Markus Wolter

Über mich
Markus Wolter

Referent für Agrarrohstoffe und Tierhaltung beim WWF Deutschland. Landwirtschaft prägt mein Leben. Mich fasziniert dabei, dass es die weltweit einzige Wirtschaftsweise ist, die dank der Photosynthese in der Lage ist mehr zu erzeugen, als sie verbraucht. Und das mit der Natur und nicht gegen sie - das ist wahre Nachhaltigkeit! Ich bin Landwirt, Entwicklungshelfer, landwirtschaftlicher Berater, Einkäufer für Bio-Ölsaaten gewesen und jetzt Projektleiter für nachhaltigere Nutztierfütterung. +++Markus hat den WWF inzwischen verlassen+++

Immer wie­der füh­ren uns Anga­ben auf der Ver­pa­ckung in die Irre. Das kann man ganz ein­fach mel­den! Aber was ist mit den Zusatz­stof­fen und ihren Wir­kun­gen?

Für Kunst­fleisch muss kein Tier ster­ben und es gibt auch öko­lo­gi­sche Vor­tei­le — doch kön­nen wir das Fleisch aus dem Labor wirk­lich wol­len?

Was ich den­ke bestimmt was ich tue. Lei­der ist die Wahr­heit etwas kom­pli­zier­ter. Kogni­ti­ve Dis­so­nanz heisst das auf schlau. Das ist aber zu über­win­den.

Wer Tofu und Soja isst zer­stört auch den Regen­wald. Immer wie­der hört man die­ses Argu­ment. Rich­tig wird es dadurch nicht.

Wir sind sehr stolz: Unse­re Initia­ti­ve „Land­wirt­schaft für Arten­viel­falt“ wird offi­zi­el­les Pro­jekt der UN-Deka­de Bio­lo­gi­sche Viel­falt.

Wenn Fleisch wirk­lich bil­lig ist, darf die Tier­hal­tung nicht viel kos­ten. Und da sind wir ganz schnell bei Pro­duk­ti­ons­be­din­gun­gen, die man nicht haben will.

Deutsch­land will das bes­te Geflü­gel­land sein, so die Deut­sche Geflü­gel­wirt­schaft. Und das in einem Land, wo Kat­zen­fut­ter dop­pelt so teu­er ist wie Hähn­chen.

Im ers­ten Halb­jahr 2015 wur­de in Deutsch­land so viel Fleisch wie nie zuvor pro­du­ziert. Die­ser Rekord wäre ohne Anti­bio­ti­ka nicht mög­lich. Das hat Fol­gen.

Land­wirt­schaft und Natur­schutz müs­sen kein Gegen­satz sein: Mar­kus Wol­ter hat einen Betrieb besucht, auf dem sich 2900 wild leben­de Arten wohl füh­len.

Gül­den­hof, Bir­ken­hof, Rügen­wal­der, Bau­ern­glück — dazu Abbil­dun­gen von Fach­werk­häu­sern, fer­tig ist die Illu­si­on bäu­er­li­cher Idyl­le auf Fleisch-Ver­pa­ckun­gen.