Nor­ma­ler­wei­se sit­ze ich im Büro und beschäf­ti­ge mich mit eher tro­cke­nen Din­gen wie För­der­mit­tel­an­trä­gen oder Schutz­kon­zep­ten. Doch hin und wie­der darf ich auf Expe­di­ti­on gehen, was für mich als lei­den­schaft­li­chen Bio­lo­gen immer wie­der ein High­light ist. Im April war es wie­der so weit: Gemein­sam mit mei­nen zwei Kol­le­gin­nen Anne und Gesa reis­te ich nach Boli­vi­en, um bis­her unbe­kann­te Tier- und Pflan­zen­ar­ten zu ent­de­cken, in Fach­krei­sen auch als Bio­di­ver­si­täts­stu­di­en oder auch Rapid Assess­ment bezeich­net. Unser Ziel: eine der größ­ten Über­schwem­mungs­sa­van­nen der Welt — die Llanu­ras de Beni.

Denn sel­te­ne Tier- oder Pflan­zen­ar­ten gel­ten als das bes­te Argu­ment für einen dau­er­haf­ten Schutz eines Gebie­tes. Doch eine Expe­di­ti­on nach Boli­vi­en ist kein Zucker­schle­cken. Die Arbeit im Feld ist nicht nur unheim­lich anstren­gend, son­dern auch tat­säch­lich gefähr­lich. Für den Fall, dass ihr auch ein­mal drei Wochen in die boli­via­ni­sche Pam­pa geschickt wer­det, habe ich über­le­bens­wich­ti­ge Tipps für euch zusam­men­ge­tra­gen.

1. Lass dir Schwimm­häu­te wach­sen

Bei einer Rei­se in ein boli­via­ni­sches Süß­was­ser­schutz­ge­biet wirst du frü­her oder spä­ter nass wer­den. Garan­tiert! Wenn es aus­nahms­wei­se mal nicht in Strö­men reg­net, wirst du bis zur Brust durch Mat­sch­was­ser waten. Ich garan­tie­re dir, dass kein Zen­ti­me­ter dei­nes Kör­pers tro­cken blei­ben wird. Dei­ne Gum­mi­stie­fel kannst du gleich zu Hau­se las­sen, sie wer­den dir eh nichts nüt­zen.

2. Fas­se nie­mals einen Frosch an!

In der boli­via­ni­schen Pam­pa lau­ert aller­hand gefähr­li­ches Getier. Vie­le Frö­sche haben im Lau­fe der Evo­lu­ti­on gelernt, sich vor Fress­fein­den und Para­si­ten zu schüt­zen, indem sie sehr gif­ti­gen Schleim pro­du­zie­ren. Wenn man sich nicht sicher ist, mit wel­chem Frosch man es zu tun hat, soll­te man die Fin­ger von ihm las­sen (gilt übri­gens auch für alle ande­ren Tie­re). Und wenn man weiß, dass ein Frosch gif­tig ist, soll­te man nicht die Augen, Nase oder sonst etwas anfas­sen, nach­dem man jenen Frosch berührt hat. Klingt sim­pel, funk­tio­niert aber nicht immer. Was pas­sier­te, als ich mir das Gift eines Trachy­ce­pha­lus ven­u­lo­sus in die Augen rieb, seht ihr in die­sem Video.

3. Ver­giss alles, was du jemals über Mode gelernt hast!

Mos­ki­to-Mode in Boli­vi­en © Gesa Koch-Weser / WWF Deutsch­land

Mos­ki­tos inter­es­siert es nicht, ob du einen Hugo Boss Anzug, ein Guc­ci-Kleid­chen oder eine Pra­da-Tasche trägst. Sie inter­es­siert es nur, ob es ein Fit­zel­chen freie Haut an dei­nem Kör­per gibt, was sie dir in Win­des­ei­le zer­ste­chen kön­nen. Daher: Ver­giss dei­nen Style, nur so behältst du dei­ne Wür­de! Stech­si­che­re Out­door-Hose, hoch­ge­schlos­se­ne Hem­den und Mos­ki­to-Hau­ben – anders geht es nicht. Und mei­ne Kol­le­gin Anne beweist, dass man auch so noch echt stil­voll unter­wegs sein kann. Oder?

