Todes­stoß für die Wind­kraft


Windenergie Windkraft Anlage
Das neue Gesetz würde die Windenergie drastisch reduzieren- statt sie zu fördern CC0 Matt Artz https://unsplash.com/photos/2dCdOoYDjOQ

Wir for­dern, dass die Bun­des­re­gie­rung end­lich aktiv wird beim The­ma Kli­ma­schutz. Was wir sehen ist aber ein Desas­ter. Am Diens­tag (12.11.2019) wur­de ein Refe­ren­ten­ent­wurf des Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums für das „Gesetz zur Redu­zie­rung und Been­di­gung der Koh­le­ver­stro­mung“ öffent­lich. Damit setzt Wirt­schafts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er (CDU) zum Todes­stoß gegen die Wind­kraft an Land an. Ich muss es ein Desas­ter nen­nen.

Die Plä­ne sind ein Schreck­ge­spenst für Jobs und Kli­ma­schutz. Soll­te der Ent­wurf so umge­setzt wer­den, ist das Gesetz zur Redu­zie­rung und Been­di­gung der Koh­le­ver­stro­mung fak­tisch ein Gesetz zur Redu­zie­rung der Wind­kraft an Land.

Koh­le­aus­stieg mas­siv gefähr­det

Wenn die­ses Anti-Wind­kraft-Gesetz durch­kommt, wird das Ziel der Bun­des­re­gie­rung bis 2030 den Anteil der Erneu­er­ba­ren Ener­gi­en auf 65 Pozent aus­zu­bau­en uner­reich­bar. Der Koh­le­aus­stieg, den das Gesetz eigent­lich regeln soll­te, wird damit mas­siv gefähr­det.

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Wir for­dern die Koali­ti­on auf, die Ände­run­gen zur Wind­ener­gie an Land kom­plett aus dem Gesetz zu strei­chen. Statt­des­sen braucht es die Ein­rich­tung einer Kom­mis­si­on ‘Wachs­tum, Erneu­er­ba­re und Beschäf­ti­gung‘. Die­se muss die bestehen­den Hür­den beim Aus­bau der Erneu­er­ba­ren aus dem Weg räu­men. Denn der Bau von Wind­kraft­an­la­gen ist jetzt schon dra­ma­tisch ein­ge­bro­chen.

Zehn­tau­sen­de Jobs in Gefahr!

Nicht nur die Ener­gie­wen­de, auch zehn­tau­sen­de Jobs sind in Gefahr. Die Bun­des­re­gie­rung muss den gefähr­de­ten Arbeits­plät­zen in der Wind­kraft end­lich die glei­che Auf­merk­sam­keit wid­men wie denen in der Koh­le.

Wind­ener­gie wür­de dra­ma­tisch sin­ken

Die in der Vor­la­ge geplan­te Abstands­re­ge­lung für Wind­kraft­an­la­gen redu­ziert die Wind­ener­gie dra­ma­tisch. Etwa 60 Pro­zent der heu­te ver­füg­ba­ren Flä­che wür­de damit weg­fal­len. In den nächs­ten Jah­ren wür­den mehr Wind­ener­gie­an­la­gen ab- als auf­ge­baut!

Lau­fen­de Raum­pla­nun­gen in den Bun­des­län­dern will das Gesetz über den Hau­fen wer­fen, neue jah­re­lan­ge Ver­fah­ren wür­den nötig. Statt pau­scha­ler Abstands­re­ge­lun­gen ist es ent­schei­den­der für mehr Akzep­tanz, die Bür­ge­rIn­nen früh­zei­tig bei der Pla­nung zu betei­li­gen. Und sie spür­bar an der Wert­schöp­fung teil­ha­ben zu las­sen.

Selbst bestehen­de Wind­ener­gie-Flä­chen­plä­ne (bis 2014) will Alt­mai­er mit dem Gesetz kaputt machen, so dass fast über­all lan­ge neue Flä­chen­pla­nun­gen erfol­gen müs­sen. Die kön­nen dann wie­der beklagt wer­den – und zahl­rei­che unbe­stimm­te Rechts­be­grif­fe in dem Geset­zes­ent­wurf ver­spre­chen lan­ge Kla­ge­ver­fah­ren.

