Brasiliens größte Katastrophe: Rio Doce


Begraben unter Giftschlamm © Antonio Cruz/Agência Brasil
Begraben unter Giftschlamm © Antonio Cruz/Agência Brasil

Wir kämpfen jetzt schon lange für den Amazonas und seine Menschen – und damit gegen den Kahlschlag, gegen Staudammprojekte, gegen eine Ausweitung des Bergbaus. Die Ereignisse der letzten Wochen geben uns leider einmal mehr Recht. Brasilien kämpft aktuell gegen eine riesige Umweltkatastrophe.

Was ist passiert?

Unter Giftschlamm begraben © Antonio Cruz/Agência Brasil
Unter Giftschlamm begraben © Antonio Cruz/Agência Brasil

Es ist die größte Bergbaukatastrophe in der Geschichte Brasiliens, vielleicht sogar die größte ökologische Katastrophe des Landes: Vor knapp zwei Wochen brachen die Mauern zweier Abraumbecken der Erzmine Samarco in Mariana (Bundesstaat Minas Gerais). Das Dorf Bento Rodrigues wurde überflutet, tausende von Hektar fruchtbaren Bodens unter 60 Millionen Kubikmetern Schwermetallschlamm begraben. Wahrscheinlich kamen mehr als 20 Menschen ums Leben. Mit dem Rio Doce fließt nun die Giftflut Richtung Atlantik, über 500 Kilometer Flusslauf werden verseucht. Eine ganze Region ist von der Wasserversorgung abgeschnitten, Hunderttausende werden mit Tanklastwagen versorgt – Betroffen sind aber noch viel mehr Menschen.

Der Rio Doce ist tot

Präsidentin Dilma Rousseff vergleicht den Schaden mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko 2010. „Der Rio Doce ist tot“, schreibt die NZZ kurz. Proben aus den verschlammten Flussabschnitten durch das städtische Abwasser- und Wasserversorgungsunternehmen der Stadt Baixo Guandu bestätigten die Giftfracht im Wasser: Aluminium, Blei, Kupfer, Arsen, Quecksilber. Wann und ob das Flusswasser wieder genutzt werden kann ist höchst fraglich.

Jetzt beginnt das Wasser im empfindlichen Mündungssystem des Rio Doce braun zu werden. Wir fürchten schwere Schäden an den artenreichen, empfindlichen Küstenökosystemen im Mündungsgebiet, in den küstennahen Aufzuchtgebieten von Walen, Rochen und Meeresschildkröten. Die Meeresschutzgebiete Combois, Costa das Algas und Santa Cruz gelten als bedroht. Eine Katastrophe auch für die Menschen, die hier von Fischerei und Tourismus leben.

Hunderte potenzielle Katastrophen

Rio Doce: Dorf unter Giftschlamm © Antonio Cruz/Agência Brasil
Betroffen sind zehntausende Menschen © Antonio Cruz/Agência Brasil

Die Mine Samarco gehört den weltgrößten Bergwerkskonzernen Vale (Brasilien) und BHP Billiton (Australien/Großbritannien). Sie haben wiederholt geäußert, der Schlamm sei nicht giftig. Die Produktion der Samarco-Mine wurde im vergangenen Jahr um fast 40 Prozent auf 30,5 Millionen Tonnen erhöht – mit entsprechender Zunahme des Minenabraums. Dieser Bergbauschlamm wird in Dämmen gehalten – eine höchst unsichere Form von Aufbewahrung, wie sich nicht erst jetzt durch den Einsturz der Staumauern gezeigt hat. Die geborstenen Dämme sind nur drei von mehreren hundert. Jeder von ihnen die nächste potenzielle Katastrophe.

Gesetzesnovelle durch die Hintertür der Katastrophe

Zum besonderen Hohn hat das Parlament einen Untersuchungsausschuss einberufen. Von den 18 Deputatos/Mitgliedern des Unterhauses wurde der Wahlkampf von 13 Bergbaufirmen finanziert.

