#Natu­reAl­ert: Was wir von der EU-Kom­mis­si­on for­dern


NatureAlert: Europas Natur ist in Gefahr. © iStock / Getty Images
NatureAlert: Europas Natur ist in Gefahr. © iStock / Getty Images

Seit nun schon drei Jah­ren über­prüft die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on die EU-Richt­li­ni­en zum Schutz der Natu­ra 2000 Gebie­te. Dabei soll­te eigent­lich alles klar sein: 

Über 500.000 EU-Bür­ger for­dern den Schutz der Natur

Denn laut dem Fit­ness-Check der EU Natur­schutz­richt­li­ni­en sind sowohl die Fau­na-Flo­ra-Habi­tat- als auch die Vogel­schutz­richt­li­nie wirk­sam, effi­zi­ent und not­wen­dig.  Die Exper­ten emp­feh­len der Kom­mis­si­on, die star­ken Richt­li­ni­en zu behal­ten. Außer­dem for­dern über 500.000 EU-Bür­ger die Kom­mis­si­on dazu auf, unse­re Natur zu schüt­zen. Sogar die Umwelt­mi­nis­ter  aus 17 ver­schie­de­nen EU-Staa­ten wol­len die bei­den Richt­li­ni­en nicht nur erhal­ten, son­dern wei­ter stär­ken. Die Bun­des­um­welt­mi­nis­te­rin Bar­ba­ra Hend­ricks bei­spiels­wei­se hat sich in den ver­gan­ge­nen Mona­ten immer wie­der für den Natur­schutz in Deutsch­land und der EU ein­ge­setzt.

Juncker ver­schleppt den Pro­zess

Und doch hän­gen wir immer noch in der Luft. Der Grund dafür: Der Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Juncker ver­schleppt den Pro­zess wei­ter. Der Som­mer ist unge­nutzt ver­stri­chen. Der Herbst auch. Nun wird es am 07. Dezem­ber zu einem Tref­fen aller EU-Kom­mis­sa­re kom­men, bei dem über die nächs­ten Schrit­te für die Richt­li­ni­en dis­ku­tiert wer­den soll. Die­ses Tref­fen ist sehr wich­tig, denn hier wird ent­schie­den, ob die Kom­mis­si­on der Emp­feh­lung des Fit­ness Check-Gut­ach­tens ganz, in Tei­len oder gar nicht fol­gen wird.

Die Hän­ge­par­tie been­den

Damit alle Kom­mis­sa­re wis­sen, was auf dem Spiel steht, haben wir im Vor­feld die­ses Tref­fens einen Brief von WWF, BUND, DNR und NABU an alle Kom­mis­si­ons­mit­glie­der geschickt. Auch der deut­sche EU-Kom­mis­sar Gün­ther Oet­tin­ger gehör­te zu den Adres­sa­ten. Wir for­dern dar­in den Erhalt der Natur­richt­li­nie in ihrer jet­zi­gen Form. Der Schwer­punkt künf­ti­ger Maß­nah­men muss auf der Umset­zung der EU-Natur­richt­li­nie lie­gen — unter ande­rem mit bes­se­rer Finanz­aus­stat­tung.

Wir wer­den euch von den Ergeb­nis­sen des Tref­fens berich­ten und for­dern, dass die Hän­ge­par­tie end­lich ein Ende hat. Die wich­ti­gen Richt­li­ni­en müs­sen bei­be­hal­ten und Euro­pas Natur lang­fris­tig geschützt wer­den.

Ihr wollt mehr tun?

Damit wir ver­hin­dern, dass die EU-Kom­mis­si­on die Natur­schutz­ge­set­ze nach ihren Vor­stel­lun­gen umschreibt, müs­sen wir noch viel arbei­ten. Wir müs­sen immer wie­der Gesprä­che füh­ren, Papie­re schrei­ben und Pro­tes­te orga­ni­sie­ren. Dafür brau­chen wir finan­zi­el­le Unter­stüt­zung. Schon mit fünf Euro kannst du uns hel­fen, Euro­pas Natur zu beschüt­zen:

Spen­de jetzt für Euro­pas Natur!

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Über mich
Günter Mitlacher

Leidenschaftlicher Naturliebhaber und schon seit 1982 für den Umweltschutz im Einsatz: Zuerst beim Bundesamt für Naturschutz, beim Bundesumweltministerium, als Geschäftsführer des Deutschen Bundes für Vogelschutz (heute NABU) und schließlich im eigenen Beratungsunternehmen. Seit 2009 als Leiter der internationalen Naturschutzpolitik beim WWF für die biologische Vielfalt unterwegs. Mir ist besonders wichtig, dass die Rechte von Tieren und Pflanzen gestärkt werden und mit skrupelloser Ausbeutung der Natur Schluss ist. Alle Länder sollen auch mehr Geld für ihren Schutz zur Verfügung stellen. Am Wochenende erlebe ich Land und Leute am liebsten auf dem Fahrrad und freue mich auf regionale Spezialitäten zum Essen und zum Trinken.

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