Nor­ma­ler­wei­se sit­ze ich im Büro und beschäf­ti­ge mich mit eher tro­cke­nen Din­gen wie För­der­mit­tel­an­trä­gen oder Schutz­kon­zep­ten. Doch hin und wie­der darf ich auf Expe­di­ti­on gehen, was für mich als lei­den­schaft­li­chen Bio­lo­gen immer wie­der ein High­light ist. Im April war es wie­der so weit: Gemein­sam mit mei­nen zwei Kol­le­gin­nen Anne und Gesa reis­te ich nach Boli­vi­en, um bis­her unbe­kann­te Tier- und Pflan­zen­ar­ten zu ent­de­cken, in Fach­krei­sen auch als Bio­di­ver­si­täts­stu­di­en oder auch Rapid Assess­ment bezeich­net. Unser Ziel: eine der größ­ten Über­schwem­mungs­sa­van­nen der Welt — die Llanu­ras de Beni.

Denn sel­te­ne Tier- oder Pflan­zen­ar­ten gel­ten als das bes­te Argu­ment für einen dau­er­haf­ten Schutz eines Gebie­tes. Doch eine Expe­di­ti­on nach Boli­vi­en ist kein Zucker­schle­cken. Die Arbeit im Feld ist nicht nur unheim­lich anstren­gend, son­dern auch tat­säch­lich gefähr­lich. Für den Fall, dass ihr auch ein­mal drei Wochen in die boli­via­ni­sche Pam­pa geschickt wer­det, habe ich über­le­bens­wich­ti­ge Tipps für euch zusam­men­ge­tra­gen.

1. Lass dir Schwimm­häu­te wach­sen

Bei einer Rei­se in ein boli­via­ni­sches Süß­was­ser­schutz­ge­biet wirst du frü­her oder spä­ter nass wer­den. Garan­tiert! Wenn es aus­nahms­wei­se mal nicht in Strö­men reg­net, wirst du bis zur Brust durch Mat­sch­was­ser waten. Ich garan­tie­re dir, dass kein Zen­ti­me­ter dei­nes Kör­pers tro­cken blei­ben wird. Dei­ne Gum­mi­stie­fel kannst du gleich zu Hau­se las­sen, sie wer­den dir eh nichts nüt­zen.

2. Fas­se nie­mals einen Frosch an!

In der boli­via­ni­schen Pam­pa lau­ert aller­hand gefähr­li­ches Getier. Vie­le Frö­sche haben im Lau­fe der Evo­lu­ti­on gelernt, sich vor Fress­fein­den und Para­si­ten zu schüt­zen, indem sie sehr gif­ti­gen Schleim pro­du­zie­ren. Wenn man sich nicht sicher ist, mit wel­chem Frosch man es zu tun hat, soll­te man die Fin­ger von ihm las­sen (gilt übri­gens auch für alle ande­ren Tie­re). Und wenn man weiß, dass ein Frosch gif­tig ist, soll­te man nicht die Augen, Nase oder sonst etwas anfas­sen, nach­dem man jenen Frosch berührt hat. Klingt sim­pel, funk­tio­niert aber nicht immer. Was pas­sier­te, als ich mir das Gift eines Trachy­ce­pha­lus ven­u­lo­sus in die Augen rieb, seht ihr in die­sem Video.

3. Ver­giss alles, was du jemals über Mode gelernt hast!

Mos­ki­to-Mode in Boli­vi­en © Gesa Koch-Weser / WWF Deutsch­land

Mos­ki­tos inter­es­siert es nicht, ob du einen Hugo Boss Anzug, ein Guc­ci-Kleid­chen oder eine Pra­da-Tasche trägst. Sie inter­es­siert es nur, ob es ein Fit­zel­chen freie Haut an dei­nem Kör­per gibt, was sie dir in Win­des­ei­le zer­ste­chen kön­nen. Daher: Ver­giss dei­nen Style, nur so behältst du dei­ne Wür­de! Stech­si­che­re Out­door-Hose, hoch­ge­schlos­se­ne Hem­den und Mos­ki­to-Hau­ben – anders geht es nicht. Und mei­ne Kol­le­gin Anne beweist, dass man auch so noch echt stil­voll unter­wegs sein kann. Oder?

