Lidl sagt, wor­an man gutes Fleisch erkennt – Ein Kom­men­tar


Viele Schweine in einem Stall der konventionellen Tierhaltung
Schweine in Intensivtierhaltung © Markus Wolter, WWF Deutschland

…und wor­an erkennt man es? — An gutem Fleisch! Ja, das Leben kann so ein­fach sein. Es muss zart und reif sein. Und auch die stren­gen Gesundheits‑, Hygiene‑, Sicher­heits- und Qua­li­täts­kon­trol­len wer­den her­vor­ge­ho­ben, die das von Lidl aus­zeich­nen und zu gutem Fleisch machen.
„Gutes Fleisch erkennt man am guten Geschmack“ – so heißt es im Wer­be­spot. Doch das ist längst nicht alles. Denn was heu­te Fleisch ist, hat kurz davor noch gelebt – und oft genug kein gutes Leben gehabt.

Ein Schwei­ne­le­ben

Gutes Fleisch heißt für mich auch, dass die Art und Wei­se wie das Tier gehal­ten wur­de gut war. Sonst ist das „gute Fleisch“ nur ein Teil der Wahr­heit.

Kein Wort dar­über, dass über 90 Pro­zent der Schwei­ne in Deutsch­land die Schwän­ze kupiert wer­den — das heißt abge­schnit­ten wer­den — damit sie sich nicht gegen­sei­tig blu­tig bei­ßen.

Fotografie des Werbeprospektes von LIDL zum Thema "Woran erkennt man gutes Fleisch?"
Foto der LIDL-Wer­bung © Mela­nie Göm­mel, WWF

Kein Wort dar­über, dass die­se Tie­re im Lau­fe ihres Lebens nie­mals nach drau­ßen an die fri­sche Luft konn­ten, bis auf den Tag als sie auf den LKW gelau­fen sind. Kein Wort dar­über, dass heu­ti­ge Nutz­tie­re aus der Inten­siv­tier­hal­tung meis­tens nicht genü­gend Platz und Mög­lich­kei­ten haben, ihre natür­li­chen Ver­hal­tens­wei­sen wie Wüh­len und Spie­len aus­zu­le­ben.

Inten­siv­tier­hal­tung und ihre Fol­gen

Kein Wort dar­über, wel­che nega­ti­ven Umwelt­aus­wir­kun­gen die inten­si­ve Tier­hal­tung haben kann. Ange­fan­gen von den gen­tech­nisch ver­än­der­ten Soja­fut­ter­mit­teln aus Süd­ame­ri­ka, für die Wald abge­holzt wur­de, bis hin zu den jen­seits jeder öko­lo­gi­schen Tole­ranz auf­tre­ten­den Nähr­stoff­aus­trä­gen aus der Land­wirt­schaft durch die Gül­le. Die­se füh­ren zu mas­si­ven Pro­ble­men im Grund­was­ser und der Arten­viel­falt.

Lidl belässt es beim Stück Fleisch an sich und des­sen Fri­sche- und Hygie­ne­sta­tus und wie es schmeckt.

Wirk­lich gutes Fleisch

Gutes Fleisch erken­ne ich am Geschmack, an der Fri­sche UND dar­an wie das Tier gelebt hat und wel­che Umwelt­aus­wir­kun­gen das Leben des Tie­res hat­te. Gutes Fleisch stammt von Tie­ren, die bei genü­gend Platz­an­ge­bot ihre Ver­hal­tens­wei­sen aus­le­ben konn­ten. Die nicht ampu­tiert wer­den muss­ten, damit sie in ein Stall­sys­tem pass­ten. Es stammt von Tie­ren, deren Fut­ter mög­lichst res­sour­cen­scho­nend erzeugt wur­de. Die­se Kri­te­ri­en tref­fen unter ande­rem auf Bio-Fleisch zu.