War­um wir mehr Wind­kraft brau­chen

Die Erd­er­hit­zung beschleu­nigt das Arten­ster­ben. Wir mer­ken das schon jetzt in uns­ren Schutz­ge­bie­ten. Nach wis­sen­schaft­li­chen Unter­su­chun­gen gehen wir davon, dass bei einer unge­brems­ten Erd­er­hit­zung fast die Hälf­te der Tier- und Pflan­zen­ar­ten in den 35 öko­lo­gi­schen Schwer­punkt­re­gio­nen der Erde – von Gala­pa­gos über Mada­gas­kar bis Bor­neo – regio­nal kom­plett aus­stirbt. Des­halb gilt es jetzt für den Natur­schutz welt­weit die Ener­gie­wen­de hin­zu­krie­gen. Wie der Wind­ener­gie-Aus­bau an Land natur­ver­träg­lich gestal­tet wer­den soll, haben wir in einem Posi­ti­ons­pa­pier hier zusam­men­ge­fasst.

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Über mich
Michael Schäfer

Ich leite das Klima-Team des WWF Deutschland. Um die Erderhitzung zu stoppen und ihre schlimmsten Auswirkungen auf Menschen und Tiere zu verhindern, setzten wir uns dafür ein, dass Deutschland der Weg in eine treibhausgasneutrale Wirtschaftsweise gelingt - und wir dabei so erfolgreich sind, dass andere Länder mitziehen. Zudem engagieren wir uns in Brüssel und auf globaler Ebene für den Klimaschutz und arbeiten dabei mit dem starken internationalen WWF-Netzwerk zusammen. Wir freuen uns, wenn Ihr uns unterstützt, also beispielsweise unsere Beiträge teilt oder uns Eure Anregungen schreibt.

28 Kommentare

  1. Avatar
    Florian Schäfer
    12. November 2019
    Antworten

    Das wäre eine Kata­stro­phe

    • Avatar
      C. Knopp
      16. November 2019
      Antworten

      Sitz jetzt beim WWF auch schon Leu­te aus der Wind­kraft­lob­by die das sagen haben? Als wenn die Wind­kraft­an­la­gen umwelt­freund­li­cher wären. Gibt’s nach­her halt eine paar Vögel weni­ger. Wer­den hun­der­te von ha Wald gero­det, für übri­gens auch kli­ma­ti­sche Funk­tio­nen aus­füh­ren. Man kann ja mal in den Huns­rück in Deutsch­land fah­ren und sich die hun­der­te von Anla­gen angu­cken wo frü­her Wald gestan­den hat.… Was meint ihr wo die rie­sen Anla­gen, die übri­gens auch eine gewis­se Laut­stär­ke haben, hin­ge­stellt wer­den sol­len? Im Gar­ten neben Häu­ser? Wohl kaum, bei der Laut­stär­ke und dem ent­ste­hen­den Schat­ten­wurf. Es ist übri­gens auh geplant, zumin­dest in Deutsch­land die Flä­chenin­an­spruch­nah­me auf 0 ha zu brin­ge.
      Es gibt defi­ni­tiv umwelt­scho­nend­re Ener­gie­ge­win­nun­gen und dafür soll­te man sich EINSETZTEN.

      • Avatar
        29. November 2019
        Antworten

        Arten­schutz und der Erhalt der bio­lo­gi­schen Viel­falt ste­hen bei uns abso­lut und immer im Vor­der­grund. Genau des­halb set­zen wir uns so vehe­ment für den Kli­ma­schutz ein. Eine Schwä­chung der Wind­ener­gie ist lei­der ein Schritt in die völ­lig fal­sche Rich­tung. Doch natür­lich muss ein Aus­bau der Wind­ener­gie in jedem Fall natur­ver­träg­lich gesche­hen. Damit beschäf­ti­gen wir beim WWF uns aus­führ­lich. Die Wind­ener­gie ist unver­zicht­bar für die Ener­gie­wen­de. Gelingt uns die­se nicht und schrei­tet der Kli­ma­wan­del wei­ter vor­an, geht damit auch ein immenses Arten­ster­ben ein­her.

