Fes­ti­val-Check­lis­te: So geht umwelt­freund­lich fei­ern


Festivals: Häufig bleiben neben bunten Erinnerungen auch tonnenweise Müll. © Aaron Chown / picture alliance / empics
Festivals: Häufig bleiben neben bunten Erinnerungen auch tonnenweise Müll. © Aaron Chown / picture alliance / empics

Som­mer­zeit ist Fes­ti­val-Zeit. Gefühlt jedes Wochen­en­de kom­men selbst in den abge­le­gens­ten Ecken Deutsch­lands mas­sen­wei­se jun­ge, aber auch gar nicht mehr so jun­ge, Musik- und Tanz­be­geis­ter­te zusam­men, um in eine aus­ge­las­se­ne Par­al­lel­welt zu ent­flie­hen. Häu­fig bleibt neben bun­ten Erin­ne­run­gen vor allem eins: ton­nen­wei­se Müll. Aber fei­ern auf dem Fes­ti­val geht auch umwelt­freund­lich. Des­we­gen haben wir für euch eine Check­lis­te in Sachen Nach­hal­tig­keit und Zero Was­te zusam­men­ge­stellt. So ganz ohne Abfäl­len zwi­schen den Füßen lässt es sich eh viel bes­ser tan­zen.

Eine gute Vorbereitung hilft beim nachhaltigen Feiern. © Gauthier Saillard / WWF
Eine gute Vor­be­rei­tung hilft beim nach­hal­ti­gen Fei­ern. © Gaut­hi­er Sail­lard / WWF

Umwelt­freund­lich fei­ern auf dem Fes­ti­val: Vor­be­rei­tung ist alles

Ein gelun­ge­nes Fes­ti­val-Wochen­en­de will gut geplant sein. Wenn man von Anfang an dabei nach­hal­tig denkt, dann steht einem wahr­haft grü­nen Out­door-Wochen­en­de nichts mehr im Wege.

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Wir lie­fern euch eine ulti­ma­ti­ve Check­list für euer nächs­tes nach­hal­ti­ges Fes­ti­val. Denn wer die rich­ti­ge Aus­rüs­tung und Pro­duk­te am Start hat, hat eh schon gewon­nen.

Die Check­lis­te: umwelt­freund­lich Fei­ern auf dem Fes­ti­val

Wor­an ihr den­ken soll­tet:

  • Cam­ping-Zube­hör aus­lei­hen

Die bil­li­gen, nicht son­der­lich bestän­di­gen soge­nann­ten “Fes­ti­val­zel­te” (oder viel­mehr “Ein­weg­zel­te”) sind qua­si vor­pro­gram­mier­ter Müll und müs­sen nicht sein. Lie­ber mal im Bekann­ten­kreis umhö­ren, wer ein Zelt und Zube­hör für ein paar Tage ent­beh­ren kann.

  •  Mehr­weg statt Ein­weg

Hier es muss natür­lich nicht gleich der Meiss­ner-Por­zel­lan­tel­ler sein, aber bei­spiels­wei­se bie­tet Email­le eine gute Alter­na­ti­ve. Dar­auf kön­nen auch super die Pom­mes von der nächs­ten Fress­bu­de drauf por­tio­niert wer­den. Wer wirk­lich auf Ein­weg nicht ver­zich­ten will, soll­te zumin­dest zu sol­chem aus zum Bei­spiel Bam­bus grei­fen.

  • Stay hydra­ted – aber rich­tig

Da Fla­schen in der Regel auf dem Gelän­de ver­bo­ten sind, dafür aber häu­fig kos­ten­lo­se Trink­was­ser­stel­len ange­bo­ten wer­den, emp­feh­len wir Trink­beu­tel oder falt­ba­re Fla­schen.

  •  Rich­ti­ge Ver­pfle­gung

Auch hier gilt: Sprecht euch ab und plant vor­aus­schau­end. Wer sei­ne Spei­sen gut vor­be­rei­tet, hat am Ende weni­ger Res­te. Es eig­nen sich häu­fig vega­ne Ange­bo­te, da die­se in der Regel län­ger halt­bar sind und im Fall der Fäl­le auch mal ohne Kühl­schrank über­le­ben.

