Der Umwelt zulie­be: Was ihr bei Hit­ze tun soll­tet und was nicht


Was ihr der Umwelt zuliebe bei Hitze tun und was ihr lieber lassen solltet. © igoriss / iStock / Getty Images
Was ihr der Umwelt zuliebe bei Hitze tun und was ihr lieber lassen solltet. © igoriss / iStock / Getty Images

Das Hit­ze-Hoch Yvon­ne sorgt für einen neu­en Rekord. In Gei­len­kir­chen in Nord­rhein-West­fa­len wur­den ges­tern stol­ze 40,5 Grad Cel­si­us gemes­sen. Heu­te wur­de es noch hei­ßer und zum ers­ten Mal über­haupt klet­ter­te das Ther­mo­me­ter in Deutsch­land über die 41-Grad-Mar­ke. Wet­ter­ex­per­ten ver­mu­ten jedoch, dass die Rekord­mar­ke schon bald wie­der geknackt wer­den könn­te, denn Yvon­ne bringt noch wei­te­re hei­ße Tage. In jedem Fall ist der Trend ein­deu­tig: Es wird künf­tig immer hei­ßer. Wir haben für euch ein paar Tipps, was ihr der Umwelt zulie­be bei Hit­ze tun und was ihr lie­ber las­sen soll­tet.

Kei­ne Elek­tro-Gerä­te bei Hit­ze in die Son­ne

In Han­dys, Tablets und Com­pu­tern ste­cken fast immer soge­nann­te Kon­flikt­mi­ne­ra­li­en. Dem­nach soll­te der Umgang mit sol­chen Gerä­ten äußerst sen­si­bel sein, um die Lebens­zeit mög­lichst lang zu hal­ten. Hit­ze und vor allem direk­te Son­nen­ein­strah­lung soll­tet ihr daher unbe­dingt mei­den. Ach­tet bit­te dar­auf, eure Han­dys immer im Schat­ten (oder der Tasche) und nicht auf dem Tisch, der Bank (oder dem Strand­tuch) lie­gen zu las­sen. Im schlimms­ten Fall läuft die Bat­te­rie­flüs­sig­keit aus und die Gerä­te sind nur noch Elek­tro­schrott.

Kein offe­nes Feu­er im Wald oder in Wald­nä­he!

Ganz grund­sätz­lich gilt: Kein offe­nes Feu­er außer­halb von gekenn­zeich­ne­ten Feu­er­stel­len. Es ist eine furcht­bar dum­me Idee, ein klei­nes Lager­feu­er zu ent­fa­chen, nur weil ihr denkt, dass ihr alles im Griff habt. Gera­de bei Hit­ze seid ihr gar nicht in der Lage, ein­zu­schät­zen, was alles pas­sie­ren kann. Das glei­che gilt aber auch für Grill­plät­ze. Bedenkt bit­te, bei sol­chen Tem­pe­ra­tu­ren kön­nen schon Fun­ken aus­rei­chen, um eine Kata­stro­phe aus­zu­lö­sen. Wenn ihr schon nicht dar­auf ver­zich­tet, in Wald­nä­he zu gril­len, über­wacht die Koh­le zu jeder Zeit. Beim Ver­las­sen muss alles gelöscht sein; zur Sicher­heit auch noch ein­mal mit Was­ser.

Fol­ge uns in Soci­al Media
Facebook
Twitter
Instagram
YouTube
RSS

Glas­müll ist hoch­ge­fähr­lich

Müll gehört sowie­so nicht in den Wald, aber gera­de bei Tro­cken­heit stellt Glas eine töd­li­che Gefahr dar. Denn Glas­scher­ben kön­nen pro­blem­los einen Wald­brand ent­fa­chen.

Achtlos weggeworfene Zigarettenkippen zählen zu den häufigsten Brandauslösern. © chrisroselli / iStock / Getty Images
Acht­los weg­ge­wor­fe­ne Ziga­ret­ten­kip­pen zäh­len zu den häu­figs­ten Brand­aus­lö­sern. © chris­ro­sel­li / iStock / Get­ty Images

Rau­chen ver­bo­ten!