  2. Avatar
    13. November 2019
    Antworten

    Ich habe mir die­sen Arti­kel durch­ge­le­sen und erst jetzt ist es mir klar was für fol­gen sowas haben kann. Dan­ke für die­sen Arti­kel. Eure Arti­kel sind sehr hilf­reich macht wei­ter so.

  3. Avatar
    Hellmut Frieder
    16. November 2019
    Antworten

    Das Poli­tik­ver­sa­gen auf allen Fel­dern, beson­ders der Kli­ma­po­li­tik, all die­ser Par­tei­en mit einem S und D im Namen ist ekla­tant. Es ist zum Mäu­se­mel­ken und Davon­lau­fen und zum Ver­zwei­feln.

  4. Avatar
    Hellmut Frieder
    16. November 2019
    Antworten

    Hey, ihr pol­ti­schen Akteu­re von den Par­tei­en mit dem D und F und S im Namen. Habt ihr euch schon ein­mal gefragt wo die zusätz­li­chen 200ppm CO2 her­kom­men, um die die Belas­tung der Atmo­sphä­re seit dem Beginn der Indus­tria­li­sie­rung vor 200 Jah­ren zuge­nom­men hat? Fahrt nach Garz­wei­ler und schaut in die Gru­be. Dann ahnt ihr es viel­leicht. Dort seht ihr in 300 Meter Tie­fe die Braun­koh­le­flö­ze, die dort vor Mil­lio­nen von Jah­ren ein­ge­la­gert wur­den und die garan­tiert nichts mehr in unser aller Luft zu suchen haben, die aber trotz­dem noch abge­baut wer­den sol­len. Wo soll denn bit­te der kli­ma­neu­tra­le Strom her­kom­men, den wir im übri­gen, nicht nur für die Autos von Murks, die jetzt hier gebaut wer­den sol­len, brau­chen? Der­zeit sind es Solar und Wind. Fasst euch an euren Nasen und lasst euch nicht Jahr­hun­der­te Zeit bis ihr den Kli­ma­to­lo­gen glaubt. Bit­te nicht so, wie die katho­li­sche Kir­che die sich rich­tig Zeit ließ, bis sie Gali­lei Recht gab.
    Bit­te nicht.

  5. Avatar
    Christoph
    16. November 2019
    Antworten

    Schon mal gehört, das die Wind­rä­der mil­lio­nen­fach Vögel und Insek­ten schred­dern und in der Nähe des Men­schen zu gesund­heit­li­chen Pro­ble­men füh­ren?? Dann doch lie­ber Koh­le­kraft­wer­ke!!

  6. Avatar
    Laurenzerl
    16. November 2019
    Antworten

    Sind Wind­kraft­wer­ke wirk­lich so effi­zi­ent, dass man sie über­all braucht? Und was ist mit den Greif­vö­geln und Fle­der­mäu­sen?

    • Avatar
      Monica Bradbury
      16. November 2019
      Antworten

      Stim­me voll­kom­men über­ein, wir brau­chen nicht mehr Wind­kraft, Greif­vö­gel und Fle­der­mäu­se wer­den gehäck­selt, Men­schen lei­den unter dem Schat­ten­wurf und Ultra­schall, aus­ser­dem hat sich unser CO2 Aus­stoß trotz 30 000 Wind­kraft­an­la­gen nicht ver­rin­gert und recy­clen kann man die Din­ger, nach 20 Jah­ren Lauf­zeit, auch nicht.

    • Avatar
      16. November 2019
      Antworten

      Pho­to­vol­ta­ik funk­tio­niert nachts halt ein­fach nicht ! Wind ist da in gro­ßen Men­gen ver­füg­bar.

      Und die CO2 Bilanz von Wind­ener­gie­an­la­gen ist bestimmt 10 Mal bes­ser als Pho­to­vol­ta­ik Modu­le, die meist erst nach 15 Jah­ren CO2 Neu­tra­li­tät errei­chen.

