#EarthOverShootDay – YouTube meets Science


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Jugendliche, Social Media Influencer und Wissenschaftler machen sich gemeinsam stark für unseren Planeten. Eine Kampagne zum  #EarthOverShootDay. 

7.11.2018: Wie nachhaltig ist mein Kleiderschrank? – Mode und Nachhaltigkeit

Für den dritten Film in unserer YouTuber-Kampagne haben wir wieder sehr viel gelernt. Da die Produktionskette in der Textilindustrie sehr lang ist, ist es nämlich gar nicht so einfach zu bewerten, was richtig oder falsch ist. Für die Recherchen hatten wir dann zum Glück Unterstützung von der Wissenschaftlerin Samira Iran von der Universität Ulm.

Die YouTuberin Sissi hat mit ihr ein Interview geführt und danach dieses Video gemacht:

 

Sissi erklärt dort, dass es nicht nur wichtig ist beim Kauf auf Nachhaltigkeit zu achten, sondern das ganze Leben eines Kleidungsstückes nachhaltig zu gestalten.

Fakt 1: Die Textilproduktion braucht viele Ressourcen. Und viel Pestizide.

Zum Beispiel ist Baumwolle, die in den meisten Kleidungsstücken zu finden ist, die am stärksten von Pestiziden abhängige Ernte der Welt, wobei ungefähr 25% der weltweiten Insektizide verwendet werden. Die 5 Prozent der baumwolltragenden Flächen in Indien verbrauchen mehr als die Hälfte aller Pestizide in Indien. Das durchschnittliche Baumwolle-T-Shirt braucht 150 Gramm Pestizid. Zum Vergleich: Ein T-Shirt wiegt dabei gerade mal etwa 200 Gramm

Fakt 2: Die Textilproduktion braucht sehr viel Wasser

Die Probleme mit der Textilproduktion sind seit einiger Zeit bekannt. Textilfabriken in den Entwicklungsländern verbrauchen jährlich 1,5 Milliarden Kubikmeter Frischwasser. (Quelle:“Eco-Friendly and Fair: Fast Fashion and Consumer Behaviour“ von Becker-Leifhold und Heuer)

Fakt 3: Die Textilproduktion macht auch soziale Probleme.

Viele Nährer/Innen arbeiten bis zu 16 Stunden pro Tag und dann auch sieben Tage pro Woche. Überstunden werden häufig nicht ausreichend bezahlt. Viele Arbeiter/Innen arbeiten im Akkord. Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit werden vernachlässigt. Bei der Verarbeitung von Stoffen werden zum Beispiel Chemikalien eingesetzt, die krank machen können. Gesundheitsgefährdend ist beispielsweise das Sandstrahlen von Jeans für „Used-Look“. Die Arbeiter/Innen tragen ein hohes Risiko, an einer lebensbedrohenden Staublunge (Silikose) zu erkranken. Trotzdem steht oft keine entsprechende Schutzkleidung zur Verfügung.

Und last but not least: Meine beiden Kolleginnen von MESH Collective haben sich zu Beginn des Projektes überlegt, ein Jahr keine neuen Klamotten mehr zu kaufen. Wie geht’s es Amanda und Julia jetzt nach sieben Monaten damit? Schaut hier im Video!

Und noch ein letzter Hinweis: Mehr zu lernen über Mode und Nachhaltigkeit gibt es hier im Video mit Samira Iran.

13.9.2018 – Plastik im Meer und überall: Aufräumen steht vor der Tür – World CleanUp Day

Anlässlich des WorldCleanUp Day am 15. September erscheint heute das zweite Video der #EarthOverShootDay-Kampagne.

Die Ozeane verleihen der Erde den schönen Titel „blauer Planet“. Sie machen 70 Prozent der Oberfläche der Welt aus, dennoch sind sie bedroht wie nie zuvor. Der Lebensraum von unzähligen Fischen, Meeressäugern und Pflanzen wird durch den Plastikmüll bedroht.

Viele Tiere verletzen sich an den zehntausenden Teilen Plastikmüll, die in jedem Quadratkilometer Wasser schwimmen. Oft genug sieht man Bilder von Schildkröten, die durch Plastikringe verstümmelt sind oder Vögel, die sich an Plastikscherben schneiden. Für viele Tiere bedeutet der Plastikmüll den Tod. Umso wichtiger ist es sich für plastikfreie Meere einzusetzen.

