Was Du für die Wild­bie­nen tun kannst


Biene saugt am Boretsch auf einem Balkon. Mehr als die Hälfte aller Wildbienen ist vom Aussterben bedroht.
Was saugt denn da? Es gibt über 500 Arten von Bienen bei uns © iStock / Getty Images

Wild­bie­nen bil­den meist kei­ne Staa­ten, sind enorm nütz­lich, haben ori­gi­nel­le Namen, wer­den aber  immer sel­te­ner  — und Du kannst ihnen hel­fen.

Bal­kon­be­ob­ach­tun­gen: End­spurt für die Wild­bie­nen

Seit wir die­ses Jahr auf dem Bal­kon das Ange­bot für Bie­ne und Co. deut­lich aus­ge­wei­tet haben, summt und brummt es statt­lich. Mal ist der Laven­del beson­ders beliebt. Dann wie­der lockt die blü­hen­de Min­ze oder die bie­nen­freund­li­chen Blu­men, die ich im Gar­ten­cen­ter eines Bau­mark­tes gefun­den habe.

Die Hälf­te aller Bie­nen droht aus­zu­ster­ben

Immer wie­der sehen wir Hum­meln im Anflug. Wir bewir­ten also auch Wild­bie­nen! Wie schön! Neben Hum­meln beob­ach­ten wir das eine oder ande­re Exem­plar, das für eine Honig­bie­ne zu pel­zig aus­sieht oder far­big abweicht. Ich bin echt kei­ne Exper­tin, tip­pe aber, dass es sich wie bei dabei um Wild­bie­nen han­delt – und davon gibt es in Deutsch­land über 500 Arten. Wie etwa die zwei­far­bi­ge Schne­cken­haus­bie­ne, die Zaun­rü­ben-Sand­bie­ne oder die Bun­te Hum­mel. Mehr als 230 der deut­schen Wild­bie­nen­ar­ten ste­hen auf der Roten Lis­te gefähr­de­ter Arten.  Vor allem die Inten­sivst-Land­wirt­schaft setzt dem Bie­nen­reich­tum schwer zu.

Wildbienen sind extrem nützlich für Natur und Landwirtschaft - viele Bienenarten sind vom Aussterben bedroht.
Bie­nen brau­chen Blü­ten © iStock / Get­ty Images

Eini­ge Wild­bie­nen­ar­ten sind sehr spe­zia­li­siert auf ein­zel­ne Pflan­zen, die unser Bal­kon nicht bie­tet. Doch es  gibt es auch Wild­bie­nen, die ihren Bedarf an Pol­len und Nek­tar brei­ter decken – auch bei uns auf dem Bal­kon.

Was den Wild­bie­nen hilft

Wer es sys­te­ma­tisch ange­hen möch­te mit der Wild­bie­ne, dem oder der sei wildbienen.info ans Herz gelegt — vie­le, vie­le Infor­ma­tio­nen!

Die Deut­sche Wild­tier Stif­tung hat hier wert­vol­le Tipps gesam­melt, vor allem wie man sei­nen Gar­ten so gestal­ten kann, dass Wild­bie­nen gute Nist­plät­ze fin­den.

Zum Bei­spiel: Bee­te nicht mit Torf­mulch abzu­de­cken. Denn da Wild­bie­nen ger­ne Löcher im locke­ren Erd­bo­den gra­ben, ste­hen sie nicht so auf dicke Torf­schich­ten. (Torf hat im Gar­ten eh nichts zu suchen, da hier­für Moo­re zer­stört wer­den). Hilf­reich ist es auch, mor­sche Holz­stü­cke im Gar­ten lie­gen zu las­sen. Eini­ge Bie­nen­ar­ten nut­zen ger­ne mor­sches Holz für ihre Nes­ter.

So, ich hum­mel der­weil mal wie­der auf unse­ren Bal­kon und pla­ne das Nah­rungs­an­ge­bot für die nächs­te Sai­son. Denn ich möch­te auch nächs­tes Jahr das wil­de, fried­li­che Sum­men und Brum­men nicht mis­sen! Du nicht auch?

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Über mich
Wiebke Elbe

Pressereferentin beim WWF Deutschland, leidgeplagtes HSV-Mitglied und Gelegenheitsstadionbesucherin mit Herz für U-Musik

1 Kommentar

  1. […] War­um uns die Bie­nen alle ange­hen dürf­te ja grob klar sein: Fast 90 Pro­zent aller wil­den Pflan­zen und Drei­vier­tel der Nah­rungs­pflan­zen wer­den von Tie­ren bestäubt. Und fast 80 Pro­zent der Nutz- und Wild­pflan­zen wer­den von der West­li­chen Honig­bie­ne bestäubt. Die rest­li­chen 20 Pro­zent erle­di­gen Hum­meln, Flie­gen, Schmet­ter­lin­ge und Wild­bie­nen. […]

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