      Und wenn wir erst über Sek­to­ren­kopp­lung reden, brau­chen wir noch knapp 2,5 Mal so viel Strom wie jetzt, um Mobi­li­tät und Hei­zung mit zu ver­sor­gen.
      Und Hei­zung brau­chen wir im Win­ter, wenn Wind aus­rei­chend, aber Son­ne kaum pro­du­ziert

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      Anke
      16. November 2019
      Antworten

      Seit es immer mehr Wind­kraft­rä­der gibt, haben wir hier kaum noch Greif­vö­gel. Ich woh­ne rich­tig auf dem Land und habe es genau beob­ach­tet.

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      Klaus Lippok
      17. November 2019
      Antworten

      Es ster­ben mehr Vögel durch den Auto- und Bahn­ver­kehr als auch durch Fens­ter­schei­ben als durch die gefürch­te­ten Vögel­schred­der.

    • Avatar
      29. November 2019
      Antworten

      Der Schutz von wind­ener­gie­sen­si­blen Arten wie Vögeln und Fle­der­mäu­sen ist eine der gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen beim Aus­bau der Wind­ener­gie. Beson­ders weil die­se Arten oft bereits durch unse­re inten­si­ve Land­wirt­schaft stark beein­träch­tig sind. Wir haben eigens eine Stu­die zu den Aus­wir­kun­gen des Wind­ener­gie-Aus­baus auf die Vogel­welt ver­an­lasst und ent­spre­chend Flä­chen aus­ge­wie­sen, die für Natur und Tie­re weni­ger Risi­ken ber­gen.

      In Schutz­ge­bie­ten dür­fen kei­ne Wind­rä­der gebaut wer­den. Ein Aus­bau der Wind­ener­gie im Wald muss auf natur­fer­ne Forst­flä­chen begrenzt blei­ben. Und auch Wald­rän­der, Erho­lungs­ge­bie­te und Wan­der­kor­ri­do­re von Vögeln und Fle­der­mäu­sen sind aus­zu­schlie­ßen.

      Abge­se­hen von der Stand­ort­wahl gibt es vie­le tech­ni­sche Maß­nah­men zum Arten­schutz beim Wind­kraft­aus­bau. Und die Wind­rä­der müs­sen zu Zei­ten wie der Ern­te abge­schal­tet wer­den. Neben Natur und Tie­ren müs­sen außer­dem die Anwoh­ner­rech­te geschützt wer­den. Der Aus­bau der Wind­ener­gie muss natur­ver­träg­lich gesche­hen. Doch ein Aus­bau ist unab­ding­bar, die Wind­ener­gie ein unver­zicht­ba­rer Pfei­ler der Ener­gie­wen­de.

  7. Avatar
    Horst Würzburger
    16. November 2019
    Antworten

    So schön der Gedan­ke ist, unse­ren Strom mit Wind­rä­der zu erzeu­gen, ist aber die Tat­sa­che, daß tau­sen­de Vögel dabei getö­tet wer­den. Hin­zu kom­men die durch Wind­rä­der ent­ste­hen­den Geräu­sche, die selbst noch in meh­re­ren hun­dert Meter Ent­fer­nung zu hören sind. Prin­zi­pi­ell bin ich für neue umwelt­freund­li­che Tech­no­lo­gi­en, aber hier hat man, wie so oft, nicht alle Kon­se­quen­zen berück­sich­tigt. Es geht nicht um die Umwelt son­dern wie­der mal nur um finan­zi­el­le Inter­es­sen. Für mich sind Wind­rä­der des­halb kei­ne Opti­on.

  8. Avatar
    Jaria
    16. November 2019
    Antworten

    Eben Lau­renzerl. Ich hal­te es für sinn­vol­ler die Solar­ener­gie mehr zu för­dern und die Wind­kraft aus dem Meer (Nord­see) end­lich wirt­schaft­li­cher zu nut­zen. Wo sind die ver­spro­che­nen Anschlüs­se nach Süd­deutsch­land hin???? Da tut sich näm­lich nichts, im Gegen­teil, da wird dis­ku­tiert und dis­ku­tiert, geklagt und die Wind­kraft­wer­ke im Meer blei­ben stumm. Was soll das? Des Wei­te­ren, alles setzt auf Strom, Strom für Autos, für Wär­me, für Licht, für Rol­ler, für Fahr­rä­der etc Wo bit­te soll die­ser Strom her­kom­men, wenn a) die Koh­le­kraft­wer­ke alle weg­fal­len, b) die rest­li­chen Atom­kraft­an­la­gen weg­fal­len und erneu­er­ba­re Ener­gi­en wie Erd­wär­me, Wind­kraft und Solar stän­dig durch die Poli­tik behin­dert und in den Abgrund gezerrt wer­den.

