Wil­de­rei: Genug ist genug!

Eingezäunt und doch nicht sicher? Ein Nashorn im Pariser Tierpark. © Picture Alliance

Es ist ein neue Dimen­si­on der Wil­de­rei: Sie bre­chen in einen Zoo in Paris ein, erschie­ßen ein Nas­horn, tren­nen mit der Ket­ten­sä­ge die Hör­ner ab. Das ist scho­ckie­rend und alarmierend.

Vor eini­gen Jah­ren wur­den schon in euro­päi­schen Muse­en Hör­ner gestoh­len. Doch jetzt hat die Skru­pel­lo­sig­keit der Wil­de­rei-Mafia ein neu­es Aus­maß erreicht. Die Dra­ma­tik und Ernst­haf­tig­keit der Lage kann nun nicht mehr über­se­hen werden.

Wil­de­rei ist ein glo­ba­les Problem

Wil­de­rei ist ein schwe­res Ver­bre­chen gegen unser aller Natur­er­be. Es muss jetzt auch der Letz­te ver­stan­den haben, dass wir mit der Wil­de­reik­ri­se ein glo­ba­les Pro­blem von orga­ni­sier­ter Kri­mi­na­li­tät haben. Sie gefähr­det die Arten­viel­falt und die Funk­tio­na­li­tät von Öko­sys­te­men. Sie bedroht die Lebens­grund­la­gen der Bevöl­ke­rung und die Ent­wick­lung gan­zer Staaten.

Genug ist genug!

Wir vom WWF kämp­fen seit vie­len Jah­ren gegen die zer­stö­re­ri­sche Wil­de­rei. In Afri­ka, wo Nas­hör­ner und Ele­fan­ten jedes Jahr zu tau­sen­den ster­ben. In Asi­en, wo die Wil­de­rei­pro­duk­te zum gro­ßen Teil abge­setzt wer­den. Über­all, wo Tiger oder Schup­pen­tie­re oder ande­re geschütz­te Wild­tie­re für Pro­fit getö­tet werden.

Aber die Wil­de­rei ist auch mit­ten unter uns. Die ver­mehr­ten, gro­ßen Auf­grif­fe von Elfen­bein in ganz Euro­pa sind extrem alar­mie­rend. Euro­pa darf nicht zum Dreh­kreuz für die Wil­de­rer-Mafia werden.

Was wir wollen

Was wir wol­len: Poli­ti­scher Druck auf die Staa­ten, die Wil­de­rei nicht ernst­haft ange­hen. Druck auf Län­der wie Chi­na und Viet­nam, dass dort der Markt end­lich ernst­haft bekämpft wird. Und aus­rei­chen­de finan­zi­el­le, tech­ni­sche und poli­ti­sche Unter­stüt­zung für die Län­der, denen es an Res­sour­cen fehlt, um effek­tiv gegen die kri­mi­nel­len Netz­wer­ke vorzugehen.

Wir wer­den mit unse­re Arbeit wei­ter alle unter­stüt­zen, die Tie­re schüt­zen und es den Wil­de­ren schwe­rer machen.

Noch ist es nicht zu spät. Aber es wird Zeit, höchs­te Zeit.

Ihr wollt auch etwas gegen die Wil­de­rei tun? Hier ent­lang! #Stopp­Wil­de­rei weltweit

 

Als Tierökologin und Programm-Managerin für illegalen Artenhandel beim WWF Deutschland habe ich für das Thema Wilderei und Reduktion der Nachfrage nach illegalen Wildtierprodukten eine ganz besondere Passion – aber auch für viele Schnittpunkte dazu: die Reduktion von Mensch-Wildtier-Konflikten, ländliche Entwicklung und alternative Einkommensgenerierung oder Umwelt- und Bewusstseinsbildung. Einfach alles, was Arten schützt, die Wildnis wild sein lässt und zu einer friedlichen Koexistenz beiträgt.

Kommentare (1)

  • Danke für diesen Artikel Katharina! Höchste Zeit etwas zu tun, schlimmer kann die Wilderei ja nicht mehr werden. LG Christoph

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