Die Bergbaulobby versucht nun aus dem Unglück Kapital zu schlagen und drückt vehement für das Bergbaugesetz, das vermeintlich die Sicherheit des Bergbaus steigern würde. Offiziell hat der Präsident des Unterhauses das Thema an sich gerissen und will nun die Reform des Bergbaugesetzes in einem Eilverfahren durchbringen – sogar ohne einen Ausschuss (Spezielle Kommission) anzuhören! Dies könnte bedeuten: Bergbau-Aktivitäten wären auch in Naturschutzgebieten legal. Im Deckmantel der Geschehnisse droht dann eine Gesetzesreform durchgedrückt zu werden, die statt Sicherheit zukünftig auch die wertvollsten Gebiete des Amazonas von Bergbauwerken bedrohen lässt.

Der WWF stemmt sich mit seiner aktuellen Kampagne gegen Gesetzes- und Verfassungsänderungen, die indigene Territorien und Naturschutzgebiete bedrohen. Besonders vor der Tragödie am Rio Doce werden wir weiter kämpfen!

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Über mich
Roberto Maldonado

Ich bin Diplom-Forstwirt und Südamerika-Referent beim WWF Deutschland - mit 15 Jahren Berufserfahrung in Lateinamerika und Afrika. Mindestens genauso lange arbeite ich auch schon für den Schutz des Amazonas-Regenwaldes. Schwerpunkte meiner Arbeit sind die Ausweisung, der Schutz und die Finanzierung von Schutzgebieten, die Anpassung an den Klimawandel, die Bekämpfung der Entwaldung durch Vieh- Landwirtschaft und Infrastrukturprojekte - und die Planung und Durchführung von umweltpolitischen Kampagnen.

36 Kommentare

  1. Carmen
    24. November 2015
    Antworten

    Hallo,

    Wenn der Amazonas gerodet wird oder ausgeraubt wird durch seine Bodenschätze, sind nicht nur die Menschen und die Tiere dort in Gefahr, sondern die ganze Welt, weil das unser Klima drastisch verschlimmern könnte.

  2. Rameil Tatjana
    24. November 2015
    Antworten

    Wieder macht der Mensch durch seine Profit- Gier alles kaputt!!! Die armen Menschen die dort leben die können nicht einfach in den Flieger einsteigen und in ein anderes Land fliegen wie diese Hohen Herren !!! Das ist Ihr zu Hause!!! Und die vielen Tiere die wieder Elend sterben müssen !!! Sorry aber sowas KOTZT mich an !!! Ich hoffe das es Gerechtigkeit gibt und diese Geldgeier nicht Ihren Willen Durchsetzen können !!!

  3. Gerhard Meyer
    25. November 2015
    Antworten

    Der Amazonas ist ein Teil unserer Lunge

  4. Fonseca
    26. November 2015
    Antworten

    Nur ein Punkt. Amazonas Gebiet ist noch 2000 Km entfernt.
    Hier ist Brasiliens Südost. Atlantic Wald/ Cerrado .
    Geldgier macht das möglich. Die Jahrhundert ausbeutung der Lateinamerika. Es ist Zeit mit dem Menschen für den Menschen zu arbeiten.

    Ich komme aus der Region. Jetzt lebe ich un Deutschland. Man bekommt einen breiteren Sicht wenn man auswandert.

    Ich bin wütend und traurig zugleich.