    Na klar, aus dem Aus­land SUPER :(((( denn dort wer­den alte Atom­kraft­wer­ke genutzt, die schlim­me Schä­den auf­wei­sen (sie­he dazu die kos­ten­lo­se Ver­ga­be v on Jod­ta­blet­ten im Raum Aachen). Die­sel Fahr­zeu­ge sol­len für den Pri­vat­ge­brauch aus dem Ver­kehr, aber was ist mit den Flug­zeu­gen, rie­si­gen Schif­fen (pri­va­te Jach­ten, Con­tai­ner­schif­fe, rie­sen Pas­sa­gier­schif­fe), was mit den Bau­ma­schi­nen und den Loko­mo­ti­ven???? Ver­pes­ten die die Luft nicht???? Klas­se, in mei­nen Augen alles Augen­wi­sche­rei was hier pas­siert :((( Der klei­ne, Pri­vat­mann, Arbei­ter und Ange­stell­te, der soll lei­den, aber die Her­ren mit den teu­ren Anzü­gen dür­fen wei­ter­ma­chen wie bis­her???? Bei der Indus­trie fragt kei­ner nach dem Die­sel­mo­tor und eben­so­we­nig nach den schon heu­te enorm teu­ren Strom­kos­ten, denn die tra­gen wir klei­nen Leu­te wie­der für die Herr­schaf­ten. Aber klar, das Kli­ma macht ja an der Gren­ze halt. Hier wer­den die PKW-Die­sel abge­schafft, aber nach Afri­ka und in ande­re Län­der ver­kauft um da wei­ter ihre Abga­se in den Him­mel zu jagen. Wie schön, dass das ja über­haupt nicht scha­det.

  9. Avatar
    K. Reichardt
    16. November 2019
    Antworten

    Vie­le Stand­or­te im Flach­land sind nur mög­lich gewe­sen durch hohe Sub­ven­tio­nen.
    Wir müs­sen auch bedenken,dass zu gro­ße Nähe an Städ­ten und Dör­fern die spä­te­re Aus­deh­nung der­sel­bi­gen erheb­lich begrenzt. 40% der Energie,die eine sol­che Anla­ge in ihrer Lebens­dau­er erzeugt,wird angeb­lich gebraucht für die Her­stel­lung und spä­te­re Ent­sor­gung. Die mecha­ni­schen Indus­trie­an­la­gen hal­ten nicht ewig.Deren Ent­sor­gung ist ein ähn­li­ches Pro­blem wie bei den Elek­tro­au­tos.
    Es gibt m.E. aber auch eine opti­sche Umweltverschmutzung.Die Wind­kraft­an­la­gen in bewohn­ten Gebie­ten. War­um sol­len eigent­lich alle auf dem Lan­de ste­hen und nicht auch mal in den Städ­ten oder an deren Rand? Auf dem Land wer­den Schmutz
    und Abga­se nicht ein­ge­schränkt wie in den Städ­ten. Bit­te alles draus­sen und nicht bei uns in der Stadt. Ist das fair? Ich kann den Plan vom Wirt­schafts­mi­nis­ter ver­ste­hen. Die Stand­or­te müss­ten opti­miert wer­den. Die gan­ze Umwelt­dis­kus­si­on ist wichtig,aber muss mit Bedacht und sorg­fäl­tig ange­gan­gen wer­den ‚nicht mit gera­de­zu reli­giö­sem Eifer.

