In allen Far­ben: Regi­ne Gün­ther für Ber­lin


Von der wwf klimaschützerin wird Regine Günther nun Senatorin in Berlin
Die neue Senatorin, Regine Günther © Robert Günther / WWF

Die WWF-Kli­ma-Stra­te­gin Regi­ne Gün­ther erhält den Top-Pos­ten als Ber­li­ner Umwelt‑, Ver­kehrs- und Kli­ma­se­na­to­rin. Wir sind stolz und hof­fen auf eine kli­ma-öko­lo­gi­sche­re Poli­tik in Ber­lin.

Das war ein Don­ner­schlag, der die Haupt­stadt nach­hal­tig erschüt­tert hat. Die par­tei­lo­se Regi­ne Gün­ther vom WWF Deutsch­land wird Umwelt‑, Ver­kehrs- und Kli­ma­se­na­to­rin in Ber­lin. Bild und BZ bedien­ten erwart­bar den Bou­le­vard. Sie schrie­ben über eine „Pro­test­le­rin“ und „adret­te Blon­di­ne“, die ger­ne „wei­ße Blu­sen“ trägt und nun den Kampf gegen „Ben­zin­autos“ und für mehr Rad­we­ge auf­neh­men wird.

Wor­um es Regi­ne Gün­ther geht

Ich habe in den ver­gan­ge­nen Jah­ren sehr ver­trau­ens­voll mit Regi­ne Gün­ther zusam­men­ge­ar­bei­tet. Ich habe sie als klu­ge, mei­nungs­freu­di­ge und durch­set­zungs­star­ke Frau erlebt, die vor allem ein Ziel vor Augen hat: Den Kli­ma­wan­del und sei­ne dra­ma­ti­schen Aus­wir­kun­gen zu bekämp­fen und die Poli­tik ent­spre­chend zu beein­flus­sen. Sie hat beim WWF über Jah­re sehr erfolg­reich den Fach­be­reich „Kli­ma­schutz und Ener­gie­po­li­tik“ gelei­tet und sich natio­nal und inter­na­tio­nal eine her­aus­ra­gen­de Repu­ta­ti­on erwor­ben.

Regi­ne Gün­ther wird als pro­fun­de Exper­tin geschätzt, bis in die höchs­ten Eta­gen des Poli­tik­be­triebs. Das liegt vor allem dar­an, dass ihre Ein­schät­zun­gen und Kri­tik nicht mit der Brech­stan­ge daher kom­men, son­dern mit Ver­stand und klu­gen Argu­men­ten.

Ihr per­sön­li­ches Netz­werk ist weit­rei­chend und hoch­ran­gig. Noch in die­sem Jahr hat sie als ein­zi­ge Ver­tre­te­rin einer Nicht­re­gie­rungs-Orga­ni­sa­ti­on in der Kom­mis­si­on zur Über­prü­fung der Finan­zie­rung des Kern­ener­gie­aus­stiegs (KFK) mit­ge­ar­bei­tet. Sie hat dabei Emp­feh­lun­gen erar­bei­tet, wie die Still­le­gung und der Rück­bau der Kern­kraft­wer­ke sowie die Ent­sor­gung der radio­ak­ti­ven Abfäl­le gestal­tet wer­den kann.

Das neue Ziel

Für ihren neu­en Job hat sie ein Ziel aus­ge­ge­ben: „Es geht dar­um zu zei­gen, dass eine kli­ma­öko­lo­gi­sche Umge­stal­tung in einer Stadt wie Ber­lin funk­tio­nie­ren kann — und dass das zu mehr und nicht zu weni­ger Lebens­qua­li­tät füh­ren kann, wie unse­re Kri­ti­ker immer behaup­ten.“  Dar­an will sie sich mes­sen las­sen. Das wird sie in den nächs­ten Mona­ten und Jah­ren mit gro­ßem Ein­satz und star­kem Wil­len ange­hen.

Wir drü­cken die Dau­men. Wir wün­schen das rich­ti­ge Fin­ger­spit­zen­ge­fühl bei den anste­hen­den Ent­schei­dun­gen. Und wir sind auch ein wenig stolz, dass eine WWF-Stra­te­gin die umwelt­po­li­ti­schen Geschi­cke der Haupt­stadt lei­ten darf.

Ach ja, Regi­ne Gün­ther trägt übri­gens ger­ne Blu­sen oder auch T‑Shirts in allen Far­ben.

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Über mich
Marco Vollmar

Ich bin Panda-Fan und leidenschaftlicher Kommunikator in der Geschäftsleitung beim WWF Deutschland. Verantwortlich für die Kampagnen, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die Kommunikation in den sozialen Kanälen, die Bildungsarbeit und das politische Lobbying. Vorher habe ich bei der Deutschen Welle das deutsche Radio- und Online-Programm geleitet. Ehrenamtlich engagiere ich mich für die Internationalen Journalistenprogramme IJP e.V. und organisiere jährlich einen Journalistenaustausch zwischen Deutschland und dem südlichen Afrika.

1 Kommentar

  1. Avatar
    Daniel
    9. Dezember 2016
    Antworten

    Ich drü­cke Regi­ne Gün­ther die Dau­men für Ihre neue Auf­ga­be. Mei­nes Wis­sens lebt Frau Gün­ther bereits in Ber­lin, sie wird daher um die Pro­ble­me in die­ser Stadt zumin­dest im Grund­satz wis­sen. Es gilt den Umwelt­ver­bund zu stär­ken, auch, indem ihm mehr Flä­chen zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Nicht jedem wird dies pas­sen, es muss von einer erheb­li­chen NIMBY Stim­mung aus­ge­gan­gen wer­den. Dafür wün­sche ich Frau Gün­ther ein stark aus­ge­präg­tes Rück­grat! In dem Sin­ne, auf geht’s!

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