4. Tra­ge immer die Num­mer dei­nes The­ra­peu­ten bei dir!

Dein The­ra­peut ist wahr­schein­lich der ein­zi­ge, der dir wirk­lich hel­fen könn­te, wenn du nachts durch den Wald irrst. Lei­der wird er es nicht tun, denn du wirst ihn nicht errei­chen. Es gibt näm­lich kein Han­dy­netz. Im Ernst: Die Arbeit besteht zum Groß­teil dar­in, nachts im Matsch zu ste­hen und nach Frö­schen zu suchen. Ich lie­be die Nacht, die so vie­le Rei­ze schluckt und mei­ne Sin­ne fürs Wesent­li­che schärft. Aber die Welt, die sich mir im Licht­ke­gel mei­ner Stirn­lam­pe eröff­net, ist auch sehr gru­se­lig. Plötz­lich sehe ich über­all rie­si­ge, haa­ri­ge Spin­nen, ver­stei­ner­te Libel­len und Got­tes­an­be­te­rin­nen, die gera­de die Häup­ter ihrer Män­ner ver­spei­sen. Die Erfah­rung ist ein­ma­lig und beein­dru­ckend, aber nichts für schwa­che Ner­ven.

5. Gewöhn dich dar­an, dich von Krü­meln zu ernäh­ren!

Mei­ne Frau sagt immer, eine drei­wö­chi­ge Expe­di­ti­on sei die effek­tivs­te Diät. Zwar gibt es fan­tas­tisch schme­cken­de Grape­fruits frisch vom Baum, das war’s aber auch schon. Ansons­ten ernäh­re ich mich im Feld viel von einer Mischung aus gemah­le­nem Mani­ok und Tro­cken­fleisch. Nicht direkt vom 5‑S­ter­ne-Koch per­sön­lich zube­rei­tet, aber durch­aus genieß­bar, wenn es das ein­zi­ge ist, was es gibt. Mein Cre­do: In har­ten Zei­ten kön­nen dir Brö­sel mit Geschmack das Leben ret­ten.

6. Ach­te stets auf dei­nen Tritt! Es könn­te dein letz­ter sein.

Im Feld gel­ten alle Regeln, die man im nor­ma­len Leben auch  beach­ten soll­te. Eini­ge Regeln gel­ten hier aller­dings beson­ders, weil es sonst sehr gefähr­lich wer­den kann. In Ber­lin soll­test du dar­auf ach­ten, wo du hin­trittst, weil du sonst einen rie­sen­gro­ßen Hun­de­hau­fen an der Schuh­soh­le kle­ben hast. In Boli­vi­en soll­test du auf dei­nen Tritt ach­ten, weil du sonst direkt in das Maul eines schla­fen­den Kro­ko­dils steigst. Kein Witz, die­se Din­ge pas­sie­ren! Dies­mal bin ich gera­de noch davon­ge­kom­men.

7. Tra­ge immer ein Anti-Schlan­gen-Gift bei dir! Du wirst es brau­chen kön­nen.

Neben rie­si­gen Ana­kon­das und Boa (bei­de zwar groß, aber rela­tiv harm­los) gibt es in Boli­vi­en auch töd­lich gif­ti­ge Schlan­gen, wie zum Bei­spiel Koral­len­schlan­gen und Vipern. Wäh­rend Koral­len­schlan­gen sehr scheu sind, kön­nen Vipern mit­un­ter aggres­siv wer­den und über­ra­schend angrei­fen. Und weil man sowie­so nie weiß, was pas­siert: Packe immer, aber auch wirk­lich immer ein poly­va­len­tes Anti-Schlan­gen-Serum ein! Und was ihr auf kei­nen Fall machen soll­tet, wenn ihr eine gif­ti­ge Schlan­ge trefft, seht ihr hier im Video.