  5. Mag. Tom Hoffmann
    26. November 2015
    Antworten

    Das sind die katastrophalen Auswirkungen globaler Entwicklung auf unserer Erde durch Menschenhand. Die Gesellschaft wird nicht besser. Während einige in der Gesellschaft darauf hinweisen, dass wir auf einen Kollaps zusteuern und grundlegende Veränderungen einfordern, um das Schlimmste zu verhindern, sind es die Eliten, die genau diese Veränderungen verhindern.Wenn man so durch unsere Supermärkte streift und dabei Emails auf dem Smartphone liest, vergisst man es leicht: Die Regenwälder sind abgeholzt, das Wasser vergiftet, die Meere leergefischt, die Böden ausgelaugt, die Ressourcen werden knapp, an der spanischen Küste baut man Zäune und Türme für Scharfschützen, um die verzweifelten Afrikaner daran zu hindern, Europa zu betreten. Wir leben längst in einer apokalyptischen Zeit. Als Teil der Elite sind wir aber womöglich ebenso blind gegenüber der nahenden Katastrophe, wie es die Römer und Maya vor uns waren. Wenn wir nicht aktiv handeln und zusehen, dann wird 2100 das Ende aller Ressourcen auf unserem Planeten bedeuten. Haltet es jetzt auf, unterstützt Organisationen wie „Occupy International“, „Change.org“, „PETA“. Unsere Zeit währt nicht ewig.

  6. dagmar kaufmann
    26. November 2015
    Antworten

    the Amazon must urgently become
    internarional territory
    and taken out of the controll
    of a stupid, greedy, uneducated
    country administration !

  7. Karin Verbeek
    26. November 2015
    Antworten

    Ich gehe davon aus das die schlechten Menschen am ende des tages in der Hölle schmoren werden und das die Natur siegt! Ich hoffe es inständig! Wo bleibt der nächste Meteoriteneinschlag? …dann wäre das Thema Menschheit ersteinmal erledigt….wäre ein Segen!

    • Tanja
      12. Mai 2016
      Antworten

      Das hast Du gut kommentiert und spiegelt meinen Wunsch wieder. Der Mensch muss endlich die Welt verlassen!

  8. Jutta
    26. November 2015
    Antworten

    Ich bin einfach nur noch traurig. Unsere Welt ist so schön, es gibt soviel Wunderbares und Schönes. Wir selbst sind auch solch ein Wunder, wie sonst könnten wir das wunderbare sonst erkennen? Und wir Menschen sind nicht in der Lage, uns so zu verhalten, dass wir das Wunderbare bewahren.
    Einzelne können einfach mächtig viel zerstören. Und auch ich als Einzelne trage meinen Teil dazu bei, einfach weil auch ich Teil des Systems bin, ich lebe darin. Es ist so verdammt schwer, mich nicht von dem Stürmen mitreißen zu lassen, nicht auch mein Herz zu verschließen. Mich nicht von der Kälte anstecken lassen.
    Mögen wir die Kraft haben, das wunderbare in ins zu bewahren und wahrzunehmen, so dass diese Kraft ausstrahlt, auch in jene Ecken unserer gemeinsamen Erde, die jetzt noch verhärtet und eingefroren sind.

  9. Ralf Trübenbach
    26. November 2015
    Antworten

    Diese Verbrecher von den Minen interessiert die Natur nicht und die Menschen die in ihr Leben,genauso wie die Artenvielfalt von Tieren.
    Es müßte die UN sich mit dran beteiligen.
    Betreiber von Minen müßten von einer Weltweiten Kremium von Spezialisten Untersucht werden,bevor sie eine Mine,Bergwerk eröffnen können.Jedes Land muss Unterschreiben und die UN,muss das durch drücken,für jedes Land bindend.Die UN muss in jedes Land uneingeschränkten Zutritt haben,ob die Auflagen für das Betreiben von Minen und Bergwerken auch eingehalten wird.Wird es nicht muss auch eine Stationierung von UN Truppen die Antwort darauf sein,das solche Verbrecher nicht machen können was sie wollen.

    • 26. November 2015
      Antworten

      Wir bitten zu beachten, dass wir Gewaltaufrufe hier nicht akzeptieren.

  10. Wilfried Hartmann
    26. November 2015
    Antworten

    Brasilien ist kein Entwicklungsland, reich an Bodenschätzen
    und jetzt auch Ölvorkommen. Die Krankheit dieses Landes
    ist unausrottbare Korruption in den Staatsorganen. Die
    Erträge fliessen ausschliesslich in die Taschen einer dünnen
    Oberschicht. So bleiben auch Hilfsgelder dort, wo bereits
    reichlich vorhanden ist.