Dillan White hat die WWF Meeresverbündeten bei ihrer Ausbildung in Kroatien besucht.

Dreharbeiten zum Video über Plastilmüll von Youtuber Dillan White in Kroatien
Dreharbeiten zum Video über Plastilmüll von Youtuber Dillan White in Kroatien © WWF

 

Schaut, was er dort erlebt hat und welche Tipps er für euch hat:

Was bisher geschah:

1.8.2018 Welterschöpfungstag!

Es ist dringend! Heute ist Welterschöpfungstag oder Earth Overshoot Day. Klimawandel, Artensterben, Abholzung der letzten großen Wälder, überfischte Meere, verschmutzte Flüsse, verpestete Luft, ausgelaugte Böden – nie stand es schlechter um unsere Erde. Der sogenannte Earth Overshoot Day, der sich aus Berechnungen des Global Footprint Networks ergibt, ist wieder einmal im Kalender nach vorne gerutscht. Ab heute leben wir auf Pump. Auf Pump bei der Erde. Da sollten wir uns doch noch mal ganz genau überlegen, ob wir hier Schulden machen wollen.

Aus diesem Anlass veröffentlichen wir heute das Video von Phil/MrTrashpack. Er hat mit uns sein erstes Video überhaupt draußen in der Natur aufgenommen: 24 Stunden in der „Wildnis Brandenburgs“ hat er erlebt. Und überlebt. Und hier berichtet er darüber:

Aber es geht auch um das wichtige Thema „Extrem-Wetter“: Was haben Starkregen, Hagel, Trockenheit und Hitze eigentlich mit dem Klimawandel zu tun?

Earth Overshoot day: Mit Mr. Trashpack in Brandenburg
MrTrashpack in der Wildnis Brandenburgs, zusammen mit dem Überlebenstrainer und Wildnispädagogen Bastian Barucker © WWF

Unser Projekt zum World Overshoot Day :

Das Video von MrTrashpack wird nicht das Einzige bleiben. Alle sechs Wochen werden wir ein neues Video veröffentlichen. Neun Videos bis zum Welterschöpfungstag 2019.

  • Dillan White dreht zu „Plastik im Meer“. Dazu hat er auch unsere Meeresverbündeten bei ihrer Ausbildung in Kroatien besucht
  • Typisch Sissi macht ein Video zu nachhaltiger Mode
  • I´m Jette ist im Herbst in Westaustralien und berichtet dort über die Auswirkungen von Klimawandel auf die Artenvielfalt
  • Im Januar sind wir schon sehr gespannt auf den Rap von Niklas (Niksda) und das Thema „Klimakiller Fleisch“ und hoffen, wir können den auf der „Wir haben es satt“-Demo gemeinsam singen 🙂
  • Danach wird Melissa (BreedingUnicorns) noch einmal mehr Infos zum Thema Nachhaltigkeit und Mode geben, vor allem viele Tipps zum Upcyceln
  • De Changemann widmet sein Video dem Abschmelzen der Gletscher und den Auswirkungen
  • RobBubble beleuchtet des Handy-Wahnsinn und die Verantwortung, die auch Unternehmen übernehmen sollten. das Stichwort ist hier Circular Economy
  • Und zum nächsten Welterschöpfungstag 2019 beendet Sina (Fräulein Chaos) unser Projekt noch einmal mit dem Thema Ernährung.

 

NiksDa
RobBubble
RobBubble
Typisch Sissi
MrTrashprack
MrTrashpack
I´m Jette
I´m Jette
Fräulein Chaos
De Changeman
Breeding Unicorns
Dillan White

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie kam es zum Projekt #EarthOverShootDay?

Ich habe mich im letzten Jahr mit Julia von MESH Collective  getroffen und wir haben gemeinsam überlegt: Was wissen Jugendliche überhaupt über dieses Thema, was finden sie wichtig und wer kann uns helfen, die Herzensthemen der Jugendlichen in die Welt zu bringen?