8. Geh nie­mals nackt baden!

Dirk badet sich in Bolivien @ Gesa Koch-Weser / WWF Deutschland
Dirk badet sich in Boli­vi­en @ Gesa Koch-Weser / WWF Deutsch­land

Auf einer Expe­di­ti­on gibt es kein Schaum­bad und auch kei­ne hei­ße Dusche. Wenn man Glück hat, ist ein Fluss in der Nähe, in dem man sich ab und zu den gröbs­ten Schmutz vom Kör­per waschen kann. Aber Vor­sicht: Nackt baden ist kei­ne gute Idee, und ins Was­ser pin­keln erst recht nicht. Der auch als Penis­fisch bekann­te Harn­röh­ren­wels wird näm­lich von Harn­stoff ange­zo­gen und kann in mensch­li­che Harn­röh­ren ein­drin­gen. Raus kommt er dann nur noch durch eine OP. Also lie­ber: Bade­ho­se anlas­sen. Und damit die Piran­has nicht zuschnap­pen: Nicht so viel plan­schen!

9. Egal was pas­siert: Ver­lier nie­mals dei­ne Mis­si­on aus den Augen!

Selbst im Nir­gend­wo gibt es Ablen­kun­gen: Nicker­chen machen, Grape­fruits essen, Schnit­zen, Unter­ho­sen waschen oder mal wie­der die Schu­he put­zen. Doch ich war ja nicht ohne Grund auf der Expe­di­ti­on. Ich woll­te neue Frosch- oder Schlan­gen­ar­ten ent­de­cken, um den Schutz die­ses wert­vol­len Gebie­tes im Ama­zo­nas­be­cken lang­fris­tig sicher­zu­stel­len. Dazu muss­te ich jede Nacht 4–8 Stun­den (zusätz­lich zu den 8 Stun­den tags­über!) durch über­schwemm­te Wie­sen waten oder mich durch das Dickicht feuch­ter Wäl­der kämp­fen. Selbst wenn der Magen knurrt, die Füße bren­nen und dein gan­zer zer­schun­de­ner und zer­sto­che­ner Kör­per schmerzt: Dei­ne Mis­si­on kannst nur du erfül­len und Auf­ge­ben ist kei­ne Opti­on!

10. Genie­ße!

Überschwemmungssavanne in Bolivien @ Gesa Koch-Weser / WWF Deutschland
Über­schwem­mungs­sa­van­ne in Boli­vi­en @ Gesa Koch-Weser / WWF Deutsch­land

Bei all den Gefah­ren, alle dem Schmerz und all den Wid­rig­kei­ten, ver­giss nie­mals das Wich­tigs­te: Genie­ße! Es gibt die­se Orte, an denen du spürst, wie leben­dig und gesund Natur sein kann und wie bedeut­sam sie für uns alle ist. Es stellt sich dann nicht mehr die Fra­ge, ob Natur­schutz­ar­beit sinn­voll ist oder ob wir die Natur über­haupt schüt­zen soll­ten – es wird ein­fach spür­bar, dass wir alles tun müs­sen, um uns für den Erhalt die­ser beson­de­ren Öko­sys­te­me ein­zu­set­zen. Für mich waren die Über­schwem­mungs­sa­van­nen von Boli­vi­en so ein Ort. Für ihren Schutz wür­de ich jeder­zeit wie­der näch­te­lang im Matsch ste­hen. Und du?