  11. Maria Spranger
    26. November 2015
    Antworten

    Warum wird nicht Amazonas von Unesco zur Weltkulturerbe ausgezeichnet?
    Immerhin wohnen da Stämme, die eine einmalige Kultur haben und diese Kultur ist in Gefahr. So könnten wir vielleicht Amazonas noch retten…..

    • Brigitte Stock
      18. Dezember 2015
      Antworten

      sehr gut, das ist wohl die einzige Möglichkeit, denn ein Weltkulturerbe wird immer geschützt, aber leider gibt es isind viel zu viele korrupte und schlimme Menschen, die nur ihr eigenes Wohl und ihren eigenen Wohlstand, der ja nur kurzfristig ist, im Auge haben Ich würde gerne viel für den Amazonas spenden, aber ich befürchte, das Geld kommt wieder bei den Korrpten an.

  12. 26. November 2015
    Antworten

    Fast täglich gibt es Nachrichten die uns Anlass geben könnten zu hassen oder zu verzweifeln.
    Beides hilft weder den Menschen noch der Erde.
    Für mich persönlich wird es immer notwendiger und sicherlich ist es auch für das Leben insgesammt das Heilsamste, die buddhistische Mitgefühlspraxis zu üben.
    Dabei atmen wir im Einatmen allen Schmerz, alle Trauer. alle Wut, alle Verzweiflung in unser Herz, so gut wir das vermögen. Auch unser eigenes. Wir lassenunser Herz dabei weiter und weiter, stärker und stärker werden.Wir stellen uns vor, dass sich in unserem Herzen all das in Mitgefühl wandelt, das wir im Ausatmen in die Welt hinaus schicken. Für mich ist das eine sehr wirkungsvolle Technik negative Emotionen in etwas Heiung zu verwandeln. Ich wäre dankar und halte es für eine große transformatorische Kraft, wenn es viel Menschen tun würden.
    Von Herzen Ursula Mellert

  13. Emil Lauerwald
    26. November 2015
    Antworten

    hallo , ich bin erschüttert über die Ausmaße dieser Katastrophe. Diese Katastrophe ist hausgemacht! Die Betreiber der Mienen und nicht zuletzt die Bergbaukonzerne, welche mit Geld und Macht Entscheidungen durchsetzten zu noch höheren Abraum aus den Mienen haben für mich die größte Schuld. Ich glaube nicht, dass es hier mit Geldstrafen in Millionen oder wahrscheinlich in Milliarden Euro Höhe erledigt ist. Dies ist ein so großen Verbrechen, dass es vor dem Internationalen Gerichtshof gehört. Hoffentlich finden sich viele, sehr viele Menschen die sich zu einer solchen Klage bereit erklären. Diese Arroganz, sich über die Natur zu stellen, sie ist nicht nur dort zu sehen. Es geschieht auf der ganzen Erde, in sehr vielen Ländern. Die Schöpfung erhalten und die Natur zu unterstützen sollte für jeden das erste Ziel sein. Jedes Vergehen sollte international unter Anklage gestellt werden.

  14. 26. November 2015
    Antworten

    Die Idee mit dem Unesco-Weltkulturerbe find ich prima!
    Den Amazonas unter Schutz stellen – und damit allen Spekulationen ein Ende machen.

  15. 26. November 2015
    Antworten

    DAS RAUMSCHIFF ERDE WERDEN DIESE OLIGARCHEN NICHT VERLASSEN KÖNNEN. SICH VON GIER UND MACHT LEITEN ZU LASSEN, SEIN EIGENES HAUS UNBEWOHNBAR ZU MACHEN, GESCHIED NUR DURCH VERANTWORTUNGSLOSE MENSCHEN, WELCHE NICHT VERSTEHEN WOLLEN, DASS JEDE UNLAUTERE HANDLUNG IHRE EIGENE EXISTENZ WIDERLEGEN. DIE ERSTEN, DIE AN IHREN EIGENEN KONSTRUKTIONEN IN EINER REVOLUTION HÄNGEN WERDEN, SIND DIESE UNEINSICHTIGEN.
    DER LEIDENDE AM KREUZ WÜRDE SAGEN: “ DENN
    SIE WISSEN WAS SIE TUN“.