Wir wollen zuerst einmal von den Jugendlichen wissen, was sie überhaupt interessiert am Welterschöpfungstag. Dann sollen die Wissenschaftler die wichtigsten Fakten zu den Themen geben und damit wollen wir die Social Media Influencer briefen. Und die sollen je ein Video für ihre Follower machen – mal sehen, was dabei raus kommt. 🙂

Unsere Idee kann auch andere begeistern und jetzt machen wir gemeinsame Sache: WWF, Robert Bosch Stiftung, MESH Collective, elf Jugendliche, die im Frühjahr bei einem Workshop mitgemacht haben, eine gute Handvoll Wissenschaftler, die uns Fakten zu allen wichtigen Themen liefern – und unsere YouTuber.

2 Workshops -> 8 Herzensthemen -> 9 YouTube-Videos

Es ging los im März mit dem ersten Workshop: Gemeinsam mit 12 Jugendlichen haben wir einen „Parcours zum Welterschöpfungstag“ durchlaufen. Über sieben Hindernisse sind wir gesprungen, um unser Verhältnis zur Natur genauer zu beleuchten:

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Sieben Stationen auf dem Welterschöpfungs-Parcours galt es zu überwinden

Also Nummer ziehen und los:

Workshop zum WorldOvershootDay zum Earth Overshoot Day
Die Startnummern für den Parcours werden verteilt. © WWF

Wie fühlt es sich an, wenn wir erschöpft sind und weitermachen müssen (sehr anstrengend), warum lohnt es sich überhaupt, was zu machen (unser Planet ist super schön und mega wichtig), wie sehr berührt mich das Thema (es war wunderschön, einfach mal eine ungestörte Stunde in der Natur zu spazieren) und welche Hindernisse stehen mir überhaupt im Weg (manchmal weiss man einfach nicht, was genau man tun kann, aber das ändert sich jetzt gleich, wenn ihr zu Ende gelesen habt).

Wir gehen es an!

Workshop zum Earth Overshoot Day
Earth Overshoot Day: Es geht los! © WWF

Das Wochenende hat uns alle nachhaltig beeindruckt. Dabei hat uns das Team von HeartWire geholfen, die das Konzept zum Workshop erstellt haben.

Danke, HeartWire ♥, sagt auch Flo, der beim Workshop dabei war:

Für alle, die mehr über diesen Workshop lesen wollen: Hier hat Nisa darüber ausführlich berichtet.

Zweiter Workshop – mit den Influencern

Jetzt haben wir die YouTuber gefragt, was sie von den Themen halten, die uns die Jugendlichen genannt haben. Dafür haben die Jugendlichen ihre Botschaften per Video zusammengefasst:

Und mit Grüßen zurück:

Und hier noch das obligatorische Gruppen-Abschlussfoto:

Gruppenbild Earth Overshoot Day oder Welterschöpfungstag
Vordere Reihe (von links nach rechts): Melissa (Breeding Unicorns), Phil (MrTrashpack), Niklas (Niksda), Niko (MESH), Anselm (HeartWire) Hintere Reihe (von links nach rechts): Amanda (MESH), Dillan White, Eda (WWF), Julia & Romeo (MESH), Sina (Fräulein Chaos), Anna (HeartWire) © MESH

Es war wieder ein toller und sehr intensiver Workshop. Und es hat sogar geklappt, dass alle mal ihr Handy eine Stunde weg getan haben und „solo“ in der Natur unterwegs waren.

Jetzt sind wir alle sehr gespannt auf die neun Videos (also bitte oben weiterlesen…)

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Tina Harms

Passt alles bestens zusammen: Referentin für digitale Bildung mit Panda-Herz, Fahrrad fahren, genossenschaftlich mit 30 Menschen wohnen und leben, viel draußen sein, Kinder- und Hundetrubel, teilen macht Spaß!

2 Kommentare

  1. Maike
    2. August 2018
    Antworten

    Hallo,
    ich finde es super, was ihr hier macht. Was ich aber noch problematischer für die Umwelt finde, sind die Industrieen/Wirtschaft. Und gegen die kann eigentlich nur die Politik was machen.
    Ihr habt einen gewissen Einfluss auf Menschen, könntet ihr nicht versuchen mit Politikern in Kontakt zu kommen und sie zum Handeln zu bewegen? Es würden bestimmt viele hinter euch stehen.

  2. 21. August 2018
    Antworten

    Sehr interessanter Artikel zum EarthOverShootDay in Verbindung mit YouTube. Es ist gut YouTuber in das Projekt einzubinden umso die Aufmerksamkeit dieses Tages zu erhöhen.

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