 

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Über mich
Dirk Embert

Ich bin promovierter Biologe und Südamerika Referent beim WWF Deutschland. Mein Fokus liegt auf dem Schutz der Habitate, insbesondere des Amazonas Regenwaldes. Hierbei geht es mir vor allem um die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung, zumeist Indigene Völker. Wenn wir es schaffen, dass der Wald durch die nachhaltige Nutzung für diese Menschen mehr wert ist als durch andere extraktive Möglichkeiten (Bergbau, Öl; Rinderbeweidung usw.), dann können wir nicht nur den für die Menschheit und unser Klima so wichtigen Regenwald erhalten, sondern schaffen hoffentlich auch auf lange Sicht ein sicheres und würdiges Leben für die lokale Bevölkerung in ihrer angestammten Heimat. Die Schwerpunkte meiner Arbeit liegen bei der Zusammenarbeit mit den Indigenen des Amazonas, Schaffung von lokalen Einkommen durch nachhaltige Nutzung, Artenschutz, In-Wert-Setzung der Wälder (z.B: Indigener REDD+ Vorschlag), Umweltbildung und Ausweisung und Management von neuen Schutzgebieten und Indigenen Territorien.

15 Kommentare

  1. Avatar
    Manuela Willms
    19. August 2017
    Antworten

    Ver­ehr­ter Hr. Embert
    Mei­ne gro­ße Bewun­de­rung gilt Ihnen und ihrem Ein­satz
    Im Ama­zo­nas. Sehr inter­es­san­te Repor­ta­gen. Alles Gute und
    Dan­ke Manue­la Will­ms

    • Avatar
      21. August 2017
      Antworten

      Lie­be Frau Will­ms,
      vie­len Dank für Ihren net­ten Kom­men­tar. Es freut mich, dass Ihnen unse­re Arbeit gefällt.

  2. Avatar
    Horst Stöllger
    19. August 2017
    Antworten

    Wer ver­liert hier eigent­lich sei­ne Mis­si­on aus den Augen ?
    Durch näch­te­lan­ges im Matsch ste­hen wird kein ein­zi­ges Öko­sys­tem geschützt.

    Mit solch alber­nen Rat­schlä­gen wer­den ganz im Gegen­teil eini­ge Zeit­ge­nos­sen erst zu scha­den­an­rich­ten­den Aben­teu­ern ani­miert.

    Lei­der gibt es genü­gend Papp­na­sen, deren Rei­se­zie­le nicht außer­ge­wöhn­lich genug sein kön­nen – und die mit jedem unnö­tig zurück­ge­leg­tem Flug­ki­lo­me­ter oder ähn­lich ver­ant­wor­tungs­lo­sem Ver­hal­ten – genau das zer­stö­ren, was eigent­lich erhal­tens­wert ist.

    Zwar ganz und gar nicht spek­ta­ku­lär, medi­en­wirk­sam oder sonst wie hip oder krass, habe ich bereits an mei­nem Wohn­ort und Umfeld unzäh­li­ge Mög­lich­kei­ten mich ver­ant­wor­tungs­voll zu ver­hal­ten – Expe­di­ti­ons­tips für Boli­vi­en sind da völ­lig über­flüs­sig.

    Ich keh­re erst­mal vor der eige­nen Tür. Und du ?

    • Avatar
      21. August 2017
      Antworten

      Es freut mich zu hören, dass Sie sich anschei­nend für den Umwelt­schutz enga­gie­ren. Ich per­sön­lich enga­gie­ren mich seit über 20 Jah­ren inten­siv für den Umwelt­schutz — beruf­lich und pri­vat. Ich habe bei­spiels­wei­se ins­ge­samt elf Jah­re in Boli­vi­en für den Umwelt­schutz gear­bei­tet, habe gehol­fen vie­le Mil­lio­nen Hekt­ar neue Schutz­ge­bie­te und Indi­ge­ne Ter­ri­to­ri­en aus­zu­wei­sen, mit mei­ner Arbeit zu einer bes­se­ren Umwelt­ge­setz­ge­bung in ver­schie­de­nen Län­dern bei­getra­gen und Indi­ge­nen Völ­kern zu nach­hal­ti­gen res­sour­cen­scho­nen­den Ein­kom­men ver­hol­fen. Dazu habe ich es unter ande­rem auf mich genom­men jah­re­lang von mei­ner Fami­lie getrennt zu sein.
      Durch die­se Expe­di­ti­on haben wir die wis­sen­schaft­li­chen Daten gelie­fert, um ein sie­ben Mil­lio­nen Hekt­ar gro­ßes Süß­was­ser­schutz­ge­biet aus­zu­wei­sen. Die­ses natür­lich nicht ganz ernst gemein­te Video ist ein Neben­pro­dukt die­ser Arbeit. Glau­ben Sie denn nicht, dass die­se sie­ben Mil­lio­nen Hekt­ar Regen­wald aus­rei­chen­den Grund für sol­che Expe­di­tio­nen sind?