  • Pfle­ge & Hygie­ne

Zuge­ge­ben, die täg­li­che Pfle­ge genießt auf Fes­ti­vals meis­tens nicht obers­te Prio­ri­tät. Die mit­un­ter rare Erfri­schung ist dafür umso wohl­tu­en­der. Aber­mals gilt: Neu­es kau­fen ist unnö­tig, erst recht nicht die klei­nen Rei­se­pa­ckun­gen aus Plas­tik. Wer weni­ger schlep­pen will, kann in Mehr­weg-Behält­nis­se abfül­len. Oder auch die gute alte Sei­fe am Stück erfüllt ihren Zweck. Es gibt dar­über hin­aus ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, die nach­hal­ti­gen Pfle­ge­pro­duk­te unkom­pli­ziert sel­ber her­zu­stel­len. Übri­gens gibt es auch bio­lo­gisch abbau­ba­re Mücken­sprays, Kat­zen­min­ze tut es aber auch.

  • Dress­code: Nach­hal­tig

Für vie­le gehört das lus­ti­ge Kos­tüm oder Wood­stock-Gedächt­nis-Out­fit zum Fes­ti­val-Stan­dard­pro­gramm. Aber: Es muss ja nicht immer gleich neu gekauft wer­den. Egal ob Second­hand, recy­celt oder gar upcy­cled, unter Garan­tie gibt euer Klei­der­schrank, der eurer Eltern oder die Kos­tüm­kis­te noch genug für den per­fek­ten Fes­ti­val-Look her. Und für die, die es auch ger­ne mal glit­zernd mögen: Das klas­si­sche Make­up-Glit­ter ist ja qua­si bereits das vor­ge­fer­tig­te Mikro­plas­tik und wirk­lich unschön zum Wie­der­ein­sam­meln. Viel bes­ser: Alter­na­ti­ve Glit­ter, die auf pflanz­li­chen Stof­fen basie­ren und sich zer­set­zen.

Nehmt euch dich am besten euer eigenen Geschirr mit zum Fetival. © Daniel Seiffert /WWF
Nehmt euch dich am bes­ten euer eige­nen Geschirr mit zum Feti­val. © Dani­el Seif­fert /WWF

Umwelt­freund­li­ches Fes­ti­val: Regeln vor Ort

Wenn es dann end­lich soweit ist, du alle Vor­be­rei­tun­gen getrof­fen hast und schon im Öko-Fei­er-Modus bist, gibt es nur noch die übli­chen Leit­re­geln des nach­hal­ti­gen Bei­sam­men­seins zu beach­ten:

Über jedes Stück Müll, was weni­ger durch die Gegend fliegt, auch wenn er nicht mal von dir ist, freut sich die Umwelt. Also ein­fach die Augen nach Müll und dem nächs­ten Müll­ei­mer offen hal­ten. Auch wenn du schon längst davon absiehst, begeg­net man ihnen den­noch: Ein­weg-Pro­duk­ten. Egal ob Ein­weg-Gabel oder Stroh­halm, mit einem freund­li­chen “Nein, dan­ke” ist es meis­tens getan. Und bit­te auch kei­ne Kip­pen acht­los in die Gegend wer­fen!

Sommerzeit ist Festival-Zeit. Wir haben ein paar Tipps, wie das Feiern auch umweltfreundlich geht. © monkeybusinessimages / iStock / Getty Images
Som­mer­zeit ist Fes­ti­val-Zeit. Wir haben ein paar Tipps, wie das Fei­ern auch umwelt­freund­lich geht. © mon­key­busin­es­si­mages / iStock / Get­ty Images

Auch auf dem Fes­ti­val: Zero Was­te is key

Grund­sätz­lich gilt also: So wenig Müll pro­du­zie­ren wie mög­lich oder noch bes­ser zero was­te is key! Wenn dann auch noch die Ver­an­stal­ter mit­den­ken und ihren Teil bei­tra­gen, steht der wun­der­ba­ren nach­hal­ti­gen Fes­ti­val-Par­al­lel­welt nichts mehr im Wege.

WWF Chan­ge Days

Die WWF Chan­ge Days fin­den die­ses Jahr vom 15. bis zum 18. August in Bran­den­burg auf dem Gelän­de der Klin­ge­müh­le statt. Euch erwar­ten jede Men­ge span­nen­de Work­shops und moti­vie­ren­de Vor­trä­ge, Live-Bands und DJs, und lecke­res vega­nes Bio-Essen. Mehr dazu: wwf-jugend.de/change-days  
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Lea Budde

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Was ich will: Irgendwas mit Medien und Hoffnung auf Weltverbesserung. Mit Begeisterung für Kommunikation die wirklich wichtigen Dinge auf die Agenda bringen und die Gesellschaft ein bisschen nachhaltiger machen.

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