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36 Kommentare

  1. Avatar
    Andrea
    15. April 2015
    Antworten

    und wer sagt jetzt, dass die­se armen Schwei­ne bei Lidl ver­kauft wer­den?
    Wo bleibt der Beweis bei die­sem Bericht.
    So kann man natür­lich auch jeman­den Madig machen, nur weil die Wer­bung ein­schlägt wie eine Bom­be und ande­re das neue Image nicht ver­kraf­ten >;)
    ????

    • Avatar
      16. Juni 2018
      Antworten

      So weit mir bekannt ist, ver­kau­fen Per­so­nen, die ihre Schwei­ne nicht in Mas­sen­tier­hal­tung hal­ten — die natür­lich dar­in wie gut oder schlecht sie für Tie­re ist beträcht­lich vari­ie­ren kann — übli­cher­wei­se an einen ört­li­chen Schlach­ter, an Bio-Abneh­mer oder direkt an den Ver­brau­cher. Zu dem Preis, den nor­ma­le Groß­ab­neh­mer zu zah­len bereit sind, kann man nur Mas­sen­tier­hal­tung prak­ti­zie­ren.

  2. Avatar
    16. April 2015
    Antworten

    Hal­lo Andrea,

    es besteht sehr, sehr gro­ße Wahr­schein­lich­keit, dass Nutz­tie­re aus der Inten­siv­tier­hal­tung mit ent­spre­chen­den Hal­tungs­sys­te­men bei Lidl ver­mark­tet wer­den, da über 98% aller Schwei­ne und Mast­hüh­ner in Deutsch­land so gehal­ten und gefüt­tert wer­den.
    Bes­te Grü­ße
    Mar­kus Wol­ter

  3. Avatar
    Nadine
    17. April 2015
    Antworten

    Aber gera­de Lidl baut sein Angebt an Bio-Fleisch spür­bar aus. Soll­te man das nicht auch posi­tiv her­vor heben, damit evtl. auch ande­re “Ket­ten” mehr nach­zie­hen?

    • Avatar
      Markus Wolter
      17. April 2015
      Antworten

      Hal­lo Nadi­ne,
      vie­len Dank für Dei­nen Hin­weis. Das mag stim­men, aber mein Blog bezog sich auf deren kon­ven­tio­nel­les Fleisch, wel­ches als gut dar­ge­stellt wur­de — was es in der Erzeu­gung aber nicht ist. Und die­ses Fleisch macht der­zeit über 99,5% des ver­kauf­ten Flei­sches aus. Wenn sich Lidl in der Wer­bung und im Sor­ti­ment spür­bar für Bio-Fleisch stark macht neh­me ich das gern in einen Blog-Bei­trag mit auf.
      Vie­le Grü­ße
      Mar­kus Wol­ter

  4. Avatar
    Dr. Dagmar Görz-Lenzen
    21. April 2015
    Antworten

    Wir soll­ten doch hier bit­te ein­mal das Kind beim Namen nen­nen. Jeder Ver­brau­cher, der heu­te noch Fleisch wel­cher Art auch immer kon­su­miert, kann nicht behaup­ten, dass er nichts über die unsäg­li­chen Lager, in denen Mas­sen­tier­zucht betrie­ben wird, weiss. Mit sei­ner Ent­schei­dung, trotz­dem Fleisch zu ver­zeh­ren, macht er sich mit­schul­dig an den unsäg­li­chen Qua­len der Tie­re, an furcht­ba­ren Tier­trans­por­ten, an den Mas­sen­mor­den in den Schlacht­an­stal­ten, bei denen oft­mals den Tie­re bei vol­lem Bewusst­sein die Keh­le auf­ge­schnit­ten wird. Rin­der schrei­en mar­kerschüt­ternd, an einem Bein auf­ge­hängt, wäh­rend sie aus­blu­ten. Schwei­ne wer­den nicht sel­ten unbe­täubt mit kochen­dem Was­ser über­brüht. Die Tie­re wer­den geschla­gen, getre­ten, ver­ach­tet, bevor sie ihr klei­nes, wert­vol­les Leben für unse­re fleisch­fres­sen­den Mit­men­schen geben. Es ist ein­fach erschüt­ternd, wie indo­lent und gna­den­los die Züch­ter, ihre Scher­gen und die Ver­brau­cher sind.
    Ich unter­stüt­ze die­ses nicht, lebe fleisch­los und füh­le mich gesund. Mein Herz­in­farkt­ri­si­ko sinkt und ich schla­fe abends mit einem rei­nen Gewis­sen ein, kann jedem Tier in die Augen sehen. Allein dafür lohnt es sich.….!

