Gemü­se des Monats: Radies­chen im Mai


Radieschen Gemüse des Monats
Radieschen sind gesund und vielseitig © iStock / Getty Images

Lie­be Leu­te, es geht berg­auf! Die letz­ten Spu­ren des Win­ters sind auch in Ber­lin end­gül­tig ver­flo­gen und der Won­ne­mo­nat Mai war­tet mit Lecker­bis­sen auf, die unse­re Vor­freu­de auf den Som­mer schü­ren. Spi­nat, Spar­gel und die ers­ten Sala­te sind aus regio­na­ler Pro­duk­ti­on zu kau­fen. Aber ganz oben auf der Lis­te der regio­na­len und sai­so­na­len Küche im Mai: Radies­chen.

Frisch und scharf

Mei­nen ers­ten Kon­takt hat­te ich als Erst­kläss­ler mit­ten in West-Ber­lin. Direkt neben mei­ner Grund­schu­le im Schat­ten des Check Point Char­lies, haben wir auf einem Trüm­mer­grund­stück gegärt­nert. Und das ers­te waren: Radies­chen. Ich war beein­druckt, wie schnell die wuch­sen. Und dass sie nicht als Bün­del wuch­sen, son­dern jedes Radies­chen für sich sel­ber. Heu­te schät­ze ich den wahn­sin­nig fri­schen und teil­wei­se schar­fen Geschmack.

Bund Radieschen
Viel­sei­tig, frisch und scharf © iStock / Get­ty Images

Der Name „Radies­chen“ stammt vom Latei­ni­schen „radix“ für „Wur­zel“. Ein Wur­zel­chen ist das Radies­chen also, dabei gibt es auch echt gro­ße Knol­len, die an den grü­nen Blät­tern hän­gen. Es gibt zahl­rei­che Sor­ten, die man im Früh­jahr, Som­mer oder Herbst anbau­en kann. Die meis­ten von uns ken­nen die klas­si­schen roten Kugeln, die die meis­ten Super­märk­te ver­kau­fen. Es gibt aber auch wei­ße Radies­chen, die aus­se­hen wie Mini-Ret­ti­che und unter dem Namen Eis­zap­fen bekannt sind.

Aber auch zwei­far­bi­ge, vio­let­te und gel­be Radies­chen sind beliebt. Zwar unter­schei­den sich die ver­schie­de­nen Sor­ten im Geschmack, doch ihr Fleisch ist immer weiß.

Was ist gut an Radies­chen?

Egal ob im Salat, in der Sup­pe, im Dip oder Smoot­hie — Radies­chen sehen nicht nur hübsch aus, son­dern ver­lei­hen vie­len Gerich­ten eine wür­zi­ge und fri­sche Note. Und neben­bei sind die Knol­len auch noch echt gesund und ent­hal­ten für ihre Grö­ße extrem viel Kali­um, Eisen und Vit­ami­ne (A, B, C). Der schar­fe Geschmack kommt vom Senf­öl, das im Radies­chen ent­hal­ten ist und anti­bak­te­ri­ell und als Wun­der­waf­fe gegen Magen-Darm-Ver­stim­mun­gen wir­ken soll.

Was macht man mit Radies­chen?

In der deut­schen Küche fin­den Radies­chen meist roh ihren Weg in unse­ren Magen. Ras­pelt man die Knol­len oder schnei­det sie in Scheib­chen, pas­sen sie ganz her­vor­ra­gend in (fast) jeden Salat. Für Sup­pen oder Smoot­hies kann man sogar die fri­schen, grü­nen Blät­ter ver­wen­den (ent­we­der klein geschnit­ten oder püriert). Auch gekocht sind Radies­chen viel­sei­tig ein­setz­bar, zum Bei­spiel zu Chips ver­ar­bei­tet, gedüns­tet als Bei­la­ge oder als kna­cki­ge Zutat im Wok.

Tipp: Falls die Radies­chen zu scharf schme­cken, ein­fach vor dem Essen sal­zen und etwas „wei­nen las­sen“, dann wer­den sie mil­der.

Radieschen: perfekt auch für Kinder
Rdie­s­chen gärt­nern macht auch Kin­dern Spaß© iStock / Get­ty Images

Idea­les Kin­der­gärt­nern

Das tol­le an den Radies­chen ist auch, dass man mit Kin­dern in kür­zes­ter Zeit Resul­ta­te beim Gärt­nern sieht. Dazu ein­fach auf der Fens­ter­bank einen Kas­ten mit Erde fül­len, Samen rein und wäs­sern. Nach einer Woche sieht man die Trie­be und nach vier Wochen sind die ers­ten Radies­chen aus der Erde zu sehen. Tol­les Erfolgs­er­leb­nis.

Wie lagert man Radies­chen rich­tig?

Fri­sche Radies­chen erkennt man an fri­schen, grü­nen Blät­tern und fes­ten, unbe­schä­dig­ten Knol­len. Fin­ger weg von wel­ken, gel­ben Blät­tern und wei­chen oder ris­si­gen Knol­len. Im Kühl­schrank hal­ten sich die Knol­len ein paar Tage. Zur Auf­be­wah­rung ent­fer­nen Sie am bes­ten die Wur­zeln und Blät­ter, so ver­lie­ren die Knol­len weni­ger Feuch­tig­keit. Am fri­sches­ten blei­ben sie, wenn man sie in ein feuch­tes Tuch gewi­ckelt im Kühl­schrank auf­be­wahrt. Falls sie doch weich gewor­den sind, hilft manch­mal ein küh­les Was­ser­bad, um sie wie­der auf­zu­fri­schen.

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1 Kommentar

  1. Avatar
    3. Juni 2017
    Antworten

    Hal­lo Mat­thi­as, ein tol­ler Bei­trag… ich bin auch tota­ler Radies­chen Fan. Wie du schon schreibst, ken­nen vie­le nur das Radies­chen roh im Salat oder als Snack­bei­la­ge. Da Radies­chen eher scharf durch die ent­hal­te­nen Senf­öle sind, kann es bei dem ein oder ande­ren zu Magen­be­schwer­den kom­men. Mein Tipp wer auf Radies­chen nicht ver­zich­ten will, der düns­test ganz lang­sam die klei­nen run­den Radies­chen so wie sie sind in einer Pfan­ne mit etwas Oli­ven­öl und Salz an. Danach sind sie nicht mehr so scharf und mal ein ande­res Bei­la­gen­ge­mü­se als immer nur Möh­ren und Erb­sen 😉 Hier auch noch­mal ein tol­ler Arti­kel zum Radies­chen: http://naturkoch.de/radieschen-sind-gesund-und-lecker/
    lg
    Chris­ti­an

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