Ver­zich­tet bit­te auch auf das Rau­chen! Die Ziga­ret­ten­glut kann ver­hee­ren­de Aus­wir­kun­gen haben. Acht­los weg­ge­wor­fe­ne Ziga­ret­ten­kip­pen gel­ten als eine der häu­figs­ten Ursa­chen für Wald­brän­de.

Hit­ze und Autos: NICHT voll­tan­ken

Ihr soll­tet dar­auf ach­ten, euer Auto nicht voll­zu­tan­ken. Ben­zin und Die­sel dehnt sich stark im Tank aus, da es meist bei fünf bis zehn Grad Cel­si­us gela­gert wird. Voll­ge­tankt kann es über die Tank­lüf­tung ent­wei­chen. Bei gro­ßer Hit­ze ist aus­tre­ten­des Ben­zin für die Umwelt erst recht eine gro­ße Gefahr.

Parkt eure Autos nicht auf tro­cke­nen Rasen­flä­chen und auch nicht auf Wald­we­gen. Einer­seits kön­nen hei­ße Kata­ly­sa­to­ren ein Feu­er ent­fa­chen und ande­rer­seits sind blo­ckie­ren­de PKW eine schwer­wie­gen­de Behin­de­rung für Ret­tungs­fahr­zeu­ge im Fal­le eines Ein­sat­zes.

Bäume gießen in Berlin
Jetzt brau­chen Bäu­me Was­ser — mehr als nur ein Gieß­känn­chen © Son­ja Rit­ter / WWF

Hit­ze und Umwelt: Denkt an die Stadt­bäu­me!

An beson­ders hei­ßen Tagen lei­den nicht nur die Men­schen und Tie­re, son­dern auch die Stadt­bäu­me. Gera­de bei län­ge­ren Tro­cken­pha­sen gilt: jeder Liter zählt. Es sind dabei beson­ders jun­ge Bäu­me und Flach­wurz­ler (u.a. Ahorn, Pla­ta­nen, Pap­peln und Magno­li­en), die auf Hil­fe aus der Gieß­kan­ne ange­wie­sen sind, wenn der Regen lan­ge aus­bleibt. Dabei gilt die Regel: Lie­ber sel­te­ner (ein­mal pro Woche) und dafür rich­tig viel Was­ser als oft aber nur wenig. Ein aus­ge­wach­se­ner Stadt­baum ver­trägt locker 150 Liter. Bei zu wenig Was­ser besteht die Gefahr, dass es ver­duns­tet, bevor es bei den Wur­zeln ange­kom­men ist. Das Gieß­was­ser soll­te dabei nicht ober­fläch­lich ablau­fen, son­dern in den Boden ein­si­ckern. Und bit­te nicht in der pral­len Son­nen gie­ßen. Denn das Was­ser kann die Son­nen­strah­len wie ein Brenn­glas ver­stär­ken. Wie eure Gar­ten­pflan­zen auch kön­nen die Stadt­bäu­me in den frü­hen Mor­gen­stun­den am meis­ten Was­ser auf­neh­men. Alter­na­tiv dazu könnt ihr aber auch in den Abend­stun­den gie­ßen. 

Auch Vögel, Igel und Eich­hörn­chen haben Durst

Ihr könnt eine klei­ne Trän­ke in eurem Gar­ten oder auf den Bal­kon stel­len. Auch Vögel benö­ti­gen fri­sches Trink­was­ser. Außer­dem baden sie auch ger­ne dar­in. Das bedeu­tet aber zudem, dass ihr die Trän­ken unbe­dingt sau­ber hal­ten soll­tet. Sonst kön­nen die­se schnell zu Bak­te­ri­en­her­den wer­den und die Vögel mit Krank­heits­er­re­gern anste­cken. Und natür­lich freu­en sich auch ande­re Tie­re im Gar­ten wie Igel und Eich­hörn­chen über eine Erfri­schungs­mög­lich­keit. 

Fol­ge uns in Soci­al Media
Facebook
Twitter
Instagram
YouTube
RSS

Vorheriger Beitrag Festival-Checkliste: So geht umweltfreundlich feiern
Nächster Beitrag Kann man noch Sushi essen?
Avatar

Über mich
Oliver Samson

Journalist und jetzt Redakteur beim Panda - weil unverändert überzeugt, dass wir Menschen es besser hinkriegen können. Noch immer optimistisch mit guten Vorsätzen.

Kein Kommentar

Einen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.