4. Tra­ge immer die Num­mer dei­nes The­ra­peu­ten bei dir!

Dein The­ra­peut ist wahr­schein­lich der ein­zi­ge, der dir wirk­lich hel­fen könn­te, wenn du nachts durch den Wald irrst. Lei­der wird er es nicht tun, denn du wirst ihn nicht errei­chen. Es gibt näm­lich kein Han­dy­netz. Im Ernst: Die Arbeit besteht zum Groß­teil dar­in, nachts im Matsch zu ste­hen und nach Frö­schen zu suchen. Ich lie­be die Nacht, die so vie­le Rei­ze schluckt und mei­ne Sin­ne fürs Wesent­li­che schärft. Aber die Welt, die sich mir im Licht­ke­gel mei­ner Stirn­lam­pe eröff­net, ist auch sehr gru­se­lig. Plötz­lich sehe ich über­all rie­si­ge, haa­ri­ge Spin­nen, ver­stei­ner­te Libel­len und Got­tes­an­be­te­rin­nen, die gera­de die Häup­ter ihrer Män­ner ver­spei­sen. Die Erfah­rung ist ein­ma­lig und beein­dru­ckend, aber nichts für schwa­che Ner­ven.

5. Gewöhn dich dar­an, dich von Krü­meln zu ernäh­ren!

Mei­ne Frau sagt immer, eine drei­wö­chi­ge Expe­di­ti­on sei die effek­tivs­te Diät. Zwar gibt es fan­tas­tisch schme­cken­de Grape­fruits frisch vom Baum, das war’s aber auch schon. Ansons­ten ernäh­re ich mich im Feld viel von einer Mischung aus gemah­le­nem Mani­ok und Tro­cken­fleisch. Nicht direkt vom 5‑S­ter­ne-Koch per­sön­lich zube­rei­tet, aber durch­aus genieß­bar, wenn es das ein­zi­ge ist, was es gibt. Mein Cre­do: In har­ten Zei­ten kön­nen dir Brö­sel mit Geschmack das Leben ret­ten.

6. Ach­te stets auf dei­nen Tritt! Es könn­te dein letz­ter sein.

Im Feld gel­ten alle Regeln, die man im nor­ma­len Leben auch  beach­ten soll­te. Eini­ge Regeln gel­ten hier aller­dings beson­ders, weil es sonst sehr gefähr­lich wer­den kann. In Ber­lin soll­test du dar­auf ach­ten, wo du hin­trittst, weil du sonst einen rie­sen­gro­ßen Hun­de­hau­fen an der Schuh­soh­le kle­ben hast. In Boli­vi­en soll­test du auf dei­nen Tritt ach­ten, weil du sonst direkt in das Maul eines schla­fen­den Kro­ko­dils steigst. Kein Witz, die­se Din­ge pas­sie­ren! Dies­mal bin ich gera­de noch davon­ge­kom­men.

7. Tra­ge immer ein Anti-Schlan­gen-Gift bei dir! Du wirst es brau­chen kön­nen.

Neben rie­si­gen Ana­kon­das und Boa (bei­de zwar groß, aber rela­tiv harm­los) gibt es in Boli­vi­en auch töd­lich gif­ti­ge Schlan­gen, wie zum Bei­spiel Koral­len­schlan­gen und Vipern. Wäh­rend Koral­len­schlan­gen sehr scheu sind, kön­nen Vipern mit­un­ter aggres­siv wer­den und über­ra­schend angrei­fen. Und weil man sowie­so nie weiß, was pas­siert: Packe immer, aber auch wirk­lich immer ein poly­va­len­tes Anti-Schlan­gen-Serum ein! Und was ihr auf kei­nen Fall machen soll­tet, wenn ihr eine gif­ti­ge Schlan­ge trefft, seht ihr hier im Video.

8. Geh nie­mals nackt baden!

Dirk badet sich in Bolivien @ Gesa Koch-Weser / WWF Deutschland
Dirk badet sich in Boli­vi­en @ Gesa Koch-Weser / WWF Deutsch­land

Auf einer Expe­di­ti­on gibt es kein Schaum­bad und auch kei­ne hei­ße Dusche. Wenn man Glück hat, ist ein Fluss in der Nähe, in dem man sich ab und zu den gröbs­ten Schmutz vom Kör­per waschen kann. Aber Vor­sicht: Nackt baden ist kei­ne gute Idee, und ins Was­ser pin­keln erst recht nicht. Der auch als Penis­fisch bekann­te Harn­röh­ren­wels wird näm­lich von Harn­stoff ange­zo­gen und kann in mensch­li­che Harn­röh­ren ein­drin­gen. Raus kommt er dann nur noch durch eine OP. Also lie­ber: Bade­ho­se anlas­sen. Und damit die Piran­has nicht zuschnap­pen: Nicht so viel plan­schen!