    • Avatar
      Sam Kater
      13. Mai 2015
      Antworten

      Frau Dr. Dag­mar Görz-Len­zen das ist Ihre per­sön­li­che Ein­stel­lung, dass Sie kein Fleisch essen. Ich aber dage­gen kann ohne schlech­tes Gewis­sen Schwein Rind Lamm oder Geflü­gel essen. Ich habe sel­ber Haus­tie­re die mich sehr erfreu­en, aber des­halb ände­re ich nicht mei­ne Gewohn­hei­ten. Und Fleisch ist nun etwas, was gut zube­rei­tet sehr lecker ist. Das wäre genau­so als wenn Sie einem sagen, er soll ab mor­gen kei­ne Milch­pro­du­te oder Reis essen, weil es ande­ren weg­ge­nom­men wird. Man kann alles an den Haa­ren her­bei­zie­hen. Ich habe nichts gegen Men­schen die kein Fleisch essen, aber Sie soll­ten den ande­ren die Fleisch essen, nicht schlecht reden.
      MFG
      Kater

      • Avatar
        mathis
        7. Mai 2018
        Antworten

        Ich bin der mei­nung dass sie das Fleisch­essen nur gut reden wol­len.
        Aber solan­ge es nicht von irgend­wel­chen Mas­sen­tier­hal­tun­gen kommt
        fin­de ich fleisch essen gut.

      • Avatar
        René
        28. August 2018
        Antworten

        Fleisch­essen ist kei­ne Pri­vat­sa­che. Abge­se­hen von Umwelt­ver­schmut­zung, Welt­hun­ger, Kli­ma- und Gesund­heits­schutz: Ich schaue nicht zu, wie jemand Tie­re quält son­dern erhe­be mei­ne Stim­me für die, die es nicht kön­nen.

  5. Avatar
    Chris
    22. April 2015
    Antworten

    Mit Ver­laub, das ist quatsch. Auch bei “Bio-Fleisch” weiß man nicht, ob das Schwein ein “gutes Leben” hat­te. Oder steht auf der Ver­pa­ckung, ob das Tier bei Schlach­tung gesund war?! Und: zwar unter­schei­den sich die Hal­tungs­for­men kon­ven­tio­nell und öko­lo­gisch, der Schlacht­pro­zess ist aber für alle Tie­re der glei­che. Es ist ein­fach nicht rich­tig, “Bio-Fleisch” als Alter­na­ti­ve anzu­prei­sen. Das Pro­blem der exten­si­ven “Nutz­tier­hal­tung” ist lei­der wesent­lich gra­vie­ren­der und kom­ple­xer als der Kom­men­ta­tor offen­bar weiß.

    • Avatar
      24. April 2015
      Antworten

      Hal­lo Chris­to­pher,

      Du hast recht bezüg­lich der Schlach­tung. Die Schlach­tung ist nor­ma­ler­wei­se die­sel­be. Doch bei der Hal­tung gibt es gro­ße Unter­schie­de.
      Ich war selbst Bio­land Schwei­ne Bau­er, ken­ne und besu­che nach wie vor vie­le Bio- und kon­ven­tio­nel­le Schwei­ne­hal­ter und kann Dir ver­si­chern, dass es wirk­lich unter­schied­lich ist.
      Bio Schwei­ne haben in aller Regel Aus­lauf, wer­den nicht kupiert, haben Stroh zur Ver­fü­gung und bekom­men Bio-Fut­ter.
      Des­we­gen sagt der WWF Deutsch­land: Deut­lich weni­ger Fleisch und wenn Fleisch, dann bes­se­res Fleisch und das ist mei­ner Mei­nung nach Bio-Fleisch.