  16. pezzto@gmx.de
    26. November 2015
    Antworten

    Dieser Artikel ist erschütternd und herzerweichend, mir läuft es kalt den Rücken hinunter, wenn man die Bilder sieht und das verbundene Leid der Menschen und Tiere sofort fühlt.
    Umso trauriger und irreführend ist es für uns Verbraucher/Bürger und Menschen, die wirklich helfen wollen, zu unterscheiden und zu erkennen, wer wirklich aktiv und zum Schutz und Wohlwollen aller Betroffener handelt. So ist es doch gerade haarsträubend und unverantwortlich, die zu unterstützen, die hochgradig dazu beitragen, dass unsere Ressourcen verhökert und verscherbelt werden und durch ihr Betun auch erst können!, wie selbige Organisation(en), die aktiv an der Zerstörung unserer Erde und ihrem Lebensraum beteiligt ist.
    Amen.

  17. Michael
    26. November 2015
    Antworten

    Der Amazonas gehört der Welt! Wir müssen ihn vor jeglichen Angriffen schützen. Lasst ihn uns kaufen und eine Armee ausbilden, die jeglichen Angriff, sei es durch Holzfirmen, Öl- oder Goldgräber, irrsinnige Biospritexperten etc., wenn es sein muss, auch brutal abzuwehren in der Lage ist.
    Die UNO und die UNESCO sind in der Pflicht, Vorreiter für diese Idee zu sein!
    AMAZONAS IST WELTNATURERBE!!!!!

  18. Marianne Lenz
    26. November 2015
    Antworten

    die einzige Moeglichkeit dieses fuer die ganze Welt wichtige Gebiet zu retten ist das gesamte Amazonasgebiet sobald wie moeglich als Weltkulturerbe auszuweisen.

  19. Martha Lermer
    26. November 2015
    Antworten

    Es gibt viel zu tun,packen wir es an!
    Das gesamte Amazonas und Orinoco Gebiet muss Unesco Weltkulturerbe werden!
    Die am Umweltskandal beteiligten Firmen müssen für alle Menschen sichtbar und öffentlich an den Pranger gestellt werden und ihre Produkte kenntlich gemacht werden,damit es der Verantwortung des Einzelnen obliegt,ob er diese Unternehmen durch Kauf ihrer Produkte unterstützt.
    Die Hauptaktionäre der betroffenen Unternehmen müssen veröffentlicht werden.
    Kleinaktionäre sollen auf die Praktiken dieser Firmen durch individuellen,persönlichen Protest einwirken
    Unsere Regierungen müssen durch öffentlichen Druck gezwungen werden,gesetzliche Handhabe gegen diese Strauchritter der Umwelt bereit zu stellen.
    In unseren Schulen sollte ein Fach „Umwelt “ zum Pflichtfach gemacht werden.

  20. manfred beetz
    26. November 2015
    Antworten

    Ich finde, dass was hier geschieht kann kein System verantworten. Was ist aus uns Menschen geworden, die stets nur noch eines kennen, Geldgier und Macht – auch dieser Kapitalismus wird eines Tages sein Ende finden! In der Hoffnung recht bald, damit wir noch erleben können, dass die verantwortungslosen Menschen zur Rechenschaft gezogen werden.

  21. Hannelore
    26. November 2015
    Antworten

    Ich finde es großartig, dass sich Menschen melden, die mitfühlend und vernünftig sind, das Ungeheuerliche, was täglich auf der Erde und in den Ozeanen geschieht, benennen. Die Betroffenheit ist groß. Nun müssen wir aber handeln und initiativ sein. Lasst uns an die UN, an die
    Naturschutzorganisationen, an alle Regierenden wenden und auf die Straße gehen und zu Millionen dieses verhexte System angreifen. So kann es einfach nicht weitergehen.