  3. Avatar
    Regina Bröse
    20. August 2017
    Antworten

    .… nett geschrie­be­ner, inter­es­san­ter Bericht einer Expe­di­ti­on. Vie­len Dank.
    Aber war­um muss­te man denn die Viper töten ???? Die leb­te in ihrem Habi­tat — Men­schen braucht
    die Natur dort eher nicht. Hät­te man sie nicht an ande­rem Ort wie­der frei las­sen kön­nen, oder nach Abrei­se
    der Grup­pe ?
    Mit bes­ten Grü­ßen aus dem (fast) schlan­gen­lo­sen Kiel
    Regi­na Brö­se

    • Avatar
      Inge
      20. August 2017
      Antworten

      Ich schlie­ße mich voll und ganz der Mei­nung von Regi­na an. Das hät­te ich einem WWF-Mit­ar­bei­ter nicht zuge­traut — sor­ry. Auch von den Rat­schlä­gen für die­se Art Aben­teu­er­rei­se hal­te ich nichts, sie soll­te tun­lichst Wis­sen­schaft­lern vobe­hal­ten blei­ben. Laßt die Tou­ris­ten und Möch­te­gern-Aben­teu­rer raus aus der Wild­nis !!!

    • Avatar
      21. August 2017
      Antworten

      Lie­be Frau Brö­se,
      Dan­ke für Ihren Kom­men­tar. Die Schlan­ge haben wir tot am Strand gefun­den. Meis­tens töten die Ein­hei­mi­schen Schlan­gen, weil sie nicht Wis­sen, ob die­se gif­tig sind und die Tie­re nicht in der Nähe ihrer spie­len­den Kin­der wis­sen möch­ten. Teil unse­rer Arbeit ist auch die Auf­klä­rungs­ar­beit mit der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung, um sol­che Din­ge zu ver­mei­den.
      Aller­dings müs­sen wir auch bei der wis­sen­schaft­li­chen Arbeit ab und zu Tie­re opfern. Ein ein­zel­ner Frosch, wel­cher sich bei genaue­ren Unter­su­chun­gen im Muse­um als neue oder sel­te­ne Art her­aus­stellt (und das ist fast nur im Muse­um mög­lich), könn­te dazu bei­tra­gen, dass ein rie­si­ges Gebiet geschützt wird. In die­sem rie­si­gen Gebiet leben Bil­lio­nen von Tie­ren, wel­che ohne die­se For­schungs­ar­beit unter Umstän­den Opfer von Rodung, Berg­bau oder sons­ti­ger Umwelt­zer­stö­rung wer­den könn­ten. In die­sem kon­kre­ten Fall geht es um den Schutz von sie­ben Mil­lio­nen Hekt­ar (das ent­spricht etwa acht Mil­lio­nen Fuß­ball­fel­dern). Sie kön­nen sich also vor­stel­len, wie vie­le Tie­re poten­zi­ell ster­ben könn­ten, wenn wir nichts unter­neh­men.
      Auch einem Wis­sen­schaft­ler wie mir fällt es nie leicht ein Tier zu opfern, des­halb ver­su­che ich auch dies auf ein Mini­mum zu redu­zie­ren und lebe übri­gens auch größ­ten­teils vege­ta­risch.
      Bes­te Grü­ße, Dirk