  10. Avatar
    Jörg Gaiser
    16. November 2019
    Antworten

    Dass Wind­ener­gie auch umwelt­schäd­lich ist, wird hier gar nicht the­ma­ti­siert. Die aller­meis­ten Wind­rä­der ste­hen in Wäl­dern, Wie­sen und ande­ren Natur­räu­men. Es müs­sen Zufahrts­we­ge gebaut wer­den und die Anla­gen müs­sen gewar­tet wer­den. So wer­den im deut­schen Land die aller­letz­ten Natur­räu­me mit “grü­ner Ener­gie” zer­stört und zahl­rei­che Tie­re ver­drängt oder direkt durch Wind­rä­der getö­tet. Aus­ser­dem ver­schlingt die­se “grü­ne Ener­gie” zahl­rei­che Res­sour­cen und Roh­stof­fe, für die wie­der­um gross­flä­chig Natur zer­stört wird.

    Wenn Kli­ma­schutz, dann kei­ne Hau-Ruck-Aktio­nen, son­dern durch­dacht und rich­tig: ins­be­son­de­re mit einer radi­ka­len Agrar- und Wirt­schafts­wen­de, dem Ende des Kon­su­mes Pro­duk­ten tie­ri­schen Ursprungs, einem Ein­däm­men der ste­tig wach­sen­den mensch­li­chen Erd­be­völ­ke­rung, dem Erhalt von Wäl­dern, Moo­ren und ande­ren Natur­räu­men und einer voll­kom­me­nen Neu­aus­rich­tung von Poli­tik und Medi­en. Alles The­men, die immens wich­tig sind und drin­gend ange­packt wer­den müss­ten, die sich der WWF aber kaum traut anzu­spre­chen.

  11. Avatar
    Anke
    16. November 2019
    Antworten

    Zur Wind­kraft kann ich nur sagen: Seit es immer mehr Wind­rä­der gibt, flie­gen kaum noch Greif­vö­gel. Ich woh­ne direkt auf dem Land und sehe das täg­lich. Im Som­mer war gera­de mal ein Rot­mi­lan hier. Frü­her hat­ten wir auch schon mal zehn Rot­mi­la­ne. Ande­re Greif­vö­gel habe ich die­ses Jahr gar nicht gese­hen. Für mich sind die Wind­rä­der nur für die Stadt­leu­te da, damit sie ihre Leut­re­kla­men, Stras­sen­lam­pen und vor allem ihr schnel­les Inter­net betrei­ben kön­nen. Dafür bekom­men wir die rie­si­gen Wind­rä­der vor die Nase gesetzt und kön­nen die ech­te Natur nicht mehr genies­sen.

    • Avatar
      Alexander Vogelsang
      18. November 2019
      Antworten

      Hal­lo, bei uns ist das glei­che Spiel, kei­ne Wind­rä­der und trotz­dem kei­ne Greif­vö­gel. Bis 2017 waren bei uns immer Mäu­se­bus­sard und Rüt­tel­fal­ken (Turm-) unter­wegs. Doch die letz­ten tro­cke­nen Som­mer und die inten­si­ve Land­wirt­schaft (Gül­le, Kunst­dün­ger und Spritz­mit­tel) haben den Beu­te­tie­ren wie Feld­mäu­se, Hasen, Hams­ter, Lur­che usw. den Gar aus­ge­macht. Oder essen sie den Kot und Urin von ande­ren? Bestimmt nicht, aber den Wild­tie­ren bleibt nichts ande­res übrig!! Damit pro Jahr ein Schwein weni­ger gemäs­tet, weni­ger Eier gelegt wer­den muss, bin ich jetzt zum Vega­ner gewor­den. War gar nicht schwer, da ich an einer Milch­all­er­gie lei­de, nicht zu ver­wech­seln mit einer Lak­to­se­into­le­ranz. Bei mei­nem Bru­der ist das nicht ganz so schlimm. Er hat meh­re­re Rin­der (Mut­ter-Kühe mit Käl­ber) auf sei­nen Wei­den (exten­siv) und kann sich über Greif­vö­gel nicht beschwe­ren, trotz eini­ger WEA in der Nähe.