  6. Avatar
    Carola
    26. April 2015
    Antworten

    Ich fin­de es auch schlimm wie Tie­re in der kon­ven­tio­nel­len Mas­sen­tier­hal­tung leben müs­sen und hat­te mir vor­ge­nom­men bei tie­ri­schen Pro­duk­ten nur noch Bio­pro­duk­te zu kau­fen, also bei Eiern, Fleisch, Wurst und Milch­pro­duk­ten. Ich bin auch durch­aus bereit dafür etwas tie­fer in die Tasche zu grei­fen, aber ist es wirk­lich gerecht­fer­tigt, dass zb. Käse und Fleisch teil­wei­se 3–4 mal so viel kos­ten wie kon­ven­tio­nell pro­du­zier­te Pro­duk­te? Als schlecht ver­die­nen­de Erzie­he­rin kann ich mir das ein­fach nicht mehr leis­ten, aber vegan leben (was ja die Alter­na­ti­ve wäre) möch­te ich auch nicht.

    • Avatar
      Markus
      27. April 2015
      Antworten

      Hal­lo Caro­la,
      der Auf­wand für Erzeu­gung, Ver­ar­bei­tung und Ver­tei­lung für Öko-Lebens­mit­tel sind deut­lich grö­ßer. So sind z.B. die Milch­leis­tung pro Kuh und die Erträ­ge pro Hekt­ar deut­lich nied­ri­ger. Dazu kom­men höhe­re Kos­ten in der Tier­hal­tung durch Bereit­stel­lung des Aus­laufs und von Stroh. Außer­dem wer­den Bio-Lebens­mit­tel streng kon­trol­liert und die Kos­ten für die­se Kon­trol­le sind im Preis mit ent­hal­ten. So wird jeder Land­wirt und Ver­ar­bei­ter min­des­tens ein Mal im Jahr kon­trol­liert.
      Ver­gleicht man die Prei­se von Bio-Lebens­mit­teln mit den Prei­sen von kon­ven­tio­nel­len Pre­mi­um Mar­ken, dann erge­ben sich oft nur gerin­ge Unter­schie­de.
      Lie­be Grü­ße
      Mar­kus

  7. Avatar
    Jasmin sagt die Wahrheit
    26. April 2015
    Antworten

    Die gepimp­te Ver­si­on vom LIDL-Wer­be­spot “Wor­an erkennt man gutes Fleisch?”.
    https://www.youtube.com/watch?v=SizjxtlBPlM

    • Avatar
      Veganerin
      4. Juni 2015
      Antworten

      Könn­te da ein Warn­hin­weis dazu geschrie­ben wer­den, dass da die Tötung und Qua­len der Tie­re im Film gezeigt wer­den?

      Sor­ry, aber Schock­film­chen ver­drän­gen die meis­ten Men­schen schlicht­weg und ande­re Men­schen kann es trau­ma­ti­sie­ren oder mona­te­lan­ge Alb­träu­me ver­ur­sa­chen.

      Die­ses schreibt eine Vega­ne­rin.…

  8. Avatar
    Dominik
    2. Mai 2015
    Antworten

    Die Wor­te “Fleisch” und “gut” pas­sen so gar nicht zuein­an­der — egal ob Bio, bil­lig oder Metz­ger…

  9. Avatar
    Anne Röhrig
    5. Mai 2015
    Antworten

    Ent­schul­digt bit­te, ABER die LIDL Wer­bung ist so ver­lo­gen … Gutes Fleisch, Gutes Brot, wor­an erkennt man das ???
    Ver­brau­cher , bit­te auf­wa­chen !!!

    • Avatar
      wildelfe
      11. Juni 2015
      Antworten

      Naja, gutes Fleisch (und Co.) erkennt man dar­an, dass es NICHT von Lidl ist :>

  10. Avatar
    12. Mai 2015
    Antworten

    Hal­lo lie­be Blog­ger ,

    Ich fin­de das Tie­re das Recht dazu haben vor ihrem Tod , ein gutes und frei­es Leben absol­vie­ren zu kön­nen , bevor sie geschlach­tet wer­den , denn dass spielt mei­ner Mei­nung nach eine gro­ße Rol­le .

