Das Aus für Süd­afri­kas Löwenfarmen


Löwen in Löwenfarm in Südafrika
Was passiert jetzt mit ihnen? © picture alliance / dpa / Sinikka Tarvainen

In Süd­afri­ka wer­den jedes Jahr tau­sen­de Löwen für die Nut­zung in Strei­chel­zoos und für das so genann­te „can­ned hun­ting“ gezüch­tet. Vie­ler die­ser ver­meint­lich wil­den Löwen wer­den dann in klei­nen Gehe­gen von Jagd­tou­ris­ten geschos­sen. Geht es nach dem Wil­len von Umwelt­mi­nis­te­rin Bar­ba­ra Cree­cy soll damit künf­tig Schluss sein. Am Sonn­tag ver­gan­ge­ner Woche trat sie vor die Pres­se und ver­kün­de­te das Aus für die kom­mer­zi­el­le Löwenzucht.

Fol­ge uns in Social Media 

Facebook
Twitter
Instagram
YouTube
RSS

Nach offi­zi­el­len Schät­zun­gen gibt es im Land zwi­schen 250 und 350 die­ser Zucht­sta­tio­nen in denen etwa 8000 Tie­ren leben. Insi­dern zufol­ge liegt die Dun­kel­zif­fer aller­dings deut­lich höher.

Mit dem WWF-News­let­ter nichts mehr verpassen!

Um die 20.000 Euro kos­tet der Abschuss so eines Löwen laut den Anga­ben pri­va­ter Anbie­ter. Deut­sche stel­len laut der Tier­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on Pro Wild­life zah­len­mä­ßig die stärks­te Grup­pe der Groß­wild­jä­ger, nach US-Ame­ri­ka­nern und Spaniern.

Löwen in Löwenfarm
Sol­che Löwen­far­men soll es nicht mehr geben © pic­tu­re alli­an­ce / dpa / Sinik­ka Tarvainen

Die Tie­re leben oft unter schlimms­ten Bedin­gun­gen, auf engs­tem Raum, ohne aus­rei­chend Nah­rung oder tier­ärzt­li­cher Ver­sor­gung. Ich fin­de die Ent­schei­dung der süd­afri­ka­ni­schen Regie­rung gut, schon allei­ne aus Tier­schutz­grün­den. Für mich blei­ben aber noch eini­ge Fra­gen offen.

Was pas­siert mit den Löwen?

Was pas­siert mit den tau­sen­den Löwen in Gefan­gen­schaft, wenn die Zucht­sta­tio­nen geschlos­sen wer­den? Laut süd­afri­ka­ni­scher Regie­rung sol­len die­se human getö­tet wer­den. Was bedeu­tet das genau? Wer soll das tun? Und was pas­siert mit den getö­te­ten Tieren?

Löwen­kno­chen als Ersatz für Tiger

Bis 2018 erlaub­te das Land den Export von hun­der­ten Löwen­ske­let­ten pro Jahr. Der Groß­teil lan­de­te als „Tigerer­satz“ auf den tra­di­tio­nel­len medi­zi­ni­schen Märk­ten in Viet­nam und Chi­na. Da aber Kno­chen und ande­re Kör­per­tei­le wil­der oder in Gefan­gen­schaft gehal­te­ner Löwen kaum zu unter­schei­den sind, för­dert das den Schmug­gel mit Kno­chen von Löwen aus frei­er Wild­bahn. Ein ganz ähn­li­ches Pro­blem zu den soge­nann­ten Tiger­far­men in Asi­en. Wir vom WWF för­dern seit Jah­ren deren Schließung. 

Zwar stopp­ten Gerich­te den lega­le Export von Löwen­kno­chen aus Süd­afri­ka, aber die Nach­fra­ge bleibt. Zucht und Han­del wer­den des­we­gen ver­mut­lich ille­gal fort­ge­setzt, Händ­ler suchen nach alter­na­ti­ven Quel­len. So hal­te ich es für mög­lich, dass die ille­ga­le Jagd auf wil­de Löwen in Zukunft zuneh­men wird.

Wie hat Dir die­ser Bei­trag gefallen? 

Durch­schnitt­li­che Bewer­tung / 5. Anzahl Bewer­tun­gen:

Sehr schön, das freut uns! Viel­leicht magst Du ja… 

…die­sen Bei­trag jetzt teilen: 

Scha­de, dass Dir der Bei­trag nicht so gut gefal­len hat. 

Dein Feed­back wäre sehr wert­voll für uns. 

Wie könn­ten wir die­sen Bei­trag Dei­ner Mei­nung nach optimieren? 

Vorheriger Beitrag Schmeckt nicht, gibt´s nicht: Würmer als Lebensmittel zugelassen
Nächster Beitrag Brasilien: Der Ablenkungsangriff auf die Indigenen

Kein Kommentar

Einen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.