  12. Avatar
    Klaus
    16. November 2019
    Antworten

    Ja, viel mehr Wind­kraft ist nötig (ca. das Vier­fa­che von heu­te), gin­ge auch gut ent­lang aller Auto­bah­nen z.B. Genau­so Pho­to­vol­ta­ik auf ALLEN Dächern, sonst ist das Ziel CO2 neu­tral zu wer­den nicht erreich­bar.…
    Die grös­se­ren Vogel‑u. Fle­der­maus­ver­nich­ter sind nach­weis­bar — ja lei­der- die lie­ben Kat­zen und die Fol­gen der indus­tria­li­sier­ten Land­wirt­schaft s. Arten­ster­ben.

  13. Avatar
    Jörg Gaiser
    17. November 2019
    Antworten

    Dass Wind­ener­gie auch umwelt­schäd­lich ist, wird hier gar nicht the­ma­ti­siert. Die aller­meis­ten Wind­rä­der ste­hen in Wäl­dern, Wie­sen und ande­ren Natur­räu­men. Es müs­sen Zufahrts­we­ge gebaut wer­den und die Anla­gen müs­sen gewar­tet wer­den. So wer­den im deut­schen Land die aller­letz­ten Natur­räu­me mit “grü­ner Ener­gie” zer­stört und zahl­rei­che Tie­re ver­drängt oder direkt durch Wind­rä­der getö­tet. Aus­ser­dem ver­schlingt die­se “grü­ne Ener­gie” zahl­rei­che Res­sour­cen und Roh­stof­fe, für die wie­der­um gross­flä­chig Natur zer­stört wird.

    Wenn Kli­ma­schutz, dann kei­ne Hau-Ruck-Akti­o­­nen, son­dern durch­dacht und rich­tig: ins­be­son­de­re mit einer radi­ka­len Agrar- und Wirt­schafts­wen­de, dem Ende des Kon­su­mes Pro­duk­ten tie­ri­schen Ursprungs, einem Ein­däm­men der ste­tig wach­sen­den mensch­li­chen Erd­be­völ­ke­rung, dem Erhalt von Wäl­dern, Moo­ren und ande­ren Natur­räu­men und einer voll­kom­me­nen Neu­aus­rich­tung von Poli­tik und Medi­en. Alles The­men, die immens wich­tig sind und drin­gend ange­packt wer­den müss­ten, die sich der WWF aber teil­wei­se kaum traut anzu­spre­chen.

    P.S.: Ich habe die­sen Kom­men­tar schon ein­mal abge­schickt. War­um wird er nicht ver­öf­fent­licht??? Ich habe nie­man­den belei­digt oder ange­grif­fen und auch kei­ne Unwahr­heit geschrie­ben. Kann der WWF kei­ne Kri­tik ver­tra­gen? Oder stellt er sich auf eine Stu­fe mit den aller­meis­ten deut­schen Heuch­ler­me­di­en und ver­öf­fent­licht nur Lob­kom­men­ta­re? Als jah­re­lan­ger Spen­der und För­de­rer erwar­te ich, dass der Kom­men­tar im Lau­fe des Tages ver­öf­fent­licht wird, ansons­ten wer­de ich mei­ne För­der­schaft und Spen­den­be­reit­schaft, sowie jede ande­re Unter­stüt­zung des WWF umge­hend been­den!

    • Avatar
      19. November 2019
      Antworten

      Lie­ber Jörg Gai­ser,
      bei uns wer­den alle Kom­men­ta­re ver­öf­fen­licht, die nicht zum Bei­spiel Hass­bot­schaf­ten ent­hal­ten oder anders gegen unse­re Neti­ket­te ver­sto­ßen. Doch genau das zu prü­fen geht lei­der nicht am Wochen­en­de nachts um halb zwölf. Des­halb dau­ert es manch­mal ein wenig, bis die Kom­men­ta­re ver­öf­fent­licht wer­den. Dafür bit­ten wir sehr um Ver­ständ­nis. Wir neh­men alle Rück­mel­dun­gen ernst und freu­en uns über die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit unse­ren Lese­rin­nen und Lesern.

  14. Avatar
    Gilbert
    17. November 2019
    Antworten

    Die Agi­ta­ti­on gegen Wind­kraft ist schwer­lich nach­voll­zieh­bar. Bei star­kem Wind und ent­spre­chen­den Rotor­ge­schwin­dig­kei­ten, die Vögel und Insek­ten gefähr­den könn­ten, flie­gen kaum noch wel­che. Kein Schmet­ter­ling ist bei Sturm unter­wegs.

