Schnee­leo­pard — Einen Mythos kann man nicht schüt­zen


Jargalant-Gebirge in der Mongolei: Der Schnee-Leopard kann hier überall sein.
Jargalant-Gebirge in der Mongolei: Der Leopard kann hier überall sein. © Oliver-Samson, WWF

Wir sind unter­wegs zum Schnee­leo­par­den. Unse­re Kol­le­gen vom WWF Mon­go­lei cam­pie­ren schon im Jar­ga­lant-Gebir­ge, ganz im Wes­ten der Mon­go­lei. Auf 2500 Metern. Das Ziel: Schnee­leo­par­den besen­dern. Wir brau­chen drin­gend mehr Infor­ma­tio­nen über die­se mythi­sche Raub­kat­ze, von der es vie­le Legen­den gibt, die aber kaum jemand je gese­hen hat und von der auch Bio­lo­gen längst nicht alles wis­sen. Einen Mythos kann man aber nicht schüt­zen, ein wis­sen­schaft­lich erforsch­tes Tier schon. Die Fra­gen sind: Was macht der Schnee­leo­pard wann und wo? Viel Zeit bleibt uns für die Ant­wort nicht. Denn ganz sicher wis­sen wir, dass der Schnee­leo­pard immer sel­te­ner wird – und dass die Kon­flik­te mit dem Mensch um Beu­te und Lebens­raum zuneh­men.

WWF-Kollege Markus Radday in Ulan Bator
WWF-Kol­le­ge Mar­kus Rad­day in Ulan Bator. © Oli­ver Sam­son, WWF

Oliver Samson, der Autor, in WWF-Jacke im Jargalant-Gebirge. In der Hand ein Fundstück haltend: Das große, gebogene Horn eines Tieres.
Ich im Jar­ga­lant-Gebir­ge. © Mar­kus Rad­day, WWF

Ulan Bator © Oliver Samson, WWF
Haupt­stadt Ulan Bator © Oli­ver Sam­son, WWF

Wie wir zum Schnee­leo­par­den kamen

Unse­re Kol­le­gen vom WWF Mon­go­lei haben sich gewünscht, dass wir sie auf ihrer Expe­di­ti­on beglei­ten: Mar­kus Rad­day, der für uns die Zusam­men­ar­beit mit dem WWF Mon­go­lei koor­di­niert. Der Natur­fo­to­graph Thors­ten Mil­se. Und ich. Wir sol­len ihre Arbeit doku­men­tie­ren. Und für die Arbeit des WWF Mon­go­lei wer­ben.

Ange­kom­men in der Mon­go­lei

Noch sind wir in der Haupt­stadt Ulan Bator. Knapp die Hälf­te der drei Mil­lio­nen Mon­go­len lebt hier, Ten­denz stei­gend. Noma­den­kul­tur und Bud­dhis­mus tref­fen auf Sowjet­ar­chi­tek­tur und post­mo­der­ne Scheuß­lich­kei­ten von Hoch­häu­sern. Es ist die Stadt mit der zweit­schlech­tes­ten Luft der Welt, die Mess­wer­te sind mehr als dop­pelt so schlimm wie in Peking.

Mor­gen geht es wei­ter nach Khovd. Hier war noch kei­ner von uns und wir wis­sen nur grob, was uns erwar­tet: Die Kol­le­gen vom WWF Mon­go­lei holen uns ab, dann geht es in die Ber­ge. Wir wer­den in Noma­den­zel­ten woh­nen und es wird wohl rich­tig, rich­tig kalt. Die Luft wird deut­lich bes­ser sein. Und irgend­wo in den Ber­gen lebt der Schnee­leo­pard. 


Übri­gens: Das Heu­len von Schnee­leo­par­den hat man frü­her für den Ruf des Yeti gehal­ten: Mehr über die fas­zi­nie­ren­den Tie­re könnt ihr in unse­rem Arten­le­xi­kon nach­le­sen »

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