Die drei gol­de­nen Regeln beim Fisch­kauf


WWF, Edeka und der Fisch: Schwarm von Stachel Makrelen © Jürgen Freund
Das Ziel: Fisch besser machen © Jürgen Freund /WWF

Rich­tig Fisch kau­fen ist Mee­res­schutz an der Kas­se. Hier sage ich Dir, auf was Du ach­ten musst — und wel­cher der ein­zig wirk­lich nach­hal­ti­ge Fisch ist.
In der neu­en Fol­ge „Öko mit Uke“ zeigt uns Uke, was man mit Fisch alles falsch machen kann – und das ist eine gan­ze Men­ge. Und nein, dabei geht es nicht nur um die rich­ti­ge Zube­rei­tung, wobei Uke da auch ein wenig Nach­hil­fe gebrau­chen könn­te (bei sei­nem Sah­ne-Käse-Kräu­ter-Fisch­stäb­chen­auf­lauf kann einem schon ganz anders wer­den). Nun ja, Geschmä­cker sind ja bekannt­lich ver­schie­den. Doch rich­ti­ger Fisch­fang ist kei­ne Fra­ge des Geschmacks, son­dern eine Fra­ge der Fair­ness und der Nach­hal­tig­keit. Es geht beim Fisch vor allem dar­um, den rich­ti­gen zu kau­fen.

Rich­tig Fisch kau­fen ändert etwas

Wenn vie­le klei­ne Leu­te an vie­len klei­nen Orten vie­le klei­ne Din­ge tun, kön­nen sie das Gesicht der Welt ver­än­dern“, sagt ein afri­ka­ni­sches Sprich­wort. Als Ver­brau­cher haben wir mehr Macht, als wir den­ken. Unser Ein­kauf beein­flusst den Markt. Kon­sum­entschei­dun­gen kön­nen eine Form des Natur­schut­zes sein. Das gilt auch für Fisch. Wenn sich vie­le Men­schen immer wie­der für nachhaltig(er)en Fisch ent­schei­den, dann mer­ken Unter­neh­men, dass es sich auch öko­no­misch lang­fris­tig lohnt, für ihre Pro­duk­te ver­ant­wor­tungs­voll gefan­ge­nen Fisch zu ver­wen­den. So kann jeder Ein­zel­ne akti­ven Mee­res­schutz betrei­ben.

Esst Karp­fen!

Es ist eigent­lich alles ganz ein­fach: Wer nach­hal­ti­gen Fisch essen möch­te, soll­te Karp­fen kau­fen. Ein­hei­mi­scher Karp­fen ist tat­säch­lich der ein­zig wirk­lich nach­hal­ti­ge Fisch.

Drei gol­de­ne Regeln, mit denen ihr dem Meer hel­fen könnt

Für alle, die kei­nen Karp­fen mögen, aber trotz­dem unbe­dingt Fisch essen möch­ten, habe ich drei gol­de­ne Regeln:

  1. Nur Fisch mit Sie­gel kau­fen! Die Fisch­pro­duk­te, die die Sie­gel von MSC, ASC, Bio­land oder Natur­land tra­gen, sind die bes­te Wahl im Super­markt. Das MSC-Sie­gel kenn­zeich­net Wild­fisch aus nach­hal­ti­ger Fische­rei, das ASC-Sie­gel hin­ge­gen zeich­net Fische aus ver­ant­wor­tungs­vol­len Aqua­kul­tu­ren, also Zucht­fi­sche aus. (Wir haben uns übri­gens auch mit der Kri­tik am ASC-Sie­gel aus­ein­an­der­ge­setzt. Wen’s inter­es­siert, hier ent­lang.)
  2. Bei nicht zer­ti­fi­zier­ten Fischen soll­te man auf die Her­kunft und das Manage­ment der Fische­rei bzw. Aqua­kul­tur ach­ten. Da es für den Ein­zel­nen schwie­rig bis unmög­lich ist, die Infor­ma­tio­nen selbst zu sam­meln, haben diver­se Umwelt­ver­bän­de und wis­sen­schaft­li­che Insti­tu­te Fische­rei­en und Fisch­zuch­ten welt­weit geprüft. In unse­rem Ein­kaufs­rat­ge­ber seht ihr auf einen Blick, wel­che Fische eine gute Wahl sind und wel­che Fische man prin­zi­pi­ell nicht kau­fen soll­te. Den Fisch­rat­ge­ber gibt es übri­gens auch als App für’s Smart­pho­ne. Die kos­tet nichts und will auch kei­nen Zugriff auf Fotos und Kon­tak­te. Und für Lieb­ha­ber der japa­ni­schen Küche gibt es auch einen Sushi-Rat­ge­ber.
  3. Maß­voll genie­ßen! Schon bei Pla­ton war die Mäßi­gung eine der vier Kar­di­nal­tu­gen­den. Über­maß wird schnell lang­wei­lig und stumpf – und das gilt auch für unse­ren Fisch­kon­sum. Fisch soll­te eine Deli­ka­tes­se blei­ben. Dann schmeckt’s nicht nur bes­ser, son­dern ist auch gut für die Umwelt.

Für einen Ein­blick in Ukes Koch­küns­te und mehr Infor­ma­tio­nen dar­über, war­um vie­le Fisch­fang-Metho­den unfair und zer­stö­re­risch sind, schaut euch „Öko mit Uke“ an.

 

Wie hat Dir die­ser Bei­trag gefal­len?

Durch­schnitt­li­che Bewer­tung 0 / 5. Anzahl Bewer­tun­gen: 0

Sehr schön, das freut uns! Viel­leicht magst Du ja…

…die­sen Bei­trag jetzt tei­len:

Scha­de, dass Dir der Bei­trag nicht so gut gefal­len hat.

Dein Feed­back wäre sehr wert­voll für uns.

Wie könn­ten wir die­sen Bei­trag Dei­ner Mei­nung nach opti­mie­ren?

Vorheriger Beitrag Brasilien: Die nächste Umweltkatastrophe naht!
Nächster Beitrag Kuh der Woche: Good News, Everyone!

Kein Kommentar

Einen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.