„Food Was­te“: John Oli­ver und das Essen im Müll

John Oliver über Lebensmittelverschwendung © Last Week Tonight / HBO

730 Foot­ball-Sta­di­en bis oben gefüllt: So viel — eigent­lich noch genieß­ba­re — Cheese­bur­ger, Milch, Früch­te, Gemü­se oder ande­re Lebens­mit­tel lan­den jähr­lich auf US-ame­ri­ka­ni­schen Müll­de­po­nien. John Oli­ver, Legen­de des US-ame­ri­ka­ni­schen Fern­seh­sen­ders HBO, bringt das The­ma in sei­ner Sen­dung schnell und herz­haft poli­tisch unkor­rekt auf den Punkt.

Ich konn­te gera­de nicht auf­hö­ren zu lachen und wünsch­te mir in Deutsch­land jeman­den, der die Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung in einer solch gna­den­los guten Art rüber­brin­gen kann. Beim Schau­en habe ich mir die groß­ar­ti­gen Bil­der alle auf­ge­schrie­ben„ die er bringt, um die völ­li­ge Idio­tie der Ver­schwen­dung deut­lich zu machen. Aber es macht kei­nen Sinn, das hier wie­der­zu­ge­ben. Ein­fach ansehen:

Die Zei­ge­fin­ger kön­nen wir sofort wie­der ein­pa­cken, denn wir sind nur um ein paar Pro­zent bes­ser. Auch wir brau­chen drin­gend Ver­än­de­rung. Wer dazu bei­tra­gen will, fängt bei sich sel­ber an, redu­ziert, was er oder sie weg­schmeißt — und setzt sich bei der Bun­des­re­gie­rung end­lich für einen Ein­spa­rungs­plan für Ein­zel­han­del, Wei­ter­ver­ar­bei­ter, Groß­kü­che, Hotels und ähn­li­che ein. Unter­schreibt die Petition!

Übri­gens: Wer einen Men­schen kennt, der die Ver­schwen­dung in Deutsch­land genau­so auf den Punkt brin­gen kann wie John Oli­ver, der wird von mir eigen­hän­dig bekocht. Versprochen!

Unter­schreibt unse­re Peti­ti­on gegen die Lebensmittelverschwendung:

Ich bin überzeugter Omnivor! Einmal im Jahr kaufe ich einem befreundeten Neuland-Bauern ein Schwein ab. Der Metzger im nächsten Dorf zerlegt es für meine fünfköpfige Familie. Seitdem ich 1992 Abitur in Berlin machte, versuche ich bei Umweltorganisationen die Welt zu retten. Die persönliche Weltrettung wurde jedoch während meines Geographiestudiums etwas abgebremst. Politisch zu arbeiten ist richtig spannend. Nicht nur weil ich die Leute, die abends im Fernsehen kommen, teilweise persönlich treffe. Mich regt jedoch die Respektlosigkeit auf allen Seiten auf.
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