  22. Thomas
    26. November 2015
    Antworten

    entmutigen diese Ereignisse eigentlich nicht? Ich bin den Menschen dankbar die sich hier beim WWF und in vergleichbaren Organisationen fuer die Umwelt einsetzen! Aber wie kommen wir wirklich zu einer besseren Welt? Angesichts der Entwicklungen in Europa muesste man meinen wir steuern eigentlich auf das Gegenteil zu! Was fuer Umweltschaeden richten Kriege an… ich glaube solange die Menscheit dieses System, den Imperialismus, nicht ueberwindet, ist noch kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen…

  23. Mag. Tom Hoffmann
    26. November 2015
    Antworten

    Wir müssen handeln, so wie Hannelore es hier im Blog
    im Sinne der Menschlichkeit und des Überlebens unserer
    Gesellschaft zu Bedenken gibt. Nur durch unsere Taten können wir bewusst Einfluss nehmen. Seid bereit um die Zukunft Eurer Kinder willen Eure Komfortzone einstweilen zu verlassen.

  24. Anna Großeholz
    27. November 2015
    Antworten

    Menschheit merkt Euch eines:

    Die einzigen Lebewesen,die sich NUR SO VIEL NEHMEN,
    WIE SIE BRAUCHEN sind und bleibt die Natur und die Tierwelt.
    Der einzige,der aus der Reihe tanzt ist und bleibt der Mensch,
    Der Mensch ist auch der einzige,der es ändern könnte-
    aber das tut er bewusst nicht weil er kein Interesse zeigt.
    Hier wird Geldgier und Macht zum wahren Gift.

    Und wenn es für den Regenwald zu spät ist,ist es auch zu spät um ihn doch zu Retten,es wird Zeit das die Menschen
    von der Erde verschwinden..

    wir tun der Welt nicht gut

    mit vielen Grüßen

  25. Gisela Richter
    27. November 2015
    Antworten

    Mir als alte UnRuheständlerin, die schon Vieles auf unserem so
    herrlichen Planeten mit erlebt / mit erlitten und seit Jahren als Umweltschützerin mit gekämpft hat, schmerzt diese Katastrophe unsäglich (obwohl es nicht die Erste ist) Wie können diese MachtMenschen nur so unsäglich dumm sein, sie wissen doch auch, dass man GELD nicht essen kann – ein tolles Zitat der Indianer. Dieser Raubtier-Kapitalismus vernichtet schier
    ALLES und ich habe keine Hoffnung mehr, dass WIR sog. GUT-Menschen ihn stoppen können.
    Ich möchte den tollen Menschen, die hier Kommentare geschrieben
    haben, sooo gerne Hoffnung machen, aber es gelingt mir nicht!
    Die Idee des WeltNatur-Erbes ist mehr als sinnvoll, aber leider von
    der sog. WeltElite nicht erwünscht!!!

  26. Urs Hirt
    29. November 2015
    Antworten

    Es ist bald ein Monat her, dass der Damm geborsten ist, und es scheint, dass die Regierung bis jetzt erstaunlicherweise ziemlich inaktiv geblieben ist. Millionenstrafen gegen das Bergbauunternehmen Samarco wurden zwar ausgesprochen, aber sonst schaut man etwas ratlos zu, wie sich die Brühe gegen das Meer hinbewegt. Die Präsidentin zieht es auch vor, nach Paris zum Klimagipfel zu reisen, anstatt das lokale Oekodesaster zu ihrer Chefsache zu machen. Das zeugt von wenig Sensibilität und viel Inkompetenz.