  4. Avatar
    21. August 2017
    Antworten

    Vie­len Dank für die 10 Tipps 🙂
    Soll­te ich in der nächs­ten Zeit nach Boli­vi­en rei­sen, wer­de ich die Tipps auf alle Fäl­le befol­gen :))

    Lie­be Grü­ße

    Lisa

  5. Avatar
    Anna
    21. August 2017
    Antworten

    Hal­lo Herr Embert,
    ein schö­ner Bei­trag.

    Sol­che expe­di­tio­nen sind teil­wei­se die Art von Arbeit von der ich hof­fe dass ich sie spä­ter machen kann. Ande­rer­seits hät­te ich Angst zu ster­ben, an einem gif­ti­gen Tier oder einer Infek­ti­on. Dan­ke dass sie sich so für die Natur ein­set­zen.

    Ich wun­de­re mich bei so lei­den­schaft­li­chen Tier- und/oder Umwelt­schüt­zern immer ein biss­chen über den Fleisch­kon­sum… ein The­ma des­sen sich Umwelt­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen offen­bar nicht ger­ne anneh­men, aber das ist ein ande­res The­ma. Wie ich mich selbst dort in der Wild­nis ver­hal­ten wür­de wenn es das ein­zig ess­ba­re wäre muss ich ver­mut­lich in der Pra­xis raus­fin­den.

    Was mich aber tat­säch­lich sehr stört ist die Reak­ti­on ihrer Kol­le­gin auf die Schlan­ge. Ich dach­te erst sie wür­de noch leben (wegen des Kie­fer­grif­fes). Klar, eini­ge Men­schen fin­den Schlan­gen oder ande­re Rep­ti­li­en oder Amphi­bi­en eklig, aber abge­se­hen davon dass ich dafür gene­rell nur begrenz­tes Ver­ständ­nis habe, hät­te ich die­se Reak­ti­on nicht bei einer WWF Mit­ar­bei­te­rin erwar­tet die eine Expe­di­ti­on ins Boli­via­ni­sche Moor macht. Da ist wohl noch eini­ges an Auf­klä­rungs­ar­beit gefragt um den schlech­ten Ruf die­ser Taxa los­zu­wer­den.

    Gute Erho­lung nach der anstren­gen­den Rei­se!

    Lie­be Grü­ße, Anna

    • Avatar
      Lotte
      4. Januar 2018
      Antworten

      Ich tei­le Ihre Mei­nung. Von einer erwach­se­nen Frau die solch eine Expe­di­ti­on beglei­tet, hät­te man ande­re Wor­te erwar­tet. Klar — Schlan­gen sind defi­ni­tiv nicht die Lieb­lings­tie­re der meis­ten Men­schen (mich ein­ge­schlos­sen) und sie kön­nen in sel­te­nen Fäl­len töd­lich sein. Aber nicht Ekel ist hier ange­bracht, son­dern Respekt gegen­über einer Spe­zi­es, die nicht aus Bös­wil­lig­keit beißt.

  6. Avatar
    Gertraud Pickel
    23. August 2017
    Antworten

    Die­ser Bericht und vie­le ähn­li­che sind unge­mein span­nend — nur die Über­tra­gung von gespro­che­nem Wort auf Schrift ist gru­se­lig, oder, wie man es sehen will, zum Kichern. Dem Ver­ständ­nis hilft das bestimmt nicht, es lenkt bloß ab.
    Tan­ke vier das Lasern von mei­nem Gemo­ser!
    Kri­ti­sche, aber kon­struk­tiv gemein­te Grü­ße, Ger­traud

    • Avatar
      Dirk Embert
      24. August 2017
      Antworten

      Hal­lo Frau Pickel,

      sie mei­nen wahr­schein­lich den Tipp 6 mit den Unter­ti­teln? Lei­der ist in dem Moment mein Mikro­fon am Kra­gen aus­ge­gan­gen und somit gibt es zu der Sze­ne kei­nen Ori­gi­nal­ton. Des­halb die ablen­ken­den Unter­ti­tel. Dan­ke jeden­falls für die kon­struk­ti­ve Kri­tik wel­che immer Will­kom­men ist.