    Tie­re die frei auf dem Land leben und regel­mä­ßig sich bewe­gen , schme­cken viel köst­li­cher und bes­ser .

    Ich bin der Mei­nung das Schwei­ne Züch­ter bzw. Bau­ern dazu ver­pflich­tet wer­den sol­len ihre Tie­re auf dem Land frei zu züch­ten !

    Vie­len Dank

    Eure Sara

  11. Avatar
    Sam Kater
    12. Mai 2015
    Antworten

    Sehr geehr­ter Herr Wol­ter
    Sie reden von weni­ger Fleisch ver­brau­chen oder Flei­scher­satz essen. Was soll der Quatsch. Wenn der Markt über­mü­ßig pro­du­ziert, war­um wer­den die Prei­se nicht gesenkt. Dann wird auch nicht soviel weg­ge­wor­fen. Aber es geht denen ums Geld. Die Leu­te haben aber auch nicht das Geld, um teu­res Fleisch kau­fen zu kön­nen. Außer­dem habe ich selb­ser Bau­ern­hö­fe gese­hen, wo die Käl­ber und Kühe auf der Wei­de ste­hen und nur zum mel­ken rein­kom­men. Und bei den Schwei­nen, die in Boxen gehal­ten wer­den, haben genug Platz um sich zu bewe­gen. Da war ein Schwein ver­letzt. Sie war­fen sogar je nach Alter getrennt.
    Also den­ke ich, soll­te man den Men­schen nicht vor­schrei­ben, was oder wie viel Fleisch sie Kon­su­mie­ren sol­len. Das wäre eine Bevor­mun­dung des Deut­schen Bür­gers. Und da kommt schon genug Blöd­sinn von der EU.
    Eine Ant­wort wäre schön
    MFG
    Sam Kater

    • Avatar
      Sabine Süd
      16. Mai 2015
      Antworten

      Herr Sam Kater glau­ben Sie tat­säch­lich dass bei allen öko­lo­gi­schen Fol­gen die Fleisch­ver­zehr mit sich bringt, die­ses noch eine pri­va­te Ent­schei­dung ist? Die Kei­me z.b. aus den Lüf­tungs­an­la­gen die­ser Hor­ror­fa­bri­ken belas­ten auch das in der Nähe ange­bau­te Gemüse..Informieren Sie sich gründ­lich über die Fol­gen für uns alle wenn Sie schon das Leid der Tie­re igno­rie­ren.

  12. Avatar
    Sam Kater
    13. Mai 2015
    Antworten

    Sehr geehr­ter Herr Wol­ter
    Man sagt wir sol­len Fleisch mit EU-Bio­sie­gel und Fleisch mit Ver­bands­sie­geln kau­fen wie Bio­land, Deme­ter, Natur­land, Bio­park oder Bio­kreis. Aber wer soll das bezahlen.Bio Pro­duk­te sind um viel­fa­ches teu­rer als nor­ma­les Fleisch. Und was soll das mit der Nach­hal­tig­keit. Ich sehe nicht ein, dass mir oder ande­ren Vor­ge­schrie­ben wird was ich essen darf und was nicht. Die­se Vor­schrif­ten auf dem Papier inter­es­siert doch kei­nen. Wenn ich schon höre, wenn die EU sagt wie eine Bana­ne oder Toma­te aus­zu­se­hen hat und dann noch Güte Klas­se 1 oder 2 ist doch egal. Haupt­sa­che die Ware schmeckt und ist güns­tig, das ist wich­tig. Nicht die gan­zen Vor­schrif­ten.
    Eine Ant­wort wird erwünscht
    MfG
    Sam

