ten­ge­mein­schaft ruft damit die Welt auf, sich für die bio­lo­gi­sche Viel­falt ein­zu­set­zen. Ziel in Deutsch­land ist es, mög­lichst vie­le Men­schen für den Schutz und den Erhalt der Bio­di­ver­si­tät zu begeis­tern. Am Ende des Jahr­zehnts sol­len mehr Men­schen wis­sen, was bio­lo­gi­sche Viel­falt ist, war­um wir sie brau­chen und wie jeder etwas dazu bei­tra­gen kann, sie zu erhal­ten.

Arten­freund­li­che­re Land­wirt­schaft

Wir zei­gen in unse­rem Pro­jekt Mög­lich­kei­ten, Flä­chen so zu bewirt­schaf­ten, dass sie wei­ter­hin Lebens­raum für Tie­re und Pflan­zen bie­ten. Schon klei­ne­re Ände­run­gen kön­nen gro­ße Wir­kung zei­gen, etwa das Ste­hen­las­sen von Rand­strei­fen am Acker. Bis­her sind sol­che Maß­nah­men aber nicht kon­kret und sys­te­ma­tisch in die Richt­li­ni­en der öko­lo­gi­schen Ver­bän­de inte­griert, trotz Emp­feh­lung des Sach­ver­stän­di­gen­rats für Umwelt­fra­gen der Bun­des­re­gie­rung.

Das in die­sem Pro­jekt ent­wi­ckel­te Bewer­tungs­sys­tem ist eine Zusatz­qua­li­fi­ka­ti­on für Leis­tun­gen öko­lo­gisch bewirt­schaf­te­ter Betrie­be zur För­de­rung der Arten­viel­falt. Wis­sen­schaft­lich beglei­tet und in der natur­schutz­fach­li­chen Bera­tung umge­setzt wird das Bewer­tungs­sys­tem vom Leib­niz-Zen­trum für Agrar­land­schafts­for­schung (ZALF e.V.) EDEKA Nord garan­tiert die Abnah­me der Pro­jekt-Pro­duk­te und hono­riert die Leis­tun­gen der Land­wir­te mit einem Auf­preis.

 

Mehr dazu erfah­ren könnt ihr unter:

www.landwirtschaft-artenvielfalt.de

oder

http://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/landwirtschaft-fuer-artenvielfalt/

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Über mich
Markus Wolter

Referent für Agrarrohstoffe und Tierhaltung beim WWF Deutschland. Landwirtschaft prägt mein Leben. Mich fasziniert dabei, dass es die weltweit einzige Wirtschaftsweise ist, die dank der Photosynthese in der Lage ist mehr zu erzeugen, als sie verbraucht. Und das mit der Natur und nicht gegen sie - das ist wahre Nachhaltigkeit! Ich bin Landwirt, Entwicklungshelfer, landwirtschaftlicher Berater, Einkäufer für Bio-Ölsaaten gewesen und jetzt Projektleiter für nachhaltigere Nutztierfütterung. +++Markus hat den WWF inzwischen verlassen+++

1 Kommentar

  1. Landwirtschaft für die Artenvielfalt | Auszeichnung im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt
    28. Juli 2016
    Antworten

    […] Ein­drü­cke der Preis­ver­lei­hung vom Janu­ar gibt es auf dem WWF Blog­bei­trag „Hasen wür­den uns auch die­sen Preis geben“. […]

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