9. Egal was pas­siert: Ver­lier nie­mals dei­ne Mis­si­on aus den Augen!

Selbst im Nir­gend­wo gibt es Ablen­kun­gen: Nicker­chen machen, Grape­fruits essen, Schnit­zen, Unter­ho­sen waschen oder mal wie­der die Schu­he put­zen. Doch ich war ja nicht ohne Grund auf der Expe­di­ti­on. Ich woll­te neue Frosch- oder Schlan­gen­ar­ten ent­de­cken, um den Schutz die­ses wert­vol­len Gebie­tes im Ama­zo­nas­be­cken lang­fris­tig sicher­zu­stel­len. Dazu muss­te ich jede Nacht 4–8 Stun­den (zusätz­lich zu den 8 Stun­den tags­über!) durch über­schwemm­te Wie­sen waten oder mich durch das Dickicht feuch­ter Wäl­der kämp­fen. Selbst wenn der Magen knurrt, die Füße bren­nen und dein gan­zer zer­schun­de­ner und zer­sto­che­ner Kör­per schmerzt: Dei­ne Mis­si­on kannst nur du erfül­len und Auf­ge­ben ist kei­ne Opti­on!

10. Genie­ße!

Überschwemmungssavanne in Bolivien @ Gesa Koch-Weser / WWF Deutschland
Über­schwem­mungs­sa­van­ne in Boli­vi­en @ Gesa Koch-Weser / WWF Deutsch­land

Bei all den Gefah­ren, alle dem Schmerz und all den Wid­rig­kei­ten, ver­giss nie­mals das Wich­tigs­te: Genie­ße! Es gibt die­se Orte, an denen du spürst, wie leben­dig und gesund Natur sein kann und wie bedeut­sam sie für uns alle ist. Es stellt sich dann nicht mehr die Fra­ge, ob Natur­schutz­ar­beit sinn­voll ist oder ob wir die Natur über­haupt schüt­zen soll­ten – es wird ein­fach spür­bar, dass wir alles tun müs­sen, um uns für den Erhalt die­ser beson­de­ren Öko­sys­te­me ein­zu­set­zen. Für mich waren die Über­schwem­mungs­sa­van­nen von Boli­vi­en so ein Ort. Für ihren Schutz wür­de ich jeder­zeit wie­der näch­te­lang im Matsch ste­hen. Und du?

 

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15 Kommentare

  1. Avatar
    Manuela Willms
    19. August 2017
    Antworten

    Ver­ehr­ter Hr. Embert
    Mei­ne gro­ße Bewun­de­rung gilt Ihnen und ihrem Ein­satz
    Im Ama­zo­nas. Sehr inter­es­san­te Repor­ta­gen. Alles Gute und
    Dan­ke Manue­la Will­ms

    • Avatar
      21. August 2017
      Antworten

      Lie­be Frau Will­ms,
      vie­len Dank für Ihren net­ten Kom­men­tar. Es freut mich, dass Ihnen unse­re Arbeit gefällt.

  2. Avatar
    Horst Stöllger
    19. August 2017
    Antworten

    Wer ver­liert hier eigent­lich sei­ne Mis­si­on aus den Augen ?
    Durch näch­te­lan­ges im Matsch ste­hen wird kein ein­zi­ges Öko­sys­tem geschützt.

    Mit solch alber­nen Rat­schlä­gen wer­den ganz im Gegen­teil eini­ge Zeit­ge­nos­sen erst zu scha­den­an­rich­ten­den Aben­teu­ern ani­miert.

    Lei­der gibt es genü­gend Papp­na­sen, deren Rei­se­zie­le nicht außer­ge­wöhn­lich genug sein kön­nen – und die mit jedem unnö­tig zurück­ge­leg­tem Flug­ki­lo­me­ter oder ähn­lich ver­ant­wor­tungs­lo­sem Ver­hal­ten – genau das zer­stö­ren, was eigent­lich erhal­tens­wert ist.