  13. Avatar
    Jana
    30. Mai 2015
    Antworten

    Alles muss immer bil­lig sein, aber für das, was der Ver­brau­cher spart, muss irgend­ei­ner bezah­len. Sei­en es Umwelt, Tie­re, aus­ge­beu­te­te Arbei­ter oder Klein­be­trie­be. Wie wäre es, über den eige­nen Tel­ler­rand hin­aus zu schau­en und die Ket­te zu ver­fol­gen, die unser Han­deln mit sich zieht?
    Ich den­ke, die Mas­sen, die an Fleisch geges­sen wer­den, kön­nen nicht ange­mes­sen pro­du­ziert wer­den und der Abfall nicht ange­mes­sen ent­sorgt wer­den. Dar­um kommt es auf das Maß an. Ein Sonn­tags­bra­ten schmeckt viel bes­ser, wenn man ihn nicht täg­lich isst.
    Nur eine Idee: man könn­te sich über­le­gen, was einem im Leben wich­tig ist, wo man die Prio­ri­tä­ten setzt, wo man auch ger­ne mal ein wenig mehr inves­tiert.
    Mir ist die Umwelt wich­tig, auch weil wir nun­mal von der Natur abhän­gig sind. Mir ist Respekt gegen­über allen Lebe­we­sen wich­tig. Mir ist Gesund­heit wich­tig.
    Ich bin Stu­den­tin und kann mir auch nicht jeden Tag Bio­fleisch leis­ten, des­we­gen ver­zich­te ich haupt­säch­lich dar­auf.
    Mir wur­de es vor­ge­lebt und ich wur­de inspi­riert. Es ist ein Schritt des Umden­kens, dar­auf lohnt es sich, sich ein­zu­las­sen.

  14. Avatar
    Kitty
    3. Juni 2015
    Antworten

    An euch Fleisch­ver­wei­ge­rern geht die Mensch­heit zu Grun­de. Gibt ne ganz ein­deu­ti­ge Stu­die zur Leis­tungs­fä­hig­keit, Kon­di­ti­on und Kon­zen­tra­ti­on von Fleisch­essern und Vege­ta­ri­ern. Bei­de Grup­pen haben sich über den glei­chen Zeit­raum gesund ernährt. Die einen mit Fleisch, die ande­ren ohne. Anschlie­ßend wur­de für den glei­chen Zeit­raum getauscht. Bei­de Male schnit­ten die Fleisch­esser in allen Tests bes­ser ab. Evo­lu­tio­när betrach­tet begann unser Gehirn zu expo­nen­ti­ell zu wach­sen, als wir anfin­gen gegrill­tes Fleisch zu ver­zeh­ren. Also jeder Mensch ohne Fleisch schöpft nicht sein Leis­tungs­ver­mö­gen aus. Wenn kei­ner mehr Fleisch ist, wer soll dann noch neue Erfin­dun­gen machen? Medi­zi­ni­sche Wei­ter­ent­wick­lun­gen? Wir sind Alles­fres­ser und unser Orga­nis­mus braucht Fleisch. Die Fra­ge ist nur, was für Fleisch.
    Mein Fleisch kommt frisch aus der Ucker­mark. Ich kenn den Jäger und ich weiß, dass nur der Über­be­stand geschos­sen wird. Hasen muss ich mir aus Nie­der­sach­sen holen, weil die in Bran­den­burg auf Grund von zu viel Schwarz­wild von mei­nem Jäger nicht gejagt wer­den (was ich gut fin­de). Und da gibt es noch vie­le Bei­spie­le mehr. Ich brau­che Fleisch und esse es ger­ne, aber ich weiß, wo’s her kommt und wie es gelebt hat, bevor es auf mei­nem Tel­ler lan­det. Und bevor jetzt wie­der alle mit “zu teu­er” kom­men. Bei mei­nem Jäger zahl ich weni­ger als wenn ich das Glei­che im Super­markt kau­fen wür­de. Ich bin nicht dafür, dass man Leu­ten vor­schreibt, wo sie sich ein­schrän­ken sol­len, son­dern dafür, dass man ihnen alle mög­li­chen Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung stellt, sodass sie mit ihrer gewohn­ten Lebens­art trotz­dem was für die Umwelt tun kön­nen.