    Man soll­te den Fokus aber auch mal auf die gegen­wär­ti­ge Situa­ti­on der Was­ser­kraft rich­ten.
    Über­all dre­hen sich Was­ser­müh­len ledig­lich zur Zier­de. Kein Gene­ra­tor ist ange­schlos­sen, Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren sind kom­pli­ziert und wahr­schein­lich teu­er. Ehe­ma­li­ge Was­ser­kraft­wer­ke die­nen als Muse­en und Tou­ris­ten­at­trak­tio­nen, statt in Betrieb zu sein.
    Hier bestehen, wenn auch dezen­tral, Reser­ven. Im Gegen­satz zu Wind­kraft ist Was­ser­kraft “grund­last­fä­hig”, da gleich­mä­ßig Strom pro­du­zie­rend.

  15. Avatar
    Jörg Möller
    17. November 2019
    Antworten

    Schon auf­fal­lend, wie stark bei der Wind­kraft mit Bran­chen- und Arbeits­platz­ver­lus­ten argu­men­ten­tiert wird. Ver­gleich­ba­res war zur Koh­le nicht zu hören.
    Zen­tra­ler mE. die Fra­ge, ob Erfolg oder Schei­tern der “Ener­gie­wen­de” wirk­lich der­ma­ßen davon abhängt, ob das Land qua­si klein­räu­mig flä­chen­de­ckend mit Wind­rä­dern bestückt wer­den kann?
    Das gro­ße Plus der euro­päi­schen Strom-Ver­sor­gungs­si­cher­heit liegt doch gera­de im schnel­len Aus­tausch zwi­schen den Ländern/Regionen (mit unter­schied­li­chen Ener­gie-Quel­len). Die Idee einer regio­nal aut­ar­ken Ener­gie­ver­sor­gung ist dem­ge­gen­über ein mE unrea­lis­ti­scher, ja unsin­ni­gen Ansatz ?

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      Alexander Vogelsang
      18. November 2019
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      Oh, wie tief und fest haben Sie denn geschla­fen. Mit der Koh­le fing es doch schon im Jah­re 2017 an. Der Ham­ba­cher Wald (Forst) muss­te doch unter allen Umstän­den gero­det wer­den, damit die 3000 “Berg­leu­te” noch wei­ter die Braun­koh­le ver­hei­zen kön­nen. Dabei gehen bei der RWE bis nächs­tes Jahr 3000 Arbei­ter in den Ruhe­stand. Die IGBCE hat doch mit mehr als 10000 Leu­ten für die Braun­koh­le demons­triert. War­um bekom­men denn die Regio­nen mit Braun­koh­le meh­re­re Mil­li­ar­den EUROs als Struk­tur­wan­del­hil­fen!! Bekom­men die Regio­nen wo die Fach­ar­bei­ter der Wind­kraft ihre Jobs ver­lie­ren auch Mil­li­ar­den? NEIN.

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      Alexander Vogelsang
      18. November 2019
      Antworten

      Habe ich noch ver­ges­sen. Unter You­tube gibt es ein schö­nes Video zur Ener­gie­ver­sor­gung der Zukunft:
      “Ener­gie­wen­de zwi­schen Wunsch und Wirk­lich­keit” sehr gut gemacht Repor­ta­ge.

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    Brigitte F.
    28. November 2019
    Antworten

    Herr­Vo­gel­sang, DANKE!

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    Claudia Voelk
    30. November 2019
    Antworten

    Dazu kann ich auch nur sagen, sit­zen jetzt schon die Lob­by­is­ten der Wind­kraft­lob­by beim WWF. Pfui Teu­fel. Ich wer­de mir wohl sehr über­le­gen, ob ich mei­ne Mit­glied­schaft hier beim WWf nicht been­de. Haben die für Rot­mi­lan und Co. nichts übrig, wohl nicht. Da geht es wohl um Grö­ße­res. Der Lob­by­is­mus läßt grü­ßen.

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