    Zwar ganz und gar nicht spek­ta­ku­lär, medi­en­wirk­sam oder sonst wie hip oder krass, habe ich bereits an mei­nem Wohn­ort und Umfeld unzäh­li­ge Mög­lich­kei­ten mich ver­ant­wor­tungs­voll zu ver­hal­ten – Expe­di­ti­ons­tips für Boli­vi­en sind da völ­lig über­flüs­sig.

    Ich keh­re erst­mal vor der eige­nen Tür. Und du ?

    • Avatar
      21. August 2017
      Antworten

      Es freut mich zu hören, dass Sie sich anschei­nend für den Umwelt­schutz enga­gie­ren. Ich per­sön­lich enga­gie­ren mich seit über 20 Jah­ren inten­siv für den Umwelt­schutz — beruf­lich und pri­vat. Ich habe bei­spiels­wei­se ins­ge­samt elf Jah­re in Boli­vi­en für den Umwelt­schutz gear­bei­tet, habe gehol­fen vie­le Mil­lio­nen Hekt­ar neue Schutz­ge­bie­te und Indi­ge­ne Ter­ri­to­ri­en aus­zu­wei­sen, mit mei­ner Arbeit zu einer bes­se­ren Umwelt­ge­setz­ge­bung in ver­schie­de­nen Län­dern bei­getra­gen und Indi­ge­nen Völ­kern zu nach­hal­ti­gen res­sour­cen­scho­nen­den Ein­kom­men ver­hol­fen. Dazu habe ich es unter ande­rem auf mich genom­men jah­re­lang von mei­ner Fami­lie getrennt zu sein.
      Durch die­se Expe­di­ti­on haben wir die wis­sen­schaft­li­chen Daten gelie­fert, um ein sie­ben Mil­lio­nen Hekt­ar gro­ßes Süß­was­ser­schutz­ge­biet aus­zu­wei­sen. Die­ses natür­lich nicht ganz ernst gemein­te Video ist ein Neben­pro­dukt die­ser Arbeit. Glau­ben Sie denn nicht, dass die­se sie­ben Mil­lio­nen Hekt­ar Regen­wald aus­rei­chen­den Grund für sol­che Expe­di­tio­nen sind?

  3. Avatar
    Regina Bröse
    20. August 2017
    Antworten

    .… nett geschrie­be­ner, inter­es­san­ter Bericht einer Expe­di­ti­on. Vie­len Dank.
    Aber war­um muss­te man denn die Viper töten ???? Die leb­te in ihrem Habi­tat — Men­schen braucht
    die Natur dort eher nicht. Hät­te man sie nicht an ande­rem Ort wie­der frei las­sen kön­nen, oder nach Abrei­se
    der Grup­pe ?
    Mit bes­ten Grü­ßen aus dem (fast) schlan­gen­lo­sen Kiel
    Regi­na Brö­se

    • Avatar
      Inge
      20. August 2017
      Antworten

      Ich schlie­ße mich voll und ganz der Mei­nung von Regi­na an. Das hät­te ich einem WWF-Mit­ar­bei­ter nicht zuge­traut — sor­ry. Auch von den Rat­schlä­gen für die­se Art Aben­teu­er­rei­se hal­te ich nichts, sie soll­te tun­lichst Wis­sen­schaft­lern vobe­hal­ten blei­ben. Laßt die Tou­ris­ten und Möch­te­gern-Aben­teu­rer raus aus der Wild­nis !!!