    • Avatar
      3. Juni 2015
      Antworten

      Lie­be Kit­ty,
      kannst Du mir den genau­en Namen die­ser Stu­die mal schrei­ben? Das wäre toll, denn die wür­de ich sehr ger­ne im Ori­gi­nal lesen.
      Vie­len Dank!
      Stel­la

    • Avatar
      Annika Schi
      17. Juni 2015
      Antworten

      Lie­be Kit­ty, auf Spek­trum wer­den ganz ande­re Stu­di­en zitiert (mit Quel­len! Kannst dir die Ori­gi­nal­da­ten ja mal anschau­en …) und das mehr als eine. Zumin­dest was den Kind­heits-IQ angeht lie­gen Vege­ta­ri­er vor­ne. Eine Stu­die wie du sie beschrie­ben hast, konn­te ich nicht fin­den, denn im Mas­ter Bio­lo­gie haben wir auch stän­dig sol­che Dis­kus­sio­nen und das wäre mal ein abwechs­lungs­rei­cher Bei­trag …

      http://www.spektrum.de/news/vegetarismus-auswirkungen-des-fleischverzichts-auf-die-psyche/1193897

      LG (von einer ger­ne-aber-wenig-fleisch­esse­rin …)

    • Avatar
      René
      28. August 2018
      Antworten

      Trom­mel­wir­bel” // An Fleisch­ver­wei­ge­rern geht die Mensch­heit zu Grun­de. Wenn kei­ner mehr Fleisch ist, wer soll dann noch neue Erfin­dun­gen machen? Medi­zi­ni­sche Wei­ter­ent­wick­lun­gen? // “Tusch”

  15. Avatar
    Claudia
    18. Juni 2015
    Antworten

    Kit­ty, für die Ver­blö­dung der Mensch­heit ist ganz sicher nicht die vege­ta­ri­sche oder vega­ne Ernäh­rung ver­ant­wort­lich son­dern viel mehr der hohe Kon­sum von RTL2 und Co..

    • Avatar
      Ulf
      6. August 2018
      Antworten

      Auch die Aus­wir­kun­gen auf die men­ta­le Leis­tungs­fä­hig­keit durch den Ver­zehr blei­hal­ti­gen Wild­fleisch darf man nicht unter­schät­zen!

    • Avatar
      Gerd Hegerfeld
      6. August 2018
      Antworten

      Dem kann man nur zustim­men!!!!

  16. Avatar
    Smithd985
    17. Juli 2015
    Antworten

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  17. Avatar
    Struppi
    21. Juli 2015
    Antworten

    Fri­sche” ist also ein Qua­li­täts­mer­kaml von Fleisch?
    Wor­an erkennt das der Ver­brau­cher? an der roten Far­be?
    Das ist wohl nicht so ganz rich­tig. Das was wir als fri­sches Fleisch iden­ti­fi­zie­ren, ist i.d.R. mit enspre­chen­den Stof­fen “frisch­ge­spritzt”, das was für uns alt aus­sieht, ist unbe­han­delt.

    Dar­über hin­aus ist die “fri­sche” bei Rind­fleisch kein Qua­li­täts­merk­mal, im gegen­teil es muss gut abge­han­gen sein. — http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/tipps-fuer-den-einkauf-von-rindfleisch-gut-abgehangen‑1.1534987–4

    Das gutes Fleisch am Geschmack erkenn­bar ist, mag eine Bin­sen­weis­heit sein, aber heu­te ist es so, dass vie­le Men­schen durch­wach­se­nes Fleisch mit Fett und Seh­nen ableh­nen und oft auch für schlcht hal­ten — aber gera­de das ist es nicht und das ist erkenn­bar am Geschmack. Nur vie­le mögen sol­ches Fleisch nicht Essen, daher ist “gutes Fleisch” für vie­le ein­fach nicht rele­vant.

    Über Geschmack läßt sich halt vor­treff­lich strei­ten, McDo­nald und Bur­ger­King schmeckt auch vie­len.