      Lie­be Grü­ße,
      Dirk Embert

      • Avatar
        Gertraud Pickel
        27. August 2017
        Antworten

        Nein, lei­der ist das der ein­zi­ge Tipp, bei dem die Unter­zei­len stim­men. Kud­del­mud­del gibt es bei allen ande­ren, als Ergän­zung zum Ton… aber das Aller­wich­tigs­te ist das nun wirk­lich nicht.

        Schö­ne Grü­ße, Ger­traud Pickel

  7. Avatar
    Jutta Gerhardt
    29. August 2017
    Antworten

    Hal­lo Herr Embert,
    vie­len Dank für die erfri­schen­de Art, Ein­blick in Ihre Arbeit zu gewäh­ren!
    Ich unter­stüt­ze den WWF seit min­des­tens 20 Jah­ren und fra­ge mich gele­gent­lich, wie die genaue Vor­ge­hens­wei­se, vor all­lem vor Ort, wohl sein wird…
    Ihre “Tips” & auch die sorg­sam ver­fass­ten obi­gen Ant­wor­ten fin­de ich sehr auf­schluss­reich.

    Vie­len Dank dafür, ich wün­sche Ihnen wei­ter­hin Enthu­si­as­mus und Freu­de bei Ihren Expe­di­tio­nen und vor allem auch eine robus­te Gesund­heit.

    Lie­be Grü­ße,
    Jut­ta Ger­hardt

  8. Avatar
    Swen
    10. Mai 2019
    Antworten

    hal­lo,
    ein tipp ist aber falsch, der mit den mos­qui­tos, denn in der regi­on gran cha­co gibt es mons­ter-mos­qui­tos, die ste­chen selbst durch mil­tär­klei­dung ohne pro­ble­me..
    die kön­nen auch nicht lesen, denn jedes insek­ten­ab­wehr­mit­tel ist denen egal, hat­te 4 aus­pro­biert.
    ein indio gab mir den tip mich mit die­sel ein­zu­rei­ben, das hat den effekt, dass man 10km gegen den wind stinkt, ist den vie­chern aber auch egal.

    aber was wol­len sie in die­sem feucht­ge­biet schüt­zen??
    unge­eig­net zur rin­der­zucht, unge­eig­net zum coca-anbau, also wür­de kein boli­via­ner auf die idee kom­men dort irgend­et­was zu machen..

    da gibt es ganz ande­re sachen die schüt­zens­wert sind, die mit­ler­wei­le auch natio­nal­parks wur­den, aber mit rie­si­gen coca­plan­ta­gen über­seht sind, denn was ist natur­schutz???
    es gibt jaguar­fell ‑hüte, ‑gerld­bör­sen und ‑gür­tel an jeder stras­sen­ecke zu kau­fen.

    und bei vie­chern die aus­ge­rot­tet gehö­ren, dürf­te an obers­ter stel­le die vom men­schen gemach­te kil­ler­bie­ne ste­hen!!! aber sowas küm­mert hier auch kei­nen.
    ich sel­ber habe erst vor ein paar wochen ein mäd­chen vor einer atta­cke geret­tet, sie hat­te glück, dass ich sie gefun­den habe und mit was­ser und insek­ten­gift die vie­cher abtö­ten konn­te.
    ich habe ihr mehr als 300 sta­cheln aus­ge­zo­gen, und sie lang dann 2 tage auf der inten­siv­sta­ti­on im kran­ken­haus.. wür­de sagen glück gehabt.

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