    • Avatar
      21. August 2017
      Antworten

      Lie­be Frau Brö­se,
      Dan­ke für Ihren Kom­men­tar. Die Schlan­ge haben wir tot am Strand gefun­den. Meis­tens töten die Ein­hei­mi­schen Schlan­gen, weil sie nicht Wis­sen, ob die­se gif­tig sind und die Tie­re nicht in der Nähe ihrer spie­len­den Kin­der wis­sen möch­ten. Teil unse­rer Arbeit ist auch die Auf­klä­rungs­ar­beit mit der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung, um sol­che Din­ge zu ver­mei­den.
      Aller­dings müs­sen wir auch bei der wis­sen­schaft­li­chen Arbeit ab und zu Tie­re opfern. Ein ein­zel­ner Frosch, wel­cher sich bei genaue­ren Unter­su­chun­gen im Muse­um als neue oder sel­te­ne Art her­aus­stellt (und das ist fast nur im Muse­um mög­lich), könn­te dazu bei­tra­gen, dass ein rie­si­ges Gebiet geschützt wird. In die­sem rie­si­gen Gebiet leben Bil­lio­nen von Tie­ren, wel­che ohne die­se For­schungs­ar­beit unter Umstän­den Opfer von Rodung, Berg­bau oder sons­ti­ger Umwelt­zer­stö­rung wer­den könn­ten. In die­sem kon­kre­ten Fall geht es um den Schutz von sie­ben Mil­lio­nen Hekt­ar (das ent­spricht etwa acht Mil­lio­nen Fuß­ball­fel­dern). Sie kön­nen sich also vor­stel­len, wie vie­le Tie­re poten­zi­ell ster­ben könn­ten, wenn wir nichts unter­neh­men.
      Auch einem Wis­sen­schaft­ler wie mir fällt es nie leicht ein Tier zu opfern, des­halb ver­su­che ich auch dies auf ein Mini­mum zu redu­zie­ren und lebe übri­gens auch größ­ten­teils vege­ta­risch.
      Bes­te Grü­ße, Dirk

  4. Avatar
    21. August 2017
    Antworten

    Vie­len Dank für die 10 Tipps 🙂
    Soll­te ich in der nächs­ten Zeit nach Boli­vi­en rei­sen, wer­de ich die Tipps auf alle Fäl­le befol­gen :))

    Lie­be Grü­ße

    Lisa

  5. Avatar
    Anna
    21. August 2017
    Antworten

    Hal­lo Herr Embert,
    ein schö­ner Bei­trag.

    Sol­che expe­di­tio­nen sind teil­wei­se die Art von Arbeit von der ich hof­fe dass ich sie spä­ter machen kann. Ande­rer­seits hät­te ich Angst zu ster­ben, an einem gif­ti­gen Tier oder einer Infek­ti­on. Dan­ke dass sie sich so für die Natur ein­set­zen.

    Ich wun­de­re mich bei so lei­den­schaft­li­chen Tier- und/oder Umwelt­schüt­zern immer ein biss­chen über den Fleisch­kon­sum… ein The­ma des­sen sich Umwelt­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen offen­bar nicht ger­ne anneh­men, aber das ist ein ande­res The­ma. Wie ich mich selbst dort in der Wild­nis ver­hal­ten wür­de wenn es das ein­zig ess­ba­re wäre muss ich ver­mut­lich in der Pra­xis raus­fin­den.

    Was mich aber tat­säch­lich sehr stört ist die Reak­ti­on ihrer Kol­le­gin auf die Schlan­ge. Ich dach­te erst sie wür­de noch leben (wegen des Kie­fer­grif­fes). Klar, eini­ge Men­schen fin­den Schlan­gen oder ande­re Rep­ti­li­en oder Amphi­bi­en eklig, aber abge­se­hen davon dass ich dafür gene­rell nur begrenz­tes Ver­ständ­nis habe, hät­te ich die­se Reak­ti­on nicht bei einer WWF Mit­ar­bei­te­rin erwar­tet die eine Expe­di­ti­on ins Boli­via­ni­sche Moor macht. Da ist wohl noch eini­ges an Auf­klä­rungs­ar­beit gefragt um den schlech­ten Ruf die­ser Taxa los­zu­wer­den.

    Gute Erho­lung nach der anstren­gen­den Rei­se!

    Lie­be Grü­ße, Anna

    • Avatar
      Lotte
      4. Januar 2018
      Antworten

      Ich tei­le Ihre Mei­nung. Von einer erwach­se­nen Frau die solch eine Expe­di­ti­on beglei­tet, hät­te man ande­re Wor­te erwar­tet. Klar — Schlan­gen sind defi­ni­tiv nicht die Lieb­lings­tie­re der meis­ten Men­schen (mich ein­ge­schlos­sen) und sie kön­nen in sel­te­nen Fäl­len töd­lich sein. Aber nicht Ekel ist hier ange­bracht, son­dern Respekt gegen­über einer Spe­zi­es, die nicht aus Bös­wil­lig­keit beißt.