  18. Avatar
    Wagner, Hans
    4. August 2018
    Antworten

    Ich lebe Vegan. Ich bin Vegi­ta­ri­er. Alle schla­fen sie so gut. Haben ein gutes G. ewis­sen. Sie kul­ti­vie­ren ihre Ess­ge­won­hei­ten. Hun­ger ken­nen sie nicht. Avo­ka­dos etc. schme­cken ja so köst­lich. Wie steht es mit der Ener­gie­bi­lanz? Wann set­zen sich end­lich für die Toten im Mit­tel­meer ein. Die leben nicht in einem rei­chen Land . Idea­le kön­nen sie sich nicht leis­ten. Ich muss­te Schwei­ne schlach­ten, um zu über­le­ben. Nicht um gute Geschäf­te zu machen. Aber jetzt wer­den Vega­ner und Vege­ta­ri­er Ziel­grup­pe für gute Geschäf­te.

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    Markus Schwalb
    28. August 2018
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    Ein inter­es­san­ter Bei­trag, ich habe nicht gewusst, dass sich so vie­le Leu­te über Fleisch, Gedan­ken machen. Aber ich habe hier paar gute Tipps gefun­den die mir sicher­lich hel­fen wer­den gutes Fleisch zu fin­den.

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    23. Juli 2019
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    Ich habe mich mit mei­ner Fami­lie zusam­men­ge­setzt und wir haben über unse­ren Fleisch­kon­sum gespro­chen und wie wir das ab sofort regeln wol­len. Auf Fleisch kom­plett zu ver­zich­ten woll­te nie­mand aber alle waren sich einig weni­ger aber dafür bes­se­res Fleisch zu kau­fen. Aus dem Arti­kel kam deut­lich her­vor was bes­se­res Fleisch ist. Wir haben uns ent­schlos­sen bei einer Flei­sche­rei ein Bio Kalb schlach­ten zu las­sen und dann das Fleisch auf das Jahr auf­zu­tei­len.

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    17. August 2019
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    Wenn wir mal ehr­lich sind kann es kein gesun­des Fleisch mehr geben, nicht nur die Füt­te­rung vor allem ethisch betrach­tet. Wir soll­ten die gän­gi­gen Schlacht­hof­prak­ti­ken über­den­ken und die­se “huma­ner” gestal­ten. Es ist inte­resannt dass in einem nicht gestress­ten Tier Mus­kel­gly­ko­gen nach dem Tod in Milch­säu­re umge­wan­delt wird, wodurch das Fleisch zart, rosa und aro­ma­tisch bleibt. Adre­na­lin, das durch Stress vor dem Schlach­ten frei­ge­setzt wird, ver­braucht Gly­ko­gen, was bedeu­tet, dass nicht genü­gend Milch­säu­re nach dem Tod pro­du­ziert wird. Dies wirkt sich auf ver­schie­de­ne Arten von Fleisch auf unter­schied­li­che Wei­se aus, aber im All­ge­mei­nen ist es zäh, geschmacks­neu­tral und weist einen hohen pH-Wert auf und wird schnel­ler schlecht als nicht gestress­tes Fleisch. (Milch­säu­re hilft, das Wachs­tum von Ver­derb­nis­bak­te­ri­en zu ver­lang­sa­men.)

    Bei Schwei­nen wird durch Stress und Angst jeg­li­cher Art kurz vor dem Schlach­ten Gly­ko­gen abge­baut, wodurch das Fleisch blass, sau­er und brö­cke­lig wird. Der tech­ni­sche Name dafür ist “Pale Soft Exu­da­ti­ve” (PSE), und es sieht und schmeckt so unap­pe­tit­lich aus, wie es sich anhört. PSE-Fleisch ist in der Regel unver­käuf­lich, und die Schwei­ne­fleisch­in­dus­trie ver­liert jähr­lich 275 Mil­lio­nen US-Dol­lar an Fleisch, das wegen Angst und Stress vor dem Schlach­ten weg­ge­wor­fen wird.

    Es wird jedoch so viel Schwei­ne­fleisch als Hack­fleisch ver­kauft, dass ein Teil des min­der­wer­ti­gen PSE-Flei­sches ein­ge­schleust wird, ohne dass wir es bemer­ken!

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