Ver­pa­ckun­gen: Die Müll­ber­ge wach­sen und die Dring­lich­keit zum Han­deln auch


Versucht doch am besten Verpackungen, soweit es geht, zu vermeiden. © Zoe Caron/WWF-Canada
Versucht doch am besten Verpackungen, soweit es geht, zu vermeiden. © Zoe Caron/WWF-Canada

Ver­pa­ckun­gen sind all­ge­gen­wär­tig. Sie haben vie­le nütz­li­che und not­wen­di­ge Funk­tio­nen. Ver­pa­ckun­gen schüt­zen durch­aus den Inhalt. Auch wir­ken sie unter­stüt­zend beim Trans­port. Dar­über­hin­aus ver­län­gern sie Halt­bar­keit von Lebens­mit­teln. Und sie ver­mit­teln wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen über das Pro­dukt.

Zwar wur­den in den letz­ten Jahr­zehn­ten Ver­pa­ckun­gen immer wei­ter opti­miert. Hin­sicht­lich Funk­tio­na­li­tät und Effi­zi­enz bei Mate­ria­li­en, Hilfs­stof­fen, Ener­gie und Her­stel­lungs­ver­fah­ren hat sich viel getan. Den­noch steigt die Men­ge der zu ent­sor­gen­den Ver­pa­ckungs­ab­fäl­le immer wei­ter an.

Ver­pa­ckungs­ab­fäl­le: Deutsch­land ist Spit­zen­rei­ter

In Deutsch­land erreich­ten die durch Ver­pa­ckun­gen ver­ur­sach­ten Abfall­men­gen zuletzt einen neu­en Höchst­stand von 18.16 Mil­lio­nen Ton­nen. Jeder Deut­sche ver­ur­sach­te in 2016 über 220 Kilo­gramm Ver­pa­ckungs­ab­fäl­le. Das ist der euro­päi­sche Spit­zen­wert.

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Vor allem Ver­pa­ckun­gen aus Kunst­stoff ste­hen dabei beson­ders im Fokus. Gera­de die alar­mie­ren­den Berich­te über ver­schmutz­te Strän­de und rie­si­ge Men­gen an Kunst­stoff­müll in den Ozea­nen haben das Pro­blem­be­wusst­sein bei Ver­brau­chern und Poli­tik zusätz­lich geschärft.

Kunst­stoff­ver­pa­ckun­gen: Welt­weit wird nur wenig recy­celt

Knapp die Hälf­te aller Kunst­stoff­ver­pa­ckun­gen wer­den in Deutsch­land recy­celt. Der über­wie­gen­de Rest wird ther­misch ver­wer­tet. Ledig­lich 14 Pro­zent der welt­weit gebrauch­ten Kunst­stoff­ver­pa­ckun­gen wer­den dem Recy­cling zuge­führt. Nur zwei Pro­zent davon unter­lie­gen einer erneu­ten Wie­der­ver­wen­dung in Ver­pa­ckun­gen. Das ist zu wenig.

Die rest­li­chen 86 Pro­zent lan­den auf Depo­ni­en (40 Pro­zent) oder in der Müll­ver­bren­nung (14 Pro­zent). Wei­ter­hin gelangt fast ein Drit­tel unkon­trol­liert in die Umwelt (32 Pro­zent). Im schlimms­ten Fall trei­ben die Ver­pa­ckun­gen dann in unse­ren Ozea­nen.

Im schlimmsten Fall landen die Verpackungen unrecycelt auf dem Müll. © Greg Armfield/WWF-UK
Im schlimms­ten Fall lan­den die Ver­pa­ckun­gen unre­cy­celt auf dem Müll. © Greg Arm­fiel­d/WWF-UK

Ein Wei­ter so ist kei­ne Opti­on!

Wir benö­ti­gen daher ganz­heit­li­che Lösun­gen, um den pri­mä­ren Res­sour­cen­ver­brauch und das Abfall­auf­kom­men ins­ge­samt zu redu­zie­ren. Dies kann nur gemein­sam und im Zusam­men­wir­ken von Poli­tik, Indus­trie und Zivil­ge­sell­schaft gelin­gen.

Vie­le gute Grün­de auf Ver­pa­ckun­gen zu ver­zich­ten

Daher gibt es für Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher vie­le gute Grün­de, beim Ein­kau­fen ganz beson­ders auf die Ver­pa­ckung zu ach­ten.

Mit weni­gen wich­ti­gen Regeln erspart ihr euch und der Umwelt die Müll­ber­ge. 

  1. Ver­mei­den geht vor. Auch für Papier wer­den Bäu­me gefällt. Daher kauft unver­packt ein – soweit dies mög­lich ist.
  2. Ver­zich­tet beim Ein­kauf auf schwar­ze Kunst­stoff­ver­pa­ckun­gen. Grund­sätz­lich gilt: Je hel­ler der Kunst­stoff, des­to grö­ßer die Chan­ce auf Sor­tie­rung und Recy­cling.
  3. Mehr­weg kann mehr als Ein­weg. Aber: Auch Mehr­weg­be­hält­nis­se schnei­den nur dann gut ab, wenn sie wirk­lich vie­le Wege gehen. Haben Sie daher immer eine Tra­ge­hil­fe bei sich.
  4. Kei­ne Ver­pa­ckung gehört in die Natur. Nur wirk­lich gut getrenn­te Ver­pa­ckun­gen haben die bes­ten Aus­sich­ten auf ein Recy­cling.
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Tom Ohlendorf

Über mich
Tom Ohlendorf

Als Mensch und Projektleiter gilt mein besonderes Interesse der Gestaltung und Realisierung qualitativ hochwertiger Produkte. Weiterzudenken und in jeder Hinsicht nützliche Erzeugnisse und Prozesse zu entwickeln, ist mein Antrieb und Ziel.

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