  27. Inge Rapp
    30. November 2015
    Antworten

    Diese unglaubliche Katastrophe wird in der Tagespresse kurz und knapp in einem einspaltigen Artikel erwähnt, in den Nachrichten zwei Sätze. Seit Monaten müllen uns die Medien mit dem „Flüchtlingsthema“ zu, seit 2 Wochen dasselbe mit dem Terroranschlag in Paris.
    Das, was hier passiert ist, ist Terror in der übelsten Form.
    Die brasilianische Regierung, die gerade mal in Erwägung zieht, den Minenbetreiber auf Schadenersatz zu verklagen und die Betreiberfirma müssen zur Rechenschaft gezogen werden.
    Dies ist keine brasilianische Angelegenheit, dies geht ALLE an:
    auch die Damen und Herren, die sich beim Klimagipfel
    gegenseitig die Verantwortung zuschieben.

  28. breuer
    30. November 2015
    Antworten

    warum bietet der wwf nicht mal unterschrifts petitionen an. spenden sind sicherlich sehr hilfreich aber bei dem wwf hat man den eindruck es geht nur ums geld und nur mit geld kann man etwas bewirken. dabei kann die öfentliche meinnung manchmal mehr erreichen.
    christian

  29. Verena
    30. November 2015
    Antworten

    Vor wenigen Jahren wurde Brasilien überall als DAS Wirtschaftswunder gerühmt. Schon damals habe ich in einem Leserkommentar auf die ständige Abholzung des Primärurwalds und den schlimmen Umgang mit der Natur und den indigenen Völkern hingewiesen.

    Die laufende Klimakonferenz in Paris verpestet ebenfalls die Luft, weil ja so viele Präsidenten und Minister hinfliegen müssen, und es können wiederum keine einschneidenden Resultate erwartet werden. Vielleicht ist nebenbei x-mas Shopping in Paris angesagt?

    WARUM VIEL REDEN, WENN SCHON LÄNGST ACTION ANGESAGT WÄRE? Wir sägen am eigenen Ast und die meisten merken es erst, wenn es zu spät ist. Welche alternative Wasserquelle bietet Roussef für den 600 km Flusslauf an?

  30. 3. Dezember 2015
    Antworten

    Es gibt Themen, die nicht in die Hand einzelner Staaten gehören, sondern die auf einem „Weltkongress“ entschieden werden sollten. Wenn Firmen so viel verseuchten Schlamm produzieren dürfen, dass bei Freisetzung riesige Flächen inkl. Flüssen oder gar das Meer verseucht werden können, dann erkennt man daran, dass im Kleinen über Themen entschieden werden durfte, deren Konsequenzen Weltbedeutung haben – das darf nicht passieren. Das darf nirgendwo auf der Welt passieren. Es gibt einen Klimagipfel, wo über Emmissionen diskutiert wird die das Weltklima beeinflussen. Sowas benötigen wir für alle Bereiche des Umweltschutzes. Die weitreichenden Konsequenzen dieser Katasrophe in Brasilien sind in einem Bereich schon mal bereits festgelegt: Trinkwasser aus der Gegend für die nächsten Generationen wird ein Problem. Wenn wir nicht bald verstehen, dass wir unsere Erde zusammen nutzen und somit auch zusammen Entscheidungen treffen müssen, dann vernichten wir sie schneller als es Lösungen gibt. Wir unterscheiden uns offensichtlich in einem Punkt deutlich von den restlichen Lebenwesen auf dieser Erde: Alle Lebewesen haben als oberste Priorität den Fortbestand der Art, wir offensichtlich nicht.

  31. Kevin
    3. Januar 2016
    Antworten

    Der Amazonas Regenwald ist die grüne Lunge der Erde ich finde es einfach gut das menschen die all diese Kommentare verfasst haben ein Herz für den wundervollen Regenwald haben der uns am Leben hält. Ich finde es einfach nicht gut, dass es manchen Menschen nur immer um Geld machen geht und ihre Habgier unseren wundervollen Planeten ausbeutet, das ist einfach nicht richtig!!! Ich hoffe, dass der wwf und andere Hilfsorganisationen weiterhin von uns unterstützt werden. Weiter so Leute, helft dem amazonas und unserem planeten, ich werde mit meinen spenden weiterhin helfen und den wwf unterstützen. Wir müssen unserem planeten helfen! Danke an alle die helfen!

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