  6. Avatar
    Gertraud Pickel
    23. August 2017
    Antworten

    Die­ser Bericht und vie­le ähn­li­che sind unge­mein span­nend — nur die Über­tra­gung von gespro­che­nem Wort auf Schrift ist gru­se­lig, oder, wie man es sehen will, zum Kichern. Dem Ver­ständ­nis hilft das bestimmt nicht, es lenkt bloß ab.
    Tan­ke vier das Lasern von mei­nem Gemo­ser!
    Kri­ti­sche, aber kon­struk­tiv gemein­te Grü­ße, Ger­traud

    • Avatar
      Dirk Embert
      24. August 2017
      Antworten

      Hal­lo Frau Pickel,

      sie mei­nen wahr­schein­lich den Tipp 6 mit den Unter­ti­teln? Lei­der ist in dem Moment mein Mikro­fon am Kra­gen aus­ge­gan­gen und somit gibt es zu der Sze­ne kei­nen Ori­gi­nal­ton. Des­halb die ablen­ken­den Unter­ti­tel. Dan­ke jeden­falls für die kon­struk­ti­ve Kri­tik wel­che immer Will­kom­men ist.

      Lie­be Grü­ße,
      Dirk Embert

      • Avatar
        Gertraud Pickel
        27. August 2017
        Antworten

        Nein, lei­der ist das der ein­zi­ge Tipp, bei dem die Unter­zei­len stim­men. Kud­del­mud­del gibt es bei allen ande­ren, als Ergän­zung zum Ton… aber das Aller­wich­tigs­te ist das nun wirk­lich nicht.

        Schö­ne Grü­ße, Ger­traud Pickel

  7. Avatar
    Jutta Gerhardt
    29. August 2017
    Antworten

    Hal­lo Herr Embert,
    vie­len Dank für die erfri­schen­de Art, Ein­blick in Ihre Arbeit zu gewäh­ren!
    Ich unter­stüt­ze den WWF seit min­des­tens 20 Jah­ren und fra­ge mich gele­gent­lich, wie die genaue Vor­ge­hens­wei­se, vor all­lem vor Ort, wohl sein wird…
    Ihre “Tips” & auch die sorg­sam ver­fass­ten obi­gen Ant­wor­ten fin­de ich sehr auf­schluss­reich.

    Vie­len Dank dafür, ich wün­sche Ihnen wei­ter­hin Enthu­si­as­mus und Freu­de bei Ihren Expe­di­tio­nen und vor allem auch eine robus­te Gesund­heit.

    Lie­be Grü­ße,
    Jut­ta Ger­hardt

  8. Avatar
    Swen
    10. Mai 2019
    Antworten

    hal­lo,
    ein tipp ist aber falsch, der mit den mos­qui­tos, denn in der regi­on gran cha­co gibt es mons­ter-mos­qui­tos, die ste­chen selbst durch mil­tär­klei­dung ohne pro­ble­me..
    die kön­nen auch nicht lesen, denn jedes insek­ten­ab­wehr­mit­tel ist denen egal, hat­te 4 aus­pro­biert.
    ein indio gab mir den tip mich mit die­sel ein­zu­rei­ben, das hat den effekt, dass man 10km gegen den wind stinkt, ist den vie­chern aber auch egal.

    aber was wol­len sie in die­sem feucht­ge­biet schüt­zen??
    unge­eig­net zur rin­der­zucht, unge­eig­net zum coca-anbau, also wür­de kein boli­via­ner auf die idee kom­men dort irgend­et­was zu machen..

    da gibt es ganz ande­re sachen die schüt­zens­wert sind, die mit­ler­wei­le auch natio­nal­parks wur­den, aber mit rie­si­gen coca­plan­ta­gen über­seht sind, denn was ist natur­schutz???
    es gibt jaguar­fell ‑hüte, ‑gerld­bör­sen und ‑gür­tel an jeder stras­sen­ecke zu kau­fen.

    und bei vie­chern die aus­ge­rot­tet gehö­ren, dürf­te an obers­ter stel­le die vom men­schen gemach­te kil­ler­bie­ne ste­hen!!! aber sowas küm­mert hier auch kei­nen.
    ich sel­ber habe erst vor ein paar wochen ein mäd­chen vor einer atta­cke geret­tet, sie hat­te glück, dass ich sie gefun­den habe und mit was­ser und insek­ten­gift die vie­cher abtö­ten konn­te.
    ich habe ihr mehr als 300 sta­cheln aus­ge­zo­gen, und sie lang dann 2 tage auf der inten­siv­sta­ti­on im kran­ken­haus.. wür­de sagen glück gehabt.

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