Gemü­se des Monats: Kür­bis


Kürbisse gehören zu meinen Lieblingspflanzen © © iStock / Getty Images
Kürbisse gehören zu meinen Lieblingspflanzen © iStock / Getty Images

Kür­bis­se sind merk­wür­dig: viel zu groß, weder Obst noch Gemü­se, son­dern irgend­wie bei­des. Und teil­wei­se fast schon skur­ril in Far­be, Form und Aus­se­hen – es gibt fast 800 ver­schie­de­ne Sor­ten. Aber: Kür­bis­se gehö­ren zu mei­nen Lieb­lings­pflan­zen. Denn einer­seits ste­hen sie für mich per­sön­lich für den Herbst­be­ginn – zum Kochen mit wohl die bes­te Zeit des Jah­res. Ande­rer­seits sind sie wirk­lich impo­sant, denn sie kön­nen bis meh­re­re hun­dert Kilo­gramm wie­gen. Das schwers­te jemals gewo­ge­ne Exem­plar soll fast 1000 Kilo­gramm schwer gewe­sen sein.

Sai­so­nal ist wich­tig: Herbst­zeit ist Kür­bis­zeit

Dar­über hin­aus sind Kür­bis­se unglaub­lich gesund: reich­hal­tig an Kali­um, Kal­zi­um, Magne­si­um, Beta Caro­tin und Vit­amin A. Dabei ist das lecke­re Frucht­fleisch bes­tens für Diä­ten geeig­net, weil es satt macht, ohne auf die Hüf­ten zu gehen. Kür­bis ent­hält nur etwa 27 Kalo­ri­en pro 100 Gramm.

Auch sind Kür­bis­se sehr lan­ge halt­bar. Ob sie reif sind, erkennt ihr am Klopf­test. Ergibt er einen hoh­len Klang, ist er ver­zehr­be­reit.

Der typi­sche Kür­bis­ge­schmack

Der Haupt­grund, war­um ich Kür­bis so sehr mag, ist jedoch sein ein­zig­ar­ti­ger Geschmack, der zu fast allem passt. Ob als Des­sert, Haupt­spei­se oder Vor­spei­se – Kür­bis kann süß, scharf, sau­er sein, mit­un­ter auch alles zusam­men. Und trotz­dem ist Kür­bis immer Kür­bis.

Eines mei­ner Lieb­lings­re­zep­te ist übri­gens Kür­bis-Pas­ta:

Für das Rezept benö­tigt ihr: Einen Kür­bis (Hok­kai­do­kür­bis eig­net sich bes­tens),  etwas Oli­ven­öl, Cas­hew­ker­ne (oder Man­deln), eini­ge Sal­bei­blät­ter, eine hal­be Zitro­ne, eine Chi­li­scho­te, Par­me­san und Pas­ta.

Zube­rei­tung:

Den Kür­bis soll­tet ihr wachen und  hal­bie­ren. Zu schä­len braucht ihr ihn nicht. Die Ker­ne kratzt ihr mit einem Löf­fel aus, die Ende schnei­det ihr ab. Dann zer­teilt ihr den Kür­bis in fin­ger­di­cke Schei­ben, legt die­se auf ein mit Back­pa­pier aus­ge­leg­ten Blech. Salz und Oli­ven­öl dar­über und bei 200 Cel­si­us Ober- und Unter­hit­ze in den Ofen damit. Der Kür­bis wird sogleich anfan­gen, sei­ne Form zu ver­lie­ren und nach und nach zu einer brei­ar­ti­gen Kon­sis­tenz zu ver­lau­fen. Die­ser Brei ist die Grund­la­ge für die Pasta­sauce.

Nach etwa 10 Minu­ten ver­teilt ihr die gehack­ten Cas­hew­ker­ne, das Salz, das Oli­ven­öl auf dem Kür­bis­mus. Nach wei­te­ren zehn Minu­ten könnt ihr das Blech wider aus dem Ofen neh­men. Das Chi­li (klein­ge­hackt), Zitro­nen­saft, noch ein­mal etwas Oli­ven­öl und Par­me­san wird nun ver­mengt und gege­be­nen­falls je nach Geschmack mit Was­ser (oder auch Milch, Sah­ne, Kokos­milch) ver­dünnt. Abschlie­ßend fehlt nur noch die Pas­ta. Pro­biert doch mal Din­kel- oder Voll­korn­pas­ta. Die­se pas­sen her­vor­ra­gend zum typi­schen Kür­bis­ge­schmack. Guten Appe­tit.

Wie­so über­haupt regio­nal und sai­so­nal essen?

Regio­nal“ und „sai­so­nal“ schei­nen in den letz­ten Jah­ren zu den Buz­zwords der kul­ti­vier­ten Esse­rIn­nen gewor­den zu sein. Doch sai­so­na­le Lebens­mit­tel aus der Regi­on sind mehr als ein hip­per Trend, tra­gen sie doch zur Ver­rin­ge­rung der kli­ma­schäd­li­chen Treib­haus­ga­se bei.

  • Sai­so­na­le Pro­duk­te ver­mei­den Kli­ma­ga­se, da sie nicht extra aus dem Aus­land beschafft wer­den müs­sen und ohne künst­li­che Wär­me­zu­fuhr im Frei­land wach­sen.
  • Regio­na­le Pro­duk­te ver­brau­chen durch­schnitt­lich 48 mal weni­ger Treib­stoff als ein­ge­flo­ge­nes Obst und Gemü­se.

Wer wis­sen möch­te, wel­che wei­te­ren Obst- und Gemü­se­sor­ten im Okto­ber kli­ma­freund­lich ver­zehrt wer­den kön­nen, der wer­fe einen Blick in unse­ren Sai­son­ka­len­der.

Vorheriger Beitrag Ausgeschwirrt: Kaum noch Insekten auf der Windschutzscheibe
Nächster Beitrag YouTuber in der Arktis - wir erklären euch, warum
Avatar

Über mich
Matthias Adler

Journalist und Texter mit einem großen Herz für Raubtiere: Wölfe, Tiger, Haie und natürlich Adler. Ansonsten beschäftige ich mich mit allem rund um die Themen Nachhaltigkeit, Innovationen und Umweltschutz.

Kein Kommentar

Einen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.